Most Wanted

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Das Programm 10

Paul bemühte sich, langsam und kontrolliert zu atmen. Wieder näherte er sich langsam, Schritt für Schritt, der Tür hinter der sie auf ihn wartete. Er verspürte eine Scheiß Angst. Was hatte ihn nur geritten? Frau Lazka um eine Strafe für seine Untreue zu bitten, war bereits völlig verrückt gewesen. Aber ihr dann vor dem ganzen Kurs so ein unverschämtes, unangebrachtes und sexistisches Kompliment zu machen, nur um ihr einen Vorwand dafür zu liefern, das war komplett daneben gewesen, das wusste er auch. Sie hatte ihn noch gewarnt, nicht allzu ordinär oder kindisch aufzutreten. Von plump distanzlos hatte sie zwar nicht gesprochen. Aber er spürte instinktiv, dass er sich damit auch keinen Gefallen getan hatte. Das Problem war einfach, er wusste nicht, wie man auf normalem Niveau frech war. Im Herzen war und blieb er, wie Anna-Lena es sehr richtig festgestellt hatte, ein Alman. Er wusste, was sich gehörte, und hielt sich im Normalfall daran. Subtile Subversion war ihm fremd. Er hatte nie gelernt, vorsichtig seine Grenzen auszutesten, um herauszufinden, wo der Punkt war, an dem man auf Widerstand stieß, es aber nicht völlig eskalierte. Darum trug er eben dick auf, um sicher zu gehen. Und so hatte er es auch schon das erste Mal gründlich übertrieben, als er eine Bestrafung provoziert hatte. Frau Lazkas Blick hatte ihm vorhin unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er dieses mal mehr als nur ein bisschen zu weit gegangen war.

O.k., er hatte erreicht, was er wollte. Doch die Angst vor der bevorstehenden Strafe lag ihm im Bauch wie ein Betonklotz. Sie überschattete nachhaltig das verhalten optimistische Gefühl von gestern. Als er erreicht hatte, dass seine Lehrerin sich darauf einließ, ihm mit einer Bestrafung dabei zu helfen, mit seinen Schuldgefühlen fertig zu werden.

Am Liebsten wäre er davon gelaufen. Vor dem Rohrstock. Vor Frau Lazka. Vor Charlotte. Vor Anna-Lena, vor all diesen widersprüchlichen Gefühlen. Aber das war keine Option. Konzentriert zwang er sich, weiterhin einen Schritt vor den anderen zu setzen. Den Blick starr auf das abgeschabte schmuddelige grünlich graue Linoleum auf den Boden des Schulkorridors geheftet.

Aber so sehr er sich auch bemühte, kleine Schritte zu machen, es half nichts. Schließlich hatte er er sein Ziel erreicht und stand vor Tür von Zimmer 211. Er hob die Hand und klopfte gegen das grau lackierte Holz der Tür. Was blieb ihm anderes übrig?


Die erste Hürde war die Hexe der Vorhölle. Frau Haas bedachte ihn mit einem kalten Blick, als er auf ihr „herein“ hin das Vorzimmer betrat. Es wäre ihm lieber gewesen, sie nicht mit hinein zu ziehen. Das war eine Sache zwischen ihm und Frau Lazka.

„Paul. Also ich hätte nach dem letzten Mal echt nicht erwartet, dich jemals wieder bei uns zu sehen! Geschweige denn schon nach zwei Wochen! Da hast du dir ja was geleistet, mein Junge!“

„Ja, Frau Haas, es tut mir leid. Können wir es einfach hinter uns bringen, bitte?“

„Wenn du es so eilig hast, den Hintern gestriemt zu bekommen...“

Die junge Lehrerin reichte ihm die Papiere für die Unterschrift.

„Na dann los. Frau Lazka erwartet dich schon. Und ich warne dich: sie hatte ihr ganz besonderes Lächeln im Gesicht, das sie für ganz besonders unartige Jungs reserviert hat. In deiner Haut möchte ich nicht stecken, Freundchen. Was hast du dir bitte dabei gedacht, ausgerechnet ihr so einen Satz um die Ohren zu hauen?“

„Ich weiß es nicht, Frau Haas“, log Paul

„Na, ich hoffe mal, dass du die Suppe verträgst, die du dir da eingebrockt hast. Komm mit!“


Drei Minuten später stand Paul mit gesenktem Kopf vor Frau Lazka, während Frau Haas ihren üblichen Vers aufsagte. 

„Paul, Jahrgangsstufe 13. Extreme Respektlosigkeit gegenüber einer Lehrerin.“

Frau Lazka hatte die Hände vor der Brust verschränkt. Sie trug heute ein strenges, marineblaues Kostüm. Mit einem Rock, der sich eng an ihren Unterkörper schmiegte und kurz über den Knien endete. Unter der dazu passenden Kostümjacke konnte Paul eine weiße Bluse erkennen, die ebenfalls sehr figurbetont geschnitten war. Dazu natürlich Schuhe mit Absätzen. Paul hatte nicht gelogen. Sie hatte wirklich tolle Beine. Insgesamt eine super tolle Figur. Mit ihrer schmalen Taille, dem flachen Bauch, der nicht zu übersehenden Wölbung ihrer Oberweite. Dazu die langen goldblonden Haare. Für ihr Alter war sie echt der Hammer. Sie gab sich auch keine Mühe, ihre Vorzüge zu verbergen, allerdings stellte sie sie natürlich auch nicht so offen zur Schau wie z.B. Anna-Lena. 

„Paul, für deine bodenlose Respektlosigkeit mir gegenüber vor dem ganzen Kurs werde ich dir noch eine gesonderte Lektion erteilen. Aber möchtest du Frau Haas nicht sagen, warum du eigentlich hier bist?“

„Wie bitte, Frau Lazka?“

„Los Paul, wir haben hier keine Geheimnisse voreinander. Erzähle Frau Haas, warum du gestern bei mir warst, und worum du mich gebeten hast.“

Paul fühlte eine heiße Welle der Verlegenheit seinen Rücken hinauf krabbeln. Er spürte zwei Paar Augen auf sich ruhen. 

„Ähm, also ich habe gestern Frau Lazka gebeten, mich zu bestrafen, weil ich etwas Schlimmes angestellt habe.“

„Und was hast du angestellt Paul? Los, erzähle es der netten Frau Haas.“

„Ich... ich habe meine Freundin betrogen. Mit Anna-Lena. Und ich habe ein schlechtes Gewissen deswegen.“

Die brünette Lehrerin blickte ungläubig vom Schüler zu ihrer Kollegin und wieder zurück. Dann schien sie sich zu fassen.

„So ist das also? Na dann hast du das hier wohl tatsächlich verdient.“

Paul bemerkte ein angedeutetes Nicken von Frau Lazka.

„Also Paul. Dieses mal werde ich dir eine echte Lektion in Sachen Respekt erteilen. Wie man Frauen behandelt. Dinge, die man nicht tut und Dinge, die man nicht sagt. Hast du verstanden?

„Ja, Frau Lazka. Danke, Frau Lazka.“


Paul spürte plötzlich eine Leichtigkeit in sich aufsteigen, die ihn überraschte. Natürlich fürchtete er den Schmerz der bevorstehenden Züchtigung. Aber gleichzeitig fühlte es sich an, als sei eine Last von ihm genommen worden. Und diese Last war die Verantwortung für sein Tun. Er hatte diese Verantwortung nun abgegeben. Er hatte sich ganz in die Hände von Frau Lazka begeben. Es waren strenge Hände, wie er wusste. Trotzdem fühlte es sich richtig an. Er würde tapfer ertragen, was auch immer sie ihm auferlegte. Und danach würde er sich wieder frei fühlen. Seine Schuld, die ihn auffraß würde abgegolten sein. Und vermutlich würde es auch helfen, diese Bilder zu vertreiben, die ihn verfolgten. Und verunsicherten.

„Damit diese Lektion sich auch richtig einprägt, möchte ich, dass du dich ausziehst. Ganz. Du wirst völlig nackt bestraft. So nackt wie du warst, als du dich mit deiner kleinen Schlampe vergnügt hast.“

Ungläubig blickte Paul auf. Meinte sie das ernst? Er sollte sich vor zwei erwachsenen Frauen entkleiden? Vor zwei Lehrerinnen? Ein halbherziger Protest lag ihm auf den Lippen, der jedoch im Keim erstickt wurde, als Frau Lazka ihn anherrschte:

„Los jetzt! Ausziehen! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit! Sonst kannst du direkt wieder verschwinden und deinen Fehltritt mit Charlotte selbst klären.“

Der Ton ihrer Stimme fuhr ihm durch die Ohren hinein direkt hinunter ins Rückenmark. Bevor er sich richtig bewusst wurde was er da tat, hatte er bereits angefangen, sein kariertes Hemd aufzuknöpfen. Wenige Augenblicke später stand er nur noch in Boxershorts vor den beiden Lehrerinnen.

„Ganz, Paul! Die Unterhose kommt auch runter. Deine Strafe bekommst du so oder so auf den Nackten! Aber als erstes faltest du deine Klamotten ordentlich und legst sie dort auf den Stuhl!“

Mit hochrotem Kopf folgte er der Anordnung. Dann stand er wieder vor den beiden Frauen. Er bemühte sich, seine Blöße mit den Händen zu bedecken. Doch auch das ließen sie ihm nicht durchgehen.

„Hände an die Seite. Aber schnell! Wir wollen nur sehen, was du Anna-Lena gezeigt hast!“

„Ja, Frau Lazka.“

„O.k. Paul. Damit du dir auch ganz im Klaren bist weswegen du gleich den Rohrstock zu spüren bekommst, rekapitulieren wir noch einmal, was dich hier her gebracht hat. Erzähle es noch einmal im Detail!“

„Frau Lazka, nachdem Sie mich das letzte Mal bestraft hatten, traf ich auf dem Weg nach draußen Anna-Lena, die ebenfalls bestraft werden sollte. Sie bat mich, draußen auf sie zu warten, bis nach der Strafe, um sie zu trösten. Dann sind wir zu ihr, und dort haben wir miteinander geschlafen.“

„Mehr Details, Paul. Erzähle uns genau, wie es dazu kam. Wie fing das an?“

Paul biss sich auf die Lippen. Wollte diese Frau wirklich, dass er diese Erinnerung, auf die er alles andere als stolz war, noch einmal durch ging?

„Ähm, also wir sind zu ihr. Haben uns im Arm gehalten und über die Bestrafung geredet. Sie schlug vor, zu vergleichen, wer von uns die schlimmeren Spuren hatte.“

„Und wie sollte das passieren?“

„Sie... sie hat einfach die Hose runter gezogen und mir ihren Po mit all den Striemen darauf gezeigt.“

Vor seinem inneren Auge entstand wieder das Bild von Anna-Lenas nacktem Po. Verdammt. Ihm wurde warm. Anna-Lena hatte einen echt süßen Po. Und die Striemen darauf hatten sie so verletzlich und schutzbedürftig wirken lassen.

„Und dann?“

„Dann bat sie mich, sie einzucremen.“

Seine Hände auf Anna-Lenas warmer Haut. Die Creme, die sich so gut anfühlte. Er spürte ein Kribbeln im Bauch. 

„Was ist dann passiert?“

„Sie wollte, dass ich auch meine Hose ausziehe. Sie war sehr beeindruckt von den Spuren auf meinem Arsch. Dann hat sie mich dort eingecremt.“

„Und, hat sich das gut angefühlt?“

Paul schluckte. Es hatte sich tatsächlich sehr gut angefühlt, so gut, dass er eine Erektion bekommen hatte. Anna-Lena hatte das natürlich auch bemerkt, aber anstatt entsetzt oder peinlich berührt zu reagieren, hatte sie nur gegrinst und angefangen, die Creme auch dort zu verteilen...

Eine Erektion. Verdammt!

„Da sehen Sie es, Frau Haas! So sind diese jungen Männer! Er hier besitzt ganz offensichtlich sogar die Frechheit, hier vor uns einen Steifen zu bekommen, allein beim Gedanken an den Hintern dieses Flittchens!“

Paul blickte entsetzt an sich herunter. Tatsächlich. Sein Penis stand steif und zeigte quasi in Richtung der beiden Lehrerinnen ihm gegenüber. Frau Haas betrachtete sein Stück neugierig und schien fasziniert. Frau Lazka hingegen grinste auf eine Art, die er nur als triumphierend interpretieren konnte. 

Paul wäre am Liebsten im Erdboden versunken.

„Paul, keine Sorge - lange, bevor ich mit dir fertig bin, wird dein Ding da wieder auf seine anständige Minimalgröße zusammen geschrumpft sein! Also gut. fangen wir an. Es wird mir eine erklärte Freude sein, dir deine Geilheit über dem Bock mit dem Rohrstock auszutreiben, und zwar gründlich. Hieb für Hieb!“

Paul folgte mit dem Blick Frau Lazkas Finger. Dort stand ein Gerät in der Ecke, das in seiner Form stark an den Sportunterricht erinnerte. Letztlich war es ein stabiles Gestell aus Holz mit einer gepolsterten Fläche, die mit braunem Leder bezogen war. Anders als beim Bock aus dem Sportunterricht gab es eine zweite, niedrigere gepolsterte Fläche, vermutlich für die Beine. Am Gestell waren mehrere Gurte aus Leder angebracht. Paul spürte ein flaues Gefühl im Bauch, als ihm bewusst wurde, dass man damit einen Delinquenten festschnallen konnte, an Armen, Beinen, sowie an der Taille fixiert, so dass jede Bewegung ausgeschlossen war. 

Frau Haas schob das Gerät in die Mitte des Zimmers. Paul schloss die Augen. Anna-Lena hatte ihm von diesem Bock erzählt. Wie es sich anfühlte, gefesselt zu sein, während man den Arsch versohlt bekam. Ihm schoss ein Bild durch den Kopf: Der schlanke Körper des Mädchens in Position über dem Bock. Wie sie sich wand unter dem Stock, der ohne Gnade Striemen um Striemen auf ihren süßen Arsch zeichnete. Na super. Sein immer noch steifer Schwanz begann fast schmerzhaft zu pochen. Warum machte ihn der Gedanke so an? Es stimmte, was Frau Lazka gesagt hatte. Eigentlich mochte er Anna-Lena nicht einmal besonders. Aber als sie beide frisch versohlt auf ihrem Bett gelegen hatten, hatte er sich ihr so nahe gefühlt, wie kaum einem anderen Menschen.


„Los! Tritt vor den Bock! Knie dich auf die Beinstütze, dann lege den Oberkörper auf die Ablage oben! Zeit, den Rohrstock die weitere Unterhaltung führen zu lassen!“

Frau Lazkas Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Mit wippendem Schwanz bewegte er sich auf den Bock zu. Frau Lazka stand inzwischen mit dem Rücken zu ihm und war offenbar dabei, den passenden Rohrstock auszusuchen. Paul biss sich auf die Zunge. So, wie sie da stand, zeichneten sich ihre Pobacken durch den Stoff ihres Rockes ab. Au Mann. 

Frau Haas half ihm, die richtige Position einzunehmen. Die Beinstütze war offensichtlich höhenverstellbar. Nachdem die brünette Lehrerin die Stütze auf die richtige Höhe gebracht hatte, begann sie zuerst seine Fußgelenke, dann seine Handgelenke mit den Gurten zu fixieren. Zuletzt schlang sie den Riemen um seine Taille und zurrte ihn fest. Das Polster für den Oberkörper neigte sich leicht nach unten, so dass sein nackter Hintern nun prominent in die Höhe ragte. Sein immer noch steifer Schwanz wurde vom Leder des Polsters unangenehm nach unten gedrückt. Aber das würde bald das Kleinste seiner Probleme sein. 

Außerhalb seines Gesichtsfeldes testete Frau Lazka die Rohrstöcke, indem sie sie hörbar durch die Luft pfeifen ließ. 


„Also gut, Junge! Für deine Untreue erhältst du 24 Hiebe mit dem Rohrstock. Danach bekommst du noch einmal 20 mit dem Lederriemen für deine Frechheit gestern in der Vertretungsstunde. Ich werde jeweils das strengste Utensil aus der Reihe verwenden. Riemen und Stock der Kategorie 3. Mach dich also auf eine äußerst unangenehme Erfahrung gefasst! Aber glaube mir, letztlich ist es nur zu deinem Besten! Es ist immer zu eurem Besten.“

Dann fauchte der Rohrstock durch die Luft und biss sich in seinen Po. Der Schmerz des Hiebes war überwältigend. Schlimmer, als er es von seiner letzten Bestrafung in Erinnerung hatte. Viel schlimmer. Bevor er noch richtig verarbeitet hatte, was da gerade passierte, traf der nächste Hieb. Auch der dritte und der vierte folgten in entsprechend kurzen Intervallen. 

Paul stöhnte bereits laut vor Schmerz, als Frau Lazka ihre erste kurze Pause einlegte.

„Sehen Sie, Frau Haas. Schon hat sich das mit der Erektion erledigt. Der kleine Jungenschwanz hängt brav und schrumpelig, wie es sich gehört! Dann wollen wir mal dafür sorgen, dass das noch eine ganze Weile so bleibt!“

Wieder pfiff der Stock durch die Luft. Paul bemühte sich nicht, mit zu zählen. Er brauchte seine ganze Kraft um mit dem heftigen Schmerz jedes einzelnen Einschlags klar zu kommen. Und dem dumpfen Nachbrennen, das jeder Hieb hinterließ.

„Und Paul? Verspürst du immer noch das Bedürfnis, eine deiner Mitschülerinnen zu besteigen?“

„Nein, Frau Lazka“, presste er tapfer hervor.

„Gut!“

Ein weiterer Hieb biss sich in seinen dargebotenen Hintern.

„War es das wert, Paul? Hat es sich gelohnt, der kurze Spaß, als du mit diesem Flittchen ins Bett gegangen bist? Jetzt, nach den ersten 10 Schlägen, die du dafür bekommen hast? Was denkst du?“

„Nein, Frau Lazka.“

„Na, was für ein Glück, dass du noch nicht einmal die Hälfte überstanden hast. Du wirst lange daran zurück denken, Paul. Immer, wenn du ein Mädchen siehst, wirst du an diese Strafe zurück denken!“

„Danke, Frau Lazka!“

Die Lehrerin hob erneut den Stock und fuhr fort mit ihrer Lektion. Mittlerweile hatte Paul allen Widerstand aufgegeben und ließ seinen Tränen freien Lauf. Das half etwas. Inzwischen konnte er den Flächenbrand auf seinem Hintern kaum mehr von den einzelnen Hieben, die ihn trafen, und den Brand immer weiter anheizten, unterscheiden.


„18“, stellte Frau Lazka schließlich fest. „Scheint, als ob Reue und Einsicht sich so langsam verfestigen.“

Paul war dankbar für die kurze unerwartete Pause. Das gab ihm Gelegenheit wieder zu Atem zu kommen. 

„Frau Haas, Sie nehmen doch an der Fortbildung teil. Haben Sie selbst schon einmal einen Rohrstock benutzt?“

„Nein, Frau Lazka.“

„Möchten Sie es einmal probieren?“

„Aber Frau Lazka? Ist das nicht höchst ungewöhnlich?“

„Mag sein. Aber das Verhalten dieses jungen Mannes war eine Ohrfeige für alle anständigen Frauen dieser Welt. Ich denke, da ist es nur fair, wenn sich alle anwesenden Frauen an seiner Züchtigung beteiligen. Hier! Nehmen sie den Rohrstock in die Hand. Schwingen Sie ihn ein paar mal durch die Luft. Genau so. Achten sie auf das Geräusch. Gefällt es Ihnen? Gut. Dann reizt sie sicher der Gedanke, dem reuigen Sünder hier die letzten sechs Hiebe zu verabreichen?“

„Wenn Sie meinen, Frau Lazka. Ich freue mich immer über eine Gelegenheit zu lernen. Vielen Dank.“


Paul biss die Zähne zusammen, als ihm klar wurde, dass es nun weiter ging. Das vertraute Pfeifen und der brennende Einschlag ließen nicht lang auf sich warten. Uff. Die Pause hatte dafür gesorgt, dass er die nächsten Hiebe nun umso deutlicher spürte. Wenigstens hatte er 2/3 hinter sich. Es standen nur noch sechs Hiebe aus.

„Nein, Frau Haas. Das war viel zu sanft. Sie sollen den Schüler bestrafen, nicht streicheln. Der zählt natürlich nicht, Paul. Das sehen Sie doch auch so, oder? Schauen Sie, ich zeige es Ihnen: Achten sie mal auf die Bewegung meines Handgelenks beim nächsten Schlag.“

Frau Lazkas Hieb brannte tatsächlich ein gutes Stück härter. 

„Das war nur zur Demonstration, den zählen wir auch nicht, Paul! Los, Frau Haas. Ordentlich Nummer eins von sechs!“

Paul fragte sich, ob er zornig werden sollte über den Verlauf, den seine Strafe zu nehmen begann. Immerhin nutzte Frau Lazka seine Hilflosigkeit gerade schamlos aus. Aber er spürte keine Wut. er hatte sich ihr ausgeliefert, um eine strenge Strafe zu bekommen. Für seinen Verrat. Und er hoffte wirklich, dass es ihm half, diese völlig gestörten Gefühle für Anna-Lena loszuwerden. Frau Lazkas Willkür musste man eben einkalkulieren als Teil der Strafe. Und es würde letztendlich dabei helfen, Charlotte wieder in die Augen sehen zu können!

An den nächsten vier Schlägen, die Frau Haas ihm verpasste, fand Frau Lazka offenbar nichts auszusetzen. Kein Wunder. Sie standen dem, was er von der älteren Lehrerin inzwischen gewohnt war, kaum nach. 

„So, die letzten beiden werden wir etwas schräg versetzt auflegen. Das rundet das Bild schön ab! Und es bringt alle bisherigen Striemen noch einmal schön zum Glühen. Hier. So setzen wir die.“

Paul spürte, wie Frau Lazka mit einem ihrer perfekt manikürten Fingernägel eine Linie diagonal über seine Pobacke zog. Der nächste Hieb kam umgehend. Und er brannte wie Feuer.

„Nein, Frau Haas. Das war nicht sauber. Den müssen wir wiederholen.“

Auch den letzten Hieb ließ sie unerbittlich wiederholen. Dann war es vorbei. Vorerst. Paul war so glücklich, den Rohrstock überstanden zu haben, dass er für einen Augenblick ganz vergessen hatte, dass ihm auch noch der Lederriemen angekündigt worden war. Er hatte keine Ahnung, wie er das auf seinem brennenden, pochenden Hintern ertragen sollte. Er erinnerte sich an das satte Klatschen des Leders und das großflächige Brennen, das der Riemen beim letzten Mal verursacht hatte. Nur, dass er damals noch keine Striemen vom Rohrstock auf dem Arsch gehabt hatte. Verdammt! Das war wirklich eine Strafe, an die er sich lange erinnern würde.


„So, Paul. Das war dafür, dass du deine Freundin betrogen hast. Ich hoffe, diese Lektion hast du gelernt. Ich gebe dir jetzt 30 Minuten, darüber nachzudenken. Die solltest du wirklich nutzen. Darum bleibst du genau so liegen. Danach kümmern wir uns dann um deine Frechheit von heute morgen!“

Paul hörte die Schritte der beiden Lehrerinnen sich entfernen. Das Klackern von Frau Lazkas Absätzen und das Quietschen der Gummisohlen an Frau Haas' Sneakers. Sie schlossen die Türe hinter sich. Bald konnte er sie im Vorzimmer leise reden und ab und zu kichern hören. Er blieb alleine zurück. Gefesselt auf dem Bock. Mit brennendem Hintern. Vermutlich gab es hier irgendeine tiefsinnige Allegorie zu sehen. Doch so sehr er sich bemühte, Paul konnte sie nicht erkennen.



Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.

Das Programm 9

Leonie saß im Klassenzimmer und starrte die Uhr über der Tür an. Deutsch würde die ganze Woche entfallen. Warum die Schule darauf bestand, eine Vertretung zu schicken, erschloss sich ihr nicht. Warum gönnte man ihnen nicht einfach eine Freistunde? Es war ja nicht so, als dass man in Vertretungsstunden irgendetwas lernte, außer wie man am Besten die Zeit totschlug. Offiziell hatte die Stunde nun seit einer Minute begonnen. Bisher war noch kein Lehrer aufgetaucht wie so oft. 

Ihre Mitschüler teilten offenbar die Haltung, dass eine Vertretungsstunde komplette Zeitverschwendung war. Und verhielten sich entsprechend. Einige saßen auf den Tischen und unterhielten sich. Der Lärmpegel war entsprechend. 

Umso erstaunlicher war der Effekt, als sich die Tür öffnete, und die ersten zu realisieren begannen, wer da den Raum betreten hatte.

Der Lärm ebbte ab und wich zunehmend einer ertappten Stille. Pech für Naomi, die mit dem Rücken zur Tür auf dem Tisch saß und wie üblich eine etwas längere Leitung hatte. Als sie die Veränderung in der allgemeinen Atmosphäre wahr nahm und sich zur Tür umdrehte, war es zu spät.

„Naomi! Sie besuchen jetzt wirklich lange genug diese Schule, um zu wissen, dass die Stunde mit dem Gong beginnt und nicht mit der Anwesenheit des Lehrers! Und wie Sie sich zu Beginn einer Schulstunde zu benehmen haben, sollte Ihnen auch bekannt sein! Kommen Sie nach der Stunde bitte kurz vor zu mir.“

Es war beeindruckend zu sehen, wie die hochgewachsene Schülerin mit den bunt gefärbten Haaren und den schwarzen Klamotten zusammenzuckte. Der entsetzte Blick auf ihrem Gesicht sprach ebenfalls Bände. 

Kaum einen Augenblick später saß sie artig auf ihrem Stuhl. Auch wenn sie sichtlich nervös darauf herum rutschte.

„Es tut mir leid, Frau Lazka!“

Sie zitterte. Und wirkte tatsächlich reichlich blass, auch wenn man das bei ihrer Hautfarbe immer etwas schwer beurteilen konnte.

Wirklich beeindruckend. Es war bekannt, dass Naomi schon das ein oder andere Mal nähere Bekanntschaft mit Frau Lazka und Herr Baumann gemacht hatte. Kein Wunder. Naomi war eine tickende Zeitbombe unterdrückter Wut. Die halbe Jahrgangsstufe hatte Angst vor ihren Ausbrüchen. Offenbar zeigte das Programm bei ihr Wirkung.

Auch das war kaum verwunderlich. Sie selbst erinnerte sich an ihren Besuch bei Herr Baumann zurück. Obwohl sie wusste, dass er sie sehr milde behandelt hatte, spürte sie keinerlei Wunsch, diese Erfahrung zu wiederholen. Es waren zwar nur sechs Hiebe mit dem Lederriemen gewesen. Der Rohrstock war ihr erspart geblieben und sie hatte eine Gymnastikhose anbehalten dürfen. Aber es hatte sie dennoch überrascht, wie sehr es weh getan hatte. Und das war der korrekte Herr Baumann gewesen. Schlimm genug. Aber im Vergleich zu Frau Lazka galt er als das kleinere Übel.

Naomi, so hörte man, hatte eine der bisher heftigsten Strafen in der kurzen Geschichte des Programms über sich ergehen lassen dürfen. Und zwar von Baumann und Lazka zusammen.

Kein Wunder, dass sie alles andere als glücklich wirkte, nachdem Frau Lazka sie jetzt erneut auf dem Kieker hatte.

„Und der Rest von Ihnen! Sie brauchen gar nicht so schadenfroh daher schauen! Sie besuchen die Abschlussklasse! Von Ihnen erwartet man, dass Sie sich als Vorbild verhalten für die jüngeren Jahrgangsstufen! Aber sie veranstalten hier einen derartigen Radau, dass man Sie noch im nächsten Flur hören konnte! Ich sollte dem ganze Kurs einen Verweis erteilen! Aber das wäre unfair gegenüber den wenigen unter Ihnen, die sich offenbar erinnert haben, welche Regeln hier gelten! Nehmen Sie sich ein Beispiel an Schülern und Schülerinnen wie Paul hier. Oder Charlotte oder Leonie.“

Leonie zuckte zusammen. Es gefiel ihr gar nicht, auf diese Weise als Positivbeispiel und somit Kameradenschwein geoutet zu werden. Zudem hatte sie wirklich gehofft, sie wäre Frau Lazka unbekannt. Wenn die Lazka deinen Namen nicht kannte, konnte sie dich auch nicht in Schwierigkeiten bringen.

Sie warf einen verstohlenen Blick auf die anderen Schüler, die ebenfalls dieses vergiftete Lob erhalten hatten. Paul saß vornübergebeugt mit knallrotem Kopf auf seinem Stuhl. Charlotte hingegen strahlte selbstzufrieden über ihr ganzes Gesicht. Was sollte man erwarten, sie war eben eine Grad-A-Streberin.

Frau Lazka schrieb nun Naomis Namen an die Tafel.

„Hier schreibe ich alle von Ihnen auf, die stören oder anderweitig negativ auffallen. Sie haben im Verlauf der Stunde die Gelegenheit, mich durch gute Beiträge davon zu überzeugen, dass Ihr Name dort zu Unrecht steht. Dann werde ich ihn streichen. Alle, die am Ende der Stunde noch dort stehen, werden die Konsequenzen spüren. Das gilt auch für Sie, Naomi. Ihre Chance, Ihren Arsch zu retten. Das meine ich durchaus wörtlich!“

Kaum zu glauben, aber die Stille wurde noch stiller. Diese Frau war der Teufel! So konnte man doch keine Abiturienten behandeln. Ein Gutes hatte die Sache allerdings. Man konnte über Frau Lazka sagen, was man wollte, aber sie war eine fähige und engagierte Lehrerin. Sie hatte einen Stapel alte Abituraufgaben für das Fach dabei und begann diese nun mit dem Kurz durchzuarbeiten. 

Allerdings duldete sie nicht auch die geringste Störungen. Nach 30 Minuten hatte sie bereits die Namen von 12 Schülern und Schülerinnen an der Tafel vermerkt, um die sie sich später kümmern wollte. Naomi hatte es geschafft, eine korrekte Lösung vorzuschlagen. Woraufhin Frau Lazka ihr anerkennend zugenickt und den Namen von der Tafel gestrichen hatte. Man konnte sehen, wie die Schülerin erleichtert aufatmete.


Die Stunde zog sich in die Länge. Obwohl der Stoff interessant und relevant war, trug die angespannte Atmosphäre im Klassenzimmer nicht gerade dazu bei, dass Leonie sich gut konzentrieren konnte. Immerhin schaffte sie es, still und unauffällig zu bleiben.

Als die Stunde sich ihrem Ende näherte, standen noch sechs Namen an der Tafel. Frau Lazka schien zufrieden zu sein mit sich und dem Ablauf der Stunde. Fünf Minuten vor dem Gong fragte sie, ob noch jemand eine Frage oder eine Anmerkung vorbringen wollte.

Paul meldete sich. Dann stand er auf und sprach.

Leonie lief es eiskalt den Rücken hinunter. Hatte sie das gerade richtig gehört? Hatte er das eben wirklich gesagt? Es war, als ob die ganze Welt für einen Atemzug still stand und alle Menschen in diesem Raum mit ihr. Charlotte starrte ihren Freund mit weit aufgerissenen Augen an. Naomi stand der Mund offen. Die Temperatur im Raum sank auf gefühlte Minus 30 Grad.

Was war nur in Paul gefahren? Ausgerechnet in ihn?


„Frau Lazka ich möchte mich im Namen des Kurses bei Ihnen bedanken, dass Sie sich extra für uns so engagiert haben, und persönlich möchte ich hinzufügen, dass Sie heute wieder sehr schön aussehen. Der Rock bringt ihre Beine super zur Geltung.“

Das hatte er gesagt. Selbst Frau Lazkas Lächeln schien von der arktischen Tieffront eingefroren zu sein.

„Paul! Bleiben Sie bitte nach der Stunde noch, damit wir über diese ungeheuerliche Respektlosigkeit unterhalten können. Alle anderen... Können gehen", zischte die Lehrerin

Mit einer dramatischen Geste wischte sie alle Namen von der Tafel.

„Jetzt! Die Stunde ist beendet! Alle raus!“

Leonie packte hektisch ihre Sachen zusammen und verließ mit den anderen fluchtartig das Zimmer, bevor der gerechte Zorn der Lehrerin noch Kollateralschäden verursachen konnte.


Armer Paul. Was war denn in ihn gefahren? Er hatte in den letzten Tagen schon seltsam in sich gekehrt gewirkt. Aber dass er offenbar akut suizidal war, damit hatte niemand gerechnet. Charlotte weinte im Flur an eine Wand gelehnt leise vor sich hin. Sie wurde sofort von einer Gruppe Grad-B-Streberinnen umringt und getröstet.

Leonie bemerkte, dass sie neben Naomi stand. Das hochgewachsene Mädchen drehte sich zu ihr und musterte sie kurz. 

„Was geht denn mit dem? Ist der völlig lost jetzt? Der kann doch der Lazka nicht so einen Spruch vor den Latz ballern! Ein Glück dass wir alle da heil raus gekommen sind!“

„Ja, das war ganz schön frech“, piepste Leonie verlegen, dass Naomi sie so angesprochen hatte.

„Mädchen. Du und ich wissen beide, was er sich da eingebrockt hat. Schau mich nicht so an. Du bist jetzt eine von uns. Jeder weiß, dass du letzens beim Haumann warst. Ich hab dich zusammenzucken sehen vorhin, als die Hexe mich angemault hat. Und ich bin auch nicht scharf drauf, diese Erfahrung zu wiederholen. Das letzte mal hat mir echt gereicht! Ich war scheiß froh, als sie meinen Namen von der Tafel gestrichen hat. So wie jeder, der mal ihre spezielle Aufmerksamkeit genossen hat. Aber Der Paul? Neeein! Doch nicht der Paul! Oh nein! Und der weiß am Besten, was ihn erwartet! Nachdem, was er sich das letzte Mal eingefangen hat. Der konnte save ne Woche nicht sitzen! Braucht der ne Domina oder was? Ich sag es dir, an dieser Schule läuft echt kranker Shice. Und guck mal, wie seine kleine Streberfreundin jetzt maximale Aufmerksamkeit für sich aus der Sache zieht. Buhu, mein armer Paul Buhu... Aber egal, was den Paul gerade geritten hat, er hätte uns alle übel in die Scheiße reiten können damit. Die Lazka war eh schon kurz davor, ihren Frust am ganzen Kurs auszulassen. Da hat nicht viel gefehlt, und wir wären alle mit drin gehangen. Dem werd ich was erzählen, wenn ich ihn mal allein erwische!“

„Naomi, sei mal kurz leise, ich versuche zu hören, was da abgeht. Es ist mega still da drin.“

Die angesprochene grinste. "Ja, so ein bisschen neugierig bin ich auch!"

Aber die dicke Klassenzimmertür ließ keinen Laut nach draußen klingen, egal wie sehr die Mädchen ihre Ohren spitzen.

Pünktlich zum Gong öffnete sich die Tür, und Paul kam heraus. Leonie stand nahe genug, um sein Gesicht zu sehen. Sie hatte erwartet, ihn kreidebleich und mit dem Schock ins Gesicht geschrieben zu sehen. Doch kaum zu glauben, aber er wirkte fast erleichtert und grinste sogar. Bis sein Blick auf seine verheulte Freundin fiel. Da zog er den Kopf ein, drehte sich um und ging in die andere Richtung davon.

Naomi hatte Recht, an dieser Schule passierten merkwürdige Dinge. Leonie beeilte sich, vom Flur zu verschwinden, bevor Frau Lazka das Zimmer verließ. Die schlaueren Mitschüler taten es ihr gleich.




Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.

Das Programm 8

Katharina Lazka betrat das Schulhaus mit demonstrativem Elan. Sie schritt auf ihren Absätzen betont aufrecht durch die Flure auf dem Weg in Zimmer 211. Die Woche Erholung hatte ihr gut getan. Diese elenden Migräne-Anfälle plagten sie schon seit vielen Jahren. Doch in den letzten Jahren war es definitiv schlimmer geworden. Manchmal hatte sie den Verdacht, dass die Häufigkeit der Anfälle mit der Häufigkeit ihrer „Begegnungen“ mit Oliver Baumann korrelierten. Seit sie gemeinsam für das Disziplinarteam gewählt worden waren, hatte sich ihr gesundheitlicher Zustand noch einmal merklich verschlimmert. 

Es war nicht so, dass sie Oli nicht mochte. Jeder mochte Oli. Aber er hatte etwas an sich, dass sie regelmäßig mit den Zähnen knirschen ließ. Und seine Einstellung zu Pädagogik im Allgemeinen und zum Programm im Speziellen ließ sie oft den Wunsch verspüren, ihren Kopf gegen eine Tischplatte zu schlagen. Oder seinen.

Heute jedoch war sie wieder bereit sich allem zu stellen, was Schüler und Kollegen sich einfallen lassen würden, um an ihren strapazierten Nerven zu sägen.


Im Büro empfing sie der leicht besorgte Blick von Franziska.

„Schön, dass Sie wieder fit sind, Frau Lazka. Ähm, es gibt da ein paar Komplikationen bezüglich der Sache mit Paul S. aus der Jahrgangsstufe 13.“

„Komplikationen?“ Sie hob eine perfekt getrimmte Augenbraue.

„Nun, als Erstes sitzt Paul gerade in Ihrem Büro und wartet auf Sie. Er hat um ein Vier-Augen-Gespräch gebeten.“

„Wirklich?“ 

Was Paul wohl von ihr wollte? Sicher, sie hatte ihm ordentlich den Hintern versohlt. Aber es war doch alles nach Vorschrift verlaufen. Oder etwa nicht? Sie spürte einen leisen Zweifel, ein kleines Gefühl von schlechtem Gewissen, das sich schon wieder als leichter Druck auf den Kopf zu manifestieren begann. 

„Ja, er hat nicht gesagt, was er will, nur dass er gerne mit Ihnen sprechen möchte. Er wirkte irgendwie blass und nervös. Und ähm, Oli, ich meine Herr Baumann hat irgendwie erfahren, dass Anna-Lena neulich Zeugin von Pauls Bestrafung geworden ist. Ich weiß nicht, ob das miteinander zusammen hängt.“

Der Druck begann sich nun langsam in ein dumpfes Pochen zu verwandeln. Na toll. 

„Das sehe ich ehrlich gesagt relativ gelassen“, log sie. „Oliver hat schließlich selbst allen Grund, nachsichtig zu sein, was kleine Verstöße gegen das Protokoll angeht.“

„Das stimmt wohl. Ich hab letzte Woche etwas erlebt mit ihm, das glauben Sie nicht!“

„Ist es was Gutes? Erzähl!“

„Vielleicht später. Jetzt wartet wie gesagt der Paul auf Sie.“


Katharina seufzte und durchschritt den Vorraum in Richtung ihres Büros. Dort saß in der Tat ein genickt wirkender Paul auf dem Stuhl vor ihrem Schreibtisch. Als sie die Tür öffnete, hob er seinen Kopf, um sie anzusehen. 

Er stand auf, als sie das Zimmer betrat. „Guten Tag, Frau Lazka“, grüßte er sie artig.

„Na, Paul, was kann ich für Sie tun? Setzen Sie sich doch.“

Sie konnte sehen, dass Pauls Ohren zu glühen begannen, er zögerte einen Moment, bevor er antwortete.

„Ähm, Frau Lazka, ich weiß nicht, ob Sie etwas tun können, aber wenn, dann wollte ich Sie darum bitten, ähm, also... Ich habe etwas Saublödes getan. Und jetzt wollte ich Sie fragen, ob Sie, tja, also ob Sie mich dafür noch einmal so bestrafen könnten wie sie es vorletzte Woche getan haben, bitte?“

Sie traute ihren Ohren nicht. Der Schüler bat sie um eine Bestrafung. Und wenn er um eine Bestrafung wie beim letzten Mal bat, sogar um eine recht strenge, wie sie sich erinnerte.

„Also Paul so einfach ist das nicht. Ich bestrafe Schüler und Schülerinnen für schulische Vergehen. Nicht einfach so zum Spaß. Ist es denn ein schulisches Vergehen?“

„Ähm, nicht direkt... Aber es hat etwas mit der Schule zu tun... Und ich dachte, ich habe so ein schlechtes Gewissen, ich weiß echt nicht, was ich machen soll.“

Paul wirkte aufrichtig geknickt. Gegen ihren Willen fühlte sie Neugier in sich aufsteigen darauf, was er wohl angestellt hatte. Und ein Gefühl von Sympathie für den Jungen, was eine noch viel seltenere Regung war.

„Dann mal raus damit, Paul. Was haben Sie angestellt?“

Paul holte tief Luft. Inzwischen leuchtete sein ganzes Gesicht rot wie ein Radieschen. 

„Also es ist so. Ich bin ja mit Charlotte aus meiner Jahrgangsstufe zusammen. Und wir sind auch glücklich und so. Auch wenn wir noch warten wollen, bevor... naja. Aber letzte Woche bin ich nach meiner Bestrafung Anna-Lena begegnet, die auch gerade den A... ähm den Hinte... ähm aus ihrem Büro gekommen ist. Und sie bat mich, sie in den Arm zu nehmen, und sie zu trösten. Und dann ging alles irgendwie von ganz allein. Wir sind zu ihr. Sie hat mir ihre Striemen gezeigt, ich ihr meine, um zu sehen, wer strenger bestraft worden ist. Wir haben uns gegenseitig den Po eingecremt. Und irgendwann haben wir uns geküsst. Und naja, dann noch mehr.“

„Was meinst du mit mehr? Hattet ihr Geschlechtsverkehr?“

„Ja“, entgegnete Paul kleinlaut.

„Obwohl du eine Freundin hast, die noch warten will, bevor sie Geschlechtsverkehr möchte, verstehe ich das richtig?“

„Ja. Und jetzt kann ich ihr nicht mehr in die Augen schauen! Ich hab so ein schlechtes Gewissen! Ich bekomme regelrecht Magenkrämpfe davon. Wenn sie das heraus findet, bricht es ihr das Herz. Ich kann kaum schlafen, ich kann nicht essen, ich kann mich nicht auf die Schule konzentrieren. Und reden kann ich auch mit niemandem darüber. Es frisst mich richtig auf, verstehen Sie?“

„Verständlich. Aber warum hast du es dann überhaupt getan?“

„Ich weiß es nicht. Ich hab nicht nachgedacht. Mich einfach nicht beherrschen können!“

„Und das ist vermutlich auch der Grund, warum sie noch warten will. Jungs in deinem Alter denken nicht nach. Aber Sex hat alle möglichen Konsequenzen. Doch ihr Jungs denkt nicht an Konsequenzen. Ihr denkt nur mit dem Schwanz. Und ihr könnt euch nicht beherrschen. Auch nicht, wenn ihr wisst, dass es Konsequenzen haben wird. Sobald er euch steht, denkt ihr nicht mehr weiter als bis zum Ende eurer Erektion. Hab ich nicht Recht?“

„Ähm, ich weiß nicht...“

„Natürlich habe ich Recht. Oder warum bist du sonst mit Anna-Lena ins Bett gehüpft? Bist du etwa verliebt in sie?“

„Nein, Frau Lazka.“

„Nein, bist du nicht. Ich schätze, du kannst sie noch nicht einmal besonders gut leiden, was ich übrigens absolut verstehen kann. Und du wusstest, dass es falsch ist! Wenn deine Freundin noch warten will, wartest du eben! Basta! Das weißt du auch!“

„Ja, Frau Lazka.“

„Tja, Paul. Es ist so. Jungs in deinem Alter denken nunmal an nichts anderes. Sie wollen immer nur ihr Teil irgendwo reinstecken. Und das einzige bewährte Mittel, was dagegen seit Jahrhunderten hilft, sind regelmäßige strenge Züchtigungen mit dem Rohrstock! Das bringt euch auf andere Gedanken! Hilft euch dabei euch zu beherrschen. Bringt euch Disziplin bei. Vor Allem Selbstdisziplin.“

„Ja, Frau Lazka.“

„Leider haben sich in den letzten 50 Jahren sehr unerfreuliche pädagogische Ansichten durchgesetzt. Unglücklicherweise kann ich also nichts für Sie tun. Auch wenn Sie es sicher mehr als verdient hätten, aber dafür darf ich Sie leider nicht züchtigen.“

Im letzten Satz hatte sie wieder zum formellen „Sie“ gewechselt, um zu unterstreichen, dass der vertrautere Teil Unterhaltung nun vorüber war.

Paul, in dessen Augen kurz so etwas wie Erleichterung aufgeleuchtet hatte, ließ erneut seinen Kopf hängen. Er sank sichtlich in sich zusammen auf seinem Stuhl.

„Dann entschuldigen Sie bitte die Störung, Frau Lazka.“

Der Anblick ließ erneut eine Welle streng-fürsorglicher Zuneigung in ihr aufsteigen.

„Einen Moment, Paul. Es gibt vielleicht eine Lösung.“

„Ja, Frau Lazka?“

„Du müsstest etwas anstellen, wofür du offiziell zu mir geschickt wirst. Dann kann ich dich für deine Untreue den Rohrstock spüren lassen.“

„Ich möchte nicht noch mehr Ärger, Frau Lazka. Ich will da niemanden mit hinein ziehen.“

„Das ist nicht nötig. Bei euch entfällt die ganze Woche Deutsch, hab ich Recht? Morgen bin ich bei euch als Vertretung. Dann kannst du mich am Ende der Stunde provozieren. Und ich schicke dich höchstselbst zu mir!“

Paul zuckte zusammen, Er sollte frech zu Frau Lazka sein? Vor allen Anderen? Ausgerechnet zu der Frau, die so mit dem Rohrstock umzugehen verstand? Der Frau, die er mehr als jede andere Lehrerin zu respektieren gelernt hatte?

„Ich, ich weiß nicht, ob ich das vor dem ganzen Kurs kann...“

„Dann finde es heraus. Ich werde es dann ja morgen sehen. Ach, und sei bitte kreativ dabei. Wenn du ordinär oder kindisch frech zu mir bist, setzt es extra Hiebe!“

Paul schrumpfe förmlich um einige Zentimeter in seinem Stuhl zusammen. Schließlich erhob er sich.

„Danke, auf Wiedersehen, Frau Lazka.“

„Ich freue mich schon auf das Wiedersehen!“


Katharina lächelte selbstzufrieden. Oh, sie würde das genießen, mehr noch als beim ersten mal mit ihm. Damals hatte er vermutlich provoziert, um seinen Freunden zu imponieren. Nachdem sie ihm seine Lektion erteilt hatte, war er recht kleinlaut gewesen. Aber die echte Einsicht hatte gefehlt. Umso ärgerlicher, dass diese unmögliche Anna-Lena seine Kontemplationsphase auf so ärgerliche Art und Weise gestört hatte. Dieses Mädchen!

Bei seiner anstehenden Bestrafung war das anders. Er hatte ein elend schlechtes Gewissen. Er hatte um Strafe gebeten und war bereit, sie anzunehmen. Die Züchtigung würde ihm Katharsis verschaffen. Und sie liebte es, wenn sie diesen Prozess miterleben konnte. Echte Reue, das war selten. Insbesondere bei den Heranwachsenden dieser Generation. Denen völlig falsche Erwartungen und Werte eingepflanzt wurden von so liberalen Idioten wie Oli.

Natürlich, klar, dass der als Mann das anders sah. Aber sie wusste es besser. Männer, insbesondere junge Männer, brauchten eine klare Struktur. Sie waren beherrscht von ihren Hormonen. Und das war einfach eine Zumutung für alle anderen Menschen, die die Welt mit ihnen teilen mussten. Der männlichen Sexualität Zügel anzulegen, das war die wichtigste Aufgabe der Frauen. Strenge Zügel! Sie war sehr stolz auf Charlotte, die sich nicht einfach so der männlichen Sexualität unterwarf, sondern völlig berechtigt von ihrem Freund erwartete, dass er sich für sie im Zaum hielt. Es war sehr wichtig, den Männern von Anfang an zu zeigen, wer die Entscheidungen traf. Und wenn es dann soweit war, dann würde es zu ihren Konditionen ablaufen, da war Katharina sich sicher.

Aber dann kamen so kleine Quertreiberinnen daher und mischten sich ein. Nutzten es aus, dass sich Männer so leicht um den Finger wickeln ließen. Und für was? Was sprang denn bitte für diese kleinen Flittchen dabei heraus? Ein paar Streicheleinheiten? Ein gepushtes Ego? 

Ja, Paul hatte einen großen Fehler gemacht. Aber die eigentliche Schuldige hier war ja wohl Anna-Lena. Männer dachten mit dem Schwanz, das war bekannt! Dem konnte man nur mit weiblicher Souveränität und Anständigkeit Einhalt gebieten. Was sollte ein Junge wie Paul den tun, wenn sich eine wie Anna-Lena ihm so schamlos anbot? Immer mit viel zu viel Make-Up im Gesicht? Und immer in diesen elenden engen, dünnen Leggins?

Natürlich musste man ihn dafür strafen. Und zwar streng. Damit er es lernte. Wieder und wieder, wenn es sein musste. Aber Anna-Lena war ein Problem. Unbelehrbar. Verdorben bis in ihr Innerstes! Man hätte das sehen müssen. Beim letzten mal war ziemlich offensichtlich geworden, welche Wirkung der Stock bei diesem kleinen Luder gehabt hatte! Und das war immer ein Alarmsignal. Ein Zeichen für völlige Zügellosigkeit und Verkommenheit. Eine Schande für das eigene Geschlecht! Das war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Da musste etwas unternommen werden. Zeit für ein Gespräch mit der Schulleiterin. Und da würde sich sicher ein Weg finden lassen, diesen notorischen Störfaktor zu entfernen. Ihrer Meinung nach hatte dieses Mädchen so oder so an einem Gymnasium nichts verloren. Und man hatte das schon viel zu lange ignoriert.

Dass Anna-Lena eines der „Haumann-Girls“ war, machte die Sache nur noch besser. Oliver wäre vermutlich mal wieder anderer Ansicht. Aber letztlich tat sie ihm einen Gefallen damit. 

Sie beschloss, sich vorzubereiten. Eine Strategie zu entwickeln. Ihr Gefühl war richtig, das war klar. Jetzt brauchte sie nur noch schlüssige Argumente, um die Schulleiterin zu überzeugen.

„Franziska! Such mir doch bitte mal die Akte von Anna-Lena heraus!“

„Liegt schon bereit, Frau Lazka.“

„Ha, was würde ich nur ohne dich tun? Was liegt heute noch an?“

„Emily hat einen Termin bei Herr Baumann.“

„Schon wieder? Leg mir die Akte doch auch gleich raus.“

„Ja, das war der Fall, über den ich sowieso noch mit Ihnen reden wollte.“



Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.

Im Büro der Frau Switch

Diese Geschichte habe ich vor Kurzem für eine besondere Freundin geschrieben nach einem sehr intensiven Online-Rollenspiel mit ihr. Als Dank dafür.


Mit ihrer Erlaubnis werde ich sie hier veröffentlichen.




Im Büro der Frau Switch


„Lisi!“

Die Stimme von Frau Switch reißt mich aus meinen Tagträumen. 

„Was tust du schon wieder? Warst du mit dem Kopf wieder mal ganz woanders? Lass mal sehen!“

Mein Blick fällt auf das Papier vor mir. Fast bleibt mein Herz stehen, als ich sehe, was ich da ganz in Gedanken versunken vor mich hingekritzelt habe. Bevor ich reagieren kann, ist Frau Switch schon aufgestanden und zu mir herüber gekommen. Mit einem siegessicheren Lächeln im Gesicht reißt sie mir das Blatt aus der Hand, bevor ich es in meiner Tasche verstauen kann. Ihr Gesicht verfinstert sich, als sie erkennt, mit welchen Motiven das Blatt über und über verziert ist. Sie mustert mich mit einem kalten Blick.

Ich spüre, wie in mir das Blut langsam nach oben steigt. Mein Nacken prickelt. Meine Ohren werden heiß. Wenige Augenblicke später ist die Verlegenheit endgültig im Gesicht angekommen. Meine Wangen glühen förmlich. Meine Kopfhaut fühlt sich an, als wollte sie von meinem Schädel krabbeln und sich hinten in meinem Pulli verstecken.

„So ist das also. Das hast du also während deiner Arbeitszeit im Kopf: Penisse?“

Ich glaube, ich bin in meinem Stuhl gerade um 20 cm geschrumpft.

Was wird sie tun? Mich schimpfen? Mir mit einer Abmahnung drohen? Ich kann sie nicht einschätzen. Eigentlich ist sie meist nett und freundlich, aber es gibt da auch diese andere Seite an ihr. Die strenge, autoritäre, respekteinflößende.

„Möchtest du etwas dazu sagen?“

„Es tut mir leid“, piepse ich.

„Was tut dir leid?“

„Dass ich in meiner Arbeitszeit tagträume und Blätter voll kritzele?“

„Und?“

„Es tut mir leid“, wiederhole ich einfach nur.

„Was hast du da gezeichnet? Hilf mir mal. Was ist das?“

Sie deutet auf ein besonders schönes Exemplar. Fast über die ganze Seite geht er. Mit entblößter Eichel und sogar ein paar Adern am Schaft. Sie fährt mit der Fingerkuppe die Zeichnung nach, von der Wurzel bis zur Spitze.

„Was? Ist? Das?“, fragt sie mit schneidender Stimme.

„Ähm, ein Penis. Ich dachte eigentlich, Sie würden einen erkennen, wenn Sie einen sehen.“, rutscht es mir heraus. „Vielleicht sollten Sie auch mal einen ausprobieren. Dann wären Sie nicht immer so verkniffen.“ Ihre Gesichtszüge verhärten sich. Ich würde mir gerade am Liebsten die Zunge abbeißen.

„Du freche kleine Göre! Du denkst, du kannst so mit mir reden? Deiner Vorgesetzten? Komm mal mit in mein Büro!“

Mit forschen Schritten bewegt sie sich auf die Tür zu ihrem Büro zu. Ich folge ihr deutlich weniger forsch und mit hängendem Kopf.


Sie schließt die Tür hinter uns. Dann nimmt sie hinter ihren Schreibtisch Platz. Auf dem einzigen anderen Stuhl im Raum hat sie ihre Tasche abgestellt. Sie sieht teuer aus und sehr seriös. Ich traue mich nicht, ohne Aufforderung ihre Tasche zu greifen und woanders abzustellen. Also bleibe ich stehen. Vor ihr. Immer noch mit gesenktem Kopf

„Ich weiß, welches Spielchen du hier spielst, Kleines. Du denkst wohl, du kannst mich schockieren, ja? Denkst du ernsthaft, ich hätte noch nie einen Penis gesehen? Aber du mit deinen läppischen 24 Jahren glaubst wohl, du hättest schon alles gesehen und erlebt, wie? Wollen doch mal sehen. Bist du derzeit sexuell aktiv?“

„Wie bitte?“

„Beantworte meine Frage. Wirst du gerade regelmäßig gefickt?“ Dieses Wort so unverblümt aus dem Mund dieser immer so elegant gekleideten und seriös auftretenden Frau. Das lässt meine Ohren klingeln. 

Ich denke an C. zurück, vor dem ich mich vor 15 Monaten getrennt habe. Ist es wirklich schon acht Monate her, dass ich das letzte Mal Sex hatte? Also mit einer anderen Person? Seit ich meine Unschuld verloren hatte, war ich nie länger als drei Monate ohne Sex.

„Lisi! Wo bist du schon wieder? Beantworte meine Frage. Wirst du aktuell gefickt?“

„Nein, Frau Switch. Im Moment bin ich single.“

„Du wirst also aktuell nicht gefickt. Das merkt man auch deutlich! Aber wie kann das sein? Ich mein, schau dich mal an! Sollte dir doch nicht schwer fallen, einen zu finden, der es dir besorgt."

„Der, mit dem ich zusammen war, der konnte mir nicht geben, was ich mir wünsche. Und der andere, der es könnte, will es nicht, weil er mit einer anderen zusammen ist.“

„Aha. Und was wünschst du dir?“

„Kein Kommentar.“ Das fehlt noch, dass ich meiner Chefin meine geheimen Fantasien erzähle.

„Aber gefickt worden bist du grundsätzlich schon einmal, oder?“ Wieder dieses Wort. Es klingt so falsch und unpassend aus ihrem Mund.

„Natürlich hatte ich schon Sex.“

„Und seit wann? Wie alt warst du bei deinem ersten Mal?“

„Ähm, 15“, nicht, dass es sie etwas angehen würde, aber der Ton, in dem sie ihre Fragen stellt, wird zunehmend schärfer. So dass es fast unmöglich ist, ihr nicht zu antworten.

„Und wann hattest du deinen ersten Höhepunkt dabei?“

„Mit 16, Frau Switch, warum fragen Sie mich das?“

„Nun, dieses Spiel kann man auch umgekehrt spielen. Du denkst, du kannst mich schockieren? Denkst, wenn ich mich geniere, kann ich dich nicht schimpfen? Aber da hast du dir leider die Falsche ausgesucht. Jetzt drehen wir den Spieß ganz einfach um. Und du wirst mitspielen, sonst kannst du was erleben! Also. Hast du schon mal einen Schwanz im Mund gehabt?“

„Ja, Frau Switch.“

„Hat er dir in den Mund oder ins Gesicht gespritzt?“

„Frau Switch!“

„Antworte!“

„Beides.“

„Und, hat es dir gefallen, du kleines versautes Luder?“

„Erst nicht, aber dann habe ich mich daran gewöhnt, und jetzt finde ich es eigentlich sogar ganz gut.“

„Aha. Und hat dich schon einmal einer in den Po gefickt?“

Ich spüre, wie die Röte im Gesicht wieder zurück kommt.

„Nein, Frau Switch.“

„Aber du hast darüber nachgedacht, hab ich Recht? Das höre ich an deinem Tonfall. Du fragst dich, ob es dir gefallen könnte? Wenn dir jemand seinen harten Schwanz ganz tief in dein enges Poloch schiebt. Klingt das für dich nach etwas, das du ausprobieren möchtest? Sei ehrlich!“

Ich hole tief Luft. Ich merke, wie dieses Spiel so langsam anfängt, eine ganz bestimmte Wirkung auf meinen Unterleib zu entfalten. Es ist extrem demütigend, so ausgefragt zu werden, aber irgendwie auch...

„Antworte!“

„Ja, ich habe darüber nachgedacht. Aber ich habe Angst, dass es weh tut.“

„Oh, das wird es. Zunächst. Aber du gewöhnst dich daran. Und dann wirst du es mögen. So wie beim Sperma in deinem Mund. Alle kleinen Schlampen mögen das!“

Ich beiße mir auf die Unterlippe. Hat sie mich gerade als Schlampe bezeichnet?

„Und hast du schon einmal etwas mit einer anderen Frau gehabt?“

„Nur ein bisschen rum geknutscht, als wir betrunken waren.“

„Und hat es dir gefallen?“

„Ja, es war aufregend. Sie hat toll geküsst.“

„Und du hast ihr zum Dank nicht die Pussy geleckt?“

„Frau Switch!“

„Hattest du nicht das Bedürfnis, dich vor sie hin zu knien und sie brav bis zum Orgasmus zu lecken, mit deiner flinken, frechen, vorlauten Zunge mal etwas Vernünftiges anzufangen?“

„Ich.. wir... ich denke, wir waren zu feige, weiter zu gehen.“

„Und, bereust du es?“

„Schon ein bisschen.“

„Bist du schon einmal geleckt worden?“

„Ja, Frau Switch, mein Ex war ziemlich gut darin.“

„Es hat dir also gefallen.“

„Ja.“

„Und hat er auch an deinen Nippeln gesaugt?“

„Ähmm.. jaaa?“

„Und?“

„Was und?“

„Was noch, ich höre an deinem Tonfall, dass da noch mehr war. Erzähle mir davon!“

„Er hat... mit seinen Zähnen daran geknabbert. Das habe ich geliebt.“

„Oho, du stehst also auf ein bisschen Schmerz?“

„Vielleicht ein bisschen...“

„Meine liebe Lisi, erzähle mir keinen Unsinn. Weißt du, ich habe neulich an deinem Computer noch schnell etwas googlen müssen. Und weißt du, was ich da gesehen habe? Du hast deinen Browserverlauf nicht gelöscht.“

„Oh.“

„Ja, 'oh', du weißt, was ich da gesehen habe?“

In diesem Moment muss mein Gesicht die Farbe einer Tomate angenommen haben, jedenfalls fühlt es sich so an.

„Du warst auf sehr unartigen Seiten unterwegs. Auf deinem Arbeitsrechner. In deiner Arbeitszeit. Sei froh, dass du passable Ergebnisse lieferst, sonst würde ich dich sofort rausschmeißen!“

„Ja, Frau Switch. Es tut mir leid, Frau Switch.“

„Das reicht nicht Lisi. Ich werde dich dafür bestrafen müssen!“

Ich schaue sie entsetzt an. Was wird sie tun? Eine Abmahnung? Ein Gang zur Personalabteilung?

„Was denkst du, was ich mit dir machen sollte?“

„Ich weiß es nicht?“

„Hmmm, du warst sehr unartig. Und anhand der Seiten, die du dir im Internet angeschaut hast, ist davon auszugehen, dass du verdammt genau weißt, wie man unartige Mädchen bestraft.“

Mein Herz beginnt zu schlagen wie verrückt. Bitte nicht. Das kann sie nicht ernst meinen. Alles nur nicht das. Bitte tu es nicht. Bitte sag es nicht. Bitte sag es...

„Siehst du ein, dass du eine Strafe verdient hast?“

Ich nicke nur, unfähig ein Wort zu sagen.

„Dann komm mal her zu mir, du unartiges Mädchen.“


Sie schiebt den Bürostuhl ein Stück zurück, weg vom Tisch. Das passiert nicht wirklich. Das muss ein Traum sein. Ein Albtraum. Sag es nicht! Sag nicht die Worte...

„Du weißt, was jetzt passiert, oder? Du weißt, was ich jetzt mit dir mache? Was ich schon vor langer Zeit hätte machen sollen. Und regelmäßig wiederholen, wenn du es brauchst.“

Sag es. Sag die Worte.

„Ich werde dich übers Knie legen und dir deinen süßen kleinen Knackarsch versohlen. Hast du mich verstanden?“


Ich spüre meine Knie weich werden. Wie sehr wollte ich diese Worte hören. Aber doch nicht von ihr!

Aber...

Aber warum eigentlich nicht von ihr? Wenn ich darüber nachdenke. Eigentlich mag ich meine Chefin. Und sie ist auf ihre etwas strenge Art durchaus nicht unattraktiv. Und auch wenn das Gespräch eben wirklich peinlich war, so hat es mich doch auch wahnsinnig erregt, muss ich zugeben.

Unsicher mache ich ein paar Schritte auf sie zu. Sie sitzt da auf ihrem Stuhl, ein fieses aber nicht unzufriedenes Lächeln umspielt ihre Lippen. 

„Stelle dich rechts auf die Seite neben mich. Sehr gut. Und jetzt lass deine Hose runter.“

„Was? Meine Hose? Aber Frau Switch!“

„Keine Widerrede! Runter damit. Ein Spanking gehört auf den nackten Hintern! Das weißt du, du hast dir schließlich genug Bilder und Filme darüber angesehen!“

„Aber Frau Switch“, quengele ich, „das ist peinlich!“

„Soso, aber ein Blatt voller Schwänze zu zeichnen, war dir nicht peinlich. Hose runter und ab über mein Knie, aber plötzlich!“

Oh, der Tonfall geht mir durch und durch. Von den Ohren über den Bauch bis runter in die Fußsohlen kribbelt es. Vor Allem an dieser Stelle unterhalb des Bauches. Verdammt. Teils widerwillig, aber nicht ganz ohne Vorfreude, greife ich nach dem Bund meiner Skinny Jeans. Ich sehe ihr direkt in die Augen. Dann schiebe ich langsam die Hose herunter über mein Becken. Bevor ich mich versehe, hat sie mich an der Hand gepackt und über ihren Schoß gezogen. Und dann kommen auch schon die ersten Klapse.


Ich liege also quer über dem Schoß meiner attraktiven Chefin. Mit herunter gelassener Hose. Und bekomme von ihr mit der flachen Hand den Po versohlt. Schlimmer kann es kaum kommen, oder?

Ha! Natürlich kann es schlimmer kommen. Vor Allem, weil sie im Moment noch alles andere als hart zuhaut. Es klatscht zwar etwas, aber es tut nicht richtig weh. Es ist sogar fast lustvoll.

Wem mache ich hier etwas vor? Es ist sogar sehr lustvoll. Was natürlich ein Punkt ist, an dem es schlimmer kommen wird.

„Sag mal, Lisi, ich glaube fast, dir gefällt das hier. Kann das sein? Lass mal sehen.“

Ich zucke zusammen, als ich ihre Hand plötzlich streichelnd auf meiner Pobacke spüre. Und beginne leicht zu zappeln, als diese Hand sich an der Pobacke entlang nach unten zwischen meine Beine zu tasten beginnt.

„Aua!“ Ein scharfer Klatscher trifft mich.

„Halt still, du kleines Luder. Ha! Ich wusste es. Du bist richtig feucht. Na warte! Du kannst was erleben. Bei dir muss ich wohl andere Saiten aufziehen, wie? Als erstes kommt dieser Witz von einem Höschen runter!“

Sie zerrt an meinem Tanga. Einen Augenblick später hängt das Teil zwischen meinen Knien.

„So, na dann mach dich mal auf was gefasst! Das hast du schon lange mal verdient!“


Auweia. Das vorhin war offenbar nur ein Testlauf gewesen. Jetzt macht sie ernst. Die Klapse regnen auf meinen armen nackten Po herab in einem Tempo und einer Strenge, die man einer so zarten Person gar nicht zutraut und die mir den Atem raubt. Jeder neue Klatscher kommt, bevor ich den Schmerz von dem davor überhaupt richtig wahrnehmen konnte. Als ich anfange, mit den Beinen zu Strampeln, legt Frau Switch ihr rechtes Bein über meine Schenkel und klemmt mich so ein. Und das ohne mir, beziehungsweise meinem armen Po auch nur eine Sekunde Pause zu gönnen.

„Bitte, Frau Switch, aua, es ist genug, aua, ich habe meine Lektion gelernt. Aua. Bitte nicht mehr hauen!“, bettele ich.

Und endlich hat sie ein Einsehen. Die Klapse hören auf, dafür liegt ihre Hand wieder zärtlich auf meinem Po.

„Glaub nicht, dass das schon alles war. Mir tut nur die Hand weh. Schau mal.“

Sie hält mir ihre Handfläche vors Gesicht, die ziemlich rot aussieht.

„Ja, das ist noch gar nichts, du müsstest mal die Farbe deines Hinterns sehen. Aber zum Finale habe ich noch etwas. Runter von meinem Schoß. Beuge dich über meinen Schreibtisch!“


Sie gibt mich frei. Ich rolle wenig anmutig von ihrem Knie. Ich möchte meinen brennenden Po reiben. Aber ich darf nicht.

„Hände weg!“ zerschneidet ihre Stimme die Luft im Raum. „Aufstehen, an den Schreibtisch und rüber beugen. So. Brav!“

Da liege ich nun. Mit dem Bauch auf der Tischplatte, meinen roten brennenden Po in die Höhe gereckt für was auch immer sie noch für mich in Petto hat. Meine Nippel, stelle ich fest, sind steinhart. Und pressen sich gegen das kalte Holz der Tischplatte.

„Zum Abschluss, meine liebe Lisi, gibt es noch 20 mit diesem hübschen Lineal. Und danach werden wir dann etwas für deine Bildung tun, hast du verstanden?“

Hab ich zwar nicht, aber ich nicke mal vorsorglich.

Verdammt, das Lineal brennt noch mehr als ihre Hand vorhin. Vor Allem, wo mein Po jetzt schon ganz rot und wund ist. Aber sie kennt kein Erbarmen. 20 mal zieht sie mir das Teil mit ordentlich Wucht über den nackten Po. 20 mal quittiere ich das mit einem ernsthaft authentischen „Aua!“


Dann ist es endlich vorbei.

„So, ich hoffe, du hast diesen Teil deiner Lektion gelernt? Du wirst hoffentlich eine Weile daran denken, wenn du wieder an deinem Schreibtisch sitzt?“

„Ja, Frau Switch.“

„Gut. Denn beim nächsten Mal kommst du mir nicht so leicht davon! Dann setzt es was mit dem Rohrstock!“

Ich zucke zusammen. Hat sie gerade Rohrstock gesagt? Allein der Klang des Wortes...

„Aber ich sehe, dass du offensichtlich immer noch darauf beharrst, das Ganze als kleines Spiel zu sehen. Du hast vorhin einen feuchten Fleck auf meinem Rock hinterlassen. Und auch jetzt ist es nicht zu übersehen, dass dir das Ganze auf eine perverse Art gefällt. Hab ich Recht?“

Erneut zucke ich zusammen. Dieses mal, weil sie mir völlig ungeniert zwischen die Beine gefasst hat. Und das fühlt sich unglaublich gut an. 

„Meine Güte, Lisi, du bist nicht feucht, du bist klitschnass. Nun gut. Zeit für den Bildungsteil. Jetzt wirst du erfahren, wie es sich anfühlt, in den Po gefickt zu werden.“

„Was?!“

„Bleib liegen, wenn du weißt, was gut für dich ist. Entspann dich. Das ist ein gut gemeinter Rat.“


Ich höre, wie eine Schublade aufgezogen und wieder geschlossen wird. Dann schiebt sich ein mittelgroßer Dildo aus schwarzem Silikon in mein Gesichtsfeld. 

„Frau Switch, bitte nicht!“

„Sei leise, Lisi. Schau mal, wie gut sich dieser Schwanz anfühlt. Auch wenn er aus Gummi ist.“

Ich spüre, wie sie ihn ein paar mal zwischen meinen Lippen hin und her gleiten lässt und dann ganz langsam und genüsslich in meine Vagina schiebt. 

„Frau Switch, bitte! Bitte!“

„Ah, das gefällt dem kleinen Luder? Na dann ist es wohl Zeit, die Gangart zu ändern. Du bist so feucht, da brauchen wir nicht einmal Gleitgel!“

Ich spüre den Dildo aus mir heraus gleiten. Und direkt danach einen sanften, aber bestimmten Druck an meinem Poloch.

„Bitte, Frau Switch!“

„Bittest du mich gerade, dich in den Po zu ficken? Oder es nicht zu tun?“

Oh Gott, was tue ich hier?

„Ja, Frau Switch.“

„Ja, was?“

„Ja, das ähm Erstere.“

„Dann sag es. Sag 'Ich bin ein kleines versautes Luder, bitte ficken Sie mich in den Po.'!“

„Ichbineinkleinesversautesluderbittefickensiemichindenpo.“

„Ganz wie du möchtest, mein kleines, versautes Luder.“

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, als der Silikonschaft sich zwischen meine Backen zwängt und zum ersten mal seinen Weg bahnt. Es tut weh, aber nicht sehr. Gleichzeitig dehnt es mich und es kribbelt so wunderschön am ganzen Körper. Ich stöhne und seufze begeistert.

„Das gefällt dem kleinen versauten Luder. Nicht dass es mich überrascht.“

Sie beginnt, den Dildo vor und zurück zu bewegen. Ab und zu klatscht sie mir noch herzhaft mit der Hand auf den Po dabei.

„Ich glaube, du bist schon ganz kurz davor, das Ende der Lektion zu erreichen. Hab ich Recht?“

Ich spüre jetzt ihre Finger zielsicher nach meiner Klitoris tasten. Das macht sie sicher nicht zum ersten mal. Oh nein, darin hat sie ganz klar Übung. Sie streichelt und massiert mich dort, während sie mit der anderen Hand weiter den Dildo in meinem Poloch vor und zurück bewegt.

„Nanu, du atmest ja so schwer. Du wirst doch wohl nicht zum Höhepunkt kommen wollen ohne meine Erlaubnis?“

„Bitte, Frau Switch, lassen Sie mich kommen!“

Sie entzieht mir ihre verwöhnenden Finger. Den elenden Dildo lässt sie an Ort und Stelle.

„Ha! Oh nein, noch nicht. Zieh dein Oberteil aus. Den BH auch. Ich habe da noch etwas für dich. Und halte den Dildo schön drin. Wehe, er rutscht dir raus!“

Als ich mich aufrichte, und mein T-Shirt über den Kopf ziehe, stellt sie sich ganz dicht hinter mich. Ich presse meine Pobacken fest zusammen, damit der Dildo nicht heraus rutscht. Dabei fühle ich das Brennen des Spankings wieder intensiver. Ich spüre auch ihren Atem in meinem Nacken, und einen Augenblick später ihre Lippen auf meiner Haut. Während ich noch kämpfe, mich aus den Ärmeln meines Shirts zu befreien, hat sie schon den Verschluss meines BHs geöffnet. Ihre Hände umschmeicheln meine Brüste. Oh meine Güte, fühlt sich das gut an. Ihre Hände sind jetzt so sanft und zärtlich. Ganz anders als eben noch, als sie mich bestraft hat. Ein wohliger Seufzer entweicht meinem Mund, der unvermittelt in ein scharfes Nach Luft Schnappen übergeht, als ein beißender Schmerz meine Brustwarzen durchzuckt.

Ich blicke nach unten und sehe es metallisch glänzen. Sie hat ein paar Klammern an meinen Brustwarzen befestigt. Zwischen ihnen hängt eine silbrige Kette. Was diese Frau alles in ihrem Büro aufbewahrt...

Ich spüre ihre Hand in meinem Nacken, die mich zurück über die Tischplatte drückt.

„So, meine Liebe. Irgendwann werde ich anfangen zu zählen, von 20 abwärts. Bei 20 darfst du anfangen zu kommen. Keinesfalls vorher. Und wenn du bis 0 nicht fertig geworden bist, dein Pech!“

Wieder bewegt sie den Dildo in meinem Po. Wieder verwöhnen mich die Finger der anderen Hand an meiner Clit. Mein Atem geht schneller. Ich liege da, mit rotgehauenem nackten Po in ihrem Büro über dem Schreibtisch. In meinem Po steckt ein Dildo, an meinen Brüsten hängt ein paar Klammern. Ich spüre ein vertrautes Ziehen im Unterbauch.

„Noch nicht!“

Ich bekomme einen scharfen Klaps auf den Po. Aber es geht sofort weiter. Ich versuche wirklich, es aufzuhalten, aber das ist gar nicht so einfach. Ich japse, ich jaule, ich bettele. 

„Ja, bettele darum, du Luder!“

„Bitte, Frau Switch, bitte lassen Sie mich kommen! Bitte!“

„Nein!“

„Biiittteee. Ich war so unartig und jetzt brauche ich es so sehr. Bitte lassen Sie mich kommen, bitte!“

„Nein. Danke mir erst für die Strafe.“

„Vielen Dank für die Strafe. Vielen Dank, dass sie mir den Po verhauen haben. Vielen Dank, dass sie mich mit dem Dildo in den Po ficken. Bitte, Frau Switch, bitte darf ich jetzt kommen? Bitte. Ich kann es nicht länger zurück... halten...“

„Also gut! 20! 19! 18!“


Und da explodiert etwas in mir. Zuckend versucht sich mein Poloch zu schließen, wieder und wieder, aber der Dildo dehnt es unbarmherzig. Meine Nippel explodieren fast in der Mischung aus Schmerz und Geilheit. Meine Pobacken brennen.

Ihre geschickten Finger lassen mich Welle um Welle auskosten. 

Als ich einige Minuten später wieder zu Atem gekommen bin, streichelt sie noch zärtlich meinen armen Po.

„So, Lisi. Das war das. Und jetzt zum zweiten Teil des Bildungsprogramms. Jetzt wirst du lernen, wie man eine Pussy leckt! Auf die Knie! Und wehe, der Dildo rutscht dir raus. Dann geht es wieder über den Tisch für die nächsten 20 mit dem Lineal.“

Bon Voyage 6 - Holy Moly (F/F)


 Als sie am Nachmittag zurück zum Campingplatz kamen, war es immer noch sehr heiß. Alex wollte nur noch ins Wasser, und sich abkühlen.

Geh ohne mich schwimmen, Alex. Yasmin hat Redebedarf. Wir machen einen Spaziergang“, antwortete Lena auf seinen Vorschlag, ihn zu begleiten.

Also ging Alex seinen Freund Emre suchen. Der hatte es sich mit ein paar anderen Jungs aus seinem Freundeskreis bei den Zelten gemütlich gemacht. Sie hatten ein Schlauchboot und mehrere aufblasbare Baby-Planschbecken aus dem nahegelegenen Supermarkt mit Wasser gefüllt, und benutzten diese als improvisierte Badewannen. Was für eine coole Idee. Sie saßen im Kreis, und spielten irgendein Trinkspiel. Normal wäre Alex bei ihnen gesessen. Heute warf er stattdessen einen besorgten Blick auf den Rotwein-Kanister, den er gestern erst besorgt hatte. Er war schon wieder halb leer.

Schaut mal, wer sich da die Ehre gibt: der neue Stern am Influenza-Himmel“, meinte Nico. „Ein Glück hatte ich meine Grippe-Impfung schon.“

Na, Alex, wo hast du deine Freundin gelassen?“, fragte ein anderer.

Ach, die ist vermutlich in der Stadt beim Juwelier und lässt sich aus seinen Eiern ein paar hübsche Ohrringe machen“, riet Nico

Deftiges, alkoholseliges Lachen folgte.

Emre, kommst du mit schwimmen?“, fragte Alex, die blöden Sprüche ignorierend.

Och ne, lass mal, ich war heute schon genug im Meer. Ich werde hier bleiben. Bei meinen Freunden. Lass dich nicht aufhalten.“

Alex war sich ziemlich sicher, dass Emre ihm absichtlich die kalte Schulter zeigte, weil er heute den ganzen Tag mit Lena unterwegs gewesen war. Aber was hatte er denn bitte Nico und den anderen getan?

Bliebe vielleicht noch Lukas. Unglücklicherweise war der jedoch mit seinen Jungs unterwegs, und dazu gehörten auch Tarik und Paul. Auf die beiden hatte Alex nun wirklich keine Lust.

Also musste er wohl oder übel allein schwimmen gehen. Das Wasser war herrlich, aber es half nicht gegen das aufkommende Gefühl der Einsamkeit.

Nachdem er sich ausgiebig abgekühlt hatte, schlenderte er zurück zu den Zelten, in der Hoffnung, Lena irgendwo zu finden, aber die war noch nicht wieder aufgetaucht.

Allerdings fand er etwas abseits von den anderen Marie im Schatten eines großen Baumes auf einer Picknickdecke sitzen. Sie hatte ihren Laptop auf dem Schoß. Ihr Handy und die teure Kamera lagen neben ihr. Sie fluchte laut vor sich hin. Alex musste grinsen. Es war die Decke, auf der er Lena das erste mal verwöhnt hatte.

Als er sich näherte, blickte Marie auf.

Alex! Ich sag's dir! Das WLAN hier ist eine Zumutung! Und mobil geht auch nicht. Ich bekomm kaum zwei Balken. Abgesehen davon, dass mein Datenvolumen eh schon halb verbraucht ist... Ich hoffe, Lena hält ihr Wort, und sie fährt mich nach Toulon morgen. Apropos Lena. Wo steckt die eigentlich? Ganz ungewohnt, dich alleine zu sehen.“

Ist mit Yasmin spazieren. Haben Redebedarf.“

Uh oh. Meinst du, sie ist noch sauer auf mich?“

Marie verzog das Gesicht. Was irgendwie süß war. Offenbar hatte sie sich, als die Mimik verteilt wurde, zweimal angestellt, und Yasmins Portion mit abgegriffen. Der besorgte Ausdruck hielt allerdings nur ein paar Sekunden. Dann grinste sie wieder.

Hey! Magst du mal ein paar von den Bildern sehen, die wir heute gemacht haben? Da sind ein paar richtig Gute dabei. Komm, setzt dich her zu mir.“

Alex zuckte die Schultern und setzte sich.

Zuerst die Boobie-Shots?“

Alex verdrehte die Augen. Die allgemeine Fixierung der Menschen auf die Brüste seiner Freundin ging ihm langsam auf die Nerven.

Marie, Lenas Boobies kann ich jeden Tag sehen.“

Wirklich? Wie überaus großzügig von ihr“, lachte Marie. „Dann die Booty-Pics?“

Was?“

Na die Arsch-Bilder. Als ihr ins Wasser gegangen seid.“

Da gilt das Gleiche.“

Ja, sorry Alex, aber sowas bringt halt Klicks.“

Zeig mir doch mal Bilder, auf denen ich drauf bin.“

Na gut. Du bist ja auch kein schlechtes Motiv“

Marie scrollte durch die Bilder auf ihrem Laptop.

Moment, das dauert bisschen, die Bilder sind groß. Das sind RAW-Dateien, die enthalten mehr Farbinfos als normale Bilder. Ich geh da später noch mal mit Photoshop drüber. Warte ich zeig dir das mal.“

Ihre Finger flogen förmlich über die Tastatur.

Schau hier, bei dem von dir im Gegenlicht, wie du aus dem Meer kommst. Wenn ich jetzt hier an den Gradiationskurven rumspiele, kann man plötzlich dein Gesicht erkennen, Cool, oder?“

Alex musste zugeben, dass das in der Tat ziemlich cool war. Er hatte keine Ahnung gehabt, dass sich Marie mit diesen Dingen so gut auskannte.

Marie starrte auf den Monitor.

Holy Moly“, sagte sie ganz leise.

Hmm, was ist?“, fragte Alex.

Ähm nichts. Ich habe nur gerade etwas gesehen, was ich mir später mal in Ruhe anschauen muss.“

Schnell klickte sie das Foto weg.

Da schau, da bist du mit Lena. Ihr seid schon ein süßes Paar, Ihr zwei. Richtig verliebt, oder?“

Hmmm.“

War übrigens dann doch noch ein echt witziger Tag. Sorry, wenn ich dich angekackt hab. Ich weiß schon, ich bin manchmal ein bisschen edgy, wenn ich fotografiere.“

Ja, Lena meinte, du hättest deine Bossy Pants angehabt. Aber mir hat's auch gefallen. Musste mich nur erst dran gewöhnen. Schickst du mir das Foto von mir mit Lena, wenn du es fertig bearbeitet hast?“

Klar. Kannst es dir dann auch bei Insta runter laden. Ich würde es auch gerne in meine Foto-Community posten. Und das andere auch. Was dagegen?“

Nö, wieso?“

Alex?! Wo steckst du?“ schallte Lenas Stimme vom Zeltplatz zu ihnen herüber.

Na dann. Die Pflicht ruft, was?“, meinte Marie spöttisch.

Als er aufstand, war sie schon wieder in die Bilder auf dem Monitor vertieft.

Holy Moly, das ist wirklich echt...“, hörte er sie murmeln, als er sich auf den Weg zu seiner Freundin machte, um zu sehen, was sie von ihm wollte. Er war ein ganz kleines bisschen nervös, Lenas Tonfall klang ungeduldig.

Aber die Sorge war umsonst. Sie informierte ihn lediglich darüber, dass sie ihn am Abend zum Essen in einem kleinen Restaurant in der Nähe einladen wollte.



Lena betrachtete die Zeltdecke. Es war noch relativ früh. Aber Lena hatte sich bei den anderen mit einem Hinweis auf starke Kopfschmerzen entschuldigt und Alex war ihr gefolgt. Jetzt lag sie mit Rücken und Nacken angelehnt an Alex' Oberkörper. Der hatte einen Arm um ihre Taille gelegt, und schwieg. Vermutlich war er eben so in Gedanken versunken wie sie.

Irgend etwas war mit ihm.

Hoffentlich war er nicht zu sehr enttäuscht.

Alex, sorry, wenn du dir Hoffnung auf mehr gemacht hast. Aber ich habe wirklich Kopfschmerzen. Mehr als Kuscheln geht heute nicht mehr, fürchte ich“, hatte sie ihm gesagt, gleich als sie ins Zelt gekommen waren. Aber er hatte abgewunken.

Kuscheln ist super. Ich bin auch erschöpft. Der Tag war wirklich anstrengend.“

Sie ließ diesen Tag, der sie beide geschafft hatte, im Kopf noch einmal Revue passieren. Tatsächlich dröhnte ihr der Kopf. Vermutlich hatte sie auch etwas zu viel Sonne abbekommen. Aber das war nicht alles. Der Tag war mega anstrengend gewesen. Marie war manchmal schwer zu ertragen, wenn man ihr die Führung überließ.

Insbesondere Yasmin ertrug es nur schwer, mal die Nummer drei zu sein. Der ständige, meist unterschwellige Konflikt zwischen den beiden hatte sie in die Rolle der Moderatorin gezwungen, obwohl sie selbst ebenso genervt von beiden war.

Und dann hatte auch noch Alex eine ganze Weile nicht funktioniert. Anstatt sie zu unterstützen und ihr Ruhepol zu sein, wie es sein Job als ihr Freund war, hatte er sich schnell als weitere Baustelle entpuppt, sie noch zusätzlich Kraft gekostet. Zum Glück war es im Vergleich zu ihren Freundinnen relativ unkompliziert, mit ihm fertig zu werden.

Als sie an die Situation an den Waldweg zurück dachte, wie sie ihm den süßen Hintern versohlt, und er sie anschließend mit der Zunge verwöhnt hatte, spürte sie ein kurzes Kribbeln im Bauch. Vielleicht ließe sich doch noch ein bisschen Lust finden für heute Abend? Aber ihr dröhnender Schädel erstickte diesen Impuls im Keim.

Du hast echt harte Kopfschmerzen, oder?“, fragte Alex besorgt, als sie leise stöhnte.

Hmmm“, grummelte sie.

Ich wüsste da was, was vielleicht helfen könnte. Dafür müsstest du aber mal dein Oberteil ausziehen, und dich auf den Bauch legen.“

Wo kam denn das jetzt her? Was hatte er vor?

Nicht, was du denkst, Lena. Vertraue mir“, sagte er grinsend.


Kurz darauf lag sie auf dem Bauch. Sie konnte sehen, wie er eine Tube aus seinen Waschsachen nahm.

After-Sun-Lotion. Hab ich beim Surfen immer dabei. Manchmal vergisst man die Zeit auf dem Brett. Entspanne dich.“

Das tat sie, als sie seine Hände sanft auf ihren Schulterblättern fühlte. Er verteilte die Creme streichelnd auf ihrem Rücken und ihren Schultern. Dann fing er sehr vorsichtig an, ihren Rücken zu kneten.

Sie konnte ein wohliges Stöhnen nicht unterdrücken.

Seine Hände wanderten wieder nach oben. Er bearbeitete ihre Schulter- und Nackenmuskeln nun etwas fester.

Kein Wunder, dass dir der Kopf weh tut. Du bist mega verspannt. Hier, oder? Ich kenne das. Das zieht vom Nacken hoch in den Hinterkopf, und sitzt dann wie ein Helm aus Blei auf dem ganzen Schädel.“

Er übte noch etwas mehr Druck aus. Oh, tat das gut. Alex steckte voller Überraschungen. Sie hatte gar nicht gewusst, dass er so etwas konnte. Seine Hände ruhten nun auf ihren Schultern, und mit den Daumen fuhr er vorsichtig ihren Nacken auf und ab.

Das hatte er schon neulich gemacht, als er sie am Strand eingecremt hatte. Und wieder kribbelte es bis runter in die Fußsohlen.

Das war so gut. Sie gab sich seinen verwöhnenden Händen hin, und nahm ihren Gedankengang von vorhin wieder auf, während er sie massierte.

Das. Genau das. So hätte sie sich ihn den Tag über gewünscht. So lieb und aufmerksam. Aber das war nicht der Punkt. Im selben Maße, wie sich unter Alex' verwöhnenden Händen ihre Verspannung löste, von der sie gar nichts bemerkt hatte, löste sich auch der Knoten in ihren Gedanken, den sie nicht erkannt hatte.

Sie hatte Alex bestraft, weil er sich ihren Freunden gegenüber blöd verhalten hatte. Vor Allem wohl, weil er ihr damit einen weiteren unnötigen Loyalitätskonflikt aufgehalst hatte. So schien es ihr zumindest. Aber das war eigentlich der falsche Grund gewesen. Wenn sie jetzt darüber nachdachte, war es nicht das, was sie wirklich geärgert hatte.

Es war schwerer zu fassen, und womöglich musste sie sich selbst eingestehen, auch einen Teil der Schuld zu tragen. Alex hatte sie enttäuscht. Auf einer tieferen Ebene. Auf einer Ebene, die viel mehr mit ihrem Bild von ihm zu tun hatte, als mit einem konkreten Verhalten.

Sie konnte verstehen, dass Alex mit Lukas nicht unbedingt viel anfangen konnte. Lukas war tatsächlich nicht gerade ein intellektuelles Genie. Er konnte auch extrem unsensibel und oberflächlich sein. Und manchmal ziemlich arrogant. Dabei meinte er es nicht böse. Er ging einfach mangels Fantasie davon aus, dass seine Weltsicht die einzig mögliche war, und alle anderen sie darum automatisch teilten.

Aber Alex war an sich das genaue Gegenteil davon. Offen, interessiert, reflektiert, tolerant und zu allen nett. Er war so jemand, der jedem eine Chance gab und immer das Positive sah. Das war das, was sie an ihm mochte, o.k., was sie wirklich mehr als rein freundschaftlich mochte. Alex war... Naja, so wie jetzt eben. Alex war jemand, der sich für Menschen interessierte, der sie ernst nahm, der seine Freundin nicht bedrängte, wenn sie Kopfschmerzen hatte, sondern sie ganz selbstverständlich massierte. Und das, da war sie sich sicher, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, außer der, dass es ihr danach besser ging.

Wie also konnte es sein, dass sich Alex heute morgen auf eine Art verhalten hatte, die eher zu Lukas gepasst hätte: Abweisend, arrogant, herablassend, sogar etwas fies. Während Lukas tatsächlich offen auf Alex zugegangen war, und das schon seit gestern?

Lag das an ihr? Hatte sie zu viel erwartet? Sicher, sie hatte ihn dann recht schnell wieder in die Spur gebracht, aber trotzdem. Sie konnte ja schließlich nicht rund um die Uhr auf ihn aufpassen.

Der Punkt war, sie kannte Alex nun schon sehr lange und sehr gut. Natürlich neigte er grundsätzlich zu einer gewissen Introvertiertheit. Aber er hatte in den letzten Wochen so ausgeglichen und in sich selbst ruhend gewirkt wie selten.

Wobei, wenn sie darüber nachdachte, kannte sie ihn aber auch anders. Nicht unbedingt so wie heute morgen, aber durchaus mal verschlossen oder sogar abweisend. Das war wohl seine Art, auf Stress zu reagieren. Wenn ihm wirklich große, existenzielle Dinge durch den Kopf gingen. Das war vermutlich der Grund für seine Arschigkeit.

Was also hatte ihm die Sommer-Sonne-Strand-Laune, die ihm doch so gut gestanden hatte, derart gründlich verhagelt? Das einzige, das sich in seinem Leben verändert hatte, gegenüber den Wochen davor... Das war sie. Überforderte sie ihn etwa? Möglich war es. Vermutlich hatte er sich eine Beziehung mit ihr in seinen romantischen Vorstellungen dann doch etwas anders ausgemalt. Aber ihre Dominanz hatte er recht selbstverständlich akzeptiert oder?

Sie war sich sicher, da war noch mehr.

Und, besser?“, fragte er

Viel besser“, antwortete sie wahrheitsgemäß. „Danke Alex, du bist wirklich ein Schatz.“

Gern geschehen.“

Sie drehte sich auf den Rücken.

Ähm, Alex... Ich glaube ich muss mich bei dir entschuldigen. Das war vielleicht ein bisschen too much heute.“

Passt schon. Ich hab mich blöd verhalten, und die Konsequenz dafür bekommen. Tut auch fast nicht mehr weh.“

Das meine ich nicht. Das Spanking hattest du verdient!“

Aha?“

Aber sorry, dass ich dich so angeschrien habe. Dass ich unsere Beziehung in Frage gestellte habe. Ich war wütend, aber das war nicht allein deine Schuld. Ich glaube, du hast es nicht so mitbekommen, aber es gab zwischenzeitlich richtig Stress zwischen Yasmin und Marie. Und naja, dann bist du mir vor die Flinte gelaufen, und hast es halt abbekommen. Und außerdem... Ich hab dich in eine Situation gebracht, in der du dich nicht wohl gefühlt hast. Ich meine, mir ist schon klar, dass Lukas jetzt nicht der ideale Spielgefährte für dich ist. Sorry, dass ich dich so lange mit ihm allein gelassen habe.“

Oh. O.k. Danke. Entschuldigung angenommen.“

Außerdem noch ein dickes Lob. Du hast echt ganz schön gepunktet später. Lukas hat Yasmin erzählt, dass er richtig froh war, dass du dabei warst. Weil er endlich jemanden zum Reden hatte, und sich nicht mehr so allein gefühlt hat.

Musst mir bei Gelegenheit mal erzählen, was ihr zwei dann zum Reden gefunden habt.

Aber was anderes...“

Ja?“

Du warst den ganzen Tag schon sehr in dich gekehrt. Ich meine, du bist ja so schon nicht gerade die personifizierte Party, aber heute wars echt extrem. Ich kenne dich. Dich beschäftigt doch was, oder?“

Alex überlegte, inwieweit er Lena in sein Dilemma mit einbeziehen sollte. Vor Allem, wenn sie einen stressigen Tag hatte, wollte er sie nicht zusätzlich belasten.

Ich weiß nicht, ob das der richtige Moment ist.“

Alex!“

O.k, also im Prinzip haben die beiden Dinge etwas miteinander zu tun.“

Welche Dinge?“

Das, was mir durch den Kopf geht, und das, worüber Lukas und ich uns unterhalten haben.“

Oha. Na das klingt spannend. Erkenntnisgewinn dank Lukas. Auch ne neue Erfahrung. Erzähl!“

Lukas meinte... Nein, falscher Ansatz. Also, ich habe seit gestern ein paar komische Sachen erlebt. Und ich rede jetzt gar nicht davon, dass ich plötzlich mit dem Mädchen zusammen bin, in die ich schon seit Jahren verliebt war. Und die so ganz anders ist, als ich dachte. Was keine Beschwerde sein soll!

Aber naja, es ist halt so: Seit wir zusammen sind, behandeln mich die anderen... Naja, komisch halt. Heute Morgen, als ich mal kurz raus musste, haben mich zwei Jungs aus dem Jahrgang ziemlich aggressiv angelabert. Und vorhin, als du mit Yasmin unterwegs warst, musste ich mir sogar von meinen Kumpels sehr dumme Kommentare anhören.

Und selbst Emre will offenbar nichts mehr mit mir zu tun haben.

Damit hatte ich einfach nicht gerechnet.“

Oh. Was für Kommentare denn?“

Naja, die Jungs auf dem Klo haben mich als Lauch bezeichnet. Und die heute Nachmittag haben im Prinzip gesagt, dass du mich entmannt hättest, und meine Eier als Trophäe tragen würdest. Sorry, du hast gefragt.

Und nicht nur, dass mein bester Freund nicht mal mehr mit mir schwimmen gehen will, plötzlich rede ich mit Lukas, einem Typen, der mich vor ner Woche kaum mit dem Arsch angeschaut hätte, über Beziehungen. Alles verändert sich plötzlich.“

Hmmm. Das habe ich natürlich nicht mitbekommen. Aber Veränderungen gehören nun mal auch dazu.“

Ja, das war der Punkt, an dem ich mich mit Lukas getroffen habe. Er kennt das selbst, und meinte auch, das wäre normal. Er hat es zwar insgesamt auf eine Weise ausgedrückt, die ich nicht wiederholen möchte, aber an einem Punkt hat er was Schlaues gesagt. Er hat gesagt 'So ein Mädchen hat man nie für sich allein.' Und ich denke, ich weiß, was er meint. Du bist eben Lena. Du bist so etwas wie der Superstar unserer Schule. Und damit irgendwie eine öffentliche Person. Ich nicht. Für mich ist das eine völlig neue Situation. Ich wollte das nicht. Und Lena, ganz ehrlich: Es macht mir Angst.“

Also das war es. Natürlich hatte sie damit gerechnet. Wenn auch nicht so schnell, nicht so extrem und vor Allem nicht unbedingt hier. Zuhause, ja. Da hätte sie vermutlich vorsichtiger agiert. Sie hatte halt gehofft, dass der Status, den er sich hier erarbeitet hatte, ausreichen würde, damit die anderen es akzeptieren würden. Aber offenbar reichte das noch nicht.

Das war halt auch wieder das Blöde, dass hier alles immer so öffentlich war. Wobei sie sich auch eingestehen musste, dass sie genau das gereizt hatte. Sie hatte jetzt so lange die perfekte Lena mit dem perfekten Freund und dem perfekten Leben gespielt, irgendwie hatte sie einfach das Bedürfnis verspürt, ihnen allen mal den perfekten Finger zu zeigen, und einfach ein mal spontan das zu tun, worauf sie wirklich Lust hatte. Mit dem, auf den sie wirklich Lust hatte.

Aber es war natürlich halbherzig gewesen. Denn in Wahrheit hatte sie die Rolle der perfekten Lena außer Alex gegenüber noch gar nicht richtig abgelegt.

Und das war er dann vielleicht, der Moment, an dem es Zeit war, die verdammte Öffentlichkeit zu reiten, so wie Alex eine Welle. Sie hatte da so eine Idee. Der Gedanke gruselte sie im gleichen Maße, wie er sie erregte.

Ich verstehe dich. Wirklich. Das ist blöd, und es tut mir leid, dass du da durch musst jetzt. Aber durch musst du halt, so oder so. Alex, sag mal. Wie weit wärst du bereit zu gehen? Für mich?“

Lena, für dich würde ich quer durch die Hölle gehen, Dir am Laden dahinter einen Kaffee holen, und dann den gleichen Weg wieder zurück kommen. Das weißt du.“

Süß. Aber kommst du damit klar, wenn es ein kleines bisschen peinlich wird?“

Was meinst du?“

Vertraust du mir?“

Komischerweise ja.“

O.k., lässt du dir dann von Lena helfen? Auf Lena-Art?“

Was hast du vor?“

Ich denke noch darüber nach. Also über die Details. Aber ich verspreche dir: Du wirst auf jeden Fall deinen Spaß haben dabei. Danach könnte es dann halt erst mal etwas ruppig werden. Bist du trotzdem dabei?“

Ich weiß nicht mal bei was!“

Genau. Das macht es ja so lustig.“

Oh Mann...“

Zerbrich dir nicht deinen hübschen Kopf. Lena kümmert sich jetzt. Lass Lena machen. Damit bist du bisher doch ganz gut gefahren, oder?“

Hmpf.“





Am nächsten Morgen erwachte sie vor ihm. Ihre Kopfschmerzen waren komplett verschwunden und sie fühlte sich erfrischt und voller Tatendrang. Gestern Abend hatte sie noch länger wach gelegen, Gedanken gewälzt und Pläne geschmiedet. Aber jetzt hatte sie eine recht genaue Vorstellung davon, wie der Tag verlaufen würde. Hoffentlich würden alle so mitspielen, wie gedacht. Oh, der arme Alex hatte wirklich keine Ahnung, was da auf ihn zu kam. Und wie sich die Dinge zu fügen begannen.

Sie drehte sich zu ihm, und genoss es, ihn so nahe bei sich zu haben. Ihn beim Schlafen zu beobachten, fühlte sich einfach unglaublich intim an. Sie betrachtete ihn, und sie spürte tief in sich drin ein wohlig warmes Gefühl. Warum war ihr früher nie aufgefallen, wie gut er aussah?

Wie er so da lag, wie gewöhnlich mit freiem Oberkörper. Sein braun gebrannter Torso schlank, aber mit diesen schön definierten Muskeln. Wie sich im Takt seines Atems langsam die Brust hob und senkte. Ihr Blick wanderte weiter nach unten, sie konnte das nicht verhindern. Er trug nur eine Boxershorts. Die Kontur seines Schwanzes zeichnete sich deutlich ab, obwohl er nicht erregt war. Sie unterdrückte tapfer den Impuls, zuzugreifen. Stattdessen begann sie sehr vorsichtig mit den Fingerspitzen die Streifen seiner Bauchmuskeln nach zu fahren.

Er räkelte sich etwas, aber erwachte nicht. Zumindest nicht ganz. Sie konnte allerdings sehen, dass gewisse Teile an ihm durchaus anfingen, Leben zu zeigen. Fasziniert beobachtete sie, wie sich seine Hose pumpend in ein Zelt zu verwandeln begann. Ihr war schon aufgefallen, dass es ausreichte, wenn sie ihn am Bauch unterhalb des Nabels berührte, um diese Reaktion zu bekommen.

Au weia. Das würde ihre gesamte Selbstbeherrschung benötigen, sich das bis heute Abend aufzusparen. Aber sie hatte eben einen Plan. Und es war ein guter Plan. Ein ganz ausgezeichneter Plan. Und sie würden so viel Spaß haben dabei. Da lohnte es sich, darauf zu warten. Also drehte sie sich wieder auf den Rücken, und nahm ihre aktuelle Lieblingsposition ein. Mit dem Hinterkopf auf Alex' Brust. Sie schloss die Augen, und lauschte seinem Herzschlag.

Kurze Zeit später fühlte sie seine Hand zart über ihre blonden Haare streicheln.

Guten Morgen, Schlafmütze“, begrüßte sie ihn.


Lena war glücklich. Alex hatte zwar kurz etwas enttäuscht gewirkt, als sie ihm beim Frühstück eröffnete, dass sie heute ihr Versprechen einlösen, und mit Marie nach Toulon in ein Starbucks fahren würde, damit diese dort im WLAN endlich ihre Fotos uploaden konnte.

Aber nach einem Blick auf die Wetter-App hatte er dann gelächelt. Für heute war endlich wieder Wind angekündigt. Der Mistral würde seinen Job machen, und zuverlässig blasen. Perfektes Surfwetter. Alex hatte vor, sich mit seinem Freund Emre auszusprechen. Zu einem gemeinsamen Surfausflug würde er kaum nein sagen können.

Und sie selbst hatte ein paar Dinge zu erledigen und noch mehr zu besprechen. Marie hatte sich gestern einiges geleistet. Das kosmische Gleichgewicht musste wieder hergestellt werden. Das wusste auch Marie. Vermutlich war sie schon ganz schön nervös, die Arme. Zurecht. Wenn die wüsste, was auf sie zukam.



Tatsächlich wirkte Marie recht nachdenklich, als sie in Lenas BMW stiegen, aber kaum waren sie ein paar Kilometer gefahren, legte sie los.

Lena, du böses, böses Mädchen!“

Wie bitte?“

Du weißt, es gibt da sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz unter Freundinnen. Bestimmte wichtige Details behält man nicht für sich! Wir als deine besten Freundinnen haben das verdammte Recht, über alle wichtigen Sachen informiert zu werden, wenn du einen neuen Boy hast!“

Wovon redest du?“, fragte Lena irritiert.

Also ich habe mir gestern die Fotos angesehen, die wir gemacht haben. Und dabei ist mir aufgefallen, dass du uns etwas verheimlichst, wenn du von Alex erzählst.“

Marie, du machst mich wahnsinnig. Worauf willst du hinaus.“

Hier!“

Marie hielt Lena ihr Handy unter die Nase.

Mädchen, ich versuche hier Auto zu fahren!“

Nichts desto Trotz konnte Lena natürlich sehen, was Marie meinte. Sie hatte ihr ein Bild von Alex in seiner nassen Badeshorts gezeigt, als er gerade aus dem Wasser kam. Die Sonne schien ihm von hinten zwischen den Beinen durch. Und durch den Stoff der Hose. Man konnte deutlich sehen, was dort zwischen seinen Beinen hing und einen Schatten warf.

Ach der Alex ist so süß und aufmerksam und so ein toller Gesprächspartner und ich liebe seine Haare“, leierte Marie in einem Singsang Lenas Sprechweise nachäffend herunter.

Aber dass er ein Ding wie ein Pferd hat, findest du nicht wichtig zu erwähnen?“

Als ob das wichtig wäre.“

Natürlich ist das wichtig. Wir haben immer über die Ausstattung unserer Jungs geredet. Das gehört einfach dazu. Wir wissen, dass Lukas etwas zu kurz gekommen ist. Und dass es Yasmin nicht stört. Und mich habt ihr auch immer ausgequetscht. Und jetzt hast du dir also ein Pony besorgt, und es uns nicht erzählt. Schäm dich.“

Ja, o.k., Alex ist recht gut ausgestattet.“

Und?“

Was und?“

Hast du schon mit ihm geschlafen? Vermutlich nicht, ich denke, das hätten wir mit bekommen.“

Du bist unmöglich, Marie. Falls du es wissen musst: Es gibt da auch ruhige, einsame Plätze am Campingplatz, aber nein, ich habe noch nicht mit ihm geschlafen.“

Echt nicht? Also, ich meine, wenn ich so ein Spielzeug geschenkt bekommen würde, ich glaube kaum, dass ich mich da beherrschen könnte, das nicht gleich auszupacken, und damit zu spielen.“

Lena grinste breit.

Ich habe nicht gesagt, dass ich es noch nicht ausgepackt und damit gespielt habe. Ich habe nur noch nicht mit ihm geschlafen.“

Du kleine Bitch, ich wusste es!“

Wie bitte?“ Lena zog amüsiert eine Augenbraue nach oben.

Yasmin hatte doch recht! Während wir gestern fast verdurstet sind, hast du es mit deinem Freund im Auto getrieben!“

Kein Kommentar.“

Aha! Erwischt! Aber schon krass oder? Ich meine, wenn man gewusst hätte, was der nette süße Alex mit sich herum trägt... Dann wäre er wohl kaum so lange... Naja.

Was ganz anderes? Hast du vor, mit ihm auch eine offene Beziehung zu führen, so wie mit Flo?“

Nix da, du böses Mädchen! Finger weg von meinem Freund! Ich habe nicht vor, ihn zu teilen!“

Gemein! Immerhin gibt es ja offenbar mehr als genug von ihm.“

Sie grinste schelmisch.

Können wir jetzt dann wieder über etwas anderes reden, als über den Penis meines Freundes?“

Hmm, o.k. Über was denn?“

Darüber, wie du dich gestern aufgeführt hast, Miss SassyPants?“

Oh, das.“ Marie schien in ihrem Sitz zu schrumpfen.

Yasmin war ganz schön sauer. Ich habe noch zwei Stunden gebraucht, die Wogen halbwegs zu glätten. Und mir gegenüber hast du dir auch einiges geleistet.“

Ja, Lena, sorry, Lena.“

Du weißt, dass ich dir das nicht einfach so durchgehen lassen kann?“

Nein, Lena, sorry, Lena.“

Zum Glück habe ich eine Idee, wie du es wieder gut machen kannst. Aber ich warne dich, das kostet dich dieses mal ganz schön was.“

Können wir es nicht einfach auf die übliche Weise erledigen?“

Auf die übliche Weise komme ich sowieso zurück. Aber darüber hinaus Wirst du mir bei ein paar Dingen helfen.

Also erstens möchte ich, dass du auf gar keinen Fall rum erzählst, was du auf dem Foto gesehen hast. Verstanden?“

Och. Nicht mal Yasmin?“

Nicht mal ihr, nein. Heute noch nicht jedenfalls. Morgen hingegen, darfst du deine Erkenntnis mit der ganzen Welt teilen, wenn du möchtest. Aber davor habe ich noch einen kleinen Anschlag auf dich vor.“

Kleinen Anschlag?“

Naja, genaugenommen einen relativ Großen. Also hör zu...“


 Alex sah auf sein Handy. Er war den ganzen Vormittag mit Emre draußen gewesen, und es hatte sich fast wie früher angefühlt. Emre hatte sich sogar bei ihm entschuldigt für gestern. Er gab es offen zu, dass er Probleme damit hatte, seinen besten Freund mit jemandem zu teilen, selbst mit jemandem wie Lena. Insbesondere mit jemandem wie Lena. Und ihren blöden eingebildeten Freundinnen.

Aber auf der anderen Seite freute er sich für seinen besten Freund natürlich, dass der endlich mit dem Mädchen seiner Träume zusammen gekommen war. Auch wenn er nicht so richtig verstand, wie das alles passiert war. Alex konnte ihm da auch nicht weiter helfen.

Jetzt saßen sie am Strand und ruhten sich etwas aus. Bis das Telefon vibrierte.

Lass mich raten. Lena?“

Hmm, natürlich.“

Und, was will sie?“

Mich sehen, sobald sie aus der Stadt zurück kommt.“

Na dann, solltest du die Königin nicht warten lassen, oder?“

Hmmm.“

Alex blickte wieder auf die WhatsApp von Lena.

17:00 Uhr. An unserem Platz in den Dünen. Frisch geduscht!“, stand da. Und ein Kuss-Smiley.

Er grinste. Was sollte er da machen? Sie war der Boss. Noch 30 Minuten. Besser, er fing an, sich fertig zu machen. Emre hatte recht. Man ließ die Königin nicht warten.


Sein Herz begann schneller zu schlagen, je mehr er sich der Lichtung näherte, auf der Lena auf ihn wartete. Er hatte keine Ahnung, was sie vorhatte, aber sie hatte ihm heute morgen für später eine Überraschung versprochen. Mit einem sehr sexy Augenaufschlag garniert.

Als er sie dann dort sitzen sah, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Sie trug wieder ihre ultrakurze Jeans und dazu ein weiteres bauchfreies Oberteil. Zudem hatte sie sich, soweit er sehen konnte, sogar leicht die Augen geschminkt, und etwas sehr dezenten Lippenstift aufgetragen. Ihre Haare hatte sie, ganz ungewohnt, zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden.

Die Picknickdecke war dieses mal über den liegenden Baum drapiert, so dass eine improvisierte Sitzbank entstanden war. Und darauf hatte sie sich niedergelassen.

Lena blickte zu ihm auf, als sie ihn durch das Gebüsch stolpern hörte.

Da bist du ja, Alex.“

Sie erhob sich, kam auf ihn zu und schloss ihn fest in die Arme.

Du hast mir gefehlt!“

Du mir auch“, erwiderte er.

Ach, du warst doch sicher den ganzen Tag mit den Jungs draußen beim Surfen. Da hattest du gar keine Zeit, mich zu vermissen.“

Hab dich trotzdem vermisst.“

Na, dann wollen wir mal sehen, wie sehr du mich vermisst hast. Komm her zu mir!“

Damit löste sie sich von ihm und ging ein paar Schritte rückwärts, um sich wieder auf den Baum zu setzen. Sie zog ihn an der Hand hinter sich her, so dass er nun direkt vor ihr stand.

Warst du brav heute unter der Dusche?“

Natürlich.“

Dann lass mal sehen. Los. Hose runter! Ich will sehen, dass du dich freust, mich zu sehen.“

Da er nicht sofort reagierte, half sie nach. Sie packte seine Shorts am Bund, und schob sie nach unten. Wie erwartet, trug er nichts darunter.

Während sie sich nach vorne beugte, um ihm die Hose bis zu den Knöcheln hinunter zu schieben, berührte sie mit ihren Lippen sanft seinen Bauch an der kürzlich entdeckten Stelle unterhalb des Nabels. Die Reaktion erfolgte sofort.

Lena“, keuchte er, während sein Schwanz begann pulsierend anzuschwellen.

Hmmm, offenbar hast du mich wirklich vermisst. Aber keine Sorge. Jetzt bin ich ja da...“

Sie nahm ihn vorsichtig in die Hand, unten, an der Wurzel. Dann fuhr sie langsam über die gesamte Länge nach oben. Und genau so langsam wieder zurück. Nur, dass sie ihn jetzt etwas fester griff, und seine Vorhaut mit zog.

Hmmm“, sagte sie, bevor sie sich wieder vorbeugte, und ihm einen Kuss auf die freigelegte Spitze hauchte.

Da bekomme ich gleich Lust auf mehr.“

Alex schloss die Augen, und genoss schweigend die Aufmerksamkeit ihrer Hände und Lippen, als sie ihn neckte. Denn das tat sie, das war ihm klar. Inzwischen kannte er sie gut genug, um zu wissen, dass dies allenfalls ein Auftakt zu einem längeren Spiel war. Sie würde ihn sicher noch ein paar mal frustriert stehen lassen, bevor sie ihn erlöste. Aber das war kein Grund, den Weg dort hin nicht mit jeder Zelle seines Körpers zu genießen.

Plötzlich hielt sie inne.

Alex, ich glaube, wir sind nicht allein“, flüsterte sie.

Alex erstarrte.

Marie, bist du das? Bringt nichts, dich zu verstecken. Ich habe deine Haare zwischen den Bäumen leuchten sehen! Komm sofort hier her!“

Es knackte im Unterholz. Alex spürte heißen Schweiß auf seinem Rücken ausbrechen. Sie wurden beobachtet? Wie peinlich! Lena würde vermutlich explodieren. Und die Stimmung war dann vermutlich ruiniert für den Rest des Tages. Na danke, Marie. Ganz schlechtes Timing.

Er wollte sich bücken und schnell seine Hose hochziehen, um seine Blöße zu bedecken. Aber da spürte er Lenas Griff hart an seinem Schwanz.

Nix da, du bleibst genau so stehen!“ Und an Marie gewandt fuhr sie fort: „Na los, keine falsche Scheu! Komm hier her zu uns, du kleine Spannerin!“

Von der Seite her schlich sich nun Lenas rothaarige Freundin in sein Gesichtsfeld. Sie ließ den Kopf hängen, vermutlich war ihr die Sache genau so peinlich wie ihm. Doch dann hob sie kurz den Kopf, sah ihn an und – er konnte seinen Augen kaum glauben – zwinkerte ihm frech zu. Hatte er sich das eingebildet? Sofort ließ sie wieder bedröppelt den Kopf hängen.

Nun, Marie? Was soll das? Was spionierst du uns hinterher?“

Sorry, Lena“, murmelte sie schuldbewusst.

Hast wohl auf den Fotos etwas entdeckt, was du dir jetzt in Natura ansehen wolltest, was?“

Lena, bitte“, murmelte Alex, dem bereits wieder die Ohren rot wurden. Er machte Anstalten, sich erneut nach seiner Hose zu bücken.

Oh nein, mein Freund. Marie ist hier, um etwas von dir zu sehen, also soll sie auch einen guten Blick darauf bekommen. Ich hatte dich gewarnt, was passieren kann, wenn du immer in so provozierenden Höschen herumläufst, oder?!“

Aber Lena“, sagten Marie und Alex wie aus einem Mund.

Ruhe, ihr beiden! Also Marie, komm her, und sieh genau hin. Schau ihn dir genau an. Damit wir es ein für alle mal hinter uns haben.“

Hmmm, er hängt aber ein bisschen, oder?“, fragte Marie.

Kein Wunder! Du hast ihn erschreckt!“

Das tut mir leid.“

Oh, das wird es, wenn ich mit dir fertig bin, keine Sorge!“

Aber Lena...“, versuchte Marie es mit einem flehenden Ton in der Stimme.

Nix 'aber Lena' hier! Das war sehr unartig! Und du weißt, was mit unartigen Mädchen passiert?“

Uh oh.“ Marie biss sich auf die Unterlippe. „Aber doch nicht hier, vor ihm?“

Oh doch! Du hast ihn nackt gesehen, da sehe ich jetzt keinen Grund, warum er dich nicht auch nackt sehen sollte. Oder Alex?“

Lena, ich weiß ja nicht...“, versuchte Alex einen Ausweg zu finden.

Wenn du es nicht weißt, dann halt den Mund. Ich muss mich hier um ein sehr ungezogenes Mädchen kümmern, die mir gestern schon den ganzen Tag auf der Nase herumgetanzt ist. Und du wirst zuschauen!“

Alex blickte sie entsetzt an.

Keine Sorge, es wird dir gefallen, das verspreche ich dir, Alex. Dir weniger, Marie, fürchte ich. Also hopp. Hose runter und über mein Knie legen. Du kennst die Position ja! Na warte, Du kannst vielleicht was erleben!“

Alex sah von der einen zur Anderen. Und dann traf ihn die Erkenntnis hart. Das war natürlich inszeniert. Lena hatte das für ihn inszeniert. Er wusste zwar nicht, was genau sie damit bezweckte, aber er war sich sicher, dass er eine gute Show zu sehen bekommen würde. Und dass er versuchen würde, sie zu genießen. Trotz aller Verlegenheit, weiterhin mit herunter gelassener Hose da stehen zu müssen.

Tatsächlich öffnete Marie folgsam den Reißverschluss ihrer Shorts. Dann sah sie ihn an, und zog die Hose aufreizend langsam herunter, nicht ohne ihre Hüften kreisen zu lassen, um den enganliegenden Stoff besser über ihre weiblichen Formen schieben zu können. Alex Augen weiteten sich, als er Marie schließlich im Höschen neben seiner Freundin stehen sah.

Weiter! Bei mir gibt's immer auf den Nackten, das weißt du. Also runter mit den Bossy Panties!“

Aber Lena“, quengelte Marie wenig überzeugend.

Du hast seinen nackten Arsch gesehen, und mehr, jetzt darf er deinen sehen. Hopp, oder soll ich Alex zum Zelt schicken, meine Haarbürste holen?“

Diese Drohung hatte offenbar geholfen. Einen Augenblick später war das Höschen unten und Marie lag über Lenas Schoß.

Alex starrte mit offenem Mund auf die Szene vor ihm. Das war mehr als surreal. Er versuchte, nicht zu offensichtlich auf Maries nackten Hintern zu schauen, der wie ihm auffiel, unter anderen Umständen absolut ein Hingucker gewesen wäre, aber Lena wies ihn zurecht.

Schau genau her, Alex, was mit unartigen Gören passiert, die mich ärgern!“

Damit hob sie die Hand und ließ sie klatschend auf Maries nackte Pobacken treffen.

Uh, autschi!“

Alex war sich ziemlich sicher, dass Lena nicht besonders fest zugehauen hatte. Anders als bei ihm neulich schien sie es eher langsam und sanft anzugehen. Trotzdem wand sich die halbnackte Marie auf dem Schoß seiner Freundin, dass er es kaum aushielt, zuzusehen. Auf der hellen Haut konnte er bald einen zarten rosigen Schimmer erkennen.

Na, Alex, das gefällt dir wohl?“, fragte Lena grinsend.

Alex folgte Lenas Blick an sich herunter, und stellte fest, dass sein Schwanz wieder zu rekordverdächtiger Größe angeschwollen war und unwillkürlich zuckte.

Schau, Marie so sieht er aus, wenn er nicht hängt.“

Holy Moly“, sagte Marie pflichtbewusst.

Na, es freut mich jedenfalls, dass es ihm gefällt, dabei zuzusehen, wie du deine gerechte Strafe bekommst. Meinst du es wäre fair, wenn er dir auch ein paar hinten drauf geben würde. Immerhin hast du ihn angegafft, nicht mich.“

Oh wenn du meinst, dass es verdient wäre...“

Lena, bitte...“, stammelte Alex.

Du musst doch nicht betteln, Süßer. Komm, und gib ihr ein paar.“

Lena, ich kann doch nicht...“

Ach, das ist nicht schwer. Schau, so geht das: Klatsch, Klatsch und Klatsch. Überhaupt nicht kompliziert. Einfach mit der flachen Hand so auf den Po. Siehst du? Das ist ungemein befreiend, glaub mir.“

Lena, sie ist deine Freundin, verdammt.“

Und du bist mein Freund, na und? Jetzt zier dich nicht! Ich will, dass du weißt, wie es sich anfühlt.“

Jetzt mach halt, Alex, damit sie Ruhe gibt, und wir es irgendwann hinter uns haben“, maulte Marie. "Aua!"

Lena packte Marie an den Haaren, und drückte ihren Kopf unsanft nach unten. Gleichzeitig versetzte sie ihr eine ganze Reihe deutlich schärferer Hiebe.

Du redest nur, wenn du gefragt wirst!“

Au, au, aua, jaja, ist ja gut.“

O.k., Alex jetzt du.“

Offenbar hatte er keine Wahl. Lena würde nicht locker lassen, so viel stand fest. Er trat neben die Mädchen und gab Marie einen vorsichtigen Klaps auf ihren hochgereckten Po, der inzwischen schon deutlich gerötet war.

Alex, was sollte das denn sein? Mach gefälligst richtig. So!“

Zur Demonstration klatschte Lena der protestierenden Marie erneut einige male fest auf die Backen.

Deine Runde, Alex. Und mach es richtig. Sonst tauscht ihr zwei gleich die Plätze! Hast du verstanden. Und ich glaube kaum, dass Marie ähnliche Hemmungen dabei hat wie du! Also los! Bestrafe sie!“

Allmählich erwärmte sich Alex für seine Aufgabe. Es fühlte sich unbeschreiblich erregend an, jedes mal wenn seine Hand auf Maries weiche, glatte Haut traf. Er die Rundung in seiner Handfläche spürte. Und die Wärme, die sie ausstrahlte. Nachdem er Marie in etwa 20 Klapse in zunehmender Härte verabreicht hatte, die diese mit zuletzt glaubwürdigen 'Uhs' und 'Ahs' kommentiert hatte, unterbrach Lena ihn.

So, das ist genug, Alex, Nicht, dass du noch zu sehr Geschmack daran findest! So wie diese kleine Schlampe hier. Hab ich Recht, Marie?“

Kein Kommentar“, kam es von jenseits Lenas Schenkel.

Ich wette, sie ist feucht. Magst du mal nachschauen, Alex? Dich hat es jedenfalls sehr angeregt, das ist kaum zu übersehen. Oder soll Marie das mal manuell überprüfen? Ich meine, sie ist ja nicht unerheblich für deinen Zustand da verantwortlich. Vielleicht könnte sie dir ein bisschen Erleichterung verschaffen?“

Lena, das reicht. Ich möchte deine Freundin nicht so anfassen, und ich möchte von ihr auch nicht so angefasst werden.“

Lena hob wieder eine Augenbraue, als sie ihn ansah.

Findest du sie denn nicht attraktiv, Alex? Ich meine, guck dir diesen süßen Po mal an.“

Doch, verdammt. Marie ist wirklich süß, aber darum geht es nicht. Ich bin mit dir zusammen. Du bist die einzige, die ich anfassen will, o.k.?“

Tja, und da hörst du es Marie. Sorry, Süße.“

Und an Alex gewandt:

Natürlich ist das o.k. Mehr als o.k.“

Sie strahlte ihn an. Und er hatte das Gefühl, gerade einen weiteren Test bestanden zu haben.

Gemein!“, flüsterte Marie, kaum hörbar.



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