Most Wanted

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Der Alte Mann und die Queen of Naughty

Ich fühle mich heute wie die Königin von Naughty.

Gerade stehe ich vor dem Spiegel und betrachte die langsam verblassenden Spuren von Rohrstock und Gerte auf meinem Po. Sie sind vor drei Tagen entstanden. In dem härtesten Spanking, das ich in meinem kurzen Spanking-Leben bisher bekommen habe, und das weit über alles hinaus ging, was ich mir vor einem Monat hätte vorstellen können. Bericht über diesen ereignisreichen Abend und meine Gefühle am nächsten Tag, werde ich demnächst nachreichen.

Bestraft hat mich natürlich Der Alte Mann. Ein Mann, mit dem ich seit einigen Wochen jetzt eine feste D/s-Beziehung führe, die sich schon fast normal anfühlt. Obwohl er mit einer anderen verheiratet ist. Was bedeutet, ich bin Teil einer heimlichen, ehebrecherischen Affäre. Das ist in meiner Welt eigentlich immer noch eine Ungehörigkeit. Aber das hatten wir schon an anderer Stelle. Ich lerne, damit klar zu kommen, und den ganz eigenen Reiz dieser Situation anzunehmen.


Gestern bin ich aus Gründen in einer engen Radlerhose und einem Top ohne Unterwäsche drunter mit dem Rad zum Einkaufen in den Supermarkt gefahren. Eine enge, nahtlose Radlerhose aus dünnem Stoff. So dünn, dass sich Teile der weiblichen Anatomie detailliert sichtbar abzeichnen, die selbst manch verheirateter Mann nicht oft von Nahem zu sehen bekommt.

Ich habe in der Gemüseabteilung mit Salatgurken herumgespielt und anschließend vor dem Supermarkt ein Stil-Eis ziemlich unzüchtig gelutscht.

Ermutigt dazu wurde ich von heißen Chats mit der Person, die mich schon in die Arme (und übers Knie) des Alten Mannes geschubst hat. Ich habe sie online kennen gelernt. Und seit einiger Zeit dominiere ich sie online per Chat. Dort ist sie meine versaute kleine Zofe, ich ihre grausame, ebenso versaute Herrin. Auch das hat mir völlig neue Seiten an mir gezeigt. Ich bin kreativ sadistisch und demütigend, obwohl ich immer dachte, dass Degrading gar nicht meine Welt ist. 

Ja, das dachte ich übrigens auch über Exhibitionismus.

Und dann haben wir angefangen, dass ich ihr Kleidungsvorschriften mache, wenn sie raus geht. Und die Outfits wurden immer offenherziger. Ich hatte sie gestern in einem ähnlich sexy Aufzug los geschickt, Gurken kaufen. Und die Vorstellung gefiel mir so sehr, dass ich dieses Gefühl einmal selbst erleben wollte.


Der Punkt ist denke ich, viele Jahre lang hatte ich mich mit meinen Kinks allein innerhalb der Mauern meines eigenen Kopfes auseinandergesetzt. Zu abartig, zu weit entfernt von Allem, an das ich geglaubt habe, waren diese Fantasien. So konnte und wollte ich mich nicht sehen. Oder zumindest nicht sehen lassen....

Irgendwann hab ich dann den Mut gefasst, mich vorsichtig aus dem Turm heraus zu wagen. Das war so ungefähr vor einem bis zwe Jahren, ermuntert von diesem einen sehr wichtigen Menschen, ich nenne ihn hier Den Alten Mann. Ihm gegenüber werde ich mich natürlich hüten, ihn so anzusprechen.

Ah so, der? Ja. der. 


Das mündete dann in der Folge allerdings in einer Katastrophe epischen Ausmaßes: Die Trennung von meinem langjährigen Freund und damit dem Umsturz vieler liebgewordener Gewissheiten. Eine Trennung bringt immer auch eine Neuorganisation der Lebenssituation mit sich. Auch was den Freundeskreis angeht. Und dann kam auch noch der Lockdown. Ich war ernsthaft zerstört.

Wieder zog sich meine Kink-Persönlichkeit hinter die nun neu und noch höher und stärker errichteten Mauern zurück. Schloss sich sogar für eine Weile im Keller ein. Raus aus dem Bewusstsein.

Dort blieb es eine ganze Weile. Bis es langsam wieder anfing, sich zumindest in Form von Worten nach draußen zu wagen.

Wo es wieder auf Tuchfühlung mit dem Alten Mann ging. Denn jetzt hatte ich erkannt, dass er nicht nur ein wichtiger Mensch in meinem Leben ist, sondern dass er derjenige wäre, mit dem ich mir vorstellen konnte, diese Seite in mir wirklich zuzulassen.

Nur gibt es da eben das Problem, dass der Alte Mann nicht frei ist.

Darum blieb ich immer noch defensiv. Verschanzt hinter Zinnen und Türmen. Ein Schritt vor, zwei zurück.

Bis...


Nun, bis eine neue wichtige Person in mein Leben trat. Online. Die der unsicheren Kinky-Lisi in dem Moment, wo sie schon fast aufgeben wollte, einen sanften Schubs in die richtige Richtung gegeben hat.

Und dieses mal bin ich entgegen jeder Erwartung weich gelandet. Der Alte Mann ist nun ein Teil meines Lebens. Live und in Farbe.

Und wie so oft, wenn sich aufgestauter Druck plötzlich entlädt, gibt es eine regelrechte Explosion. 

So auch bei mir.


Und jetzt, wo ich entfesselt bin (metaphorisch, nicht buchstäblich, da sieht es manchmal anders aus), passieren so viele Dinge gleichzeitig. Ich erlebe beinahe jeden Tag neue aufregende Abenteuer, ich entdecke neue, ungeahnte Seiten an mir. Mein Kinky-Ich ist so viel größer und komplexer und bunter und wunderbarer, als ich immer dachte, jetzt wo es sich endlich frei von seinen Mauern entfalten kann.

Bisher bin ich davon ausgegangen, ich habe ein paar ganz klare Vorlieben und die entsprechenden Vorstellungen und Fantasien dazu. Und das alles passt in eine kleine Kiste mit ein paar Labels.


Ja. Und heute wie gesagt bin ich die Königin von Naughty.

Gestern, in dem gewagten Aufzug in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein, das hat mich nämlich wahnsinnig erregt. Ich habe ihm davon erzählt. Er war etwas schockiert (Wegen der Provokationen, da ich Umstehende ungefragt zu Mitspielern meiner Kinks mache), aber er meinte auch, er wäre gerne dabei gewesen, weil er mich gerne so gesehen hätte (und mehr). Ich nehme an, da zeichnet sich ein Radlerhosen-Spanking ab in nächster Zeit. 

So kribbelnd das Erlebnis gestern war, der Gedanke, mich ihm in einem Outfit zu präsentieren, das so sexy ist dass er seine Erregung kaum beherrschen kann, ist der Oberkick. Der sorgt für ein süßes Summen in meiner Pussy. Je mehr ich darüber nachdenke, desto heftiger! Ihn mit meinen Outfits zu reizen, das habe ich schon etwas ausprobiert in den letzten Wochen, doch das war immer auf seine Besuche in meinen vier Wänden beschränkt. In die Öffentlichkeit getraut habe ich mich damit noch nie.

Aber heute mittag sind wir in der Stadt zum Mittagessen verabredet. Er hat eine verlängerte Mittagspause und ich habe Zeit. Und ich habe mich entsprechend heraus geputzt. Das Wetter hat sich verändert. Es hat deutlich abgekühlt. Das gibt mir die Chance, einmal etwas anderes auszuprobieren als ultra-kurze Shorts oder Röcke. Was inzwischen ja eh einen Teil seiner Wirkung verliert, da es zum völlig normalen Straßenbild gehört.

Bevor ich zu meinem Outfit von heute komme, noch eine Anmerkung zu mir. Ich bin an sich jemand, die es bequem und natürlich mag. In der Regel trage ich einen Stil, den ich am Ehesten als sporty-casual bezeichnen würde. Wenn ich sexy sein möchte, verlasse ich mich stark auf das Zeigen meiner natürlichen Reize. Auch wenn meine Brüste etwas kleiner sind, als ich es gerne hätte, ist meine Figur ausgesprochen vorzeigbar. Ich bin hochgewachsen, sportlich schlank. Ich habe einen knackigen Po, eine schmale Taille und weibliche Hüften. Was ich dann mit figurbetont geschnittener Kleidung unterstreiche. Enge Tops, Girlie-Shirts usw. Besonders stolz bin ich auf meine Beine. Die zeige ich gerne. Lang, schlank, trainiert und braun gebrannt. Ich pflege sie auch entsprechend. 

Was eher nicht meins ist, sind Klamotten, die einen needy aussehen lassen. Also die klar als sexuelle Reize aussendend interpretiert werden können. In der Regel. Ab und zu gibt es Ausnahmen. Beim Feiern manchmal.

Was heißt, ich bin im Sommer so der Typ: Top, Shorts, Sneakers. 

Meine Haare trage ich fast immer als Pferdeschwanz. Manchmal hochgewickelt. Praktisch halt. Auch schminken tu ich mich eher dezent.

Und so kennen mich die meisten meiner Kollegen und Kolleginnen aus dem Job und von der Uni. Und nur so. Bisschen Nerd, bisschen Streberin, recht sportlich, immer gut organisiert und vernünftig und ziemlich brav. Das ist durchaus ein Image, das ich gerne pflege. Dazu gehört auch, dass man zwar manchmal beim Feiern etwas wild werden darf, aber wirklich wild, wird man, wenn überhaupt, zuhause mit dem festen Freund. Natürlich nicht zu wild. 


Der Alte Mann hingegen hat einen recht ausgeprägten Fetisch für bestimmte Arten von Klamotten. Klamotten, die eine starke sexuelle Symbolik ausstrahlen. Netzstrümpfe, Strapse, Corsagen, Lack und Leder etc.

Ich konnte das in den Monaten, in denen wir uns überwiegend textlich auseinandergesetzt haben, nie nachvollziehen. Das war ein Teil seines Kopfkinos, das ich nicht teile. 

Ihr erinnert euch, wie ich vorhin erzählt habe, wie die Dinge sich ändern? 

Eine meiner erotischen Fantasien der letzten Tage war, wie ich mit ihm in einem Wäscheladen bin, wo er mir das ganze Programm kauft. Während ich mich bei der Anprobe von einer Verkäuferin helfen lassen muss. Und mir dann plötzlich einfällt, dass auf meinem Po noch deutlich die Striemen meiner letzten Bestrafung sichtbar sind. Was dann zu Neckerei und Trotz führt, wofür ich letztlich wieder quer über seinen Knien lande.

Von dieser Fantasie werde ich ihm heute beim Mittagessen erzählen, übrigens.

Jedenfalls entdecke ich langsam einen Reiz an solchen Klamotten, denn sie lassen mich noch sexier für ihn erscheinen. Weil es mich horny macht, zu sehen, wie er meinetwegen horny wird. Und es ist eine Befriedigung für mich als seine Sub, mich für ihn so sexy zu kleiden, wie er es liebt. Und wenn das bedeutet, ich muss nuttige Reizwäsche für ihn tragen, dann trägt das nur noch mehr zu meinem Gefühl der Unterwerfung und des Ausgeliefertseins bei.


O.k. Nach diesem Abschweifen kommen wir jetzt endlich zum heutigen Queen-Of-Naughty-Outfit.

Ich habe mir einmal für eine Motto-Party eine günstige Kunstlederhose gekauft. Der Stoff ist schwarz und glänzend. Fast wie Lack. Vom Schnitt her entspricht sie einem Boot-Cut. Extrem niedrige Hüft-Linie, hauteng bis knapp unterhalb der Knie, wo sie dann gerade fällt, um Platz für Stiefel zu bieten. Ich liebe diesen Schnitt an Hosen. 

Der Bund sitzt so tief auf der Hüfte, dass oben der schwarze Tanga, den ich darunter trage, frech heraus schaut. Was man beim Sitzen gut sehen kann, wie mir eine Kommilitonin später fürsorglich mitteilen wird. Mir und allen anderen im Raum.

Ich besitze genau ein Paar Schuhe mit Absätzen. Das habe ich mir damals für den Abiball gekauft. Schwarze Sandaletten mit 5cm Pfennig-Absatz. Wir haben in der Jugend als gute GNTM-Fans das Laufen auf Absätzen ausgiebig geübt. Ich kann's noch, wie ich fest stelle. Aber anstrengend ist es. Zum Glück werde ich mich hauptsächlich per Bus und S-Bahn fortbewegen.

Obenrum trage ich eine olivgrüne, taillierte Bluse in Military-Optik. Die kann ich nur im Sommer tragen, wenn ich braun bin. Im Winter lässt die Farbe meine Haut gelb wirken. Der Clou an dem Teil ist, dass am Ausschnitt eine Applikation aus schwarzem Netzstoff eingearbeitet ist, und dass Ärmel und Ausschnitt zudem mit schwarzer Spitze verziert sind. Der Netzstoff gewährt einiges an Einblick, darum trage ich meinen schönsten BH drunter. Ebenfalls schwarz mit Spitze. Zudem Push-Up. Bläst meine Boobs optisch auf solide C-Körbchen auf.

Und zu so einem Outfit muss man sich aufbretzeln. Also schminke ich mich etwas mehr als sonst, und mach mir die Haare schön. Und als Tüpfelchen habe ich mir die Finger- und Zehennägel tiefrot lackiert. In so einer peinlichen PinUp-Farbe.

Ich freue mich schon auf seinen Blick später im Café. Allerdings muss ich zuerst das doofe Lerngruppentreffen überleben.


Auch komisch. Eigentlich sollte ich mich freuen. Die durch Corona bedingte Online-Uni zehrt wirklich an meiner emotionalen Gesundheit. Und endlich kann ich die Menschen wieder in Personae treffen. Seit Monaten sehne ich diesen Augenblick herbei.

Aber jetzt ist es bloß noch ein nerviger Termin auf dem Weg zu meinem Alten Mann, den ich irgendwie hinter mich kriegen muss.

Ich kann nicht sagen, dass meine „Typveränderung“ unbemerkt oder unkommentiert bliebe. Wir sind zu sechst. Die Tutorin. Zwei Kommilitoninnen, zwei Kommilitonen und ich. Vier Frauen, zwei Männer. Die Jungs sind eindeutig besser darin, mich nicht allzu offensichtlich anzustarren. Die Tutorin, muss ich sagen, ist professionell.

Dann sind da noch die beiden Mädels. F und K. Mit F. bin ich sowas wie befreundet. Von ihr kommen dann auch die meisten Kommentare. Ob ich noch was vor habe? Ob irgendwo ein geheimer Mittags-Rave wäre, von dem sie nichts wüsste. Ob ich einen neuen Weg gefunden habe, mein Studium zu finanzieren. Statt mit Kindern spielen, jetzt mit Männern? Sie ist auch die, die mich laut darauf hin weist, dass man meinen Tanga sehen kann, wenn ich mich hinsetze. So, dass es alle wissen.

Aber gut, ich werte das mal als freundschaftliches Necken. Ich grinse es einfach weg. K. hingegen sagt nichts. Zumindest nicht mit Worten. Mit den Blicken hingegen...

Immerhin nach ca. 20 min ist mein Outfit kein Thema mehr und wir können uns auf die Orga der Lerngruppe konzentrieren. Komischerweise wollen beide Jungs bei der Partnerarbeit mit mir zusammen arbeiten. Offenbar lässt mein Outfit mich schlau aussehen. Schlauer als die Streberinnen-Lisa, die früher deutlich weniger beliebt war für Partnerarbeiten. Pech für sie, dass F. meine feste Partnerin ist für Unikram. 

Nach 90 Minuten habe ich es dann hinter mich gebracht. Auf zur S-Bahn. Nur F. will mich nicht so schnell gehen lassen. Noch auf einen Kaffee? Also muss ich ihr wohl sagen, dass ich eine Verabredung in Nürnberg habe. Ja, mit einem Mann. Ihr Blick? Unbezahlbar. Mehr Details bekommt sie nicht. Ich sehe aber, dass es in ihr arbeitet. Warum weiß man nichts von Lisas „Neuem“?

Ich verspreche ihr, sie demnächst mal zu treffen und auf den neuesten Stand zu bringen. Das ist gut, bis da hin kann ich mir auch überlegen, wie viel ich ihr erzähle. So eng befreundet sind wir nämlich auch wieder nicht. Und ich finde die Vorstellung, dass es dann das halbe Semester weiß, auch weniger prickelnd.

Aber das erinnert mich daran, wie gut es ist, dass wir uns in Nürnberg treffen werden. 


Die S-Bahn ist nicht klimatisiert. Natürlich nicht. Ist schließlich nur eine S-Bahn. Langsam wird es wärmer. Und ich fange an, mich zu fragen, ob Kunstleder wirklich die optimale Wahl war. 

Auf der anderen Seite spüre ich die Blicke auf mir. Die Blicke auf meine Schuhe. Die Blicke auf meine Hose. Die Blicke auf meinen Arsch. Die Blicke auf meine Brüste.

Manche sind heimlich und verstohlen. Manche auch ganz offen. Und fast kann ich sie hören, die Gedanken und heimlichen Sehnsüchte hinter diesen Blicken.

In Nürnberg ist es voll. Wirklich. Die Fußgängerzone platzt aus allen Nähten. Er hat uns einen Tisch in einem Café mit Blick auf den Fluss besorgt. Westlich der Hauptachse. Ich stöckele also über das Pflaster an der Lorenzkirche vorbei, die Kaiserstraße entlang. Und nehme aus den Augenwinkeln wahr, wie Passanten sich nach mir umdrehen. Und Passantinnen ebenfalls.


Ich weiß ja nicht, ich nehme an, früher wäre mir das unangenehm gewesen. Ich hätte mich vermutlich dabei geschämt, so unverhohlen angegafft zu werden. Natürlich kenne ich es, dass sich vor Allem immer wieder mal Männer nach mir umdrehen.

Aber es ist ein anderes Umdrehen, es sind andere Blicke. Meine glänzende Hose, die wirkt wie auf die Haut gemalt, meine Schuhe, mein Gang... Das Alles scheint die Leute beinahe zu hypnotisieren. 

Ich denke mir zwischenzeitlich, dass ich es mir nur einbilde. Aber nein, es fällt schon auf.

Und zu meiner Überraschung fühlt es sich sehr, nunja – unartig an. Auf eine gute Art. Und heiß. Und ich merke beim Laufen, dass es nicht ohne Wirkung auf mich bleibt.

Und wenn das nicht gereicht hätte, mir die Sicherheit bezüglich meiner Outfit-Wahl zurück zu geben, dann hätte es sein Gesicht getan, als er mich im Café auf seinen Tisch zukommen sieht. Freudig überrascht mit einem sehr begehrlichen Subtext würde ich seinen Ausdruck beschreiben.

Ich setze mich, und bestelle mir einen Salat. Er gönnt sich ne Pizza.


Das Lustige ist, geht mir gerade durch den Kopf, als wir ganz normale alltägliche Konversation betreiben, dass man uns so nebeneinander normal für alles Mögliche halten könnte. Kollege/Kollegin, Vater/Tochter, Bekannter/Bekannte. Und natürlich auch für einen älteren Mann mit einer jüngeren Frau. Und er ist ja der Held darin, eine Illusion von Normalität und emotionaler Unverbindlichkeit aufrecht zu halten, was unser Verhältnis angeht. Er hat mich jedenfalls nicht wie seine Freundin oder seine Liebhaberin begrüßt.

Mein Outfit allerdings torpediert das ziemlich effektiv. Und ja ich finde das lustig. Ich würde nicht sagen, dass es ihm unangenehm ist, aber es nimmt ihm etwas von seiner Kontrolle weg. Natürlich war das auch mit einer meiner Gründe, mich heute für ihn so anzuziehen.

So ist klar: Wir sind keine Kollegen. Wir sind nicht Vater und Tochter. Aber womöglich sind wir sogar so etwas wie Escort und Kunde.

Und damit er das nicht vergisst, erinnere ich ihn daran. Ich flirte schamlos. Spiele mit meinen Haaren, während ich ihn anschaue, berühre ihn so oft es geht, unverfänglich an Arm, Schulter oder Hand. Lache übertrieben über seine Witze. Die Nummer halt. So, dass es auffällt um uns herum. 

Und unauffällig berühre ich ihn auch bei passender Gelegenheit alles andere als unverfänglich unterm Tisch. Dazu necke ich ihn. Mache Andeutungen, verwende eindeutig zweideutige Formulierungen im Gespräch. 

Er grinst nur. Aber ich sehe, dass in seinem Gehirn etwas arbeitet. Als wir mit dem Essen fertig sind, schlägt er statt Kaffee einen kleinen Spaziergang vor. Wer bin ich, dem zu widersprechen?


Er führt mich auf Wegen, die ich nicht kenne, aus der Stadt heraus, bis wir uns wieder am Fluss wiederfinden. Hier gibt es einen kleinen Park. Unter einer Brücke hindurch geht es, und dann abseits der geteerten/geschotterten Wege. Was es mir nicht eben leicht macht, ihm zu folgen auf meinen Absätzen. Zum Glück ist der Boden trocken und hart gebacken. Ich hoffe, ich ruiniere meine Schuhe nicht völlig.

Und dann stehen wir völlig allein in einem kleinen, versteckten Wäldchen, rings herum Gebüsch. Er grinst mich triumphierend an.

„Böses Mädchen“, sagt er nur, „dass du mich so schamlos versuchst, aufzugeilen. Dafür werde ich dich bestrafen!“

Ich sehe fasziniert zu, wie er sich ohne mit der Wimper zu zucken, einen frischen fingerdicken (Meine Finger, nicht seine) Ast von einem Strauch abtrennt. Es pfeift fies und gemein, als er das dünne elastische Ding durch die Luft schwingt. Sofort spüre ich eine Gänsehaut meinen Rücken und meine Arme hinauf kriechen.

„Beuge dich vor, unartiges Mädchen!“

Da ich nicht sofort reagiere, packt er mich nicht unsanft im Genick und drückt mich vornüber. Und bevor ich protestieren kann, pfeift die Rute durch die Luft und klatscht mir auf den Po. 

Es ist keine Lederhose. Es ist ein dünner Kunststoff in Lackleder-Optik. Außen glatt, innen gewebt. Und die Hose sitzt eng wie eine zweite Haut. Was ich damit sagen will: ich spüre diese Hiebe ordentlich, auch durch den Stoff der Hose hindurch.

Er hat mich nicht aufgewärmt. Weder durch leichtere Schläge davor noch groß verbal durch Drohungen und Beschreibungen der anstehenden Strafe, die mir blüht.

Insofern zieht es ganz ordentlich. Auf der anderen Seite bin ich ich in diesem Outfit durch die Fußgängerzone gestöckelt bin, latent erregt, und seit der Interaktion im Café sogar ganz offensichtlich. Das macht es mir möglich, mehr Schmerz auszuhalten und auch zu genießen.

Es löst also zwiespältige Gefühle aus, aber nur kurz. Nach drei oder vier Rutenhieben bin ich voll im Bann des Lustschmerzes gefangen. Ich seufze wohlig. Ich recke ihm mein Becken entgegen und lasse es kreisen.

Diese Aufforderung bleibt nicht unerfüllt. Ich zähle nicht mit. Aber so 20 werden es wohl gewesen sein, bevor er innehält.

„So, jetzt, wo ich deine Aufmerksamkeit habe, schau dir an, was du mit mir gemacht hast!“

Seine Hand, immer noch in meinem Nacken, dirigiert mich in eine Haltung vor ihm kniend auf dem staubigen Waldboden. Mit dem Gesicht ziemlich direkt auf Höhe seines Schrittes. Und nur wenige zehn cm davon entfernt. Und ja, ich kann durchaus sehen, was er meint. Da ist eine gewaltige Ausbeulung vorne in seiner Jeans.

„Los, schau nach, was du da angerichtet hast!“

Er hat immer noch seine Hand in meinem Nacken, die andere hält weiterhin die Rute. Ich fahre ihm einmal mit der Handfläche vorne über die Beule in der Hose. Dann befreie ich ihn aus seinem Gefängnis. Als ich ihm den Reißverschluss öffne, springt mir hart und bereit sein Schwanz entgegen. Ein leichter Druck in meinem Nacken. Die Aufforderung ist unmissverständlich. Und was soll ich sagen, ich freue mich schon seit dem Aufstehen darauf! Sein Schwanz verschwindet zwischen meinen Lippen. Und dann machen Zunge, Hände, Lippen und die Bewegung meines Kopfes und seines Beckens ihren Job. 

Ich habe oft genug erwähnt, denke ich, dass ich Blowjobs liebe. Bei ihm ist allerdings immer dieser kleine unschöne Missklang in meinem Hinterkopf. Du schaffst es nicht! Auch das habe ich schon erzählt: Er hat manchmal Probleme, sich beim Oralsex genug zu entspannen, um kommen zu können. Das ist immer sehr frustrierend für mich.

Aber dieses Mal haben wir keine Probleme. Ich lutsche und massiere ihn zielsicher in drei oder vier Minuten zum Höhepunkt. Er kommt unerwartet ziemlich heftig. Ich mag das eigentlich, wenn die Typen beim Blasen sichtbar heftig kommen. Aber hier im Wald bin ich etwas überfordert mit der Menge. Ich denke trotzdem, ich hab alles aufgefangen und schlucken können.

Normal bin ich nach einem erfolgreichen Blowjob auch auf eine Art glücklich, wie ich es kurz nach einem eigenen Orgasmus bin. Leider weiß ich, dass ich ihn ein paar Tage nicht sehen werde können. Darum hoffe ich, dass er mich auch noch auf meine Kosten kommen lässt. Allerdings hab ich vergessen, Kondome einzupacken. Und er hat sicher keine einstecken, wenn er von der Arbeit kommt. Zudem denke ich, dass er nach einem Blowjob wie diesem eh einige Zeit brauchen wird, bis er wieder einsatzfähig ist.

Ich knie immer noch vor ihm, ihn mit fragendem Blick von unten zu ihm hoch ansehend, als er seinen Schwanz wieder einpackt. 


Er grinst wieder dieses fiese, überlegene Grinsen.

„Steh auf, Lisi, ich bin noch nicht mit dir fertig!“

Kaum stehe ich vor ihm, zischt die Rute wieder auf meinen Po. Er packt mich, zieht mich zu sich her. Nimmt mich in den Arm, küsst mich auf den Mund. Ich liebe das. Es zeigt mir, dass es mich in seinen Augen nicht eklig macht, wenn ich seinen Schwanz im Mund habe.

Während ich mich an ihn kuschele und meinen Kopf gegen den Stoff seines T-Shirts presse, spüre ich plötzlich seine Hände am Bund meiner Hose, dann ein kurzes Ziehen und als nächstes kühle Luft auf meinem Po. Er hat mir einfach die Hose herunter gezogen! Ich stehe im knappen String vor ihm.

„Ich sag doch, ich bin nicht fertig mit dir! Streck den süßen Arsch schön raus für mich, böses Mädchen!“

Und wieder höre ich es zischen und klatschen. Und ja, auf der nackten Haut zwickt die Rute bedeutend heftiger.

Er dreht sich etwas seitlich. 

„Lass mich nicht los. Deine Arme bleiben um mich geschlungen, hörst du?!“, weist er mich an. 

Seine freie Hand fährt an meinem Bauch entlang nach unten, vorne in mein Höschen. Seine Finger finden meine feuchte Spalte und dort bleiben sie Liegen. Mit zwei Fingern teilt er meine Lippen. Die bösen Finger liegen jetzt am Eingang meiner Pussy und direkt auf meiner Clit. Er beginnt leicht Druck auszuüben. Ich gebe ihm nach, was meinen Po nach hinten noch weiter heraus streckt. Ich halte mich weiterhin an ihm fest, mein Gesicht an seiner Brust. Ich atme seinen Duft, und ein Kribbeln durchfährt mich.

Da beginnt er vorsichtig seine Hand an meiner Pussy zu bewegen. Als ich glücklich seufze, trifft mich die Rute am Po.

„So, du unartiges Mädchen, du sollst auch deinen Orgasmus haben, aber du wirst ihn teuer bezahlen.“

Nicht zu fest, aber so, dass ich es schon deutlich spüre, beginnt die Rute wieder auf meinen Po zu klatschen. Und im Takt dazu verwöhnen mich seine Finger. Die Schläge werden strenger. Der Lustschmerz zusammen mit seinen verwöhnenden Fingern, das ist eine bittersüße Mischung, die ich nicht lange durchhalte. 


Ich komme sehr selten im Stehen. Und ich finde es nicht besonders angenehm normal, weil ich beim Orgasmus die Balance nicht mehr halten kann. Meine Beine knicken ein. Mein Gleichgewichtssinn schaltet sich ab.

Aber fest an ihn geklammert, lasse ich mich stehend fallen. Trotz der hohen Absätze. Und es ist ziemlich krass. Die Mischung aus dem halböffentlichen Ort, seinem Duft in der Nase, seinem Geschmack in meinem Mund, seinen Fingern an meiner Clit und dann noch den Rutenhieben. Holy Shit.

Nur schade, dass er mich nicht gefickt hat. Ich werde das Gefühl seines schönen dicken harten Schwanzes in mir den ganzen Heimweg vermissen. Es ist nämlich schon Zwanzig vor Zwei. Er muss sofort los. Ich bringe mein Gesicht und meine Haare kurz notdürftig vor der Handy-Kamera in Ordnung. Dann klopfe ich mir den Staub von den Hosenbeinen. Und schon sind wir wieder unterwegs. Mehrfach muss er mich stützen auf dem Weg. Meine Beine sind immer noch wackelig.


Er steigt an der Haltestelle Lorenzkirche in die U-Bahn. Ich muss in die andere Richtung, weiter zum Hauptbahnhof. Es gibt noch einen Kuss zum Abschied. Und dann ist er weg. In den Eingeweiden des Nürnberger Untergrunds verschwunden.

Ich denke darüber nach, mir noch ein Eis zu gönnen, entschließe mich aber dagegen. Ich habe immer noch seinen Geschmack auf den Lippen und im Mund. Den möchte ich noch eine Weile auskosten.

Kaum bin ich in der S-Bahn auf dem Weg zurück nach Erlangen, hagelt es WhatsApp-Nachrichten von ihm. Er sitzt an seinem Schreibtisch und denkt an mich. Und diese diversen sehr expliziten Gedanken teilt er mir mit. Ich steige natürlich darauf ein. Und ehe ich es mich versehe knie ich in unserem gemeinsamen Kopfkino unter seinem Schreibtisch vor ihm, um eine gute mündliche Note zu bekommen, während auf meinem Po noch die Spuren von dem Rohrstock glühen, der jetzt auf dem Schreibtisch liegt. 

Schulrollenspiel voraus, nehme ich mal an.

Irgendwann muss er dann auch mal wieder was arbeiten. Aber das ist nicht schlimm. Kaum verstummen seine Nachrichten, meldet sich meine Zofe, die natürlich wissen möchte, wie es gelaufen ist. Und nahtlos spinnen wir uns das nächste Kopfkino zusammen. Dann sitze ich endgültig im feuchten Höschen da.

Zuhause gehe ich direkt ins Bad, um aus den heißen Klamotten heraus zu bekommen. Ich will mich nur noch nackt aufs Bett werfen, um mich mit dem Vibrator in der Hand und dem Dildo in der Pussy diesem Kopfkino hinzugeben. Da sehe ich auf der Schulter meiner Bluse einen fetten Fleck, dessen Ursprung mehr als eindeutig ist. Offenbar hab ich doch nicht alles erwischt und geschluckt. Und offenbar hat er mich frech mit einem dicken Spermafleck auf dem Oberteil durch die Stadt laufen lassen. Weil er hat ihn sicher nicht übersehen können. 

Was er mir postwendend bestätigt. Er habe das als Markierung seines Terrains gesehen. Dieser Typ macht mich wirklich wahnsinnig. Und komischerweise macht mich der Gedanke, mit den Spuren seines letzten Höhepunktes auf meinen Kleidern nach Hause gelaufen zu sein, eine Vorstellung, die vor einigen Wochen noch für einen hochroten Kopf und das Bedürfnis, mich irgendwo zu verkriechen, gesorgt hätte, heute direkt noch schärfer. Und ich lecke und sauge den Fleck aus dem Stoff. 


Wie gesagt: Kinky-Lisa ist entfesselt! 


Welt, fürchte dich!


Der alte Mann und die Haarbürste

 Über die genauen Hintergründe, die zu folgenden Ereignissen geführt haben, brauchen wir hier nicht zu reden, denn sie gehören zu einer anderen Geschichte, die vielleicht irgend ein anderes mal erzählt werden soll. 

Fakt jedoch ist, dass die liebe Lisi aus welchen Gründen jetzt auch immer, auf die Idee kam, ein kleines Selbstspanking mit einer handelsüblichen Haarbürste aus Plastik an sich durchzuführen.

Für mich im Kopfkino war eine Haarbürste immer quasi das ideale Spanking-Utensil in allen Settings, die im häuslichen Alltag spielen. So eine Haarbürste ist nun einmal ein Gegenstand, der sich ganz unschuldig und unauffällig in jedem Haushalt auf die Lauer legen kann, bevor er dann plötzlich und überraschend aus dem Hinterhalt zuschlägt! Und man kann sie so schön nonchalant in der vollen Öffentlichkeit neben dem Bett auf dem Nachtkasten platzieren. Niemand außer Spanker und Spankee verstehen die Symbolik. Läge da ein Flogger oder eine Reitgerte prominent neben dem Bett, das würde bei Besuchern sicher zu der ein oder anderen hochgezogenen Augenbraue führen. Aber eine Haarbürste fällt in diesem Setting nicht auf, da es ihr natürliches Habitat ist. Das macht sie natürlich auch zu einem naheliegenden Objekt für die ersten Selbstspanking-Versuche. 

Dazu kommt, dass die Form des Objekts quasi ideal zum Poversohlen ist. Es gibt einen archetypischen Griff, der gut in der Hand liegt, und dazu einlädt, sie zu greifen. Und die meisten haben eine glatte, runde kellenartige Rückseite, die sich eine wunderbar stumpfe Aufschlagfläche erzeugt. Man haut natürlich nicht mit der Borstenseite. Das wäre bizarr. Man kann allerdings damit schön über einen frisch versohlten Po reiben. Das prickelt recht intensiv. Glaubt es mir, ich habe es für euch getestet.

Nun liegen die ersten Selbstspanking-Versuche natürlich schon viele Jahre hinter mir. Aber was ich sagen wollte: Ich weiß, wie sich eine Haarbürste auf dem Po anfühlt. Und ich habe oft Fantasien dieses Instrument betreffend. Ich verwende sie gerne in meinen Geschichten. Liegt also nahe, sie auch mal mit Dem Alten Mann auszuprobieren. Soweit also so klar.


Wie gesagt, wie ich dazu kam, mir letzte Woche selbst mit der Haarbürste auf den nackten Po zu klatschen, spielt jetzt keine Rolle. Es wäre vielleicht höchstens interessant zu erwähnen, dass eine weitere Person ihre Finger im Spiel hatte. 

Das ist wichtig, weil es der Punkt war, der dem Alten Mann ein kleines bisschen missfiel, als ich ihm davon berichtete.

O.k. spulen wir also vor bis zum Samstag letzte Woche. Wir sind verabredet. Unser drittes Treffen steht an. Ich freue mich darauf und bin gleichzeitig nervös. Die letzten beiden Treffen waren beide auf ihre Art sehr intensiv. Und für dieses mal hat der Mann etwas neues angekündigt. 

Wir führen eine Beziehung, in der Spanking eine große Rolle spielt, wie ihr wisst. Es ist die Nummer 1 unserer gemeinsamen Kinks. Er ist da deutlich der Erfahrenere in dieser Hinsicht. Und sein Vorschlag war es, erst einmal ganz langsam anzufangen und herauszufinden, womit ewir beide cool sind, bevor wir uns durch die extremeren Filme unseres Kopfkinos zappen.


Ja, und da hat er sicher Recht damit. Ich habe während der letzten drei Spankings von ihm schon die eindrückliche Erfahrung gemacht, dass sich so ein echtes Spanking ganz anders anfühlt als in der Fantasie und auch als ein Selbstspanking. Und dass bereits ein ein klassisches OTK-Handspanking so viel intensiver ist, als man es sich im Kopfkino je ausmalen könnte.

Ich habe auch schon angemerkt, dass trotz des Balancierens an meiner Schmerz-Wohlfühlgrenze bisher noch keine bleibenden Spuren aufgetreten sind. Worüber ich etwas traurig bin, da solche Spuren in meinem Kopfkino ein Dauerthema sind. Für mich ist der Reiz, auch einige Zeit nach dem Spanking noch regelmäßig beim Sehen oder Spüren der Spuren daran erinnert zu werden, ein wichtiger Teil des Gesamtpakets.


Nachdem Der Alte Mann also erfahren hat, dass ich mich selbst mit der Haarbürste gehauen habe, und auch aus welchem Grund, hat er spontan beschlossen, dass die Schonzeit jetzt vorbei ist.

Heute, Samstag Abend, wird er mir zeigen, wie sich ein Haarbürsten-Spanking anfühlt, wenn man es richtig macht. Und er meinte auch, die Zeit, im Wohlfühlbereich beim Spanking zu bleiben, sei vorbei, so wie ich mich aufführe die letzten Tage. Das berührt natürlich einen Punkt, an dem er völlig Recht hat. Seit wir endlich richtig zueinander gefunden haben, spielt meine Libido und spielen meine Emotionen völlig verrückt. Sie tanzen schreiend um das Feuer meiner bisherigen Überzeugungen, schlagen Purzelbäume, beschmieren Wände... All das halt irgendwie. Wobei das nicht allein sein Verdienst ist. Parallel haben sich noch andere Dinge ereignet, die ihren Einfluss darauf hatten.

Und es war auch explizit von Anfang an so vereinbart, dass es bei den Bestrafungen an den Punkt kommen soll, wo es aus dem Wohlfühlbereich heraus geht. Das wollen wir beide. Das ist Teil des Kinks. Es soll sich wie ein richtiges Spanking anfühlen, nicht wie ein Spiel. 

Und darauf freue ich mich.

Einerseits. 

Andererseits ist es das zweite mal, dass ich einem Treffen mit den sehr gemischten Gefühlen aus undifferenzierter, aber echter Angst und Vorfreude entgegen sehe.

Allerdings wird es ja wohl hoffentlich auch nicht allein beim Spanking bleiben. Was mich wieder zu der Frage führt, was ich für ihn anziehe. Ja, sorry, lasst mich, ich bin halt ein Mädchen!

Ich entscheide mich aufgrund der Hitze für Shorts und Top. Aber was drunter? Kein String, soviel steht schon mal fest. Das habe ich bei unserem ersten Treffen auf die harte Tour gelernt, dass das keine gute Idee ist. Einfach nichts ist ja an sich meine aktuell favorisierte Option, aber das wirkt dann gleich so needy. Beim letzten Besuch hat das gepasst. Aber dieses mal?

Letztlich entscheide ich mich für ein hübsches, aber relativ braves Set. BH mit leichtem Push-Up. Dazu ein Höschen im Panties-Schnitt. Die Antithese zum Tanga quasi. Aber in niedlich. Mit Rüschen an Brust- und Beinausschnitt. 

Drüber ein enges grünes Träger-Top und eine ebenso enge Shorts aus weißem Jeans-Stoff, die so ca. vier Zentimeter Beinlänge hat. Grün und weiß sehen großartig aus auf dem Braunton, den meine Haut jetzt angenommen hat, seit es endlich Sommer geworden ist.

Das Ensemble zeigt Haut, wirkt aber insgesamt relativ brav. Ist somit ein klarer Bruch mit dem Mätressen-Look vom letzten Mal. Die Haare packe ich in einen simplen Pferdeschwanz. Im Gesicht betone ich nur etwas die Augen, vergrößere sie optisch durch etwas Lidschatten und Kajal. Jetzt sehe ich doch aus, wie ein nettes, braves Mädchen von Nebenan. Niedlich lautet das Motto. Niedlich, statt verrucht. Das macht es doch sicher schwerer für ihn, mich allzu hart zu bestrafen, oder? 

ODER?


„Aha, hast dich versucht, als braves Mädchen zu verkleiden, was?“, begrüßt er mich, als er mein Zimmer betritt. „Aber keine Sorge, ich kenne dich schon viel zu lange, um darauf reinzufallen!“

Er sagt es lachend, aber mit diesem Unterton, der mir direkt zwischen die Beine fährt. Oh Mann, das geht ja gut los.

„Schau mal, was ich dir mitgebracht habe.“ Es ist wenig überraschend eine Haarbürste. Oder zumindest irgendeine Bürste. Aus Holz. Mit dem Ding könnte man ein Kanu steuern, möchte ich wetten. Es ist locker eineinhalb mal so groß wie meine eigene Haarbürste. Und doppelt so schwer.

Er nimmt mich in den Arm, als er mein erschrockenes Gesicht sieht. Nimmt mich in den Arm und presst mich an sich. Seine Hände natürlich sofort auf meinem Po. Wieder überwältigt mich diese Mischung aus Duft und Berührung.

Er knabbert mit den Lippen an meinem Hals. Dann flüstert er: „Du riechst wieder so lecker! Wir könnten uns jetzt so einen schönen Nachmittag machen. Du und ich, nackt, auf dem Bett. Wenn du nur nicht immer so unartig wärst. Jetzt muss ich dir schon wieder deinen süßen Po versohlen!“

Ich steige darauf ein: „Musst du wirklich? Was, wenn ich ganz lieb zu dir bin?“

„Oh, du wirst ganz lieb zu mir sein, da bin ich sicher. Nachdem ich dich übers Knie gelegt habe!“

„Aber bitte nicht so fest, ja?“ Ich klimpere mit den Wimpern.

„Lisa, Lisa, Lisa. Du weißt doch: Wie streng ich dich bestrafe, ist allein meine Entscheidung. Und so frech wie du die letzten Tage warst, wird es eine sehr strenge Strafe geben müssen.“

Auweia: Das erzeugt Schwärme von Schmetterlingen im Bauch und ein ganzes Rudel hüpfender Gummibälle in der Pussy, so wie er das sagt.

Aber zunächst werde ich noch ausgiebig abgeknutscht und befingert. Auch zwischen den Beinen natürlich.

„Na, da freut sich aber schon jemand auf seine Bestrafung, möchte man meinen!“

Seine Finger, die er mir vor die Nase hält, sind sichtbar feucht. Obwohl er seine Hand nicht mal in meiner Hose hatte. Selbst wenn ich wollte, könnte ich vor ihm nicht verheimlichen, wie scharf mich seine Ankündigung schon wieder macht.

Seine Hände haben derweil schon den Reißverschluss meiner Shorts geöffnet. Offenbar hat er es sehr eilig, mich über seinen Knien liegen zu haben. Also gut, dann bringen wir es mal hinter uns, würde ich sagen.


Ich habe mich beschwert, dass mein letztes Spanking von ihm neulich so nüchtern und sachlich war. So ganz ohne verbalen Zuckerguss. Und dass das auf seine Art besonders eindrucksvoll war.

Dieses Mal bewegen wir uns wieder auf vertrauterem Terrain. 

„Komm her, unartiges Mädchen! Komm her, habe ich gesagt! Wenn du dich so anstellst, werde ich dich besonders hart bestrafen! Du weißt, dass du es verdient hast, Junge Dame!“

All diese Sätze aus der großen Käsebox der Spankingklischees. Er hat mich sogar „junge Dame genannt! Aber so wie er es sagt, passt es so gut, dass es nicht cheesy klingt. Es kickt mich ungeheuer! Ich hoffe nur, er verliert dieses Gespür niemals.


Jedenfalls dauert es nicht lange, und ich liege in der inzwischen vertrauten Position über seinem Schoß. Er sitzt auf meinem Bett. Völlig bekleidet. Ich liege da. Die Shorts sind schon unten. Ich präsentiere ihm meinen vom Höschen noch züchtig bedeckten Po. Oberkörper und Beine hängen nach unten Richtung Boden. Ich stütze mich mit Händen und Füßen auf dem Teppich ab. Ihr kennt das ja.

Auf dem Bett liegen jetzt zwei Haarbürsten - meine eigene und seine mitgebrachte Höllenmaschine. Das hier ist kein „Wut“- oder „Straf“spanking. Das ist ein Testballon, was er mit mir machen kann, das ist schon klar. Entsprechend versucht er, eine günstige Testumgebung zu schaffen. 

Ich spüre seine Hand auf meinem Po. Er tätschelt mich leicht, knetet und streichelt meine Pobacken, was sich auf dem dünnen weichen Stoff der Panties sehr elektrisierend anfühlt. 

Sein Streicheln und Tätscheln geht langsam in Klapse über, die zunehmend fester werden. Es dauert gefühlt ungefähr drei Minuten, bis es anfängt, sich wie ein Spanking anzufühlen. Aber dann konzentriert er sich auf die Sitzfläche, also die untere Rundung meiner Backen, und verändert seine Handhaltung so, dass jetzt bei jedem Klatscher die Handfläche mit den Fingern eine konkav gerundete Form ergibt. So umfasst er bei jedem Hieb meine halbe Pobacke. Aua.


Inzwischen tut es weh. Und natürlich fange ich an zu zappeln und mich zu beklagen. Als ich mich aufbäume, und meinen Oberkörper anhebe, herrscht er mich an:

„Halte still und mach ja keinen Aufstand. Erstens hast du das hier mehr als verdient, und zweitens habe ich noch nicht einmal richtig angefangen!“

Aber im Kontrast zu diesen sehr streng gesprochenen Worten streichelt er wieder zärtlich die misshandelten Stellen. Ich entspanne meine Pomuskeln (hatte gar nicht gemerkt, dass ich sie angespannt hatte) und lass auch meinen Rücken locker. Ich gebe mich ganz diesen verwöhnenden Händen hin, die sich schnell von meinem Po zwischen meine Beine vorarbeiten. Ein Schaudern läuft durch meinen ganzen Körper.

„Unartiges Mädchen“, sagt er liebevoll. „Wir sind hier noch lange nicht fertig“, fügt er mit geheucheltem Bedauern hinzu.


Ein Mann ein Wort, würde ich mal sagen. Kaum, dass er fertig geredet hat, höre ich ein dumpfes, pochendes Klatschen. Und eine heiße Schicht beißender, brennender Schmerz breitet sich über meiner Pobacke aus.

Ich kenne dieses Geräusch! So klingt meine Haarbürste, wenn sie in Aktion tritt.

Und OMG, sie tritt in Aktion. Zuerst in mäßigem Takt, dann immer schneller und schneller hageln jetzt Hiebe mit dem fiesen Plastikteil auf meinen armen Po. Zuletzt in einem Tempo, das es mir fast nicht mehr erlaubt, den einzelnen Schmerz jedes Treffers zu realisieren, bevor der nächste kommt! Ich zappele wieder und fluche und schimpfe. Als ich denke, ich kann es gleich nicht mehr aushalten, hören die Hiebe auf, und ich spüre wieder seine verwöhnenden Hände. Ich lasse mich fallen, Buchstäblich wie metaphorisch.

Aber dieses mal gönnt er mir nur eine sehr kurze Pause, bevor er zu seiner anderen Bürste greift. Er fährt mir mit der hölzernen Kelle neckend über die brennenden Backen. Als er sie dann weg nimmt, weiß ich, was kommen wird, und beiße schon einmal die Zähne zusammen.

Fuck!

Gar nichts wusste ich! Der erste Schlag überrascht mich völlig. Diese Bürste fühlt sich um Welten massiver an. Ich habe das Gefühl, bei jedem Schlag werden meine kompletten Backen durchgenetet. Der Schmerz geht tiefer, fühlt sich aber viel gröber und stumpfer an als der von meiner eigenen kleinen Bürste.

Dieses Mal lässt er zum Glück längere Pausen zwischen den Hieben. So dass ich jeden einzelnen voll auskosten kann. Das ertrage ich insgesamt besser als die schnellen Folgen mit der anderen Bürste, auch wenn sich die einzelnen Schläge fiel nachhaltiger anfühlen.

Ich habe das Gefühl, mein kompletter Hintern steht in Flammen, als er endlich inne hält.


Während er wieder zärtlich meinen malträtierten Hintern streichelt, versuche ich meine Atmung in den Griff zu bekommen.

Es ist ein unfassbares Gefühl. Der Schmerz geht nahtlos in ein wohliges Ganzkörperkribbeln über. Und in dem Maße, wie ich anfange zu seufzen, schießt mir die Flüssigkeit in die Pussy. 

Ich schließe die Augen und gebe mich einfach seiner Verwöhnung hin.

Bis mich seine Stimme aus der Trance reißt: „Lisi, Lisi. Ein richtiges Spanking gehört auf den nackten Po! Das weißt du doch. Los! Steh auf und lass das Höschen runter.“

Wie bitte? Das war es noch gar nicht? Ich hab völlig vergessen, dass ich noch meine Panties anhabe. Die Bürsten haben einfach durch den dünnen Stoff durchgehauen. Und jetzt will er auf den Nackten weiter machen? Das kann er nicht ernst meinen!

Doch er meint es todernst, leider.


So wie ich es sehe, gibt es verschiedene Archetypen von Subs. Da gibt es die von Anfang an Devoten, die gerne dienen, sich bereitwillig unterwerfen und ihrem Herrn aufs Wort gehorchen. Und dann gibt es solche wie mich. Die geborenen „Brats“. Die provozieren, betteln, verhandeln, widersprechen, sich wehren. Die jeden Schritt in Richtung ihrer Unterwerfung geschoben und gestoßen werden müssen. Ja, das ist der Lisi-Typ.

Es sagt glaube ich einiges über die Wirkung dieser verflixten Haarbürsten, dass ich wortlos aufstehe, meine Panties herunter ziehe und mich wieder über seinen Schoß lege - und das ohne weitere Aufforderung.

„Ich sehe, dieses Spanking zeigt langsam seine gewünschte Wirkung. Mir gefällt, was es mit deiner Einstellung macht.“

Der triefende Sarkasmus in seiner Stimme lässt mich die Fäuste ballen. Schon formt sich eine schnippische Antwort auf meiner Zunge, doch dem kommt er zuvor.

„Dann wollen wir jetzt mal dafür sorgen, dass du es so richtig verinnerlichst, dass diese Einsicht sich für eine ganze Weile einprägt bei dir!“

Und Pock-Klatsch! beginnt die kleinere Bürste erneut ihren Tanz auf meinem Hintern. 


O.k. Was habe ich über den dünnen Stoff der Panties gesagt? Und dass der quasi keinen Unterschied macht? Vergesst es Leute! Vergesst es einfach! Im direkten Kontakt mit der Haut entfaltet dieses Mistding erst seine volle Wirkung. Es brennt und kneift viel mehr als vorhin. Und er denkt gar nicht dran, mir eine Pause zwischen den Hieben zu gönnen. Ich strampele, zappele, versuche von seinem Schoß zu rollen. Versuche meine Hand vor meinen Po zu halten. Als erstes packt er meinen rechten Arm und dreht in mir unsanft auf den Rücken. Dann schiebt er mich etwas nach vorn und richtet sich auf, so dass nun mehr Gewicht auf meinem Oberkörper lastet. Was bedeutet, dass ich mich mit dem anderen Arm am Boden abstützen muss. Im nächsten Schritt legt er dann sein rechtes Bein über meine Oberschenkel und klemmt mich auf diese Art fest. Und das alles ohne aus dem Takt zu kommen. Immer, wenn ich ganz kurz davor bin, es wirklich nicht mehr aushalten zu können, macht er aber eine kurze Pause und streichelt so gemein sanft über meine Pobacken, um mich in falscher Sicherheit zu wiegen, dass es endlich vorbei ist. Nur, um dann wieder von vorne anzufangen, sobald sich mein Zappeln gelegt hat.


Ich weiß nicht, wie lange das so geht, ich weiß nicht, wie viele Schläge ich bekommen habe, irgendwann höre ich auch einfach auf mich zu wehren. Lasse mich fallen, liefere mich der Strafe völlig passiv aus. Was der Moment ist, wo ich von einer Welle von Endorphinen umspült werde. Plötzlich ist er wieder da, der Lustschmerz, den ich so gut kenne von seinen Handspankings und natürlich von meinen eigenen Versuchen an mir. Das dumpfe Klatschen der Haarbürste wird in den Hintergrund gedrängt. Diese warme brennende Welle brandet im Vordergrund vor und zurück.

Dann streichelt er wieder. 

„Sieht so aus, als ob die Lektion langsam angekommen ist. Aber wir gehen besser auf Nummer sicher!“

Ich würde gerne sagen, mein Herz rutscht in die Hose (die ja schon lange irgendwo auf dem Teppich herum liegt), als er die große Bürste greift. Aber es wäre glatt gelogen. Ich freue mich fast darauf. Jetzt, wo ich in Endorphinen fast ersaufe, werde ich den Schmerz kaum mehr spüren, auch von diesem Teufelsding nicht.


Aber Holy Shit. Darauf, was jetzt kommt, war ich nicht gefasst. Das stetige Dauerfeuer der Plastikbürste hat mich schier wahnsinnig gemacht. Schlag um Schlag, deren Schmerzwellen ineinander gelaufen sind, bis man es gar nicht mehr als einzelne Schläge wahrgenommen hat. 

Diese Hiebe jedoch, da nehme ich jeden einzelnen nur zu intensiv wahr. Er hebt seinen Arm mit der Bürste bis über die Schulter und lässt sie dann mit Kraft auf meinen Hintern klatschen. Die Wucht durchfährt meinen ganzen Körper. Ich spüre, wie ich auf seinen Knien nach vorne und wieder zurück schaukele. Und dann wartet er eine halbe Ewigkeit, bis der nächste Hieb von ähnlicher Qualität auf der anderen Backe einschlägt.

Seelenruhig versetzt er mir 20 in dieser Qualität. Die Pausen dazwischen lassen mir Zeit, den Hieb zu verdauen, und mich auf den nächsten vorzubereiten. Fäuste ballen. Einatmen. Luft anhalten. Pobacken anspannen. Augen zukneifen! Und nach jedem Klatscher, der durchs Zimmer hallt, presst es mir die Luft in einem tiefen Stöhnen aus der Lunge.

Holy Shit.


Nachdem er die Haarbürste weg gelegt hat, bleibe ich einfach erschöpft und völlig devot über seinem Schoß liegen. Er streichelt meine wunde Haut, er knetet die Backen. Und dazu sagt er liebe und tröstende und lobende und zärtliche Dinge. Ich höre die Worte nicht, nur ihren sonoren Klang, der mich umschmeichelt. Wellen von Kribbeln und Schaudern jagen mir durch den Körper. Und langsam breitet sich ein warmer, goldener Glanz aus, der meinen kompletten Körper erfasst.


Ein sanfter Klaps holt mich aus der Trance zurück.

„Da hat jemand ziemlich ordentlich den Po voll bekommen. Ich denke, ein bisschen Creme sollte helfen. Leg dich aufs Bett. Auf dem Bauch!“

Ich krabbele von seinem Schoß. Mein Hintern glüht. Als ob ich mich jemals wieder anders hinlegen werde als auf den Bauch!

Er kommt mit einer Body-Lotion aus dem Bad. Dann kniet er sich neben mich aufs Bett und fängt an, meinen armen Po gründlich einzucremen. Es fühlt sich so gut an. 

Es fühlt sich unglaublich gut an. Nicht nur am Po. Der warme goldene Glanz ballt sich inzwischen an einer ganz bestimmten Stelle, und die ist sicher nicht mein Hintern. Das entgeht ihm natürlich nicht, was ich daran merke, dass sich seine Hände immer öfter und immer länger zwischen meine Beine verirren. Zu meiner geschwollenen, tropfnassen Pussy, die inzwischen ebenso glüht wie meine Pobacken.

Auffordernd recke ich ihm meinen Hinterleib entgegen. Er versteht diesen Hinweis. Überrascht stöhne ich auf, als ich ihn plötzlich in mir spüre. Während ich mir intensiv den Stoff meiner Bettdecke vor meiner Nase betrachtet habe, hat er offenbar seine Klamotten aus- und ein Gummi drüber gezogen.


Was dann folgt, ist vermutlich das liebste und zärtlichste Doggy, das ich je hatte. Langsam und vorsichtig gleitet er rein und raus, während ich mich aus der liegenden in eine kniende Position hoch arbeite.

Seine Hände fahren unter mein Top und unter die Körbchen meines BH. Er greift fordernd meine Brüste. Ich schmiege mich an ihn. Bevor ich es mich versehe, hat er mir Top und BH über den Kopf gezogen, jetzt bin ich so nackt wie er. 

„Ich möchte dich anschauen“, sagt er irgendwann. Er zieht ihn raus und dreht sich auf den Rücken. Dann dirigiert er mich mit Nachdruck über sich. Ich liebe die Reiterstellung. Das Ding ist nur: ich komme da ziemlich schnell. Vor Allem, wenn er so wie jetzt meine Nippel bearbeitet. Dieser Mistkerl! Aber gut, in dem Fall ist es eben so, dann gibt es kein Halten mehr. Ich bewege mich auf ihm, reibe mich an seinem Becken, fühle ihn hart und dick in mir. Und das wars dann. 

Der Orgasmus ist ziemlich heftig. Das Brennen an meinem Hintern und seine Hände, die genau im richtigen Moment Druck auf meine Nippel ausüben, sind das Eine. Dass er es ist, ist das Andere. Ich merke das an meinen Orgasmen, ob die Person, die sie mit beschert, mir nahe ist und ob sie mit mir harmoniert

Und Leute, er harmoniert heute sogar sehr. Er ist nur einen Augenblick nach mir gekommen! Seine Orgasmus-Probleme scheinen wirklich langsam zu verschwinden. Ich bin gerade so glücklich.


Wir bleiben noch eine ganze Weile miteinander liegen. Kuscheln, reden.

Das also war ein Spanking, das über meine Wohlfühlgrenze hinaus geht. Wow. O.k. 

Fazit:

- es macht mich trotzdem scharf. Nicht unbedingt währenddessen, aber direkt im Anschluss.

- Retrospektiv betrachtet war meine kleine Plastikhaarbürste fast schlimmer zu ertragen als die große aus Holz.

- er kann wirklich streng sein, wenn es sein muss, und ich liebe es so sehr!

- Ich, beziehungsweise mein Po, brauche eine Spanking-Pause.


Wir verabreden uns trotzdem wieder für den nächsten Tag. Einfach nur Zweisamkeit genießen. Ganz ohne Spanking.

Als er dann gegangen ist, betrachte ich sein Werk im Spiegel. Es ist immer noch tief rot. Und es brennt und kribbelt bei Berührung. Auf dem Weg ins Bett muss ich noch in meine Kiste mit den Spielzeugen greifen. So horny bin ich schon wieder. Und dann riecht auch noch mein Bett nach ihm. Ich knie mich hin, vergrabe meinen Kopf in dem Laken mit seinem Duft. Es dauert keine drei Minuten, bist ich in dieser Position komme. 


Was für ein Tag.

Das Programm 6

 Franziska Haas hatte wieder an ihrem Tisch Platz genommen. Vor ihr stand der aufgeklappte Laptop. Ihre Gedanken jedoch waren nicht bei den Datenblättern auf dem Monitor.

Würde das heute Abend so etwas wie ein Date werden? Sie fand es zunehmend schwerer, aus Oli schlau zu werden. Ganz am Anfang, vor zwei Jahren, als sie neu an diese Schule gewechselt war, hatte es so ausgesehen, als ob er Interesse an ihr gehabt hatte. Und das hatte sich durchaus schmeichelhaft angefühlt. Er war ein attraktiver und sehr sympathischer Mann. Allerdings hatte sie damals überhaupt keinen Nerv für so etwas gehabt. Sie war frisch getrennt und musste sich erst einmal in einer fremden Stadt in einem neuen Kollegium zurecht finden. Was sie gesucht hatte, waren Freunde, keine neuen Liebeleien. Oli hatte das schnell begriffen und sich bereitwillig ihrem Bedürfnis angepasst. Anfangs hatten sie viel Zeit miteinander verbracht. Dann hatte sie zunehmend besser Anschluss gefunden. Neue Bekannte, sogar neue Freunde. Das Verhältnis zu Oli hatte sich zwar nicht direkt abgekühlt, aber die Zeit, die sie miteinander verbrachten, hatte immer mehr abgenommen. 

Insofern freute sie sich auf den Abend. Mit Oli auszugehen und einfach zu quatschen, das hatten sie lange nicht mehr getan. Und es fehlte ihr. Auf der anderen Seite konnte sie nicht abstreiten, dass sich ihr Verhältnis zumindest verändert hatte, seit er diesen Posten hatte. Und insbesondere seit sie seine Assistentin war. Es war nicht nur die Tatsache, dass er jetzt ihr Vorgesetzter war. Da war noch etwas, das sie nicht so recht fassen konnte. Es war der Grund, warum sie ihn hier lieber mit Herr Baumann ansprach, als mit Oli, wie sie es die letzten Jahre getan hatte. Irgendwie war er hier jemand anderer. War es die souveräne Autorität, die er ausstrahlte in dieser Rolle? Irgendetwas jedenfalls war da an ihm, das sie ganz tief drinnen den Gedanken genießen ließ, dass sein Interesse an ihr vielleicht doch nicht nur ein rein freundschaftliches war, dass es da noch einen Rest von dem gab, was er ganz am Anfang ihr gegenüber ausgestrahlt hatte.

Was sie dann zu der Frage brachte, was sie heute Abend anziehen sollte. Es musste date-tauglich aussehen, ohne dabei eindeutig zu sagen 'ich habe mich für ein Date angezogen!' Es musste etwas sein, das ihn subtil darauf hinwies, dass er mit einer attraktiven Frau ausging, was aber auch nicht peinlich im 'wir sind nur Freunde'-Kontext wirkte. In Gedanken ging sie ihren Kleiderschrank durch, und probierte verschiedene Kombinationen an.

Bis es erneut an der Tür klopfte. Natürlich. Emily. Der 15:30-Uhr-Termin. Emily wählte immer den letzten möglichen Timeslot. Wenn möglichst keiner mehr in der Schule war, der sie auf ihrem Weg zu Zimmer 211 sehen konnte. 

Franziska betrachtete die Schülerin mit einem kühlen Blick. Sie schien sehr nervös zu sein. Kein Wunder. Sie hatte es geschafft, gleich zwei mal in einer Woche ihren Bus und somit die erste Stunde zu verpassen. Mal wieder. Franziska war es völlig unverständlich, wie diese ansonsten immer so vorbildliche Schülerin ausgerechnet in dieser Sache so nachlässig sein konnte. Und das mit einer derart hartnäckigen Regelmäßigkeit.

Ihre Finger ballten sich unwillkürlich zu einer Faust, als sie einen kurzen aber heftigen Schub von Zorn in sich aufsteigen spürte. Da stand dieses Mädchen vor ihr. Mit ihrer Unschuldsmiene. Alles an ihr, ihre rotblonden Haare, die sie immer als praktischen ordentlichen Pferdeschwanz trug. Das hübsche, sehr dezent geschminkte Gesicht mit den langen Wimpern und blauen Augen, der Stupsnase und den ach so niedlichen Sommersprossen. Ihre Kleidung, von den weißen Segeltuch-Sneakers über die schlichte, erstaunlich lochfreie Bluejeans bis zur petrol auf grau geringelten Kapuzenjacke mit den weißen Bändeln. Alles schrie regelrecht nach Musterschülerin. Natürlich war sie beliebt bei den Lehrern. Sie war nie laut, nie frech, wirkte in den Pausen eher in sich gekehrt, aber nie unaufmerksam im Unterricht. Auch ihre Noten bewegten sich entsprechend solide im Bereich zwischen 1 und 2.

Sie hatte alles. Sie war ein hübsches, begabtes, intelligentes, ehrgeiziges, behütetes Kind aus einem intakten, wohlhabenden und wohlmeinenden Elternhaus. Und trotzdem stand sie jetzt wieder hier und schaute Franziska aus großen ängstlichen Augen an wie ein Reh das Scheinwerferlicht eines nahenden Lasters. 

Wenigstens würde Herr Baumann in diesem Fall nicht wieder mit unverhältnismäßiger Milde reagieren. Sie hatte oft genug erlebt, wie er mit seinen unbelehrbaren „Stammkundinnen“ verfuhr. Emily blühte eine Abreibung, an die sie noch ein paar Tage intensiv denken würde. Vor Allem beim Sitzen.

„Also gut, du warst ja oft genug bei uns, du kennst das Prozedere. Komm mit. Herr Baumann wartet schon.“

Sie öffnete die Tür zum Nebenraum.

„Emily G. Jahrgangsstufe 12. Vergehen: Zweimaliges Zuspätkommen innerhalb einer Woche. Verspätet um jeweils eine ganze Schulstunde. Es ist definitiv nicht ihr erstes Vergehen dieser Art.“

Emily ließ pflichtbewusst den Kopf hängen.

„Ach Emily, schon wieder? Und dann gleich zwei mal in einer Woche?“

„Ja, Herr Baumann, es tut mir leid, Herr Baumann.“

„Wir hatten das jetzt ja oft genug. Wer rechtzeitig ankommen will, muss rechtzeitig los laufen. Und damit man rechtzeitig los laufen kann, muss man früh genug damit anfangen, los zu laufen.“

Das war ja sicher richtig, fand Franziska, es hörte sich jedoch trotzdem nach einer seltsam redundanten Redensart an.

„Ja, Herr Baumann.“

„Du weißt, wie immens wichtig es ist, rechtzeitig anzukommen?“

„Ich denke schon.“

„Vielleicht müssen wir etwas deutlicher werden. So als Beispiel. Gibt es nächste Woche vielleicht Termine, zu denen du wirklich rechtzeitig da sein solltest?“

„Ja, Herr Baumann. Montag schreiben wir Englisch und am Donnerstag Mathe.“

„Ich verstehe. Also gut, Emily. Du bist diese Woche zwei mal zu spät gekommen. Du weißt, was es heißt, eine Stunde zu spät zu kommen. Das bedeutet 30 mit dem Lederriemen.“

„Ja, Herr Baumann.“

„Aber du bist zwei mal zu spät gekommen. Mehr als 40 sind nicht erlaubt in einem Durchgang. Ich könnte stattdessen den Rohrstock nehmen.“

Emily zuckte merklich zusammen.

„Aber ich denke, du lernst diese Lektion vielleicht besser, wenn wir jedes zu spät Losgehen einzeln für sich bestrafen. Das bedeutet, du bekommst heute die gewohnten 30. Dann denkst du das ganze Wochenende darüber nach, was rechtzeitiges Losgehen bedeutet. Und am Montag nachmittag nach deiner Englisch-Arbeit erscheinst du erneut hier bei mir und bekommst die zweiten 30. Davor wirst du mir erzählen, was bei deinen Überlegungen zum rechtzeitigen Losgehen konkret heraus gekommen ist. Und wenn das nicht absolut überzeugend ist, bekommst du danach noch zusätzlich zehn mit dem Rohrstock. Verstanden?“

Emily holte tief Luft. Dann nickte sie. Als sie bemerkte, dass das wohl nicht genügte, sagte sie erneut:

„Ja, Herr Baumann.“

„Also gut. Hose runter und ab, bäuchlings auf die Liege. Du kennst das ja.“

Emily zog folgsam die Hose bis zu den Knöcheln hinunter. Dann watschelte sie zur Liege, die Herr Baumann schon bereit gestellt hatte. Routiniert setzte sie sich auf den Rand, schwang die Beine nach oben und drehte sich dann auf den Bauch. Sie robbte ein paar Zentimeter nach oben, bis das Polster, das ihren Po in die Höhe drücken sollte, genau unter ihrem Becken lag. Dann verschränkte sie ihre Arme und legte den Kopf darauf ab, mit dem Gesicht zu den beiden Lehrern. 

Herr Baumann nahm den mittelschweren Lederriemen, der an einem Haken an der Wand hing. 

„Das sollte die Botschaft sehr deutlich rüber bringen. Aber bis Montag werden die Spuren verschwunden sein, wenn wir dann ganz unbesorgt die zweite Dosis verabreichen werden. Frau Haas, sie brauchen die Schülerin nicht zu fixieren. Wie Sie wissen, ist es nicht das erste mal, dass sie auf diese Weise bestraft wird, und daher weiß ich, dass sie über ausreichend Selbstbeherrschung verfügt. Beginnen Sie mit der Dokumentation, bitte.“

Franziska richtete die Kamera auf Emilys Po. Das würde schöne Vorher-Nachher-Bilder geben. Die Schülerin hatte eine sehr feine helle Haut, auf der man die Spuren, die das Leder hinterließ, prächtig sehen konnte. Und sie trug außerdem eine hellgraue Sportunterhose, die zwar sittsam schlicht wirkte, aber auch einiges an Haut frei ließ.

Das vertraute Klatschen des ersten Schlags hallte durch das Zimmer. Emily kniff die Augen zusammen und presste ihre Lippen aufeinander. Aber sie gab keinen Laut von sich. Franziska war widerwillig ein bisschen beeindruckt. Herr Baumann hatte den Riemen bis über die Schulter gehoben und dann schwungvoll durchgezogen.

Der zweite und dritte Hieb folgten schnell. Immer noch war kein Laut zu hören, außer dem Klatschen natürlich. Und dem Atem der Schülerin, der zunehmend schneller ging.

Nach dem fünften Hieb in der gleichen Qualität konnte Franziska sehen, dass Emilys Lippen schon fast weiß wurden, so fest presste sie diese zusammen. Und zwischen den Wimpern ihrer geschlossenen Augen begann es feucht zu glitzern.

Herr Baumann ging um die Liege herum, um die nächsten Hiebe von der anderen Seite her zu verabreichen. Emily hob leicht den Kopf und legte ihn auf der anderen Wange ab, ihm erneut zugewandt. 

Auch die folgenden fünf Hiebe ertrug das Mädchen zu Franziskas wachsender Verwunderung ohne größere Lautäußerungen. Mittlerweile hatte das schwere Leder ihren Po gleichmäßig in einem deutlichen Rotton gefärbt. Da war keine Stelle verschont geblieben. Und Herr Baumann war wirklich nicht zaghaft vorgegangen.

„Das waren die ersten zehn, Emily. Du spürst es schon, oder? Und du bekommst noch einmal doppelt so viele wie das. Und am Montag dann noch einmal das Gleiche. Ich hoffe, die Botschaft kommt jetzt dann langsam mal an bei Dir?“

Er hatte wieder die Seite gewechselt. Emily war ihm erneut mit dem Kopf gefolgt. Franziska konnte sehen, dass sie inzwischen die Augen geöffnet hatte, und Herr Baumann direkt ansah. 

Herr Baumann hob den Riemen. Emily folgte dem Leder mit großen Augen.

„Du wirst besser auf dein Zeitmanagement achten!“

Der Riemen sauste herab und klatschte auf den Po der Schülerin.

„Du fängst Dinge rechtzeitig an, anstatt Stunden am Handy zu verdaddeln!“

Der nächste Hieb.

„Oder beim Zeichnen!“

Wieder klatschte es.

„Das kannst du alles machen!“

Das Leder fand sein Ziel.

„Wenn du dafür Zeit hast!“

Und der fünfte. 

„Aber nicht, wenn es dich davon abhält rechtzeitig los zu gehen!“

Franziska spürte eine Gänsehaut ihren Rücken hinauf kriechen. Sie konnte sich nicht erinnern, ihn jemals in einem so scharfen Tonfall sprechen gehört zu haben. Es hatte auch bei Emily seine Wirkung nicht verfehlt. Sie hatte zwar weiterhin keinen Laut von sich gegeben, aber mittlerweile zierten zwei nasse schwarze Streifen ihr Gesicht, wo Tränen ihre Wimperntusche hatten verlaufen lassen.

„Frau Haas, das war jetzt die Hälfte. Überprüfen Sie bitte, ob die Strafe fortgesetzt werden kann.“

Sie zuckte zusammen. Sein Tonfall hatte sich kaum verändert, er klang aufrichtig verärgert. Ja, der Lederriemen entfaltete seine Wirkung. Natürlich. Der Po der Schülerin war stark gerötet. Nicht mehr ganz so gleichmäßig wie nach den ersten zehn. Man konnte dunklere und weniger dunkle Stellen erkennen. Die Haut war etwas geschwollen und fühlte sich leicht riffelig an. Alles ganz normal. Das Mädchen weinte tonlos, atmete aber normal und war voll da.

„Alles in Ordnung, Sie können fortfahren, Herr Baumann.“

„Gut.“ Er hob den Lederriemen wieder über die Schulter.

„Ich bin wirklich enttäuscht, Emily!“

Der Riemen pfiff durch die Luft.

„Wie oft habe ich dich jetzt deswegen verhauen müssen?“

Leder traf klatschend auf Haut.

„Wie oft muss ich dir noch den Hintern versohlen?“

Emily schniefte

„Bis es in deinem Hirn angekommen ist?“

Sie schnappte nach Luft

„Dass du rechtzeitig anfangen sollst!“

Und ein fünftes Mal klatschte der Riemen unerbittlich auf ihren Po. Jetzt war es soweit. Emily hatte los gelassen. Sie schluchzte deutlich hörbar. Tränen liefen ungebremst über ihr Gesicht.

„Aha, so langsam setzt die Einsicht ein, ja? Aber wir sind hier noch nicht fertig. Oh nein. Da fehlen immer noch zehn. Und jeder einzelne ist ehrlich verdient! Na dann wollen wir mal dafür sorgen, dass die Lektion eine Weile hängen bleibt.“

Erneut holte er aus. Dieses mal machte er keine Pausen mehr zwischen den Hieben. Außer, um ein letztes Mal die Seite zu wechseln. Bei Emily waren alle Dämme gebrochen und sie weinte hemmungslos. Aber was Franziska erneut eine Gänsehaut bescherte, war wie das Mädchen den Lehrer, der sie gerade bestrafte, dabei weiterhin ansah. Mit einem zwar zunehmend feuchten, aber intensiven Blick. 


 Als es dann vorbei war, kam es ihr so vor, als würde sie aus einem tiefen Wasser auftauchen. Sie brauchte einen Moment, um sich daran zu erinnern, was als nächstes zu tun war. Die Kamera. Richtig. 

Herr Baumann hatte inzwischen den Lederriemen wieder an seinen Platz gehängt. Von seinem Schreibtisch hatte er eine Packung Taschentücher mitgebracht.

„Emily, es ist überstanden. Für heute. Hier. Nimm die Packung, du kannst sie behalten. Bleib so lange liegen, wie du brauchst, um wieder zu Atem zu kommen, dann kannst du dich an dem Waschbecken mit dem Spiegel dort drüben etwas frisch machen, wenn du möchtest.“

„Danke“, schniefte das Mädchen. Langsam erhob sie sich von der Bank in eine kniende Position. Dann presste sie beide Hände auf ihren Po. Ein Schaudern lief durch ihren Körper. Irgendwie schaffte sie es, ihre Hose hoch zu ziehen, dann rollte sie sich wenig elegant von der Liege, wobei sie jeden Kontakt des Polsters mit ihrer Sitzfläche vermied.

Sie atmete ein paar mal tief durch, bevor sie ihren Rucksack griff, und ein kleines Etui daraus hervor holte. Mit ein wenig kaltem Wasser und etwas Restaurationsarbeit vor dem Spiegel hatte sie in ein paar Minuten ihr Gesicht wieder hergestellt. Franziska war beeindruckt. Ihre Augen waren noch etwas rot vom Weinen und die Wangen zierte ein ungewohnt rosiger Ton, aber ansonsten wäre wohl niemand darauf gekommen, dass diese Schülerin gerade eben eine echt heftige Züchtigung hinter sich gebracht hatte.

„Ah, schon fertig, Emily? Also versprichst du mir, dass du in nächster Zeit deine Prioritäten klar bekommst und rechtzeitig anfangen wirst, los zu laufen?“

„Ja, Herr Baumann.“

„Wir werden sehen. Lass dir von Frau Haas noch einen Termin für Montag geben.“

Sie verzog das Gesicht. „Ja, Herr Baumann.“

„Dann bis Montag.“

„Bis Montag, Herr Baumann... Ach, Herr Baumann?“

„Ja?“

„Ich hab noch etwas für Sie.“

Sie holte einen DIN/A4-Unschlag aus ihrem Rucksack, den sie Herr Baumann überreichte.

Herr Baumann lächelte. „Danke. Wir sehen uns.“

„Ja, leider.“

Aber sie hatte ebenfalls gelächelt, als Franziska sie für Montag, 15:30 in den Kalender eingetragen hatte. Die brünette Lehrerin schüttelte unwillkürlich den Kopf, als das Mädchen die Tür hinter sich zugezogen hatte. Was zum Geier war das denn jetzt gewesen? Die ganze Sache hatte sich irgendwie surreal angefühlt. Wie in einem Theaterstück, das in einer fremden Sprache aufgeführt wurde, weswegen man die Handlung nicht verstehen konnte. Man konnte nur zusehen, aber das, was man sah, ergab keinen Sinn. 

„Und wir beide sehen uns dann um 18:00 Uhr. Ich bin raus für heute. Mach Du auch bald Feierabend. Ist ganz schön spät geworden. Den Papierkram kannst du auch morgen erledigen.“

Sie würde sich natürlich hüten, den Papierkram auf morgen zu verschieben. Sie klappte den Laptop auf. Die Zeit, bis der Computer die Speicherkarte der Kamera erkannt hatte, nutzte sie, um die letzte Tasse Kaffee zu trinken. Dann fügte sie die beiden Bilder in das Datenblatt für heute ein. Wieder fiel ihr auf, wie gleichmäßig die Spuren auf Emilys Hintern aussahen. Zum Vergleich öffnete sie die Bilder von Pauls Bestrafung Anfang der Woche. Seine rechte Pobacke hatte viel mehr abbekommen als die Linke. Da könnte man wirklich ein Spiel daraus machen. Sie blätterte sich durch die Bilder. Baumann – Lazka, Lazka – Baumann. Nicht sehr herausfordernd das Spiel.

Sie sah auf die Uhr. 17:15 Uhr schon? Verdammt. In 45 Minuten stand Oli vor ihrer Tür. Sie hatte noch duschen wollen und sich ein bisschen hübsch machen. Wenigstens würde sie so nicht eine Stunde grübelnd vor dem Kleiderschrank verbringen, bei der Frage, was sie anziehen sollte. Sie musste sich jetzt beeilen. Heute hatte sie gelernt, wie Herr Baumann zu Unpünktlichkeit stand. Sie grinste bei dem Gedanken, wie er wohl reagieren würde, wenn sie zu spät kam. 

„Franziska, du musst rechtzeitig anfangen loszulaufen“, sagte sie laut zu sich selbst in einer gekünstelt tiefen Stimme.


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Das Programm 5

Franziska Haas ging wie jeden Nachmittag zunächst ihre E-Mails durch, sobald sie an ihrem Schreibtisch in Zimmer 211 platz genommen hatte. Na sowas. Frau Lazka hatte sich krank gemeldet. Schon wieder. Und das noch die ganze Woche. Wie ärgerlich. Sie hätte sie gerne vorgewarnt, dass Herr Baumann herausgefunden hatte, dass sie Anna-Lena bei Pauls Bestrafung hatten zuhören lassen. Auf der anderen Seite hieß das, sie würde bei beiden Terminen heute assistieren dürfen.

Schon lustig das mit Paul und Anna-Lena. Sie hatte die beiden heute auf dem Schulhof Händchen halten gesehen. So ein ordentlich verstriemter Hintern schien wohl zu verbinden. Und sie war sich inzwischen fast sicher, dass Anna-Lena das arrangiert hatte. Es schien ihr kein Zufall gewesen zu sein, dass die Schülerin gestern Nachmittag so viel zu früh erschienen war. Und es war vermutlich auch der Grund, warum sie einen Termin bei Frau Lazka ausgemacht hatte. Das war sehr ungewöhnlich. Anna-Lena war schließlich eines von den Haumann-Girls, wie sie im Kollegium und auch auf dem Schulhof heimlich genannt wurden.

Was stand denn heute auf dem Programm? Emily. Auch mal wieder. Na so etwas. Und davor natürlich Leonies Premiere. Sie hatte ihren Chef gestern beobachtet. Es war klar, dass er dieser speziellen Bestrafung keinen großen Enthusiasmus entgegen brachte. Sie kannte seine Haltung zu Hausaufgaben-Kontrollen. Und es war nicht zu übersehen oder zu überhören, dass Leonie und Herr Baumann ein sehr gutes, vielleicht sogar fast schon zu vertrautes Verhältnis zueinander hatten. Was sie nicht verwunderte. Leonie war eine gute Schülerin, die kaum Probleme machte. Aber das war nicht der entscheidende Punkt. Baumann war zwei Jahre ihr Klassenlehrer gewesen. Und er hatte sie speziell gefördert. Er hatte erfahren, dass sie aus vergleichsweise bescheidenen Verhältnissen kam. Die erste in ihrer Familie, die das Gymnasium besuchte. Sich tapfer allein da durch kämpfte, fast ohne Unterstützung. Das war genau Baumanns Ding. Da ging er richtig drin auf, der alte Idealist. Sie musste schmunzeln. 

Das musste ihm so richtig gegen den Strich gehen, dass er ausgerechnet ein Mädchen wie Leonie und dann auch noch ausgerechnet wegen so einer Lappalie bestrafen musste.

Vermutlich würden einige Kolleginnen bei dem Gedanken daran zufrieden grinsen. Sie war sich sicher, dass Baumann bei der großen Konferenz nur deshalb so viele Stimmen bekommen hatte, und das obwohl er sich immer gegen das Programm ausgesprochen hatte, weil viele Kolleginnen ihm genau solche Situationen von Herzen gönnten. Er war zwar durchaus beliebt, auch im Kollegium. Was sicher auch daran lag, dass der Mann mit seinen knapp über 40 Jahren verdammt gut aussah. Aber seine Einstellung zur Schule und seine Methoden kamen nicht bei allen gut an. Er galt als zu verständnisvoll. Und trat viel zu oft als Anwalt der Schülerschaft auf. 'Aber bei Herr Baumann dürfen wir das auch!' war vermutlich einer der meist gehassten Sätze an der Schule. Sie selbst hatte das auch schon erlebt, und ihn spontan dafür gehasst. Er ließ den Schülern sehr viele Freiheiten. Bei ihm funktionierte das komischerweise. Bei ihm gingen sie mit den Freiheiten in der Regel verantwortungsvoll um. Ihm gegenüber hatten sie trotzdem Respekt. Nur bei uns anderen machen sie dann Schwierigkeiten hinterher.

Vermutlich hatten einige Kollegen und Kolleginnen gehofft, seine neue Stellung würde für klare Fronten sorgen. Komischerweise schien er es trotzdem fertig zu bringen, weiterhin beliebt zu sein. Selbst bei Schülern, und insbesondere bei Schülerinnen, die ihm in seiner neuen Stellung begegneten. Auch bei Leonie hatte er bisher alles getan, um ihr soweit er konnte, entgegen zu kommen. Und sie würde es ihm danken, da war Franziska sich sicher. 

Und im Anschluss war dann Emily dran. Als ob das Universum hier einen mahnenden Zeigefinger erhob. Das Mädchen war mittlerweile Stammgast. Nicht so häufig wie Anna-Lena. Aber doch regelmäßig genug. 

Das war auch so ein Mysterium. Emily kam im Gegensatz zu Leonie oder Anna-Lena aus einem sehr guten Elternhaus. Typisches Bildungsbürgertum. Behütet, gefördert. 

Auch sie war an eine recht gute Schülerin, auch sie gehörte eher zu den Braven. War kein Trouble-Maker, anders als Anna-Lena. Eher ein bisschen introvertiert. Und künstlerisch sehr begabt. Was wiederum der Anknüpfungspunkt war, an dem sie sich mit Herr Baumann gefunden hatte, der Kreativität sehr schätzte, und förderte, wo er nur konnte. Im Schulhaus verteilt hingen locker zehn bis 15 Werke von Emily gerahmt an den Wänden. Dafür hatte er gesorgt.

Und trotzdem wurde Emily regelmäßig zu Herr Baumann geschickt, der ihr regelmäßig mit Nachdruck den Hintern versohlte. Immer aufgrund des gleichen Vergehens: Unpünktlichkeit. Alle paar Wochen verpasste sie ihren Bus, und kam eine gute Stunde zu spät. Es war fast unheimlich.

Beim ersten Mal hatte Herr Baumann sie recht milde davon kommen lassen. Die Milde hatte sich spätestens beim dritten Besuch erledigt gehabt. Trotzdem schien sie ähnlich wie Anna-Lena auf Dauer völlig lernresistent zu sein.

Verdammt. Hoffentlich hatte er seine Lektion langsam mal gelernt und würde es bei Leonie gleich richtig machen. 

Das Problem war, Franziska mochte Herr Baumann sehr. Aber sie brachte dem genervten Augenrollen von Katharina zunehmend mehr Verständnis entgegen. Wobei man fairerweise auch anmerken musste, dass Frau Lazka durchaus auch ein paar Stammgäste hatte.

Sie fand einfach auf professioneller Ebene, dass Oliver manchmal nicht genug Distanz wahrte. Dass er Schüler zu nah an sich heran ließ. Emotional, nicht körperlich natürlich, da war er völlig korrekt. Für ihn waren Schüler eben auch Menschen, wie er immer sagte. Natürlich waren sie Menschen. Es half aber, wenn man sich abgewöhnte, sie zu sehr als Individuen wahr zu nehmen.

Auf der persönlichen Ebene... Nein, dieses Fass würde sie jetzt nicht öffnen. 

Sie trommelte mit den Fingern auf der Tischplatte. Akten sortieren, die Dokumentation auf den aktuellen Stand bringen. Das würde sie beschäftigen, bis der erste Termin anstand.


 Franziska zuckte zusammen, als sie sein Klopfen an der Tür hörte. Das war Herr Baumann, keine Frage. Nur er klopfte auf diese Weise. Natürlich hätte er auch einfach herein kommen können. Aber er fand es eben höflich, sich bemerkbar zu machen, bevor er eintrat. Man wusste ja nie sicher, was einen gerade in Zimmer 211 erwartete.

Schuldbewusst klappte sie schnell den Dienst-Laptop zu. Es war schon ein merkwürdiger Job, den sie hier hatten.

„Komm rein!“

Sein Blick fiel auf den zugeklappten Laptop, dann lächelte er sie an. 

„Na, was machst du gerade?“

„Arbeiten. Ich kümmere mich um die Akten und die Dokumentation. Macht ja hier keiner außer mir.“

Konnte er sehen, dass sie ein bisschen rot wurde? Als ob er sie ertappt hätte bei etwas? 

„Frau Lazka ist übrigens den Rest der Woche krank geschrieben. Vielleicht müssen Sie den ein oder anderen ihrer Termine übernehmen. Außerdem assistiere ich Ihnen dann heute.“

„Schön. Was liegt an?“

Als ob er das nicht wusste. Sie sah ihn an und legte bewusst eine kurze Pause ein, bevor sie ihm antwortete:

„Leonie kommt in 20 Minuten. Sie hat drei mal ihre Hausaufgaben nicht vorlegen können. Freuen Sie sich schon darauf, sie dafür zu bestrafen?“

„Nicht wirklich.“

„Kann ich mir denken. Aber haben Sie schon entschieden, wie Sie sie bestrafen werden?“

„Ja. Ganz ehrlich, es war doch eine blöde Lappalie. Sie bekommt sechs Hiebe mit dem leichten Lederriemen, und gut ist. Kein Grund, da ein Brimborium herum zu machen.“

„Ihre Entscheidung.“

„Du bist nicht einverstanden?“

Sie zuckte mit den Schultern.

„Franziska, ich sehe doch, dass du etwas dazu zu sagen hast, dann sag es doch einfach.“

„Ich würde sagen, ich nehme später gerne dein Angebot von gestern an, mich auf ein Bier einzuladen, lieber Oli. Wenn du heute Zeit hast, natürlich. Bis dahin, Herr Baumann, werde ich meine Meinung für mich behalten und eine gute, brave Assistentin sein.“

„O.k. Ich muss aber vorher kurz heim. Ich würde dich dann so gegen 19:00 Uhr abholen, wenn das für dich passt? Wir können auch was zusammen essen gehen?“

„Gern. Aber dann treffen wir uns besser schon um Sechs. Ich esse zur Zeit nach Sieben nichts mehr.“

„Abgemacht.“

„Cool.“

„Cool.“

„O.k., ich bin mal hinten und bereite vor. Bring Leonie dann direkt rein, sobald sie da ist. Zettel ausgefüllt hat sie ja schon.“

„Denkst du, sie wird auftauchen? Sie schien recht unentschlossen. Vielleicht überlegt sie es sich noch einmal?“

„Natürlich wird sie auftauchen.“


 Franziska nahm wieder hinter ihrem Schreibtisch platz. Sie sah zur Uhr. 14:40. Lohnte es sich, den Computer aufzuklappen? Die alten Laptops, die die Schule besaß, brauchten immer mehrere Minuten, um aus dem Stand-By wieder hoch zu fahren. Sie ging zur Kaffeemaschine, um einen neue Kanne aufzusetzen. 

15:45 Uhr. Noch keine Leonie war erschienen. Hatte sich der gute Baumann doch geirrt. Es war nicht das erste Mal, dass ein Delinquent nicht zum Termin erschien. In der Regel bedeutete das, dass sie aus dem Programm ausgetreten waren, aber die Schulleitung es irgendwie versäumt hatte, es dem Disziplinarteam mitzuteilen. Manchmal versuchten sich Schüler auch durch Schwänzen vor dem Termin zu drücken. Das half allerdings nichts. Termine wurden dann nachgeholt, sobald der Schüler oder die Schülerin wieder in die Schule kam.

Eine Minute später stand sie in der Tür zu Herr Baumanns Zimmer.

„Leonie ist nicht aufgetaucht!“

„Wir warten noch. Sie kommt schon.“

Franziska atmete hörbar aus. Also gut. Sie warteten noch. Aber in fünf Minuten würde sie zum Telefon greifen und im Sekretariat anrufen. Fragen, ob Leonie heute entschuldigt oder aus dem Programm ausgetreten war. Und sie falls nicht, über die Sprechanlage ausrufen lassen. 

Sie hatte gerade den Hörer in die Hand genommen, als es an der Tür klopfte. 

„Herein!“

Leonie stürmte ins Zimmer, begleitet von einer regelrechten Duftwolke.

„Du bist zu spät!“

„Sorry, sorry, sorry. Wir hatten grad Sport draußen, und Frau Bender hat überzogen. Und ich musste noch duschen. Und mich umziehen. Ich hab mich echt beeilt. Sorry.“

Frau Haas bedachte die Schülerin mit einem kritischen Blick. Ihr Gesicht war rot angelaufen, ihre dunklen Haare glänzten noch nass. 'Umziehen' hatte sie gesagt? Das konnte nicht lange gedauert haben. Sie trug eine Jogginghose und ein T-Shirt. Den Pulli hatte sie oben in die Büchertasche gestopft.

„Na gut, mal sehen, was Herr Baumann dazu zu sagen hat. Bist du bereit?“

„Bereit genug. Lassen Sie es uns einfach hinter uns bringen, ja?“

„Na dann los, ich bin sicher, Herr Baumann erwartet dich schon sehnsüchtig.“

Auweia, sie musste das mit dem Sarkasmus bald mal in den Griff bekommen. Sie bedeutete Leonie ihr zu folgen, als sie auf die Durchgangstür zu Baumanns Zimmer zuging.

„Leonie B., Jahrgangsstufe 13. Vergehen: Dreimaliges Versäumnis eine Übungsaufgabe vorzulegen. Es ist das erste Vergehen in diesem Schuljahr. Sie hat ihre Einverständniserklärung Anfang der Woche unterschrieben.“

Sie räusperte sich. 

„Außerdem ist sie sieben Minuten verspätet zum Termin erschienen.“

„Oha. Leonie? Warum bist zu spät gekommen?“

„Wir hatten Sport. Wir waren auf dem Hartplatz. Frau Bender hat etwas überzogen.“

„Und wird Frau Bender das bestätigen, wenn ich sie frage?“

„Ich musste mich noch umziehen!“

'Und schön duschen, damit du für Herr Baumann gut riechst', dachte sich Franziska.

„Herr Baumann, bitte, ich hab kurz gewartet, bis die anderen Mädchen aus der Dusche waren. Ich wollte nicht, dass sie sehen... was ich drunter trage... Ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte!“

Der Angesprochene runzelte die Stirn. „O.k. Ich verstehe. In dem Fall lassen wir es gut sein. Ich würde ja sagen, sei beim nächsten Mal auf keinen Fall wieder unpünktlich. Aber das muss ich nicht. Weil es nämlich das erste und letzte mal sein wird, dass wir uns hier sehen. Habe ich Recht?“

„Ja, Herr Baumann, danke Herr Baumann.“

„Gut, dann haben wir uns verstanden. Also, du bist hier, weil du Aufgaben, die dir aufgetragen wurden, nicht erledigt hast. Dafür werde ich dich bestrafen. Frau Haas hat dich aufgeklärt, auf welche Art diese Strafe erfolgen wird. Also nimmst du die Strafe an? Bist du damit einverstanden, dass die Strafe in Form einer körperlichen Züchtigung auf das zum Teil entblößte Gesäß erfolgen wird?“

„Ja.“ Sie ließ den Kopf hängen. Offenbar hatte sie sich in ihr Schicksal gefügt. Sie hatte nicht einmal nachgefragt, welches Strafmaß ihr genau bevorstand. 

„O.k. Da es dein erstes Vergehen war, und da es lediglich deine Arbeitshaltung und keine weiteren Schüler betrifft, werde ich vergleichsweise milde sein. Du bekommst sechs Hiebe mit dem Lederriemen Kategorie I. Beim nächsten mal kommst du mir nicht so leicht davon! Aber das brauche ich dir auch nicht zu sagen, denn wir sind uns ja einig, dass es kein nächstes Mal geben wird.

Stell dich dort vor den Tisch. Dann zieh deine Jogginghose herunter und beuge dich nach vorn. Stütze dich mit deinen Unterarmen auf die Tischplatte.“

Das Mädchen gehorchte ohne zu zögern. Sie trat an den Tisch, schob die Hose bis zu den Knien hinunter und nahm dann die gewünschte Position ein. Franziska musste zugeben, dass die Idee mit der Gymnastikhose tatsächlich funktionierte. Der dünne, elastische Stoff spannte sich über die Rundungen der Schülerin. Und die Beinausschnitte ließen genug nackte Haut an den Pobacken frei, um später die Spuren des Lederriemens beurteilen zu können.

Sie griff zur Kamera. Frau Lazka hätte das natürlich ganz anders gehandhabt. Vermutlich hätte sie großen Spass dabei verspürt, gerade eine so verschämte Schülerin dazu zu zwingen, den Hintern ganz zu entblößen. Und sie hätte keinesfalls eine Verspätung einfach so durchgehen lassen. Das hätte Leonie ein paar saftige Extra-Hiebe gekostet. Sie schätzte, die Kleine hätte bei ihr mindestens doppelt so viele Schläge bekommen, und das auf den Nackten. Das System war schon ganz schön willkürlich. 

„O.k., wir können mit der Bestrafung beginnen.“

„Na, dann bringen wir diese leidige Angelegenheit mal hinter uns.“

Herr Baumann hatte den Lederriemen aufgenommen, der vor Leonie auf dem Tisch gelegen hatte. Dann stellte er sich neben sie, hob den Arm und ließ den Riemen mit Schwung das erste mal auf den Po der Schülerin klatschen. Das elastische Leder schmiegte sich an die Rundung an. Franziska schluckte. Das war ein ganz schön scharfer Hieb gewesen. Überraschend, sie hatte irgendwie erwartet, dass er sich mehr zurück halten würde.

Auch Leonies Reaktion ließ auf eine Überraschung schließen, auf eine deutlich unangenehmere. Sie hatte scharf nach Luft geschnappt, als der erste Hieb sie getroffen hatte. Und ihr „Uhhh, Fuck! Aua?!“ hatte definitiv einen Haufen Fragezeichen enthalten. Als ob sie gar nicht so richtig glauben konnte, was sie da spürte. Offenbar hatte sie nicht damit gerechnet, dass der vergleichsweise harmlos wirkende Lederriemen so einen Biss hatte.

Bevor sich der rote Streifen auf dem sichtbaren Teil von Leonies Pobacke voll entwickelt hatte, ließ Herr Baumann schon den zweiten Schlag folgen.

„Ahhhh! Das tut weh!“, protestierte sie empört.

„Ja, das ist nunmal der Sinn der Sache, Leonie. Noch einen, dann ist die Hälfte schon geschafft.“

Der dritte Schlag kam tief. Direkt oberhalb der Stelle, an der Leonies Po in den Schenkel überging. Sie jaulte regelrecht. 

„Halte still, Leonie“, ermahnte Herr Baumann die Schülerin, als diese begann, von einem Bein aufs andere zu tänzeln. Er verschränkte die Arme und klemmte sich den Riemen unter den Ellenbogen.

„Frau Haas, bitte überprüfen Sie, ob ich mit der zweiten Hälfte der Strafe fortfahren kann.“

Franziska trat an das Mädchen heran. Oha, das sah wirklich ordentlich aus. Drei breite rote Streifen zierten die Flanken der rechten Pobacke. Sie fuhr vorsichtig mit der Hand darüber. Tatsächlich fühlte sich die Haut dort rau und ein wenig erhaben an. Leonie stand regungslos da, über den Tisch gebeugt. Lediglich ihr schwerer Atem verriet, was in ihr vorging.

„Alles klar. Sie können fortfahren.“

Herr Bauman stellte sich nun auf die andere Seite der Schülerin. Die anderen drei Hiebe würde er aus der Rückhand verabreichen. Das war seine Technik. Vermutlich konnte man anhand der Gleichmäßigkeit der Spuren die Bilder auf dem Computer später Herr Baumann zuordnen. Beziehungsweise anhand der Ungleichmäßigkeit Frau Lazka, die darauf offenbar herzlich wenig Wert legte.

Drei weitere male klatschte es. Drei weitere Male schlang sich das Leder beim Aufprall um den Po der Schülerin. Dann hatte sie es hinter sich. Drei neue breite rote Streifen hatten sich bald gebildet. Aber es hatte keine Tränen gegeben, worüber Franziska sogar irgendwie froh war. Sie griff zur Kamera, um das Ergebnis zu dokumentieren.

„Also gut, du hast es überstanden. Zieh deine Hose wieder hoch, Leonie. Ich habe dir noch etwas zu sagen, bevor du gehst.“ 

Die Schülerin erhob sich wie in Zeitlupe aus ihrer Position. Sie bückte sich und zog vorsichtig den Bund der Jogginghose nach oben. Als der raue Stoff über ihre Pobacken glitt, verzog sie sichtbar das Gesicht. Dann presste sie ihre Hände gegen ihren Hintern, und begann ihn zu reiben.

„Du weißt, warum du diese Strafe bekommen hast?“

Leonie nickte.

„Wirst du in Zukunft deine blöden Hausaufgaben vielleicht einfach machen, anstatt dich davor zu drücken?“

Sie nickte erneut. Dieses mal mit Nachdruck. Dann seufzte sie.

„Puh, Herr Baumann, das hat aber echt weh getan.“

Franziska meinte fast so etwas wie Anerkennung aus dem Tonfall der Schülerin heraus zu hören.

„Ich weiß. Das war der Sinn der Sache. Ich hoffe, dass du kein Bedürfnis hast, das hier zu wiederholen. Und daran denkst, wenn der Schlendrian wieder anklopft. Wenn du wieder abwägst, ob es sich lohnt, deine Aufgaben zu machen oder nicht.“

„Ach was, ich hab ja jetzt erst mal wieder zwei Freischüsse, bevor es das nächste mal ernst wird, oder?“ 

Kaum zu glauben, dieses dunkelhaarige Mädchen, das sich immer noch die Hände fest auf den eben versohlten Po presste, grinste schon wieder schelmisch.

„Leonie! Soll ich Frau Lenner etwa sagen, dass sie sich die Striche bei dir hinkünftig sparen kann, und dich lieber jedes mal direkt herschicken soll, wenn du etwas 'vergessen' hast?!“

Das Mädchen hob den Blick, und sah Herr Baumann das erste mal direkt an, seit sie heute das Zimmer betreten hatte. Da lag etwas Unergründliches in ihren braunen Augen.

„Das wäre aber ganz schön gemein, Herr Baumann. Und ich denke nicht, dass Sie gemein sind.“

„Ha! Wenigstens kannst du mir auch nach deinem Hinternvoll immer noch in die Augen schauen, Leonie. Deine Sorge war also unbegründet.“

„Das stimmt. Sind wir dann fertig? Kann ich jetzt nach Hause gehen?“

„Ja, du kannst gehen.“

Leonie ging zur Tür. Im Rahmen blieb sie noch einmal kurz stehen und drehte sich um. 

„Herr Baumann?“

„Ja?“

„Danke.“

Und dann war sie verschwunden.



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