Als
sie am Nachmittag zurück zum Campingplatz kamen, war es immer noch
sehr heiß. Alex wollte nur noch ins Wasser, und sich abkühlen.
„Geh
ohne mich schwimmen, Alex. Yasmin hat Redebedarf. Wir machen einen
Spaziergang“, antwortete Lena auf seinen Vorschlag, ihn zu
begleiten.
Also
ging Alex seinen Freund Emre suchen. Der hatte es sich mit ein paar
anderen Jungs aus seinem Freundeskreis bei den Zelten gemütlich
gemacht. Sie hatten ein Schlauchboot und mehrere aufblasbare
Baby-Planschbecken aus dem nahegelegenen Supermarkt mit Wasser
gefüllt, und benutzten diese als improvisierte Badewannen. Was für
eine coole Idee. Sie saßen im Kreis, und spielten irgendein
Trinkspiel. Normal wäre Alex bei ihnen gesessen. Heute warf er
stattdessen einen besorgten Blick auf den Rotwein-Kanister, den er
gestern erst besorgt hatte. Er war schon wieder halb leer.
„Schaut
mal, wer sich da die Ehre gibt: der neue Stern am Influenza-Himmel“,
meinte Nico. „Ein Glück hatte ich meine Grippe-Impfung schon.“
„Na,
Alex, wo hast du deine Freundin gelassen?“, fragte ein anderer.
„Ach,
die ist vermutlich in der Stadt beim Juwelier und lässt sich aus
seinen Eiern ein paar hübsche Ohrringe machen“, riet Nico
Deftiges,
alkoholseliges Lachen folgte.
„Emre,
kommst du mit schwimmen?“, fragte Alex, die blöden Sprüche
ignorierend.
„Och
ne, lass mal, ich war heute schon genug im Meer. Ich werde hier
bleiben. Bei meinen Freunden. Lass dich nicht aufhalten.“
Alex
war sich ziemlich sicher, dass Emre ihm absichtlich die kalte
Schulter zeigte, weil er heute den ganzen Tag mit Lena unterwegs
gewesen war. Aber was hatte er denn bitte Nico und den anderen getan?
Bliebe
vielleicht noch Lukas. Unglücklicherweise war der jedoch mit seinen
Jungs unterwegs, und dazu gehörten auch Tarik und Paul. Auf die
beiden hatte Alex nun wirklich keine Lust.
Also
musste er wohl oder übel allein schwimmen gehen. Das Wasser war
herrlich, aber es half nicht gegen das aufkommende Gefühl der
Einsamkeit.
Nachdem
er sich ausgiebig abgekühlt hatte, schlenderte er zurück zu den
Zelten, in der Hoffnung, Lena irgendwo zu finden, aber die war noch
nicht wieder aufgetaucht.
Allerdings
fand er etwas abseits von den anderen Marie im Schatten eines großen
Baumes auf einer Picknickdecke sitzen. Sie hatte ihren Laptop auf dem
Schoß. Ihr Handy und die teure Kamera lagen neben ihr. Sie fluchte
laut vor sich hin. Alex musste grinsen. Es war die Decke, auf der er
Lena das erste mal verwöhnt hatte.
Als
er sich näherte, blickte Marie auf.
„Alex!
Ich sag's dir! Das WLAN hier ist eine Zumutung! Und mobil geht auch
nicht. Ich bekomm kaum zwei Balken. Abgesehen davon, dass mein
Datenvolumen eh schon halb verbraucht ist... Ich hoffe, Lena hält
ihr Wort, und sie fährt mich nach Toulon morgen. Apropos Lena. Wo
steckt die eigentlich? Ganz ungewohnt, dich alleine zu sehen.“
„Ist
mit Yasmin spazieren. Haben Redebedarf.“
„Uh
oh. Meinst du, sie ist noch sauer auf mich?“
Marie
verzog das Gesicht. Was irgendwie süß war. Offenbar hatte sie sich,
als die Mimik verteilt wurde, zweimal angestellt, und Yasmins Portion
mit abgegriffen. Der besorgte Ausdruck hielt allerdings nur ein paar
Sekunden. Dann grinste sie wieder.
„Hey!
Magst du mal ein paar von den Bildern sehen, die wir heute gemacht
haben? Da sind ein paar richtig Gute dabei. Komm, setzt dich her zu
mir.“
Alex
zuckte die Schultern und setzte sich.
„Zuerst
die Boobie-Shots?“
Alex
verdrehte die Augen. Die allgemeine Fixierung der Menschen auf die
Brüste seiner Freundin ging ihm langsam auf die Nerven.
„Marie,
Lenas Boobies kann ich jeden Tag sehen.“
„Wirklich?
Wie überaus großzügig von ihr“, lachte Marie. „Dann die
Booty-Pics?“
„Was?“
„Na
die Arsch-Bilder. Als ihr ins Wasser gegangen seid.“
„Da
gilt das Gleiche.“
„Ja,
sorry Alex, aber sowas bringt halt Klicks.“
„Zeig
mir doch mal Bilder, auf denen ich drauf bin.“
„Na
gut. Du bist ja auch kein schlechtes Motiv“
Marie
scrollte durch die Bilder auf ihrem Laptop.
„Moment,
das dauert bisschen, die Bilder sind groß. Das sind RAW-Dateien, die
enthalten mehr Farbinfos als normale Bilder. Ich geh da später noch
mal mit Photoshop drüber. Warte ich zeig dir das mal.“
Ihre
Finger flogen förmlich über die Tastatur.
„Schau
hier, bei dem von dir im Gegenlicht, wie du aus dem Meer kommst. Wenn
ich jetzt hier an den Gradiationskurven rumspiele, kann man plötzlich
dein Gesicht erkennen, Cool, oder?“
Alex
musste zugeben, dass das in der Tat ziemlich cool war. Er hatte keine
Ahnung gehabt, dass sich Marie mit diesen Dingen so gut auskannte.
Marie
starrte auf den Monitor.
„Holy
Moly“, sagte sie ganz leise.
„Hmm,
was ist?“, fragte Alex.
„Ähm
nichts. Ich habe nur gerade etwas gesehen, was ich mir später mal in
Ruhe anschauen muss.“
Schnell
klickte sie das Foto weg.
„Da
schau, da bist du mit Lena. Ihr seid schon ein süßes Paar, Ihr
zwei. Richtig verliebt, oder?“
„Hmmm.“
„War
übrigens dann doch noch ein echt witziger Tag. Sorry, wenn ich dich
angekackt hab. Ich weiß schon, ich bin manchmal ein bisschen edgy,
wenn ich fotografiere.“
„Ja,
Lena meinte, du hättest deine Bossy Pants angehabt. Aber mir hat's
auch gefallen. Musste mich nur erst dran gewöhnen. Schickst du mir
das Foto von mir mit Lena, wenn du es fertig bearbeitet hast?“
„Klar.
Kannst es dir dann auch bei Insta runter laden. Ich würde es auch
gerne in meine Foto-Community posten. Und das andere auch. Was
dagegen?“
„Nö,
wieso?“
„Alex?!
Wo steckst du?“ schallte Lenas Stimme vom Zeltplatz zu ihnen
herüber.
„Na
dann. Die Pflicht ruft, was?“, meinte Marie spöttisch.
Als
er aufstand, war sie schon wieder in die Bilder auf dem Monitor
vertieft.
„Holy
Moly, das ist wirklich echt...“, hörte er sie murmeln, als er sich
auf den Weg zu seiner Freundin machte, um zu sehen, was sie von ihm
wollte. Er war ein ganz kleines bisschen nervös, Lenas Tonfall klang
ungeduldig.
Aber
die Sorge war umsonst. Sie informierte ihn lediglich darüber, dass
sie ihn am Abend zum Essen in einem kleinen Restaurant in der Nähe
einladen wollte.
Lena betrachtete die Zeltdecke. Es
war noch relativ früh. Aber Lena hatte sich bei den anderen mit
einem Hinweis auf starke Kopfschmerzen entschuldigt und Alex war ihr
gefolgt. Jetzt lag sie mit Rücken und Nacken angelehnt an Alex'
Oberkörper. Der hatte einen Arm um ihre Taille gelegt, und schwieg.
Vermutlich war er eben so in Gedanken versunken wie sie.
Irgend
etwas war mit ihm.
Hoffentlich
war er nicht zu sehr enttäuscht.
„Alex,
sorry, wenn du dir Hoffnung auf mehr gemacht hast. Aber ich habe
wirklich Kopfschmerzen. Mehr als Kuscheln geht heute nicht mehr,
fürchte ich“, hatte sie ihm gesagt, gleich als sie ins Zelt
gekommen waren. Aber er hatte abgewunken.
„Kuscheln
ist super. Ich bin auch erschöpft. Der Tag war wirklich
anstrengend.“
Sie
ließ diesen Tag, der sie beide geschafft hatte, im Kopf noch einmal
Revue passieren. Tatsächlich dröhnte ihr der Kopf. Vermutlich hatte
sie auch etwas zu viel Sonne abbekommen. Aber das war nicht alles.
Der Tag war mega anstrengend gewesen. Marie war manchmal schwer zu
ertragen, wenn man ihr die Führung überließ.
Insbesondere
Yasmin ertrug es nur schwer, mal die Nummer drei zu sein. Der
ständige, meist unterschwellige Konflikt zwischen den beiden hatte
sie in die Rolle der Moderatorin gezwungen, obwohl sie selbst ebenso
genervt von beiden war.
Und
dann hatte auch noch Alex eine ganze Weile nicht funktioniert.
Anstatt sie zu unterstützen und ihr Ruhepol zu sein, wie es sein Job als ihr Freund war, hatte er sich schnell als weitere Baustelle entpuppt, sie noch zusätzlich Kraft gekostet. Zum Glück war es im Vergleich zu
ihren Freundinnen relativ unkompliziert, mit ihm fertig zu werden.
Als
sie an die Situation an den Waldweg zurück dachte, wie sie ihm den
süßen Hintern versohlt, und er sie anschließend mit der Zunge
verwöhnt hatte, spürte sie ein kurzes Kribbeln im Bauch. Vielleicht
ließe sich doch noch ein bisschen Lust finden für heute Abend? Aber ihr
dröhnender Schädel erstickte diesen Impuls im Keim.
„Du
hast echt harte Kopfschmerzen, oder?“, fragte Alex besorgt, als sie
leise stöhnte.
„Hmmm“,
grummelte sie.
„Ich
wüsste da was, was vielleicht helfen könnte. Dafür müsstest du
aber mal dein Oberteil ausziehen, und dich auf den Bauch legen.“
Wo
kam denn das jetzt her? Was hatte er vor?
„Nicht,
was du denkst, Lena. Vertraue mir“, sagte er grinsend.
Kurz
darauf lag sie auf dem Bauch. Sie konnte sehen, wie er eine Tube aus
seinen Waschsachen nahm.
„After-Sun-Lotion.
Hab ich beim Surfen immer dabei. Manchmal vergisst man die Zeit auf
dem Brett. Entspanne dich.“
Das
tat sie, als sie seine Hände sanft auf ihren Schulterblättern
fühlte. Er verteilte die Creme streichelnd auf ihrem Rücken und
ihren Schultern. Dann fing er sehr vorsichtig an, ihren Rücken zu
kneten.
Sie
konnte ein wohliges Stöhnen nicht unterdrücken.
Seine
Hände wanderten wieder nach oben. Er bearbeitete ihre Schulter- und
Nackenmuskeln nun etwas fester.
„Kein
Wunder, dass dir der Kopf weh tut. Du bist mega verspannt. Hier,
oder? Ich kenne das. Das zieht vom Nacken hoch in den Hinterkopf, und
sitzt dann wie ein Helm aus Blei auf dem ganzen Schädel.“
Er
übte noch etwas mehr Druck aus. Oh, tat das gut. Alex steckte voller Überraschungen. Sie hatte gar nicht
gewusst, dass er so etwas konnte. Seine Hände ruhten nun auf ihren
Schultern, und mit den Daumen fuhr er vorsichtig ihren Nacken auf und
ab.
Das
hatte er schon neulich gemacht, als er sie am Strand eingecremt
hatte. Und wieder kribbelte es bis runter in die Fußsohlen.
Das
war so gut. Sie gab sich seinen verwöhnenden Händen hin, und nahm
ihren Gedankengang von vorhin wieder auf, während er sie massierte.
Das.
Genau das. So hätte sie sich ihn den Tag über gewünscht. So lieb
und aufmerksam. Aber das war nicht der Punkt. Im selben Maße, wie
sich unter Alex' verwöhnenden Händen ihre Verspannung löste, von
der sie gar nichts bemerkt hatte, löste sich auch der Knoten in ihren
Gedanken, den sie nicht erkannt hatte.
Sie
hatte Alex bestraft, weil er sich ihren Freunden gegenüber blöd
verhalten hatte. Vor Allem wohl, weil er ihr damit einen weiteren
unnötigen Loyalitätskonflikt aufgehalst hatte. So schien es ihr
zumindest. Aber das war eigentlich der falsche Grund gewesen. Wenn
sie jetzt darüber nachdachte, war es nicht das, was sie wirklich
geärgert hatte.
Es
war schwerer zu fassen, und womöglich musste sie sich selbst
eingestehen, auch einen Teil der Schuld zu tragen. Alex hatte sie
enttäuscht. Auf einer tieferen Ebene. Auf einer Ebene, die viel mehr
mit ihrem Bild von ihm zu tun hatte, als mit einem konkreten
Verhalten.
Sie
konnte verstehen, dass Alex mit Lukas nicht unbedingt viel anfangen
konnte. Lukas war tatsächlich nicht gerade ein intellektuelles
Genie. Er konnte auch extrem unsensibel und oberflächlich sein. Und
manchmal ziemlich arrogant. Dabei meinte er es nicht böse. Er ging
einfach mangels Fantasie davon aus, dass seine Weltsicht die einzig
mögliche war, und alle anderen sie darum automatisch teilten.
Aber
Alex war an sich das genaue Gegenteil davon. Offen, interessiert,
reflektiert, tolerant und zu allen nett. Er war so jemand, der jedem
eine Chance gab und immer das Positive sah. Das war das, was sie an
ihm mochte, o.k., was sie wirklich mehr als rein freundschaftlich mochte. Alex war... Naja,
so wie jetzt eben. Alex war jemand, der sich für Menschen
interessierte, der sie ernst nahm, der seine Freundin nicht
bedrängte, wenn sie Kopfschmerzen hatte, sondern sie ganz
selbstverständlich massierte. Und das, da war sie sich sicher, ohne
eine Gegenleistung zu erwarten, außer der, dass es ihr danach besser
ging.
Wie
also konnte es sein, dass sich Alex heute morgen auf eine Art
verhalten hatte, die eher zu Lukas gepasst hätte: Abweisend,
arrogant, herablassend, sogar etwas fies. Während Lukas tatsächlich
offen auf Alex zugegangen war, und das schon seit gestern?
Lag
das an ihr? Hatte sie zu viel erwartet? Sicher, sie hatte ihn dann
recht schnell wieder in die Spur gebracht, aber trotzdem. Sie konnte
ja schließlich nicht rund um die Uhr auf ihn aufpassen.
Der
Punkt war, sie kannte Alex nun schon sehr lange und sehr gut.
Natürlich neigte er grundsätzlich zu einer gewissen
Introvertiertheit. Aber er hatte in den letzten Wochen so
ausgeglichen und in sich selbst ruhend gewirkt wie selten.
Wobei,
wenn sie darüber nachdachte, kannte sie ihn aber auch anders. Nicht
unbedingt so wie heute morgen, aber durchaus mal verschlossen oder
sogar abweisend. Das war wohl seine Art, auf Stress zu reagieren.
Wenn ihm wirklich große, existenzielle Dinge durch den Kopf gingen.
Das war vermutlich der Grund für seine Arschigkeit.
Was
also hatte ihm die Sommer-Sonne-Strand-Laune, die ihm doch so gut
gestanden hatte, derart gründlich verhagelt? Das einzige, das sich
in seinem Leben verändert hatte, gegenüber den Wochen davor... Das
war sie. Überforderte sie ihn etwa? Möglich war es. Vermutlich
hatte er sich eine Beziehung mit ihr in seinen romantischen
Vorstellungen dann doch etwas anders ausgemalt. Aber ihre Dominanz
hatte er recht selbstverständlich akzeptiert oder?
Sie
war sich sicher, da war noch mehr.
„Und,
besser?“, fragte er
„Viel
besser“, antwortete sie wahrheitsgemäß. „Danke Alex, du bist
wirklich ein Schatz.“
„Gern
geschehen.“
Sie
drehte sich auf den Rücken.
„Ähm,
Alex... Ich glaube ich muss mich bei dir entschuldigen. Das war
vielleicht ein bisschen too much heute.“
„Passt
schon. Ich hab mich blöd verhalten, und die Konsequenz dafür
bekommen. Tut auch fast nicht mehr weh.“
„Das
meine ich nicht. Das Spanking hattest du verdient!“
„Aha?“
„Aber
sorry, dass ich dich so angeschrien habe. Dass ich unsere Beziehung
in Frage gestellte habe. Ich war wütend, aber das war nicht allein
deine Schuld. Ich glaube, du hast es nicht so mitbekommen, aber es
gab zwischenzeitlich richtig Stress zwischen Yasmin und Marie. Und
naja, dann bist du mir vor die Flinte gelaufen, und hast es halt
abbekommen. Und außerdem... Ich hab dich in eine Situation gebracht,
in der du dich nicht wohl gefühlt hast. Ich meine, mir ist schon
klar, dass Lukas jetzt nicht der ideale Spielgefährte für dich ist.
Sorry, dass ich dich so lange mit ihm allein gelassen habe.“
„Oh.
O.k. Danke. Entschuldigung angenommen.“
„Außerdem
noch ein dickes Lob. Du hast echt ganz schön gepunktet später.
Lukas hat Yasmin erzählt, dass er richtig froh war, dass du dabei
warst. Weil er endlich jemanden zum Reden hatte, und sich nicht mehr so allein gefühlt hat.
Musst
mir bei Gelegenheit mal erzählen, was ihr zwei dann zum Reden
gefunden habt.
Aber
was anderes...“
„Ja?“
„Du
warst den ganzen Tag schon sehr in dich gekehrt. Ich meine, du bist
ja so schon nicht gerade die personifizierte Party, aber heute wars
echt extrem. Ich kenne dich. Dich beschäftigt doch was, oder?“
Alex
überlegte, inwieweit er Lena in sein Dilemma mit einbeziehen sollte.
Vor Allem, wenn sie einen stressigen Tag hatte, wollte er sie nicht
zusätzlich belasten.
„Ich
weiß nicht, ob das der richtige Moment ist.“
„Alex!“
„O.k,
also im Prinzip haben die beiden Dinge etwas miteinander zu tun.“
„Welche
Dinge?“
„Das,
was mir durch den Kopf geht, und das, worüber Lukas und ich uns
unterhalten haben.“
„Oha.
Na das klingt spannend. Erkenntnisgewinn dank Lukas. Auch ne neue
Erfahrung. Erzähl!“
„Lukas
meinte... Nein, falscher Ansatz. Also, ich habe seit gestern ein paar
komische Sachen erlebt. Und ich rede jetzt gar nicht davon, dass ich
plötzlich mit dem Mädchen zusammen bin, in die ich schon seit
Jahren verliebt war. Und die so ganz anders ist, als ich dachte. Was
keine Beschwerde sein soll!
Aber
naja, es ist halt so: Seit wir zusammen sind, behandeln mich die
anderen... Naja, komisch halt. Heute Morgen, als ich mal kurz raus
musste, haben mich zwei Jungs aus dem Jahrgang ziemlich aggressiv
angelabert. Und vorhin, als du mit Yasmin unterwegs warst, musste ich
mir sogar von meinen Kumpels sehr dumme Kommentare anhören.
Und
selbst Emre will offenbar nichts mehr mit mir zu tun haben.
Damit
hatte ich einfach nicht gerechnet.“
„Oh.
Was für Kommentare denn?“
„Naja,
die Jungs auf dem Klo haben mich als Lauch bezeichnet. Und die heute
Nachmittag haben im Prinzip gesagt, dass du mich entmannt hättest,
und meine Eier als Trophäe tragen würdest. Sorry, du hast gefragt.
Und
nicht nur, dass mein bester Freund nicht mal mehr mit mir schwimmen
gehen will, plötzlich rede ich mit Lukas, einem Typen, der mich vor
ner Woche kaum mit dem Arsch angeschaut hätte, über Beziehungen.
Alles verändert sich plötzlich.“
„Hmmm.
Das habe ich natürlich nicht mitbekommen. Aber Veränderungen
gehören nun mal auch dazu.“
„Ja,
das war der Punkt, an dem ich mich mit Lukas getroffen habe. Er kennt
das selbst, und meinte auch, das wäre normal. Er hat es zwar
insgesamt auf eine Weise ausgedrückt, die ich nicht wiederholen
möchte, aber an einem Punkt hat er was Schlaues gesagt. Er hat
gesagt 'So ein Mädchen hat man nie für sich allein.' Und ich denke,
ich weiß, was er meint. Du bist eben Lena. Du bist so etwas wie der
Superstar unserer Schule. Und damit irgendwie eine öffentliche
Person. Ich nicht. Für mich ist das eine völlig neue Situation. Ich
wollte das nicht. Und Lena, ganz ehrlich: Es macht mir Angst.“
Also
das war es. Natürlich hatte sie damit gerechnet. Wenn auch nicht so
schnell, nicht so extrem und vor Allem nicht unbedingt hier. Zuhause,
ja. Da hätte sie vermutlich vorsichtiger agiert. Sie hatte halt
gehofft, dass der Status, den er sich hier erarbeitet hatte,
ausreichen würde, damit die anderen es akzeptieren würden. Aber
offenbar reichte das noch nicht.
Das
war halt auch wieder das Blöde, dass hier alles immer so öffentlich
war. Wobei sie sich auch eingestehen musste, dass sie genau das
gereizt hatte. Sie hatte jetzt so lange die perfekte Lena mit dem
perfekten Freund und dem perfekten Leben gespielt, irgendwie hatte
sie einfach das Bedürfnis verspürt, ihnen allen mal den perfekten
Finger zu zeigen, und einfach ein mal spontan das zu tun, worauf sie
wirklich Lust hatte. Mit dem, auf den sie wirklich Lust hatte.
Aber
es war natürlich halbherzig gewesen. Denn in Wahrheit hatte sie die
Rolle der perfekten Lena außer Alex gegenüber noch gar nicht
richtig abgelegt.
Und
das war er dann vielleicht, der Moment, an dem es Zeit war, die
verdammte Öffentlichkeit zu reiten, so wie Alex eine Welle. Sie
hatte da so eine Idee. Der Gedanke gruselte sie im gleichen Maße,
wie er sie erregte.
„Ich
verstehe dich. Wirklich. Das ist blöd, und es tut mir leid, dass du
da durch musst jetzt. Aber durch musst du halt, so oder so. Alex, sag
mal. Wie weit wärst du bereit zu gehen? Für mich?“
„Lena,
für dich würde ich quer durch die Hölle gehen, Dir am Laden dahinter einen Kaffee holen, und dann den gleichen Weg wieder zurück
kommen. Das weißt du.“
„Süß.
Aber kommst du damit klar, wenn es ein kleines bisschen peinlich
wird?“
„Was
meinst du?“
„Vertraust
du mir?“
„Komischerweise
ja.“
„O.k.,
lässt du dir dann von Lena helfen? Auf Lena-Art?“
„Was
hast du vor?“
„Ich
denke noch darüber nach. Also über die Details. Aber ich verspreche
dir: Du wirst auf jeden Fall deinen Spaß haben dabei. Danach könnte
es dann halt erst mal etwas ruppig werden. Bist du trotzdem dabei?“
„Ich
weiß nicht mal bei was!“
„Genau.
Das macht es ja so lustig.“
„Oh
Mann...“
„Zerbrich
dir nicht deinen hübschen Kopf. Lena kümmert sich jetzt. Lass Lena
machen. Damit bist du bisher doch ganz gut gefahren, oder?“
„Hmpf.“
Am
nächsten Morgen erwachte sie vor ihm. Ihre Kopfschmerzen waren
komplett verschwunden und sie fühlte sich erfrischt und voller
Tatendrang. Gestern Abend hatte sie noch länger wach gelegen,
Gedanken gewälzt und Pläne geschmiedet. Aber jetzt hatte sie eine
recht genaue Vorstellung davon, wie der Tag verlaufen würde.
Hoffentlich würden alle so mitspielen, wie gedacht. Oh, der arme
Alex hatte wirklich keine Ahnung, was da auf ihn zu kam. Und wie sich
die Dinge zu fügen begannen.
Sie
drehte sich zu ihm, und genoss es, ihn so nahe bei sich zu haben. Ihn
beim Schlafen zu beobachten, fühlte sich einfach unglaublich intim
an. Sie betrachtete ihn, und sie spürte tief in sich drin ein wohlig
warmes Gefühl. Warum war ihr früher nie aufgefallen, wie gut er
aussah?
Wie
er so da lag, wie gewöhnlich mit freiem Oberkörper. Sein braun
gebrannter Torso schlank, aber mit diesen schön definierten Muskeln.
Wie sich im Takt seines Atems langsam die Brust hob und senkte. Ihr
Blick wanderte weiter nach unten, sie konnte das nicht verhindern. Er
trug nur eine Boxershorts. Die Kontur seines Schwanzes zeichnete sich
deutlich ab, obwohl er nicht erregt war. Sie unterdrückte tapfer den
Impuls, zuzugreifen. Stattdessen begann sie sehr vorsichtig mit den
Fingerspitzen die Streifen seiner Bauchmuskeln nach zu fahren.
Er
räkelte sich etwas, aber erwachte nicht. Zumindest nicht ganz. Sie
konnte allerdings sehen, dass gewisse Teile an ihm durchaus anfingen,
Leben zu zeigen. Fasziniert beobachtete sie, wie sich seine Hose
pumpend in ein Zelt zu verwandeln begann. Ihr war schon aufgefallen,
dass es ausreichte, wenn sie ihn am Bauch unterhalb des Nabels
berührte, um diese Reaktion zu bekommen.
Au
weia. Das würde ihre gesamte Selbstbeherrschung benötigen, sich das
bis heute Abend aufzusparen. Aber sie hatte eben einen Plan. Und es
war ein guter Plan. Ein ganz ausgezeichneter Plan. Und sie würden so
viel Spaß haben dabei. Da lohnte es sich, darauf zu warten. Also
drehte sie sich wieder auf den Rücken, und nahm ihre aktuelle
Lieblingsposition ein. Mit dem Hinterkopf auf Alex' Brust. Sie
schloss die Augen, und lauschte seinem Herzschlag.
Kurze
Zeit später fühlte sie seine Hand zart über ihre blonden Haare
streicheln.
„Guten
Morgen, Schlafmütze“, begrüßte sie ihn.
Lena war glücklich. Alex hatte zwar
kurz etwas enttäuscht gewirkt, als sie ihm beim Frühstück
eröffnete, dass sie heute ihr Versprechen einlösen, und mit Marie
nach Toulon in ein Starbucks fahren würde, damit diese dort im WLAN
endlich ihre Fotos uploaden konnte.
Aber
nach einem Blick auf die Wetter-App hatte er dann gelächelt. Für
heute war endlich wieder Wind angekündigt. Der Mistral würde seinen
Job machen, und zuverlässig blasen. Perfektes Surfwetter. Alex hatte
vor, sich mit seinem Freund Emre auszusprechen. Zu einem gemeinsamen
Surfausflug würde er kaum nein sagen können.
Und
sie selbst hatte ein paar Dinge zu erledigen und noch mehr zu
besprechen. Marie hatte sich gestern einiges geleistet. Das kosmische Gleichgewicht musste wieder hergestellt werden. Das wusste auch Marie. Vermutlich war sie schon ganz schön nervös, die Arme. Zurecht. Wenn
die wüsste, was auf sie zukam.
Tatsächlich
wirkte Marie recht nachdenklich, als sie in Lenas BMW stiegen, aber
kaum waren sie ein paar Kilometer gefahren, legte sie los.
„Lena,
du böses, böses Mädchen!“
„Wie
bitte?“
„Du
weißt, es gibt da sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz unter
Freundinnen. Bestimmte wichtige Details behält man nicht für sich!
Wir als deine besten Freundinnen haben das verdammte Recht, über
alle wichtigen Sachen informiert zu werden, wenn du einen neuen Boy
hast!“
„Wovon
redest du?“, fragte Lena irritiert.
„Also
ich habe mir gestern die Fotos angesehen, die wir gemacht haben. Und
dabei ist mir aufgefallen, dass du uns etwas verheimlichst, wenn du von Alex erzählst.“
„Marie,
du machst mich wahnsinnig. Worauf willst du hinaus.“
„Hier!“
Marie
hielt Lena ihr Handy unter die Nase.
„Mädchen,
ich versuche hier Auto zu fahren!“
Nichts
desto Trotz konnte Lena natürlich sehen, was Marie meinte. Sie hatte
ihr ein Bild von Alex in seiner nassen Badeshorts gezeigt, als er
gerade aus dem Wasser kam. Die Sonne schien ihm von hinten zwischen den Beinen durch. Und durch den Stoff der Hose. Man konnte deutlich
sehen, was dort zwischen seinen Beinen hing und einen Schatten warf.
„Ach
der Alex ist so süß und aufmerksam und so ein toller
Gesprächspartner und ich liebe seine Haare“, leierte Marie in
einem Singsang Lenas Sprechweise nachäffend herunter.
„Aber
dass er ein Ding wie ein Pferd hat, findest du nicht wichtig zu
erwähnen?“
„Als
ob das wichtig wäre.“
„Natürlich
ist das wichtig. Wir haben immer über die Ausstattung unserer Jungs
geredet. Das gehört einfach dazu. Wir wissen, dass Lukas etwas zu kurz
gekommen ist. Und dass es Yasmin nicht stört. Und mich habt ihr auch
immer ausgequetscht. Und jetzt hast du dir also ein Pony besorgt, und
es uns nicht erzählt. Schäm dich.“
„Ja,
o.k., Alex ist recht gut ausgestattet.“
„Und?“
„Was
und?“
„Hast
du schon mit ihm geschlafen? Vermutlich nicht, ich denke, das hätten
wir mit bekommen.“
„Du
bist unmöglich, Marie. Falls du es wissen musst: Es gibt da auch
ruhige, einsame Plätze am Campingplatz, aber nein, ich habe noch
nicht mit ihm geschlafen.“
„Echt
nicht? Also, ich meine, wenn ich so ein Spielzeug geschenkt bekommen
würde, ich glaube kaum, dass ich mich da beherrschen könnte, das
nicht gleich auszupacken, und damit zu spielen.“
Lena
grinste breit.
„Ich
habe nicht gesagt, dass ich es noch nicht ausgepackt und damit
gespielt habe. Ich habe nur noch nicht mit ihm geschlafen.“
„Du
kleine Bitch, ich wusste es!“
„Wie
bitte?“ Lena zog amüsiert eine Augenbraue nach oben.
„Yasmin
hatte doch recht! Während wir gestern fast verdurstet sind, hast du
es mit deinem Freund im Auto getrieben!“
„Kein
Kommentar.“
„Aha!
Erwischt! Aber schon krass oder? Ich meine, wenn man gewusst hätte,
was der nette süße Alex mit sich herum trägt... Dann wäre er wohl
kaum so lange... Naja.
Was
ganz anderes? Hast du vor, mit ihm auch eine offene Beziehung zu
führen, so wie mit Flo?“
„Nix
da, du böses Mädchen! Finger weg von meinem Freund! Ich habe nicht
vor, ihn zu teilen!“
„Gemein!
Immerhin gibt es ja offenbar mehr als genug von ihm.“
Sie
grinste schelmisch.
„Können
wir jetzt dann wieder über etwas anderes reden, als über den Penis
meines Freundes?“
„Hmm,
o.k. Über was denn?“
„Darüber,
wie du dich gestern aufgeführt hast, Miss SassyPants?“
„Oh,
das.“ Marie schien in ihrem Sitz zu schrumpfen.
„Yasmin
war ganz schön sauer. Ich habe noch zwei Stunden gebraucht, die
Wogen halbwegs zu glätten. Und mir gegenüber hast du dir auch
einiges geleistet.“
„Ja, Lena, sorry,
Lena.“
„Du
weißt, dass ich dir das nicht einfach so durchgehen lassen kann?“
„Nein, Lena, sorry,
Lena.“
„Zum
Glück habe ich eine Idee, wie du es wieder gut machen kannst. Aber
ich warne dich, das kostet dich dieses mal ganz schön was.“
„Können
wir es nicht einfach auf die übliche Weise erledigen?“
„Auf
die übliche Weise komme ich sowieso zurück. Aber darüber hinaus
Wirst du mir bei ein paar Dingen helfen.
Also
erstens möchte ich, dass du auf gar keinen Fall rum erzählst, was
du auf dem Foto gesehen hast. Verstanden?“
„Och.
Nicht mal Yasmin?“
„Nicht
mal ihr, nein. Heute noch nicht jedenfalls. Morgen hingegen,
darfst du deine Erkenntnis mit der ganzen Welt teilen, wenn du
möchtest. Aber davor habe ich noch einen kleinen Anschlag auf dich
vor.“
„Kleinen
Anschlag?“
„Naja,
genaugenommen einen relativ Großen. Also hör zu...“
Alex sah auf sein Handy. Er war den
ganzen Vormittag mit Emre draußen gewesen, und es hatte sich fast
wie früher angefühlt. Emre hatte sich sogar bei ihm entschuldigt
für gestern. Er gab es offen zu, dass er Probleme damit hatte,
seinen besten Freund mit jemandem zu teilen, selbst mit jemandem wie
Lena. Insbesondere mit jemandem wie Lena. Und ihren blöden
eingebildeten Freundinnen.
Aber
auf der anderen Seite freute er sich für seinen besten Freund
natürlich, dass der endlich mit dem Mädchen seiner Träume zusammen
gekommen war. Auch wenn er nicht so richtig verstand, wie das alles
passiert war. Alex konnte ihm da auch nicht weiter helfen.
Jetzt
saßen sie am Strand und ruhten sich etwas aus. Bis das Telefon
vibrierte.
„Lass
mich raten. Lena?“
„Hmm,
natürlich.“
„Und,
was will sie?“
„Mich
sehen, sobald sie aus der Stadt zurück kommt.“
„Na
dann, solltest du die Königin nicht warten lassen, oder?“
„Hmmm.“
Alex
blickte wieder auf die WhatsApp von Lena.
„17:00
Uhr. An unserem Platz in den Dünen. Frisch geduscht!“, stand da.
Und ein Kuss-Smiley.
Er
grinste. Was sollte er da machen? Sie war der Boss. Noch 30 Minuten.
Besser, er fing an, sich fertig zu machen. Emre hatte recht. Man ließ
die Königin nicht warten.
Sein
Herz begann schneller zu schlagen, je mehr er sich der Lichtung näherte, auf der Lena auf ihn wartete. Er hatte keine Ahnung, was sie vorhatte,
aber sie hatte ihm heute morgen für später eine Überraschung
versprochen. Mit einem sehr sexy Augenaufschlag garniert.
Als
er sie dann dort sitzen sah, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Sie
trug wieder ihre ultrakurze Jeans und dazu ein weiteres bauchfreies
Oberteil. Zudem hatte sie sich, soweit er sehen konnte, sogar leicht
die Augen geschminkt, und etwas sehr dezenten Lippenstift
aufgetragen. Ihre Haare hatte sie, ganz ungewohnt, zu einem lockeren
Pferdeschwanz gebunden.
Die
Picknickdecke war dieses mal über den liegenden Baum drapiert, so
dass eine improvisierte Sitzbank entstanden war. Und darauf hatte sie
sich niedergelassen.
Lena
blickte zu ihm auf, als sie ihn durch das Gebüsch stolpern hörte.
„Da
bist du ja, Alex.“
Sie
erhob sich, kam auf ihn zu und schloss ihn fest in die Arme.
„Du
hast mir gefehlt!“
„Du
mir auch“, erwiderte er.
„Ach,
du warst doch sicher den ganzen Tag mit den Jungs draußen beim
Surfen. Da hattest du gar keine Zeit, mich zu vermissen.“
„Hab
dich trotzdem vermisst.“
„Na,
dann wollen wir mal sehen, wie sehr du mich vermisst hast. Komm her zu mir!“
Damit
löste sie sich von ihm und ging ein paar Schritte rückwärts, um
sich wieder auf den Baum zu setzen. Sie zog ihn an der Hand hinter
sich her, so dass er nun direkt vor ihr stand.
„Warst
du brav heute unter der Dusche?“
„Natürlich.“
„Dann
lass mal sehen. Los. Hose runter! Ich will sehen, dass du dich
freust, mich zu sehen.“
Da
er nicht sofort reagierte, half sie nach. Sie packte seine Shorts am
Bund, und schob sie nach unten. Wie erwartet, trug er nichts
darunter.
Während
sie sich nach vorne beugte, um ihm die Hose bis zu den Knöcheln
hinunter zu schieben, berührte sie mit ihren Lippen sanft seinen
Bauch an der kürzlich entdeckten Stelle unterhalb des Nabels. Die
Reaktion erfolgte sofort.
„Lena“,
keuchte er, während sein Schwanz begann pulsierend anzuschwellen.
„Hmmm,
offenbar hast du mich wirklich vermisst. Aber keine Sorge. Jetzt bin
ich ja da...“
Sie
nahm ihn vorsichtig in die Hand, unten, an der Wurzel. Dann fuhr sie
langsam über die gesamte Länge nach oben. Und genau so langsam
wieder zurück. Nur, dass sie ihn jetzt etwas fester griff, und seine
Vorhaut mit zog.
„Hmmm“,
sagte sie, bevor sie sich wieder vorbeugte, und ihm einen Kuss auf
die freigelegte Spitze hauchte.
„Da
bekomme ich gleich Lust auf mehr.“
Alex
schloss die Augen, und genoss schweigend die Aufmerksamkeit ihrer
Hände und Lippen, als sie ihn neckte. Denn das tat sie, das war ihm
klar. Inzwischen kannte er sie gut genug, um zu wissen, dass dies
allenfalls ein Auftakt zu einem längeren Spiel war. Sie würde ihn
sicher noch ein paar mal frustriert stehen lassen, bevor sie ihn
erlöste. Aber das war kein Grund, den Weg dort hin nicht mit jeder
Zelle seines Körpers zu genießen.
Plötzlich
hielt sie inne.
„Alex,
ich glaube, wir sind nicht allein“, flüsterte sie.
Alex
erstarrte.
„Marie,
bist du das? Bringt nichts, dich zu verstecken. Ich habe deine Haare
zwischen den Bäumen leuchten sehen! Komm sofort hier her!“
Es
knackte im Unterholz. Alex spürte heißen Schweiß auf seinem Rücken
ausbrechen. Sie wurden beobachtet? Wie peinlich! Lena würde
vermutlich explodieren. Und die Stimmung war dann vermutlich ruiniert
für den Rest des Tages. Na danke, Marie. Ganz schlechtes Timing.
Er
wollte sich bücken und schnell seine Hose hochziehen, um seine Blöße
zu bedecken. Aber da spürte er Lenas Griff hart an seinem Schwanz.
„Nix
da, du bleibst genau so stehen!“ Und an Marie gewandt fuhr sie
fort: „Na los, keine falsche Scheu! Komm hier her zu uns, du kleine
Spannerin!“
Von
der Seite her schlich sich nun Lenas rothaarige Freundin in sein
Gesichtsfeld. Sie ließ den Kopf hängen, vermutlich war ihr die
Sache genau so peinlich wie ihm. Doch dann hob sie kurz den Kopf, sah
ihn an und – er konnte seinen Augen kaum glauben – zwinkerte ihm
frech zu. Hatte er sich das eingebildet? Sofort ließ sie wieder
bedröppelt den Kopf hängen.
„Nun,
Marie? Was soll das? Was spionierst du uns hinterher?“
„Sorry,
Lena“, murmelte sie schuldbewusst.
„Hast
wohl auf den Fotos etwas entdeckt, was du dir jetzt in Natura ansehen
wolltest, was?“
„Lena,
bitte“, murmelte Alex, dem bereits wieder die Ohren rot wurden. Er
machte Anstalten, sich erneut nach seiner Hose zu bücken.
„Oh
nein, mein Freund. Marie ist hier, um etwas von dir zu sehen, also
soll sie auch einen guten Blick darauf bekommen. Ich hatte dich
gewarnt, was passieren kann, wenn du immer in so provozierenden
Höschen herumläufst, oder?!“
„Aber
Lena“, sagten Marie und Alex wie aus einem Mund.
„Ruhe,
ihr beiden! Also Marie, komm her, und sieh genau hin. Schau ihn dir
genau an. Damit wir es ein für alle mal hinter uns haben.“
„Hmmm,
er hängt aber ein bisschen, oder?“, fragte Marie.
„Kein
Wunder! Du hast ihn erschreckt!“
„Das
tut mir leid.“
„Oh,
das wird es, wenn ich mit dir fertig bin, keine Sorge!“
„Aber
Lena...“, versuchte Marie es mit einem flehenden Ton in der Stimme.
„Nix
'aber Lena' hier! Das war sehr unartig! Und du weißt, was mit
unartigen Mädchen passiert?“
„Uh
oh.“ Marie biss sich auf die Unterlippe. „Aber doch nicht hier,
vor ihm?“
„Oh
doch! Du hast ihn nackt gesehen, da sehe ich jetzt keinen Grund, warum
er dich nicht auch nackt sehen sollte. Oder Alex?“
„Lena,
ich weiß ja nicht...“, versuchte Alex einen Ausweg zu finden.
„Wenn
du es nicht weißt, dann halt den Mund. Ich muss mich hier um ein
sehr ungezogenes Mädchen kümmern, die mir gestern schon den
ganzen Tag auf der Nase herumgetanzt ist. Und du wirst zuschauen!“
Alex
blickte sie entsetzt an.
„Keine
Sorge, es wird dir gefallen, das verspreche ich dir, Alex. Dir
weniger, Marie, fürchte ich. Also hopp. Hose runter und über mein
Knie legen. Du kennst die Position ja! Na warte, Du kannst vielleicht
was erleben!“
Alex
sah von der einen zur Anderen. Und dann traf ihn die Erkenntnis hart.
Das war natürlich inszeniert. Lena hatte das für ihn
inszeniert. Er wusste zwar nicht, was genau sie damit bezweckte, aber
er war sich sicher, dass er eine gute Show zu sehen bekommen würde.
Und dass er versuchen würde, sie zu genießen. Trotz aller
Verlegenheit, weiterhin mit herunter gelassener Hose da stehen zu
müssen.
Tatsächlich
öffnete Marie folgsam den Reißverschluss ihrer Shorts. Dann sah sie
ihn an, und zog die Hose aufreizend langsam herunter, nicht ohne ihre
Hüften kreisen zu lassen, um den enganliegenden Stoff besser über
ihre weiblichen Formen schieben zu können. Alex Augen weiteten sich,
als er Marie schließlich im Höschen neben seiner Freundin stehen
sah.
„Weiter!
Bei mir gibt's immer auf den Nackten, das weißt du. Also runter mit
den Bossy Panties!“
„Aber
Lena“, quengelte Marie wenig überzeugend.
„Du
hast seinen nackten Arsch gesehen, und mehr, jetzt darf er deinen
sehen. Hopp, oder soll ich Alex zum Zelt schicken, meine Haarbürste
holen?“
Diese
Drohung hatte offenbar geholfen. Einen Augenblick später war das
Höschen unten und Marie lag über Lenas Schoß.
Alex
starrte mit offenem Mund auf die Szene vor ihm. Das war mehr als
surreal. Er versuchte, nicht zu offensichtlich auf Maries nackten
Hintern zu schauen, der wie ihm auffiel, unter anderen Umständen
absolut ein Hingucker gewesen wäre, aber Lena wies ihn zurecht.
„Schau
genau her, Alex, was mit unartigen Gören passiert, die mich ärgern!“
Damit
hob sie die Hand und ließ sie klatschend auf Maries nackte Pobacken
treffen.
„Uh,
autschi!“
Alex
war sich ziemlich sicher, dass Lena nicht besonders fest zugehauen
hatte. Anders als bei ihm neulich schien sie es eher langsam und
sanft anzugehen. Trotzdem wand sich die halbnackte Marie auf dem
Schoß seiner Freundin, dass er es kaum aushielt, zuzusehen. Auf der
hellen Haut konnte er bald einen zarten rosigen Schimmer erkennen.
„Na,
Alex, das gefällt dir wohl?“, fragte Lena grinsend.
Alex
folgte Lenas Blick an sich herunter, und stellte fest, dass sein
Schwanz wieder zu rekordverdächtiger Größe angeschwollen war und
unwillkürlich zuckte.
„Schau,
Marie so sieht er aus, wenn er nicht hängt.“
„Holy
Moly“, sagte Marie pflichtbewusst.
„Na,
es freut mich jedenfalls, dass es ihm gefällt, dabei zuzusehen, wie
du deine gerechte Strafe bekommst. Meinst du es wäre fair, wenn er
dir auch ein paar hinten drauf geben würde. Immerhin hast du ihn
angegafft, nicht mich.“
„Oh
wenn du meinst, dass es verdient wäre...“
„Lena,
bitte...“, stammelte Alex.
„Du
musst doch nicht betteln, Süßer. Komm, und gib ihr ein paar.“
„Lena,
ich kann doch nicht...“
„Ach,
das ist nicht schwer. Schau, so geht das: Klatsch, Klatsch und
Klatsch. Überhaupt nicht kompliziert. Einfach mit der flachen Hand
so auf den Po. Siehst du? Das ist ungemein befreiend, glaub mir.“
„Lena,
sie ist deine Freundin, verdammt.“
„Und
du bist mein Freund, na und? Jetzt zier dich nicht! Ich will, dass du
weißt, wie es sich anfühlt.“
„Jetzt
mach halt, Alex, damit sie Ruhe gibt, und wir es irgendwann hinter
uns haben“, maulte Marie. "Aua!"
Lena
packte Marie an den Haaren, und drückte ihren Kopf unsanft nach
unten. Gleichzeitig versetzte sie ihr eine ganze Reihe deutlich
schärferer Hiebe.
„Du
redest nur, wenn du gefragt wirst!“
„Au,
au, aua, jaja, ist ja gut.“
„O.k.,
Alex jetzt du.“
Offenbar
hatte er keine Wahl. Lena würde nicht locker lassen, so viel stand
fest. Er trat neben die Mädchen und gab Marie einen vorsichtigen
Klaps auf ihren hochgereckten Po, der inzwischen schon deutlich
gerötet war.
„Alex,
was sollte das denn sein? Mach gefälligst richtig. So!“
Zur
Demonstration klatschte Lena der protestierenden Marie erneut einige
male fest auf die Backen.
„Deine
Runde, Alex. Und mach es richtig. Sonst tauscht ihr zwei gleich die
Plätze! Hast du verstanden. Und ich glaube kaum, dass Marie ähnliche
Hemmungen dabei hat wie du! Also los! Bestrafe sie!“
Allmählich
erwärmte sich Alex für seine Aufgabe. Es fühlte sich
unbeschreiblich erregend an, jedes mal wenn seine Hand auf Maries
weiche, glatte Haut traf. Er die Rundung in seiner Handfläche
spürte. Und die Wärme, die sie ausstrahlte. Nachdem er Marie in
etwa 20 Klapse in zunehmender Härte verabreicht hatte, die diese mit
zuletzt glaubwürdigen 'Uhs' und 'Ahs' kommentiert hatte, unterbrach
Lena ihn.
„So,
das ist genug, Alex, Nicht, dass du noch zu sehr Geschmack daran
findest! So wie diese kleine Schlampe hier. Hab ich Recht, Marie?“
„Kein
Kommentar“, kam es von jenseits Lenas Schenkel.
„Ich
wette, sie ist feucht. Magst du mal nachschauen, Alex? Dich hat es
jedenfalls sehr angeregt, das ist kaum zu übersehen. Oder soll Marie
das mal manuell überprüfen? Ich meine, sie ist ja nicht unerheblich
für deinen Zustand da verantwortlich. Vielleicht könnte sie dir ein
bisschen Erleichterung verschaffen?“
„Lena,
das reicht. Ich möchte deine Freundin nicht so anfassen, und ich möchte
von ihr auch nicht so angefasst werden.“
Lena
hob wieder eine Augenbraue, als sie ihn ansah.
„Findest
du sie denn nicht attraktiv, Alex? Ich meine, guck dir diesen süßen
Po mal an.“
„Doch,
verdammt. Marie ist wirklich süß, aber darum geht es nicht. Ich bin
mit dir zusammen. Du bist die einzige, die ich anfassen will, o.k.?“
„Tja,
und da hörst du es Marie. Sorry, Süße.“
Und
an Alex gewandt:
„Natürlich
ist das o.k. Mehr als o.k.“
Sie
strahlte ihn an. Und er hatte das Gefühl, gerade einen weiteren Test
bestanden zu haben.
„Gemein!“,
flüsterte Marie, kaum hörbar.
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