Most Wanted

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Im Büro der Frau Switch

Diese Geschichte habe ich vor Kurzem für eine besondere Freundin geschrieben nach einem sehr intensiven Online-Rollenspiel mit ihr. Als Dank dafür.


Mit ihrer Erlaubnis werde ich sie hier veröffentlichen.




Im Büro der Frau Switch


„Lisi!“

Die Stimme von Frau Switch reißt mich aus meinen Tagträumen. 

„Was tust du schon wieder? Warst du mit dem Kopf wieder mal ganz woanders? Lass mal sehen!“

Mein Blick fällt auf das Papier vor mir. Fast bleibt mein Herz stehen, als ich sehe, was ich da ganz in Gedanken versunken vor mich hingekritzelt habe. Bevor ich reagieren kann, ist Frau Switch schon aufgestanden und zu mir herüber gekommen. Mit einem siegessicheren Lächeln im Gesicht reißt sie mir das Blatt aus der Hand, bevor ich es in meiner Tasche verstauen kann. Ihr Gesicht verfinstert sich, als sie erkennt, mit welchen Motiven das Blatt über und über verziert ist. Sie mustert mich mit einem kalten Blick.

Ich spüre, wie in mir das Blut langsam nach oben steigt. Mein Nacken prickelt. Meine Ohren werden heiß. Wenige Augenblicke später ist die Verlegenheit endgültig im Gesicht angekommen. Meine Wangen glühen förmlich. Meine Kopfhaut fühlt sich an, als wollte sie von meinem Schädel krabbeln und sich hinten in meinem Pulli verstecken.

„So ist das also. Das hast du also während deiner Arbeitszeit im Kopf: Penisse?“

Ich glaube, ich bin in meinem Stuhl gerade um 20 cm geschrumpft.

Was wird sie tun? Mich schimpfen? Mir mit einer Abmahnung drohen? Ich kann sie nicht einschätzen. Eigentlich ist sie meist nett und freundlich, aber es gibt da auch diese andere Seite an ihr. Die strenge, autoritäre, respekteinflößende.

„Möchtest du etwas dazu sagen?“

„Es tut mir leid“, piepse ich.

„Was tut dir leid?“

„Dass ich in meiner Arbeitszeit tagträume und Blätter voll kritzele?“

„Und?“

„Es tut mir leid“, wiederhole ich einfach nur.

„Was hast du da gezeichnet? Hilf mir mal. Was ist das?“

Sie deutet auf ein besonders schönes Exemplar. Fast über die ganze Seite geht er. Mit entblößter Eichel und sogar ein paar Adern am Schaft. Sie fährt mit der Fingerkuppe die Zeichnung nach, von der Wurzel bis zur Spitze.

„Was? Ist? Das?“, fragt sie mit schneidender Stimme.

„Ähm, ein Penis. Ich dachte eigentlich, Sie würden einen erkennen, wenn Sie einen sehen.“, rutscht es mir heraus. „Vielleicht sollten Sie auch mal einen ausprobieren. Dann wären Sie nicht immer so verkniffen.“ Ihre Gesichtszüge verhärten sich. Ich würde mir gerade am Liebsten die Zunge abbeißen.

„Du freche kleine Göre! Du denkst, du kannst so mit mir reden? Deiner Vorgesetzten? Komm mal mit in mein Büro!“

Mit forschen Schritten bewegt sie sich auf die Tür zu ihrem Büro zu. Ich folge ihr deutlich weniger forsch und mit hängendem Kopf.


Sie schließt die Tür hinter uns. Dann nimmt sie hinter ihren Schreibtisch Platz. Auf dem einzigen anderen Stuhl im Raum hat sie ihre Tasche abgestellt. Sie sieht teuer aus und sehr seriös. Ich traue mich nicht, ohne Aufforderung ihre Tasche zu greifen und woanders abzustellen. Also bleibe ich stehen. Vor ihr. Immer noch mit gesenktem Kopf

„Ich weiß, welches Spielchen du hier spielst, Kleines. Du denkst wohl, du kannst mich schockieren, ja? Denkst du ernsthaft, ich hätte noch nie einen Penis gesehen? Aber du mit deinen läppischen 24 Jahren glaubst wohl, du hättest schon alles gesehen und erlebt, wie? Wollen doch mal sehen. Bist du derzeit sexuell aktiv?“

„Wie bitte?“

„Beantworte meine Frage. Wirst du gerade regelmäßig gefickt?“ Dieses Wort so unverblümt aus dem Mund dieser immer so elegant gekleideten und seriös auftretenden Frau. Das lässt meine Ohren klingeln. 

Ich denke an C. zurück, vor dem ich mich vor 15 Monaten getrennt habe. Ist es wirklich schon acht Monate her, dass ich das letzte Mal Sex hatte? Also mit einer anderen Person? Seit ich meine Unschuld verloren hatte, war ich nie länger als drei Monate ohne Sex.

„Lisi! Wo bist du schon wieder? Beantworte meine Frage. Wirst du aktuell gefickt?“

„Nein, Frau Switch. Im Moment bin ich single.“

„Du wirst also aktuell nicht gefickt. Das merkt man auch deutlich! Aber wie kann das sein? Ich mein, schau dich mal an! Sollte dir doch nicht schwer fallen, einen zu finden, der es dir besorgt."

„Der, mit dem ich zusammen war, der konnte mir nicht geben, was ich mir wünsche. Und der andere, der es könnte, will es nicht, weil er mit einer anderen zusammen ist.“

„Aha. Und was wünschst du dir?“

„Kein Kommentar.“ Das fehlt noch, dass ich meiner Chefin meine geheimen Fantasien erzähle.

„Aber gefickt worden bist du grundsätzlich schon einmal, oder?“ Wieder dieses Wort. Es klingt so falsch und unpassend aus ihrem Mund.

„Natürlich hatte ich schon Sex.“

„Und seit wann? Wie alt warst du bei deinem ersten Mal?“

„Ähm, 15“, nicht, dass es sie etwas angehen würde, aber der Ton, in dem sie ihre Fragen stellt, wird zunehmend schärfer. So dass es fast unmöglich ist, ihr nicht zu antworten.

„Und wann hattest du deinen ersten Höhepunkt dabei?“

„Mit 16, Frau Switch, warum fragen Sie mich das?“

„Nun, dieses Spiel kann man auch umgekehrt spielen. Du denkst, du kannst mich schockieren? Denkst, wenn ich mich geniere, kann ich dich nicht schimpfen? Aber da hast du dir leider die Falsche ausgesucht. Jetzt drehen wir den Spieß ganz einfach um. Und du wirst mitspielen, sonst kannst du was erleben! Also. Hast du schon mal einen Schwanz im Mund gehabt?“

„Ja, Frau Switch.“

„Hat er dir in den Mund oder ins Gesicht gespritzt?“

„Frau Switch!“

„Antworte!“

„Beides.“

„Und, hat es dir gefallen, du kleines versautes Luder?“

„Erst nicht, aber dann habe ich mich daran gewöhnt, und jetzt finde ich es eigentlich sogar ganz gut.“

„Aha. Und hat dich schon einmal einer in den Po gefickt?“

Ich spüre, wie die Röte im Gesicht wieder zurück kommt.

„Nein, Frau Switch.“

„Aber du hast darüber nachgedacht, hab ich Recht? Das höre ich an deinem Tonfall. Du fragst dich, ob es dir gefallen könnte? Wenn dir jemand seinen harten Schwanz ganz tief in dein enges Poloch schiebt. Klingt das für dich nach etwas, das du ausprobieren möchtest? Sei ehrlich!“

Ich hole tief Luft. Ich merke, wie dieses Spiel so langsam anfängt, eine ganz bestimmte Wirkung auf meinen Unterleib zu entfalten. Es ist extrem demütigend, so ausgefragt zu werden, aber irgendwie auch...

„Antworte!“

„Ja, ich habe darüber nachgedacht. Aber ich habe Angst, dass es weh tut.“

„Oh, das wird es. Zunächst. Aber du gewöhnst dich daran. Und dann wirst du es mögen. So wie beim Sperma in deinem Mund. Alle kleinen Schlampen mögen das!“

Ich beiße mir auf die Unterlippe. Hat sie mich gerade als Schlampe bezeichnet?

„Und hast du schon einmal etwas mit einer anderen Frau gehabt?“

„Nur ein bisschen rum geknutscht, als wir betrunken waren.“

„Und hat es dir gefallen?“

„Ja, es war aufregend. Sie hat toll geküsst.“

„Und du hast ihr zum Dank nicht die Pussy geleckt?“

„Frau Switch!“

„Hattest du nicht das Bedürfnis, dich vor sie hin zu knien und sie brav bis zum Orgasmus zu lecken, mit deiner flinken, frechen, vorlauten Zunge mal etwas Vernünftiges anzufangen?“

„Ich.. wir... ich denke, wir waren zu feige, weiter zu gehen.“

„Und, bereust du es?“

„Schon ein bisschen.“

„Bist du schon einmal geleckt worden?“

„Ja, Frau Switch, mein Ex war ziemlich gut darin.“

„Es hat dir also gefallen.“

„Ja.“

„Und hat er auch an deinen Nippeln gesaugt?“

„Ähmm.. jaaa?“

„Und?“

„Was und?“

„Was noch, ich höre an deinem Tonfall, dass da noch mehr war. Erzähle mir davon!“

„Er hat... mit seinen Zähnen daran geknabbert. Das habe ich geliebt.“

„Oho, du stehst also auf ein bisschen Schmerz?“

„Vielleicht ein bisschen...“

„Meine liebe Lisi, erzähle mir keinen Unsinn. Weißt du, ich habe neulich an deinem Computer noch schnell etwas googlen müssen. Und weißt du, was ich da gesehen habe? Du hast deinen Browserverlauf nicht gelöscht.“

„Oh.“

„Ja, 'oh', du weißt, was ich da gesehen habe?“

In diesem Moment muss mein Gesicht die Farbe einer Tomate angenommen haben, jedenfalls fühlt es sich so an.

„Du warst auf sehr unartigen Seiten unterwegs. Auf deinem Arbeitsrechner. In deiner Arbeitszeit. Sei froh, dass du passable Ergebnisse lieferst, sonst würde ich dich sofort rausschmeißen!“

„Ja, Frau Switch. Es tut mir leid, Frau Switch.“

„Das reicht nicht Lisi. Ich werde dich dafür bestrafen müssen!“

Ich schaue sie entsetzt an. Was wird sie tun? Eine Abmahnung? Ein Gang zur Personalabteilung?

„Was denkst du, was ich mit dir machen sollte?“

„Ich weiß es nicht?“

„Hmmm, du warst sehr unartig. Und anhand der Seiten, die du dir im Internet angeschaut hast, ist davon auszugehen, dass du verdammt genau weißt, wie man unartige Mädchen bestraft.“

Mein Herz beginnt zu schlagen wie verrückt. Bitte nicht. Das kann sie nicht ernst meinen. Alles nur nicht das. Bitte tu es nicht. Bitte sag es nicht. Bitte sag es...

„Siehst du ein, dass du eine Strafe verdient hast?“

Ich nicke nur, unfähig ein Wort zu sagen.

„Dann komm mal her zu mir, du unartiges Mädchen.“


Sie schiebt den Bürostuhl ein Stück zurück, weg vom Tisch. Das passiert nicht wirklich. Das muss ein Traum sein. Ein Albtraum. Sag es nicht! Sag nicht die Worte...

„Du weißt, was jetzt passiert, oder? Du weißt, was ich jetzt mit dir mache? Was ich schon vor langer Zeit hätte machen sollen. Und regelmäßig wiederholen, wenn du es brauchst.“

Sag es. Sag die Worte.

„Ich werde dich übers Knie legen und dir deinen süßen kleinen Knackarsch versohlen. Hast du mich verstanden?“


Ich spüre meine Knie weich werden. Wie sehr wollte ich diese Worte hören. Aber doch nicht von ihr!

Aber...

Aber warum eigentlich nicht von ihr? Wenn ich darüber nachdenke. Eigentlich mag ich meine Chefin. Und sie ist auf ihre etwas strenge Art durchaus nicht unattraktiv. Und auch wenn das Gespräch eben wirklich peinlich war, so hat es mich doch auch wahnsinnig erregt, muss ich zugeben.

Unsicher mache ich ein paar Schritte auf sie zu. Sie sitzt da auf ihrem Stuhl, ein fieses aber nicht unzufriedenes Lächeln umspielt ihre Lippen. 

„Stelle dich rechts auf die Seite neben mich. Sehr gut. Und jetzt lass deine Hose runter.“

„Was? Meine Hose? Aber Frau Switch!“

„Keine Widerrede! Runter damit. Ein Spanking gehört auf den nackten Hintern! Das weißt du, du hast dir schließlich genug Bilder und Filme darüber angesehen!“

„Aber Frau Switch“, quengele ich, „das ist peinlich!“

„Soso, aber ein Blatt voller Schwänze zu zeichnen, war dir nicht peinlich. Hose runter und ab über mein Knie, aber plötzlich!“

Oh, der Tonfall geht mir durch und durch. Von den Ohren über den Bauch bis runter in die Fußsohlen kribbelt es. Vor Allem an dieser Stelle unterhalb des Bauches. Verdammt. Teils widerwillig, aber nicht ganz ohne Vorfreude, greife ich nach dem Bund meiner Skinny Jeans. Ich sehe ihr direkt in die Augen. Dann schiebe ich langsam die Hose herunter über mein Becken. Bevor ich mich versehe, hat sie mich an der Hand gepackt und über ihren Schoß gezogen. Und dann kommen auch schon die ersten Klapse.


Ich liege also quer über dem Schoß meiner attraktiven Chefin. Mit herunter gelassener Hose. Und bekomme von ihr mit der flachen Hand den Po versohlt. Schlimmer kann es kaum kommen, oder?

Ha! Natürlich kann es schlimmer kommen. Vor Allem, weil sie im Moment noch alles andere als hart zuhaut. Es klatscht zwar etwas, aber es tut nicht richtig weh. Es ist sogar fast lustvoll.

Wem mache ich hier etwas vor? Es ist sogar sehr lustvoll. Was natürlich ein Punkt ist, an dem es schlimmer kommen wird.

„Sag mal, Lisi, ich glaube fast, dir gefällt das hier. Kann das sein? Lass mal sehen.“

Ich zucke zusammen, als ich ihre Hand plötzlich streichelnd auf meiner Pobacke spüre. Und beginne leicht zu zappeln, als diese Hand sich an der Pobacke entlang nach unten zwischen meine Beine zu tasten beginnt.

„Aua!“ Ein scharfer Klatscher trifft mich.

„Halt still, du kleines Luder. Ha! Ich wusste es. Du bist richtig feucht. Na warte! Du kannst was erleben. Bei dir muss ich wohl andere Saiten aufziehen, wie? Als erstes kommt dieser Witz von einem Höschen runter!“

Sie zerrt an meinem Tanga. Einen Augenblick später hängt das Teil zwischen meinen Knien.

„So, na dann mach dich mal auf was gefasst! Das hast du schon lange mal verdient!“


Auweia. Das vorhin war offenbar nur ein Testlauf gewesen. Jetzt macht sie ernst. Die Klapse regnen auf meinen armen nackten Po herab in einem Tempo und einer Strenge, die man einer so zarten Person gar nicht zutraut und die mir den Atem raubt. Jeder neue Klatscher kommt, bevor ich den Schmerz von dem davor überhaupt richtig wahrnehmen konnte. Als ich anfange, mit den Beinen zu Strampeln, legt Frau Switch ihr rechtes Bein über meine Schenkel und klemmt mich so ein. Und das ohne mir, beziehungsweise meinem armen Po auch nur eine Sekunde Pause zu gönnen.

„Bitte, Frau Switch, aua, es ist genug, aua, ich habe meine Lektion gelernt. Aua. Bitte nicht mehr hauen!“, bettele ich.

Und endlich hat sie ein Einsehen. Die Klapse hören auf, dafür liegt ihre Hand wieder zärtlich auf meinem Po.

„Glaub nicht, dass das schon alles war. Mir tut nur die Hand weh. Schau mal.“

Sie hält mir ihre Handfläche vors Gesicht, die ziemlich rot aussieht.

„Ja, das ist noch gar nichts, du müsstest mal die Farbe deines Hinterns sehen. Aber zum Finale habe ich noch etwas. Runter von meinem Schoß. Beuge dich über meinen Schreibtisch!“


Sie gibt mich frei. Ich rolle wenig anmutig von ihrem Knie. Ich möchte meinen brennenden Po reiben. Aber ich darf nicht.

„Hände weg!“ zerschneidet ihre Stimme die Luft im Raum. „Aufstehen, an den Schreibtisch und rüber beugen. So. Brav!“

Da liege ich nun. Mit dem Bauch auf der Tischplatte, meinen roten brennenden Po in die Höhe gereckt für was auch immer sie noch für mich in Petto hat. Meine Nippel, stelle ich fest, sind steinhart. Und pressen sich gegen das kalte Holz der Tischplatte.

„Zum Abschluss, meine liebe Lisi, gibt es noch 20 mit diesem hübschen Lineal. Und danach werden wir dann etwas für deine Bildung tun, hast du verstanden?“

Hab ich zwar nicht, aber ich nicke mal vorsorglich.

Verdammt, das Lineal brennt noch mehr als ihre Hand vorhin. Vor Allem, wo mein Po jetzt schon ganz rot und wund ist. Aber sie kennt kein Erbarmen. 20 mal zieht sie mir das Teil mit ordentlich Wucht über den nackten Po. 20 mal quittiere ich das mit einem ernsthaft authentischen „Aua!“


Dann ist es endlich vorbei.

„So, ich hoffe, du hast diesen Teil deiner Lektion gelernt? Du wirst hoffentlich eine Weile daran denken, wenn du wieder an deinem Schreibtisch sitzt?“

„Ja, Frau Switch.“

„Gut. Denn beim nächsten Mal kommst du mir nicht so leicht davon! Dann setzt es was mit dem Rohrstock!“

Ich zucke zusammen. Hat sie gerade Rohrstock gesagt? Allein der Klang des Wortes...

„Aber ich sehe, dass du offensichtlich immer noch darauf beharrst, das Ganze als kleines Spiel zu sehen. Du hast vorhin einen feuchten Fleck auf meinem Rock hinterlassen. Und auch jetzt ist es nicht zu übersehen, dass dir das Ganze auf eine perverse Art gefällt. Hab ich Recht?“

Erneut zucke ich zusammen. Dieses mal, weil sie mir völlig ungeniert zwischen die Beine gefasst hat. Und das fühlt sich unglaublich gut an. 

„Meine Güte, Lisi, du bist nicht feucht, du bist klitschnass. Nun gut. Zeit für den Bildungsteil. Jetzt wirst du erfahren, wie es sich anfühlt, in den Po gefickt zu werden.“

„Was?!“

„Bleib liegen, wenn du weißt, was gut für dich ist. Entspann dich. Das ist ein gut gemeinter Rat.“


Ich höre, wie eine Schublade aufgezogen und wieder geschlossen wird. Dann schiebt sich ein mittelgroßer Dildo aus schwarzem Silikon in mein Gesichtsfeld. 

„Frau Switch, bitte nicht!“

„Sei leise, Lisi. Schau mal, wie gut sich dieser Schwanz anfühlt. Auch wenn er aus Gummi ist.“

Ich spüre, wie sie ihn ein paar mal zwischen meinen Lippen hin und her gleiten lässt und dann ganz langsam und genüsslich in meine Vagina schiebt. 

„Frau Switch, bitte! Bitte!“

„Ah, das gefällt dem kleinen Luder? Na dann ist es wohl Zeit, die Gangart zu ändern. Du bist so feucht, da brauchen wir nicht einmal Gleitgel!“

Ich spüre den Dildo aus mir heraus gleiten. Und direkt danach einen sanften, aber bestimmten Druck an meinem Poloch.

„Bitte, Frau Switch!“

„Bittest du mich gerade, dich in den Po zu ficken? Oder es nicht zu tun?“

Oh Gott, was tue ich hier?

„Ja, Frau Switch.“

„Ja, was?“

„Ja, das ähm Erstere.“

„Dann sag es. Sag 'Ich bin ein kleines versautes Luder, bitte ficken Sie mich in den Po.'!“

„Ichbineinkleinesversautesluderbittefickensiemichindenpo.“

„Ganz wie du möchtest, mein kleines, versautes Luder.“

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, als der Silikonschaft sich zwischen meine Backen zwängt und zum ersten mal seinen Weg bahnt. Es tut weh, aber nicht sehr. Gleichzeitig dehnt es mich und es kribbelt so wunderschön am ganzen Körper. Ich stöhne und seufze begeistert.

„Das gefällt dem kleinen versauten Luder. Nicht dass es mich überrascht.“

Sie beginnt, den Dildo vor und zurück zu bewegen. Ab und zu klatscht sie mir noch herzhaft mit der Hand auf den Po dabei.

„Ich glaube, du bist schon ganz kurz davor, das Ende der Lektion zu erreichen. Hab ich Recht?“

Ich spüre jetzt ihre Finger zielsicher nach meiner Klitoris tasten. Das macht sie sicher nicht zum ersten mal. Oh nein, darin hat sie ganz klar Übung. Sie streichelt und massiert mich dort, während sie mit der anderen Hand weiter den Dildo in meinem Poloch vor und zurück bewegt.

„Nanu, du atmest ja so schwer. Du wirst doch wohl nicht zum Höhepunkt kommen wollen ohne meine Erlaubnis?“

„Bitte, Frau Switch, lassen Sie mich kommen!“

Sie entzieht mir ihre verwöhnenden Finger. Den elenden Dildo lässt sie an Ort und Stelle.

„Ha! Oh nein, noch nicht. Zieh dein Oberteil aus. Den BH auch. Ich habe da noch etwas für dich. Und halte den Dildo schön drin. Wehe, er rutscht dir raus!“

Als ich mich aufrichte, und mein T-Shirt über den Kopf ziehe, stellt sie sich ganz dicht hinter mich. Ich presse meine Pobacken fest zusammen, damit der Dildo nicht heraus rutscht. Dabei fühle ich das Brennen des Spankings wieder intensiver. Ich spüre auch ihren Atem in meinem Nacken, und einen Augenblick später ihre Lippen auf meiner Haut. Während ich noch kämpfe, mich aus den Ärmeln meines Shirts zu befreien, hat sie schon den Verschluss meines BHs geöffnet. Ihre Hände umschmeicheln meine Brüste. Oh meine Güte, fühlt sich das gut an. Ihre Hände sind jetzt so sanft und zärtlich. Ganz anders als eben noch, als sie mich bestraft hat. Ein wohliger Seufzer entweicht meinem Mund, der unvermittelt in ein scharfes Nach Luft Schnappen übergeht, als ein beißender Schmerz meine Brustwarzen durchzuckt.

Ich blicke nach unten und sehe es metallisch glänzen. Sie hat ein paar Klammern an meinen Brustwarzen befestigt. Zwischen ihnen hängt eine silbrige Kette. Was diese Frau alles in ihrem Büro aufbewahrt...

Ich spüre ihre Hand in meinem Nacken, die mich zurück über die Tischplatte drückt.

„So, meine Liebe. Irgendwann werde ich anfangen zu zählen, von 20 abwärts. Bei 20 darfst du anfangen zu kommen. Keinesfalls vorher. Und wenn du bis 0 nicht fertig geworden bist, dein Pech!“

Wieder bewegt sie den Dildo in meinem Po. Wieder verwöhnen mich die Finger der anderen Hand an meiner Clit. Mein Atem geht schneller. Ich liege da, mit rotgehauenem nackten Po in ihrem Büro über dem Schreibtisch. In meinem Po steckt ein Dildo, an meinen Brüsten hängt ein paar Klammern. Ich spüre ein vertrautes Ziehen im Unterbauch.

„Noch nicht!“

Ich bekomme einen scharfen Klaps auf den Po. Aber es geht sofort weiter. Ich versuche wirklich, es aufzuhalten, aber das ist gar nicht so einfach. Ich japse, ich jaule, ich bettele. 

„Ja, bettele darum, du Luder!“

„Bitte, Frau Switch, bitte lassen Sie mich kommen! Bitte!“

„Nein!“

„Biiittteee. Ich war so unartig und jetzt brauche ich es so sehr. Bitte lassen Sie mich kommen, bitte!“

„Nein. Danke mir erst für die Strafe.“

„Vielen Dank für die Strafe. Vielen Dank, dass sie mir den Po verhauen haben. Vielen Dank, dass sie mich mit dem Dildo in den Po ficken. Bitte, Frau Switch, bitte darf ich jetzt kommen? Bitte. Ich kann es nicht länger zurück... halten...“

„Also gut! 20! 19! 18!“


Und da explodiert etwas in mir. Zuckend versucht sich mein Poloch zu schließen, wieder und wieder, aber der Dildo dehnt es unbarmherzig. Meine Nippel explodieren fast in der Mischung aus Schmerz und Geilheit. Meine Pobacken brennen.

Ihre geschickten Finger lassen mich Welle um Welle auskosten. 

Als ich einige Minuten später wieder zu Atem gekommen bin, streichelt sie noch zärtlich meinen armen Po.

„So, Lisi. Das war das. Und jetzt zum zweiten Teil des Bildungsprogramms. Jetzt wirst du lernen, wie man eine Pussy leckt! Auf die Knie! Und wehe, der Dildo rutscht dir raus. Dann geht es wieder über den Tisch für die nächsten 20 mit dem Lineal.“

Der Alte Mann und die Vorfreude

 So also waren wir verblieben. Bedenkzeit.

Bedenkzeit bedeutet Funkstille.

Sie bringt mich um. Ich sterbe. Zwei Tage lang sterbe ich von Minute zu Minute etwas mehr.

Bis dann seine Nachricht einen Schock durch mich jagt wie ein Defibrillator.

„Weißt du, was man mit dir machen sollte dafür, dass du mir so ein Angebot gemacht hast?“

Das schreibt er. Einfach so. Kein "Hallo" oder sonst etwas. Aber ich bin echt nicht in Stimmung für dieses Spiel schon wieder.

„Mir eine verdammte Antwort geben?“ lautet also meine Reply.

„Man sollte dich mal so richtig übers Knie legen dafür. Und dich danach aufs Bett werfen und sehen, ob du verträgst, was du bestellt hast.“

Ja, so kenne ich ihn. Große Worte.

„Ich hätte Sonntag Nachmittag Zeit dafür. Was ist mit dir?“, schiebt er noch hinterher.

Und: „Das war übrigens meine Antwort, falls es dir nicht aufgefallen sein sollte.“

Mir fällt beinahe das Handy aus der Hand.

„Dein Ernst?“

„Mein verdammter Ernst! Ich habe die ganze Zeit an dich gedacht und was ich mit dir anstellen will. Verdammt, Lisi! Sag einfach ja, bevor ich wieder kalte Füße bekomme!“

Dieses Mal muss er auf die Antwort warten. Ich fasse es nicht. Er lässt sich wirklich darauf ein. Sonntag. Noch drei Tage. Natürlich habe ich Zeit. Schreibe ich ihm.


O.k., ich gebe zu, den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, und ich bin zu faul, den Nachrichtenverlauf durchzugehen. Was pointless wäre. Es folgten so viele Nachrichten in den letzten Tagen.

Und diese Nachrichten hatten es in sich. Wie früher. Nur konkret. Ich gebe es zu, ich trage aktuell immer Slipeinlagen, wenn ich die Wohnung verlasse. Jederzeit kann so eine Nachricht von ihm kommen, die mir durch alles geht, und mein Höschen durchtränkt, wenn ich die Einlagen nicht trage. Zuhause lasse ich das Höschen inzwischen ganz weg. Zum Glück ist Sommerkleid-Wetter.

Zudem gebe ich ebenfalls zu, dass ich ihm, was versaute Nachrichten schreiben angeht, in nichts nachstehe. Ich tease ihn ständig via WhatsApp. Eines unserer gemeinsamen Kopfkinos, schon immer. Ich mache ihn in unpassenden Momenten scharf, freue mich über seine Awkward Boners. Dafür werde ich bestraft. Er macht mich in unpassenden Momenten scharf, und wenn ich mich dann nicht beherrsche, werde ich ebenso bestraft. So oder so bekomme ich irgendwann den Po versohlt in unseren Fantasien. Das Meiste aber dreht sich rund um das Spiel mit der Lust und dem Beherrschen der Lust. Der eigenen wie der  des/der anderen. Ja, die Vorfreude steigt.

Und dann Freitag mittag brummt mein Handy. Ein Anruf. Also ein echter Anruf. Woran man merkt, wie alt der Mann ist. Er fragt mich, ob ich brav war. Sein Tonfall jagt mir Schauer über Arme, Beine und Rücken. 

Ich gebe halbherzig zu, dass ich der Vorfreude nicht konsequent widerstehen konnte.

Da sagt er doch: „Lisi, das geht so nicht. Hebe gefälligst deine Vorfreude bis zum Sonntag auf! Packe alle deine Spielzeuge in einen Karton. Ich komme nachher auf dem Heimweg von der Arbeit kurz bei dir vorbei, und nehme sie mit.“

Was zum Fick?


Also, um das klar zu stellen. Natürlich haben wir über tease & denial gesprochen und geschrieben. Oft. Die Fantasie mögen wir wie gesagt beide. Aber in der Realität ist es etwas ganz anderes. Ich frage mich, ob ich ihm jetzt schon (oder überhaupt jemals) zugestehen soll, derart über mich zu bestimmen. Und gleichzeitig überfällt mich bei dem Gedanken daran ein Schwall von Lust, wie ich ihn selten gespürt habe. 

Dazu kommt, das muss man an der Stelle erwähnen, dass ich aber mal sowas von gar nicht auf seinem Weg von der Arbeit nach Hause liege. Es ist mehr so, dass er in Nürnberg lebt und arbeitet, während ich in Erlangen wohne (Von „leben“ kann man da ja nicht sprechen). Das sind rund 20 km von Tür zu Tür. Einfache Strecke. Und er fährt das mit dem Rad. Ja. Mit dem Fahrrad. mal eben 40 km mit dem scheiß Fahrrad. Um mir meine Toys weg zu nehmen.

O.k., ich weiß, es ist für ihn sein Training. Er fährt regelmäßig 30 – 40 km einfach so zum Spass. Trotzdem. Braucht es mehr als das, um mir zu zeigen, dass er es ernst meint mit dem Schritt raus aus der Virtualität in die Realität?

Er tut es. Ich habe ihm brav und mit einer feuchten Mischung aus Bedauern und schuldiger Faszination seine Box gepackt. Zwei Stunden nach dem Anruf klingelt es. Er steht grinsend unten an der Tür vor meinem Wohnheim. Ich lasse ihn herein, er kommt nach oben. Mit ihm eine betörende salzige Wolke frischer Schweiß. Er nimmt die Box, packt sie in seinen Rucksack, gibt mir einen Klaps auf den Hintern, sagt ich soll brav sein, und ist schon wieder unterwegs.

O.k., sind wir ehrlich. Es geht zur Not auch ohne elektrische Unterstützung. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich habe einen kleinen Freund „vergessen“ mit einzupacken. Was ich ihm natürlich gestehen werd, wenn er danach fragt. Was ihm dann einen weiteren schönen Vorwand liefert, streng zu sein. Was gut ist, denn darauf freue ich mich natürlich. Wobei wir wieder bei der Vorfreude wären. Ich werde versuchen, mir die Freude aufzuheben, wie er das verlangt. Aber leicht wird das nicht. 

Und mal eine Sache noch:

Alter! Reden wir über diesen Klaps auf den Po. So selbstverständlich nonchalant hat er mir einen zärtlichen liebevollen, aber durchaus spürbaren Klaps mit gegeben.

Das ist das erste mal, dass er mich physisch auf eine Weise berührt hat, die nicht als strikt freundschaftlich durchgehen würde. Ja, die ein oder andere Umarmung hat es gegeben. Aber nie. Wirklich Niemals war er dabei mit seinen Händen irgendwo in der Nähe irgendeiner verfänglichen Stelle meines Körpers.

Und jetzt kommt er zu mir nach Hause, konfisziert meine Toys und berührt mich auf diese sexy vertraute Art, als ob es das Normalste von der Welt wäre. Und ich erinnere mich, wie er mir früher am Tag geschrieben hatte „Dein Arsch gehört jetzt mir!“

Er war in meiner Wohnung. Er hat sie mit seinem Duft markiert. Er hat nun meine Toys in seinem Besitz, womöglich mit die intimsten meiner Sachen. Und er hat mich besitzergreifend an einer meiner lustvollsten Stellen berührt. Einfach so. 

Muss ich erwähnen, dass er mir, kaum, dass er zuhause ist, wieder saftig heiße Nachrichten schickt. Mich damit aufzieht, mich dafür schimpft, was ich für eine perverse Sammlung an Toys da inzwischen habe. 


Ich beherrsche mich, mir selbst zu helfen, aber uhhh, ist das schwer.

Ich beherrsche mich für ihn. Auch wenn es an sich pointless ist. Bei Männern mag sich durch Denial da was anstauen. Bei mir wirkt eher regelmäßige Stimulation, um mich noch mehr in Fahrt zu bringen. Aber was soll ich sagen. Die liefert er natürlich auch.

Wie durch ein Wunder halte ich es bis Sonntag durch. 


Tillman (M/F)



Ich weiß nicht, wie es passiert ist. Manchmal glaub ich, es war einfach ganz plötzlich da. Und dann wieder bin ich mir sicher, es hat sich ganz leise, still und heimlich unauffällig angeschlichen.

Es ist offensichtlich, und ich kann es nicht länger weg ignorieren.
Diese Erkenntnis kommt natürlich, wie in solchen Fällen eigentlich immer, genau im passenden Moment: sprich morgens um halb fünf, wo ich doch dringend schlafen müsste.

In jedem Fall ist es nicht meine Schuld. Ich hätt es auch gar nicht verhindern können, weil ich konnt es ja nicht kommen sehen. Egal, ob es sich jetzt angeschlichen hat, oder mich plötzlich überfallen. Diese Erkenntnis bringt mich dann allerdings auch genau null weiter. Ich lieg da, im Gästebett von Noras Familie, und mein Herz rast.

Draußen wirds schon langsam hell. Die beschissenen Vögel haben das auch schon bemerkt, und begrüßen den Morgen mit extatischem Gezwitscher. Grad, als obs der erste Morgen wäre, den sie erleben. Könnt ich fliegen, oder hätt was zum werfen, wärs jedenfalls ihr letzter Morgen.

So ziehe ich mir stattdessen das Kissen über den Kopf, presse es gegen mein Gesicht, um Licht und Ton von mir weg zu halten.

Ohhhh, das war ein Fehler, wird es mir bewusst. Es ist der Geruch... liegts daran, dass Augen und Ohren verschlossen die Nase noch empfindlicher ist, oder daran, dass ich jetzt die Quelle des bereits latent vorhandenen Geruchs halt auch direkt gegen mein Riechorgan presse? Egal. Jetzt bin ich wach, und verstehe auch endlich, was mich nicht schlafen lässt. Was meine Gedanken schon seit Stunden um das selbe Thema kreisen lässt.

Offenbar ist es sein Kissen. Und es riecht natürlich nach ihm. Nein, es ist regelrecht durchtränkt von seinem Duft. Kein Wunder, dass ich nicht schlafen kann. Kein Wunder, dass mein Herz rast. Danke dafür, Nora. Hättest kein anderes Kissen nehmen können? Aber gut, Nora war auch alles andere als nüchtern, als sie mir das Bett gerichtet hat. Kurz nachdem uns klar geworden ist, dass ich vielleicht doch besser nimmer nach Hause fahre heut nacht.

Und so muss ein Mädchen eben tun, was ein Mädchen tun muss. Ich schlüpfe aus meinen Klamotten. Erst das Shirt, dann der Slip. Ich zappele mich frei, peinlich darauf bedacht, nur ja keinen Zentimeter nackte Haut unter der Bettdecke hervor schaun zu lassen, und damit womöglich die kalte Luft in den warmen Kokon herein.
Ich räkel mich zwischen dem rauen Stoff des Spannbettuchs und dem glatten Bezug der Bettdecke. Das fühlt sich herrlich unartig an. Ich hab die Augen fest geschlossen, und immer noch das Kissen mit seinem Duft über meinem Gesicht liegen. Meine Hände streicheln über meinen Körper, und ich stelle mir so bildlich wie ich kann vor, es sind seine. Es dauert keine drei Minuten, bis ich zum ersten mal komme. Aber das war zu schnell, viel zu schnell, das reicht nicht, um die Spannung abzubauen, es war mehr wie ein Teaser zum eigentlichen Film. Ein Aperitif sozusagen, der mich erst richtig hungrig macht für den Hauptgang. Also fange ich an, mir eine Geschichte zurecht zu spinnen. Ein Film für mein Kopfkino. Buch & Regie Lisi Kawaii. Hauptdarsteller: Er. Tillman S.

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Meine Eltern sind nicht geschieden. Noch nicht, müsste man wohl sagen. Sie arbeiten gerade daran. Und „gerade“ dauert jetzt halt schon zwei oder drei Jahre. Daheim herrscht Kriegszustand. Monatelang der kalte Krieg, der dann jederzeit in eine offene Schlacht ausbrechen kann. Und ich stehe dazwischen. Zwischen zwei komplett auf sich selbst und ihre gegenseitige Feindschaft fixierten Egomanen, die sich meine Eltern schimpfen. Ab und an erinnern sie sich mal daran, dass es mich auch noch gibt. Dann darf ich wahlweise Blauhelm, Verbündete oder Kollateralschaden spielen.

Manchmal erinnern sie sich sogar dran, dass ich ja schließlich ihre Tochter bin, und sie versuchen, jahrelang vernachlässigte Erziehung in zehn Minuten nachzuholen. Meistens heißt es dann „Du bist genau wie dein Vater“ oder wahlweise „...deine Mutter“.

Es wäre untertrieben zu sagen, dass es daheim etwas unwohnlich ist. Es ist mehr so wie eine Höhle, in der ein wütender Feuerdrache und ein beleidigter Frostmagier gezwungenermaßen gemeinsam Unterschlupf gefunden haben, und dann durch einen Erdrutsch eingeschlossen wurden. Tatsächlich bin ich im Moment überall anders lieber als zuhause. Sogar die Schule kommt mir erholsam vor im Vergleich.

Und so kommt nahtlos Nora ins Spiel. Nora ist meine beste Freundin. Ich beneide sie und ihre jüngere Schwester. Denn sie haben es hinter sich. Ihre Eltern haben sich scheiden lassen, als sie noch ganz klein war. Und sie hat den Streit gar nicht mitbekommen. Vor ich glaub sieben Jahren oder so ist dann schließlich Tillman hier eingezogen. Tillman ist der Freund von Noras Mum. Und Tillman ist cool. Das sagt jeder. Ich glaube, Tillman ist um den Dreh in etwa so alt wie mein Dad. Aber er wirkt minimum zehn Jahre jünger.

Ich bin in letzter Zeit oft hier bei Nora und ihrer Familie. Schön zu sehen, wie Menschen auch miteinander sein können. Ich find auch das Verhältnis zwischen Tillman und seinen beiden Stieftöchtern sehr interessant. Es ist von gegenseitigem Respekt geprägt, aber oft auch sehr flapsig und informell. Es gibt nämlich tatsächlich Erwachsene, die es fertig bringen, sich mit Teenagern normal zu unterhalten, und nicht in einer völlig anderen Welt leben. Ich kenne auch Noras echten Vater. Der ist nett. Aber kein Vergleich mit Tillman.

Tilman ist so ein Mensch, wenn der in einen Raum kommt, dann kann man fast sehen, wie sich die Geometrie so verändert, dass er im Mittelpunkt steht. Und der Raum und alles andere fängt dann an, sich um ihn zu drehen. Es ist komisch, ich habe so etwas selten erlebt, aber er hat eine unglaubliche Präsenz. Vielleicht liegt es an seiner Stimme, die so tief und sonor ist. Eine Stimme, die man einfach gerne hört. Und die automatisch alles, was sie erzählt, unglaublich interessant und bedeutungsvoll macht. Oder eben charmant, unterhaltsam und witzig.

Und es ist natürlich dieser Geruch. Ich bin ein Nasenmensch, aber ich finde es unmöglich, Gerüche zu beschreiben. Trotzdem muss man es versuchen. Bei ihm ist es die Mischung aus dem Waschmittel seiner Klamotten, seinem Duschgel und einem teuren Deo. Gepaart mit seinem Eigenduft, der auf eine wahnsinnig sinnliche Art maskulin ist. Irgendwann habe ich ihn mal spontan umarmt, und mein Gesicht an seine Brust gedrückt. Das war denke ich der Moment, an dem ich zum ersten mal bewusst wahrgenommen habe, wie lecker Tillman riecht.

Und dann sieht er auch noch gut aus. Also an sich gar nicht mein Typ. Weil natürlich viel zu alt. Und ich steh bei Jungs mehr so auf modern androgyn. Das ist er jetzt halt mal gar nicht. Groß, schlank, ja das schon. Haare auf wenige Millimeter gekürzt, markantes Kinn, hohe Stirn. Aber wunderschöne blaue Augen. Und ein umwerfendes Lächeln. Verschmitzt irgendwie.

Und da ist noch etwas. Vielleicht sein bester Trick. Tillman ist nämlich in der Lage, dir seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen. Und dieser Satz ist nicht mal annähernd in der Lage zu beschreiben, wie sich das anfühlt. Dann schaut er dich an, nimmt dich in deinem ganzen Wesen wahr, und hört dir zu. Und dabei merkst du, er nimmt dich ernst, du bist ihm wichtig. Und das ist ein Gefühl wie eine wohlig warme Dusche mit glitzerndem pinken schaumigen Einhornwasser. Es ist wie wenn er dich zu sich in die Mitte des Universums holt. Da fühlt man sich drei Meter groß. Das geht nicht nur mir so. Das sehe ich an den anderen Personen im Raum genauso. Und oft wetteifern „seine drei Frauen“, wie er seine Familie im Scherz nennt, geradezu um diese Aufmerksamkeit.

Als es bei mir daheim dann mal wieder richtig schlimm geworden ist, hat mir Noras Mum spontan angeboten, jederzeit herkommen zu dürfen. Und auch über Nacht zu bleiben. Dann hat sie kurz gestockt, und zu Tillman geschaut. Der hat zuerst sie angeschaut, dann mich, und dann haben sich seine Lippen zu diesem hinreißenden Lächeln geformt. „Natürlich. Du bist uns hier immer willkommen, Lisi.“

Und auf dieses Angebot bin ich inzwischen oft zurück gekommen. Immer hierher geflohen, wenn es daheim nimmer auszuhalten war.

So stehe ich dann jetzt heute mal wieder an der Tür. Meine Eltern haben sich am frühen Abend zur Abwechslung mal wieder so richtig in die Wolle bekommen, und als mein Vater um acht sein Zeug gepackt und die Tür hinter sich zugeknallt hat, und meine Mutter, die noch nicht fertig war, sich anschickte, ein neues Opfer für ihre Wut zu finden, hab ich schnell meine Overnight-Bag gegriffen, und mich ebenfalls in die Nacht verdrückt. Wenn auch weniger demonstrativ als Dad.

Tillman macht mir die Tür auf, und schaut einigermaßen überrascht, als er mich sieht. Nach einem kurzen Moment des Zögerns tritt er einen Schritt zurück. „Hi Lisi. Hab nicht mit dir gerechnet. Komm rein, wenn du magst. Aber du weißt, dass Nora nicht da ist? Die drei Damen sind übers Wochenende in irgend so ein Spa gefahren. Zum Glück hab ich was zu arbeiten, und hatte ne Ausrede. Ähm. Also wenn es dich nicht stört, dass wir heute ganz allein wären...“

Ne, das stört mich überhaupt nicht. Das heißt, ich hab ihn heute ganz für mich. Seine ganze Aufmerksamkeit. Ich hasse mein Leben gerade, und so eine metaphorische schöne warme Dusche ist genau das, was ich jetzt brauche.

Kurze Zeit später sitzen wir am Küchentisch. Er zeigt seinen besorgten Blick, und schaut mir direkt in die Augen. Ich spüre die Wärme in mir hochsteigen. Und mit ihr nehme ich wieder seinen Duft wahr. Ich atme ihn tief ein, kann gar nicht anders. Das versetzt mich wieder jäh zurück an diese Nacht vor ein paar Wochen, und meine Erkenntnis, dass meine Gefühle für diesen Mann alles andere als familiär sind. Unwillkürlich zucke ich zusammen, als ich einen Schauder der Erregung über meinen ganzen Körper kriechen spüre. Ich senke die Augen, um mich aus dem Bann seines Blickes zu befreien.

„Lisi, geht es dir gut? Du zitterst ja. Hast du schon was zu Abend gegessen?“ Er legt seine Hand beruhigend auf meine, erzielt aber genau den gegenteiligen Effekt. Ein Kribbeln am ganzen Körper wie wenn mich ein kleiner freundlicher Blitz getroffen hätte. Ich kann nicht anders, und lege meine zweite Hand auf seine. Will ihn fest halten. Ich merke, er ist überrascht von von so viel Nähe, aber er reagiert natürlich souverän. Tätschelt mit der letzten verbleibenden Hand freundschaftlich meinen Handrücken, und zieht seine erste aus dem Handsandwich heraus. Dann steht er auf, dreht sich umund fokussiert demonstrativ den Kühlschrank. Öffnet ihn, schaut hinein.
„Ich hab aber gar nichts da, seh ich grad. Hab ja nicht mit Besuch gerechnet. Soll ich uns ne Pizza bestellen?“

Jaja, alles, was du willst. Natürlich, er hat gespürt, dass da etwas in der Luft lag, konnte es aber nicht einordnen, schätze ich, und jetzt ist er froh, sich auf vertrauterem Terrain zu bewegen, wie dem Bestellen der Pizza. Schöne, alltägliche, profane, harmlose Dinge entscheiden. Welcher Pizzadienst, welche Zutaten, welche Größe. Das sind gute Ablenkungen. Normalität.

Bis die Pizza endlich kommt, sind wir aber wieder tief im Gespräch. Er beschenkt mich mit seiner ungeteilten Aufmerksamkeit, und weil es sich mal wieder so sensationell anfühlt, und ich nicht will, dass es aufhört, erzähle ich ihm mehr, als ich eigentlich will. Und vielleicht überdramatisiere ich auch ein wenig. Er blickt mich die ganze Zeit ernst an, nickt ab und zu ermunternd, brummt zustimmend, zeigt durch gut getimetes Nachfragen, dass er voll bei der Sache ist. Und man sieht, es ist ihm nicht gleichgültig. Mehrfach runzelt er seine schöne Stirn. Der perfekte Zuhörer. Aber seine Hände behält er jetzt schön bei sich.

Dann klingelt es an der Tür, und die Pizza ist da. Er nimmt sie entgegen, gönnt sich drei Zeilen Smalltalk mit dem Fahrer, zahlt, gibt Trinkgeld, alles ganz lässig. Er schneidet die Pizza im Karton in zwei Hälften, und richtet zwei Teller damit her. Und als er mir den Teller mit meiner halben Pizza rüberschiebt, berühren sich unsere Hände erneut. Nur für einen ganz kurzen Augenblick. Und wieder durchfährt mich der Blitz. Nur jetzt ist es ein richtiges Gewitter. Diese beiläufige zufällige Berührung lässt mein Herz einen Schlag aussetzen. Ich kann einfach nicht anders, ich lege meine Hand wieder auf seinen Handrücken. Und ich schwör, dieses Mal hat er den Blitz auch gespürt, denn er schaut mir kurz in die Augen, fast bedauernd, als er seine Hand langsam, aber bestimmt zurück zieht.

Tja, und nach der Pizza kommt der Sturz in das Eisbecken. Das Bittere an seinem Zaubertrick mit der Aufmerksamkeit ist nämlich, wie hart der Entzug ist. Also wenn einem diese Aufmerksamkeit wieder entzogen wird. Als wir mit dem Essen fertig sind, verkündet er „Sorry, Lisi. Das war nett. Aber ich muss wirklich noch was arbeiten. Du kannst dich im Wohnzimmer ausbreiten, wenn du magst. Den Fernseher und die Konsolen kennst du ja. Fühl dich ganz wie daheim. Ich bin im Arbeitszimmer, wenn du was brauchst. Aber bitte nur stören, wenns wirklich wichtig ist, ich will das heute fertig bekommen.“

Also sitze ich allein im Wohnzimmer auf dem großen Familiensofa und zappe mich gelangweilt durch die Sender. Ich überlege kurz, ob „Ich brauche dringend jemanden, den ich in Mario-Kart rasieren kann“ das Kriterium „wirklich wichtig“ erfüllt. Aber ich denke mal: vermutlich nicht.

Genervt schlendere ich in die Küche, und durchforste den Kühlschrank. Ich soll mich ja ganz wie daheim fühlen, hat es geheißen. Also nehme ich mir ein kaltes Bier. Ich mag Bier an sich gar nicht so. Aber was anderes hat es nicht. Ich schlurfe mit der Flasche zurück zur Couch. Und nach dem zweiten Schluck komme ich mir irgendwie assi vor. Ich hab noch nie alleine getrunken. Also gehe ich nochmal zum Kühlschrank, und hole ne zweite Flasche. Mit den beiden Flaschen in der Hand klopfe ich an die Tür vom Arbeitszimmer.

„Ja? Brauchst Du was, Lisi?“
„Ich hab mir gedacht, du hast vielleicht Lust auf n Bier?“ frage ich.
„Voll lieb von dir, aber ich muss mich hier echt konzentrieren. Später vielleicht.“
„Und ne Runde Mario-Kart vielleicht?“ Ich weiß, er liebt das Spiel.
Tiefer Seufzer. „Lisi, tut mir leid. Nicht, dass ich keinen Bock hätte, aber das hier ist grad wichtig. Später vielleicht.“
„Wie lange ist später?
„Was weiß ich? Ne Stunde vielleicht?“
„Vielleicht geh ich einfach ins Bett“, sage ich leicht genervt.
„Oder das. Fühl dich ganz wie daheim“, sagt er mehr so beiläufig, mit den Augen schon wieder am Monitor.

Nach eineinhalb Stunden habe ich erst das eine, dann das zweite Bier ausgetrunken. Bitter. Es kommt immer noch nichts im Fernsehen. Und er hat sich nicht sehen lassen.

Und da legt es bei mir einen Schalter um.

Ins Bett gehen kann ich, hat er gesagt. Ganz wie zuhause fühlen soll ich mich, hat er gesagt. Erst war er so nett und aufmerksam, und dann setzt er mich plötzlich auf die Blocklist.

Na warte, Tillman. Du weißt nicht, was du da getriggert hast.

Also gehe ich Zähne putzen und dann ziehe ich mich aus, und lege mich ins Bett. Kaum habe ich die Tür geschlossen, höre ich ihn im Flur aus dem Arbeitszimmer kommen. Hat der etwa gewartet, bis ich weg bin? Ich höre ihn ins Bad gehen, ich höre den Wasserhahn. Und dann geht die Tür auf, und er steht im Zimmer. Wie ihm die Gesichtszüge entgleisen, als er mich sieht - allein das war es wert.

„Was zum Geier soll das werden, Lisi?“ zischt er.
„Sag du's mir“, entgegne ich schnippisch.
Er kommt ins Zimmer, und bleibt neben dem Bett stehen, die Arme vor dem Brustkorb verschränkt schaut er auf mich herunter. Ich schaue zu ihm hinauf, und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.
„Du hast gesagt, ich soll ins Bett gehen, und mich wie daheim fühlen.“
„Sehr witzig. Komm jetzt bitte aus meinem Bett raus, und gehe ins Gästezimmer.“
„Ich kann nicht“, antworte ich noch frecher grinsend.
„Ach, und warum nicht?“
„Ich bin nicht richtig angezogen.“ Dabei räkele ich mich unter seiner Bettdecke. Sein Blick fällt auf den Stapel meiner Klamotten am Boden. Inklusive BH und Slip.
„Mach keinen Scheiß.“
„Ist aber so“, sage ich, und lasse die Bettdecke ein bisschen nach unten rutschen, bis er den Ansatz meiner Boobies sehen kann.
„Ich verstehe“, sagt er.
Und ohne eine Miene zu verziehen, greift er nach einem Zipfel der Bettdecke, und reißt sie mit einem Ruck vom Bett. Der Punkt ist, ich hab tatsächlich nichts an. Gar nichts. Ich fand das eine prickelnde Vorstellung. So wie neulich im Gästebett. Nackt zwischen den Laken, seinen Duft in der Nase. Aber jetzt, als ich die kalte Luft auf meinem nackten Körper spüre, und er mich immer noch mit versteinerter Miene mustert, würde ich am Liebsten im Boden versinken. Oder aufspringen, und die Flucht ergreifen. Doch ich bin wie gelähmt.
„Also habe ich mir das vorhin doch nicht eingebildet“, sagt er mehr zu sich selbst. „Nur wollte ich es nicht wahrhaben. Lisa, du bist wirklich eine umwerfend schöne junge Frau. Aber das geht nicht. Gar nicht. Was glaubst du denn, was du hier tust? Willst du meine Beziehung ruinieren? Hast du mal an Nora gedacht? Gerade du müsstest doch wissen, wie es sich anfühlt, wenn eine Familie zerbricht.“

Das sitzt natürlich. Aber trotzdem steht er da, und starrt meinen nackten Körper an. Macht keinerlei Anstalten, mir meine Klamotten zu reichen die doch direkt vor seinen Füßen auf dem Boden liegen. Steht weiter da mit verschränken Armen, und das, wie mir auffällt, auch noch direkt im Weg zwischen mir und der Tür. „Du hast recht. Sorry. Lass mich einfach raus, und wir vergessen das, ja?“

„Ich weiß nicht. Jetzt, wo ich grad mal deine ungeteilte Aufmerksamkeit habe, würde ich das gerne nutzen, um ein paar Dinge klar zu stellen. Was bei dir zuhause gerade abgeht, ist schrecklich, aber kein Grund, dir auf Teufel komm raus, deine Bestätigung woanders zu holen. Du bist 18 und selbstverantwortlich. Du solltest wissen, dass sowas hier ein NoGo ist. Aber ich nehme mal an, deine lieben Eltern haben dich in ihrem ganzen Streit die letzten Jahre nicht nur emotional vernachlässigt. Sie haben in der Zeit offenbar auch versäumt, dich anständig zu erziehen. Und ich hätte gute Lust, das an der Stelle grad mal nachzuholen.“

Was meint er damit? Was hat er vor?
Langsam kommt er auf mich zu, und ich sehe, wie er sich dabei die Ärmel seines Hemdes hochkrempelt. Insgesamt eine sehr bedeutungsvolle Geste, auch wenn mir nicht ganz klar ist, was sie bedeutet.

Wobei ich hab da so eine Ahnung. Es hat was damit zu tun, wie er „erziehen“ gesagt hat. Da war ein recht ominöser Unterton drin. Aber das würde er doch nicht tun, oder? Ich spüre eine fiese Gänsehaut meinen Rücken hoch krabbeln.

Klar, an der Stelle hätte ich mich einfach übers Bett wegrollen und aus der Tür flüchten sollen. Aber ich bewege mich nicht. Kann mich nicht bewegen. Will es ehrlich gesagt auch gar nicht. Obwohl er mir gerade echt unheimlich ist, fesselt mich die Situation doch regelrecht.

Ich spüre seine Hand an meinem Unterarm. Fest und bestimmt packt er mich, und zieht mich hoch, bis ich neben ihm stehe. Neben ihm fühle ich mich noch nackter, er ist ja immer noch vollständig angezogen. Und dass er über einen Kopf größer ist als ich, macht die Sache nicht besser. Klein, hilflos und ausgeliefert fühle ich mich. Er setzt sich auf die Bettkante ich stehe vor ihm er hält immer noch meinen Arm fest im Griff. Mit der anderen versuche ich mir zumindest einen rudimentären Rest an Würde zu bewahren, und meine Nacktheit zu bedecken.

„Weißt du, was ich jetzt mit dir machen werde?“ fragt er.
„W-was?“, stottere ich.
„Etwas, was man schon vor ner ganzen Weile hätte tun sollen. Ich werde dich übers Knie legen, du kleines Biest.
„W-was?“, füge ich total schlagfertig hinzu.
„Ich werde dich übers Knie legen, und dir ausgiebig den Hintern versohlen. Und weißt du was? Ich denke, ich werde es genießen.“
„Des... des kannst ned machen!“, stammele ich entsetzt.
„Kann ich nicht? Ich bin bisher davon ausgegangen, man kann sich auch nicht einfach nackt ins Bett eines fremden Mannes legen. Offenbar können wir beide einen Haufen Sachen, mit denen man nicht rechnen würde, hmm?“
Er meint das echt ernst. Ich habe davon geträumt, dass er meine intimsten Körperstellen berührt, aber doch nicht so. Ich versuche kurz, mich loszureißen, aber er ist nicht nur stärker als ich, sondern auch sehr geschickt. Er gibt kurz nach, und als ich vor Überraschung ins Stolpern komme, nutzt er meine Ausgleichsbewegung, um mich quer über seinen Schoß fallen zu lassen. Meine Hand landet dabei auf meinem Rücken, immer noch fest in seinem Griff.

Und ich spüre ein vertrautes Kribbeln im Unterleib.

Aber, ne, so klappt das nicht. Das passt nicht zu ihm. Er würde nicht so körperlich vorgehen. Er ist gut trainiert, keine Frage, aber ich denke, Tillman ist mehr der verbale Typ.

Ich stehe also vor ihm. Komplett nackt, versuche ich mit der einen Hand meine Boobies, mit der anderen meine Pussy zu bedecken. Er komplett bekleidet, jetzt wieder mit verschränkten Armen, schaut auf mich runter. Ich habe den Kopf gesenkt, schaue auf meine Füße.

„Lisi, Lisi, was machst du nur für Sachen?“, sagt er mit dieser sonoren weichen Stimme. Er greift mit seiner Hand unter mein Kinn, und hebt meinen Kopf an, so dass ich ihn ins Gesicht schauen muss. Seine warmen blauen Augen blicken in meine braunen, und durch sie hindurch in mein Innerstes. „Was soll ich nur mit dir machen?“

Auch wenn ich grad echt ein bisschen Angst hab vor ihm, will ich, dass er mich gut findet. Ich will, dass er mich schön findet, dass er mich will. Weil mich die Vorstellung total wuschig macht.
Also antworte ich frecher, als ich mich eigentlich fühle:
„Weiß nicht, was machst du denn gewöhnlich so mit nackten Mädchen in deinem Bett?“ Und klimper ein bisschen kokett mit den Wimpern. Womöglich grinse ich sogar ein wenig dabei.

Bevor er den Mund aufmacht, merk ich schon, dass es eine ausgesprochen blöde Antwort war. Ich kann direkt sehen, wie sich sein Gesichtsausdruck verändert, wie sein Blick härter wird, seine Lippen schmaler, wie sich seine Stirn in Falten legt.

„Du findest das also noch lustig? Lisi, ich kann ja verstehen, dass du dich gerade nach Zuwendung sehnst, aber...“

Nope, das funktioniert nicht. Das wohlige Kribbeln hat schlagartig nachgelassen. Verständnisvoll ist zwar realistisch, aber total unsexy. Spulen wir zurück.

Ich liege in seinem Bett, habe mir die Daunendecke mit dem glatten satinartigen Stoff bis zum Kinn hoch gezogen. Er steht vor mir am Fußende vom Bett, und schaut schweigend vorwurfsvoll auf mich herunter. Ich rutsche unruhig hin und her. Spüre den glatten Stoff der Decke auf meinem Bauch und meinen Boobs, und den etwas raueren des Lakens an meinem nackten Po. Ein Schaudern läuft durch meinen Körper, als ich mir meiner Nacktheit bewusst werde, und meiner damit einhergehenden Hilflosigkeit. Ich bin ihm ausgeliefert, und er weiß das. Er hat den Klamottenhaufen neben dem Bett bereits registriert. Was sich eben noch verrucht und sexy angefühlt hat, ist jetzt mega peinlich.

Er könnte natürlich einfach aus dem Zimmer gehen, und mir somit Gelegenheit geben, mich anzuziehen, und zu verschwinden. Aber das tut er nicht. Er steht da, und mustert mich. Fixiert mich mit seinen blauen Augen. Und ich starre ihn an, wie ein Reh die Scheinwerfer eines herannahenden Autos.

„Und jetzt?“, fragt er? „Fühlst du dich cool? Denkst du, der Tillman, der ist doch so ein Gentleman, der wird mir schon nichts tun? Fühlst du dich, als ob du die Situation kontrollierst?“

Ne, tu ich nicht, gar nicht. Im Gegenteil. Was wird er mit mir machen? Warum bleibt er so verdammt ruhig und souverän? Und warum verspüre ich wieder dieses Ziehen im Unterleib, noch heftiger als vorhin?

„Also gut Lisi, dann zeig doch mal.“ Er greift die Decke, und zieht sie ganz langsam zu sich her. Und ich bin völlig unfähig, mich zu wehren, liege da, und lass es einfach geschehen.

„Wow“, sagt er, als er kurz darauf meine Boobs entblößt hat. Instinktiv lege ich meine Hände schützend über meine Brüste. Warum sind meine Nippel steinhart? So kalt ist es doch gar nicht.

Ich verspüre erneut einen Zug an der Decke. Ich versuche jetzt gleichzeitig mit einer Hand die Decke fest zu halten, und mit der anderen meine Boobies zu verdecken. Das kann nicht gut gehen. Es gibt einen Ruck, und ich liege bis zu den Oberschenkeln komplett nackt vor ihm.

„Ich verstehe“, sagt er nur. „Ziemlich beeindruckend“, fügt er hinzu. „Du bist wirklich eine sehr schöne junge Frau. Ich fühle mich geschmeichelt. Und unter anderen Umständen wäre ich vermutlich besser in der Lage, das angemessen wert zu schätzen, aber so wie die Dinge nun mal sind, liebe Lisi, geht das hier einfach gar nicht. Was denkst du dir eigentlich, hm?“

„Es... es tut mir leid Tillman, ehrlich. Lass mich einfach meine Klamotten nehmen, und verschwinden, und wir vergessen das Ganze, o.k.?“

„Oh nein, junge Dame, so einfach kommst du mir nicht davon!“

Der Satz ist schon ganz schön cheesy, vor Allem die "Junge Dame" aber es wirkt.

„Das wird Konsequenzen haben, das ist dir doch wohl klar, oder?“

„Ko... Konsequenzen? Was für Konsequenzen?“

„Nun, das kommt darauf an. Wir könnten so tun, als wär das hier nie passiert, und uns die nächsten Wochen und Monate aus dem Weg gehen oder ständig peinlich berührte Situationen erleben. Und ich werde nie wieder ruhigen Gewissens allein mit dir in einem Raum sein können, ohne Sorge zu haben, dass du so etwas noch mal versuchst. Weil weder du noch ich das hier jemals vergessen werden. Weil ich dich nackt gesehen habe, weil du mich wie ich annehme verführen wolltest, und weil ich dich abgewiesen habe.“

Da hat er leider nicht unrecht.

„Oder wir schaffen das auf eine andere Art aus der Welt. Auf eine Art, die klar macht, dass das ein Ausrutscher war, dass du einsiehst, dass es ein Fehler war, und dafür deine gerechte Strafe akzeptierst. Auf meine Art.“

Beim Wort „Strafe“ breitet sich das Kribbeln über den ganzen Körper aus.

„Was... Was hast du vor?“
„Etwas, was jemand schon vor ner ganzen Weile hätte tun sollen. Ich werde dich übers Knie legen, du kleines Biest.“
„W-was?“
„Ich werde dich übers Knie legen, und dir ausgiebig den süßen Hintern versohlen. Und weißt du was? Ich denke, ich werde es genießen.“
„Des... des kannst ned machen!“, stammele ich entsetzt.

Aber er kann.

Ich finde mich unversehens quer über seinem Schoß liegend wieder. Er sitzt auf dem Bett, ich liege mit der Brust und den Beinen flach auf der Matratze, mein Becken auf seinen Beinen. Mein Po ist in die Höhe gereckt. Ihm, seinen Augen, seinen Händen entgegen. Biege ich mich extra ein wenig ins Hohlkreuz für ihn? Kann schon sein.

Aber ich fühle mich nicht länger unsicher und ängstlich. Natürlich bin ich ihm noch schonungsloser ausgeliefert als vorhin, natürlich präsentiert sich meine Nacktheit noch stärker. Aber da sind drei oder vier Aspekte, die mich beruhigen. Erstens: er weiß, was er tut, und ich weiß jetzt, was er tun wird. Die Unsicherheit ist weg. Er hat eine Lösung gefunden. Es ist schön, sich seiner Führung und seiner Souveränität zu überlassen. Ein großer Teil dieser Peinlichkeit ist weg. Zweitens: Ich spüre seine körperliche Nähe. Nicht auf die Art, die ich vorhin im Sinn hatte, aber doch direkt und prägnant. Und irgendwie wahnsinnig intim. Drittens. Mit der körperlichen Nähe kommt wieder sein Duft. Mein Gesicht liegt auf seinem Laken, und ich atme ihn quasi mit jedem Atemzug ein. Viertens: Die Situation hat völlig unerwartet etwas ungeheuer Erotisches. Allerdings so ganz genau weiß ich nicht, was mich erwartet. Mir hat noch nie jemand den Hintern versohlt. Ich glaube meinen Eltern war ich nie wichtig genug, nicht mal um mich auf diese altmodische bequeme Art zu erziehen. Fünftens also: Ich spüre, ich bin ihm wichtig. Er macht das hier, weil ihm etwas an mir liegt. Auch wenn es gleich weh tun wird, davon ist auszugehen, er ist nicht der Typ für Bluffs, ist das hier die Chance, dass hinterher alles wieder gut sein wird. Und das tut gut.

Ich spüre seine warme Hand auf meinem nackten Po. Es ist eine sanfte, aber elektrisierende Berührung. Er streichelt über meine Backen.

„Du hast wirklich einen wunderschönen Po, Lisi. Fast tut es mir ein bisschen leid, was ich jetzt tun muss. Aber nur fast.“

Und damit landet seine Hand mit einem satten Klatscher auf meinem Hintern. Bevor ich richtig realisiere, was da gerade passiert, bevor mein Hirn richtig in der Lage ist, das heiße Brennen voll wahr zu nehmen, landet bereits der nächste. Und das fester als der davor.

Ab da gibt es kein Halten mehr. Patsch um Patsch trifft seine Hand meinen schutzlos hingereckten Po, jeder neue Hieb reitet auf der Welle des Schmerzes des Vorgängers. Meine Hand fährt nach hinten, um meinen armen Hintern vor dieser grausamen Behandlung zu schützen, aber er packt mich gekonnt mit seiner freien Hand, und dreht mir den Arm auf den Rücken, gerade so weit, dass es noch nicht weh tut. Als meine Beine unkontrolliert anfangen zu zappeln, schlingt er sein rechtes Bein über meine Oberschenkel, so dass ich zwischen seinen Beinen eingeklemmt bin, aber mein armer Po immer noch seiner unbarmherzigen Bestrafung ausgeliefert ist. Denn bei all dem gerät er nicht mal ansatzweise aus dem Takt. Ich weiß nicht, wie lange es geht, oder wie viele Schläge ich bekomme. Ich weiß nur, irgendwann kann ich es nicht mehr halten. Ich beiße in sein Kopfkissen, und der Stoff dämpft mein Stöhnen.

Ich bin endlich richtig gekommen.

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Mittlerweile ist es fast hell draußen. Zum Vogelgezwitscher gesellt sich das Geräusch des erwachenden Großstadtverkehrs. Ich liege in Noras Gästebett. Meine Eltern sind nicht dabei sich scheiden zu lassen, und ich bin wieder das wohlbehütete Mädchen aus dem glücklichen liebevollen Elternhaus. Und ich bin froh, dass ich gekommen bin, bevor ich mich entscheiden musste, ob Tillman mich nicht doch noch gefickt hätte. Denn irgendwie hätte das glaube ich meinen Respekt vor ihm beschädigt, wenn ich mir das wirklich realistisch hätte vorstellen können.

Ich drehe mich wieder auf den Rücken, schließe die Augen, und bin wenige Sekunden später endlich eingeschlafen.