Most Wanted

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Der alte Mann und die Haarbürste

 Über die genauen Hintergründe, die zu folgenden Ereignissen geführt haben, brauchen wir hier nicht zu reden, denn sie gehören zu einer anderen Geschichte, die vielleicht irgend ein anderes mal erzählt werden soll. 

Fakt jedoch ist, dass die liebe Lisi aus welchen Gründen jetzt auch immer, auf die Idee kam, ein kleines Selbstspanking mit einer handelsüblichen Haarbürste aus Plastik an sich durchzuführen.

Für mich im Kopfkino war eine Haarbürste immer quasi das ideale Spanking-Utensil in allen Settings, die im häuslichen Alltag spielen. So eine Haarbürste ist nun einmal ein Gegenstand, der sich ganz unschuldig und unauffällig in jedem Haushalt auf die Lauer legen kann, bevor er dann plötzlich und überraschend aus dem Hinterhalt zuschlägt! Und man kann sie so schön nonchalant in der vollen Öffentlichkeit neben dem Bett auf dem Nachtkasten platzieren. Niemand außer Spanker und Spankee verstehen die Symbolik. Läge da ein Flogger oder eine Reitgerte prominent neben dem Bett, das würde bei Besuchern sicher zu der ein oder anderen hochgezogenen Augenbraue führen. Aber eine Haarbürste fällt in diesem Setting nicht auf, da es ihr natürliches Habitat ist. Das macht sie natürlich auch zu einem naheliegenden Objekt für die ersten Selbstspanking-Versuche. 

Dazu kommt, dass die Form des Objekts quasi ideal zum Poversohlen ist. Es gibt einen archetypischen Griff, der gut in der Hand liegt, und dazu einlädt, sie zu greifen. Und die meisten haben eine glatte, runde kellenartige Rückseite, die sich eine wunderbar stumpfe Aufschlagfläche erzeugt. Man haut natürlich nicht mit der Borstenseite. Das wäre bizarr. Man kann allerdings damit schön über einen frisch versohlten Po reiben. Das prickelt recht intensiv. Glaubt es mir, ich habe es für euch getestet.

Nun liegen die ersten Selbstspanking-Versuche natürlich schon viele Jahre hinter mir. Aber was ich sagen wollte: Ich weiß, wie sich eine Haarbürste auf dem Po anfühlt. Und ich habe oft Fantasien dieses Instrument betreffend. Ich verwende sie gerne in meinen Geschichten. Liegt also nahe, sie auch mal mit Dem Alten Mann auszuprobieren. Soweit also so klar.


Wie gesagt, wie ich dazu kam, mir letzte Woche selbst mit der Haarbürste auf den nackten Po zu klatschen, spielt jetzt keine Rolle. Es wäre vielleicht höchstens interessant zu erwähnen, dass eine weitere Person ihre Finger im Spiel hatte. 

Das ist wichtig, weil es der Punkt war, der dem Alten Mann ein kleines bisschen missfiel, als ich ihm davon berichtete.

O.k. spulen wir also vor bis zum Samstag letzte Woche. Wir sind verabredet. Unser drittes Treffen steht an. Ich freue mich darauf und bin gleichzeitig nervös. Die letzten beiden Treffen waren beide auf ihre Art sehr intensiv. Und für dieses mal hat der Mann etwas neues angekündigt. 

Wir führen eine Beziehung, in der Spanking eine große Rolle spielt, wie ihr wisst. Es ist die Nummer 1 unserer gemeinsamen Kinks. Er ist da deutlich der Erfahrenere in dieser Hinsicht. Und sein Vorschlag war es, erst einmal ganz langsam anzufangen und herauszufinden, womit ewir beide cool sind, bevor wir uns durch die extremeren Filme unseres Kopfkinos zappen.


Ja, und da hat er sicher Recht damit. Ich habe während der letzten drei Spankings von ihm schon die eindrückliche Erfahrung gemacht, dass sich so ein echtes Spanking ganz anders anfühlt als in der Fantasie und auch als ein Selbstspanking. Und dass bereits ein ein klassisches OTK-Handspanking so viel intensiver ist, als man es sich im Kopfkino je ausmalen könnte.

Ich habe auch schon angemerkt, dass trotz des Balancierens an meiner Schmerz-Wohlfühlgrenze bisher noch keine bleibenden Spuren aufgetreten sind. Worüber ich etwas traurig bin, da solche Spuren in meinem Kopfkino ein Dauerthema sind. Für mich ist der Reiz, auch einige Zeit nach dem Spanking noch regelmäßig beim Sehen oder Spüren der Spuren daran erinnert zu werden, ein wichtiger Teil des Gesamtpakets.


Nachdem Der Alte Mann also erfahren hat, dass ich mich selbst mit der Haarbürste gehauen habe, und auch aus welchem Grund, hat er spontan beschlossen, dass die Schonzeit jetzt vorbei ist.

Heute, Samstag Abend, wird er mir zeigen, wie sich ein Haarbürsten-Spanking anfühlt, wenn man es richtig macht. Und er meinte auch, die Zeit, im Wohlfühlbereich beim Spanking zu bleiben, sei vorbei, so wie ich mich aufführe die letzten Tage. Das berührt natürlich einen Punkt, an dem er völlig Recht hat. Seit wir endlich richtig zueinander gefunden haben, spielt meine Libido und spielen meine Emotionen völlig verrückt. Sie tanzen schreiend um das Feuer meiner bisherigen Überzeugungen, schlagen Purzelbäume, beschmieren Wände... All das halt irgendwie. Wobei das nicht allein sein Verdienst ist. Parallel haben sich noch andere Dinge ereignet, die ihren Einfluss darauf hatten.

Und es war auch explizit von Anfang an so vereinbart, dass es bei den Bestrafungen an den Punkt kommen soll, wo es aus dem Wohlfühlbereich heraus geht. Das wollen wir beide. Das ist Teil des Kinks. Es soll sich wie ein richtiges Spanking anfühlen, nicht wie ein Spiel. 

Und darauf freue ich mich.

Einerseits. 

Andererseits ist es das zweite mal, dass ich einem Treffen mit den sehr gemischten Gefühlen aus undifferenzierter, aber echter Angst und Vorfreude entgegen sehe.

Allerdings wird es ja wohl hoffentlich auch nicht allein beim Spanking bleiben. Was mich wieder zu der Frage führt, was ich für ihn anziehe. Ja, sorry, lasst mich, ich bin halt ein Mädchen!

Ich entscheide mich aufgrund der Hitze für Shorts und Top. Aber was drunter? Kein String, soviel steht schon mal fest. Das habe ich bei unserem ersten Treffen auf die harte Tour gelernt, dass das keine gute Idee ist. Einfach nichts ist ja an sich meine aktuell favorisierte Option, aber das wirkt dann gleich so needy. Beim letzten Besuch hat das gepasst. Aber dieses mal?

Letztlich entscheide ich mich für ein hübsches, aber relativ braves Set. BH mit leichtem Push-Up. Dazu ein Höschen im Panties-Schnitt. Die Antithese zum Tanga quasi. Aber in niedlich. Mit Rüschen an Brust- und Beinausschnitt. 

Drüber ein enges grünes Träger-Top und eine ebenso enge Shorts aus weißem Jeans-Stoff, die so ca. vier Zentimeter Beinlänge hat. Grün und weiß sehen großartig aus auf dem Braunton, den meine Haut jetzt angenommen hat, seit es endlich Sommer geworden ist.

Das Ensemble zeigt Haut, wirkt aber insgesamt relativ brav. Ist somit ein klarer Bruch mit dem Mätressen-Look vom letzten Mal. Die Haare packe ich in einen simplen Pferdeschwanz. Im Gesicht betone ich nur etwas die Augen, vergrößere sie optisch durch etwas Lidschatten und Kajal. Jetzt sehe ich doch aus, wie ein nettes, braves Mädchen von Nebenan. Niedlich lautet das Motto. Niedlich, statt verrucht. Das macht es doch sicher schwerer für ihn, mich allzu hart zu bestrafen, oder? 

ODER?


„Aha, hast dich versucht, als braves Mädchen zu verkleiden, was?“, begrüßt er mich, als er mein Zimmer betritt. „Aber keine Sorge, ich kenne dich schon viel zu lange, um darauf reinzufallen!“

Er sagt es lachend, aber mit diesem Unterton, der mir direkt zwischen die Beine fährt. Oh Mann, das geht ja gut los.

„Schau mal, was ich dir mitgebracht habe.“ Es ist wenig überraschend eine Haarbürste. Oder zumindest irgendeine Bürste. Aus Holz. Mit dem Ding könnte man ein Kanu steuern, möchte ich wetten. Es ist locker eineinhalb mal so groß wie meine eigene Haarbürste. Und doppelt so schwer.

Er nimmt mich in den Arm, als er mein erschrockenes Gesicht sieht. Nimmt mich in den Arm und presst mich an sich. Seine Hände natürlich sofort auf meinem Po. Wieder überwältigt mich diese Mischung aus Duft und Berührung.

Er knabbert mit den Lippen an meinem Hals. Dann flüstert er: „Du riechst wieder so lecker! Wir könnten uns jetzt so einen schönen Nachmittag machen. Du und ich, nackt, auf dem Bett. Wenn du nur nicht immer so unartig wärst. Jetzt muss ich dir schon wieder deinen süßen Po versohlen!“

Ich steige darauf ein: „Musst du wirklich? Was, wenn ich ganz lieb zu dir bin?“

„Oh, du wirst ganz lieb zu mir sein, da bin ich sicher. Nachdem ich dich übers Knie gelegt habe!“

„Aber bitte nicht so fest, ja?“ Ich klimpere mit den Wimpern.

„Lisa, Lisa, Lisa. Du weißt doch: Wie streng ich dich bestrafe, ist allein meine Entscheidung. Und so frech wie du die letzten Tage warst, wird es eine sehr strenge Strafe geben müssen.“

Auweia: Das erzeugt Schwärme von Schmetterlingen im Bauch und ein ganzes Rudel hüpfender Gummibälle in der Pussy, so wie er das sagt.

Aber zunächst werde ich noch ausgiebig abgeknutscht und befingert. Auch zwischen den Beinen natürlich.

„Na, da freut sich aber schon jemand auf seine Bestrafung, möchte man meinen!“

Seine Finger, die er mir vor die Nase hält, sind sichtbar feucht. Obwohl er seine Hand nicht mal in meiner Hose hatte. Selbst wenn ich wollte, könnte ich vor ihm nicht verheimlichen, wie scharf mich seine Ankündigung schon wieder macht.

Seine Hände haben derweil schon den Reißverschluss meiner Shorts geöffnet. Offenbar hat er es sehr eilig, mich über seinen Knien liegen zu haben. Also gut, dann bringen wir es mal hinter uns, würde ich sagen.


Ich habe mich beschwert, dass mein letztes Spanking von ihm neulich so nüchtern und sachlich war. So ganz ohne verbalen Zuckerguss. Und dass das auf seine Art besonders eindrucksvoll war.

Dieses Mal bewegen wir uns wieder auf vertrauterem Terrain. 

„Komm her, unartiges Mädchen! Komm her, habe ich gesagt! Wenn du dich so anstellst, werde ich dich besonders hart bestrafen! Du weißt, dass du es verdient hast, Junge Dame!“

All diese Sätze aus der großen Käsebox der Spankingklischees. Er hat mich sogar „junge Dame genannt! Aber so wie er es sagt, passt es so gut, dass es nicht cheesy klingt. Es kickt mich ungeheuer! Ich hoffe nur, er verliert dieses Gespür niemals.


Jedenfalls dauert es nicht lange, und ich liege in der inzwischen vertrauten Position über seinem Schoß. Er sitzt auf meinem Bett. Völlig bekleidet. Ich liege da. Die Shorts sind schon unten. Ich präsentiere ihm meinen vom Höschen noch züchtig bedeckten Po. Oberkörper und Beine hängen nach unten Richtung Boden. Ich stütze mich mit Händen und Füßen auf dem Teppich ab. Ihr kennt das ja.

Auf dem Bett liegen jetzt zwei Haarbürsten - meine eigene und seine mitgebrachte Höllenmaschine. Das hier ist kein „Wut“- oder „Straf“spanking. Das ist ein Testballon, was er mit mir machen kann, das ist schon klar. Entsprechend versucht er, eine günstige Testumgebung zu schaffen. 

Ich spüre seine Hand auf meinem Po. Er tätschelt mich leicht, knetet und streichelt meine Pobacken, was sich auf dem dünnen weichen Stoff der Panties sehr elektrisierend anfühlt. 

Sein Streicheln und Tätscheln geht langsam in Klapse über, die zunehmend fester werden. Es dauert gefühlt ungefähr drei Minuten, bis es anfängt, sich wie ein Spanking anzufühlen. Aber dann konzentriert er sich auf die Sitzfläche, also die untere Rundung meiner Backen, und verändert seine Handhaltung so, dass jetzt bei jedem Klatscher die Handfläche mit den Fingern eine konkav gerundete Form ergibt. So umfasst er bei jedem Hieb meine halbe Pobacke. Aua.


Inzwischen tut es weh. Und natürlich fange ich an zu zappeln und mich zu beklagen. Als ich mich aufbäume, und meinen Oberkörper anhebe, herrscht er mich an:

„Halte still und mach ja keinen Aufstand. Erstens hast du das hier mehr als verdient, und zweitens habe ich noch nicht einmal richtig angefangen!“

Aber im Kontrast zu diesen sehr streng gesprochenen Worten streichelt er wieder zärtlich die misshandelten Stellen. Ich entspanne meine Pomuskeln (hatte gar nicht gemerkt, dass ich sie angespannt hatte) und lass auch meinen Rücken locker. Ich gebe mich ganz diesen verwöhnenden Händen hin, die sich schnell von meinem Po zwischen meine Beine vorarbeiten. Ein Schaudern läuft durch meinen ganzen Körper.

„Unartiges Mädchen“, sagt er liebevoll. „Wir sind hier noch lange nicht fertig“, fügt er mit geheucheltem Bedauern hinzu.


Ein Mann ein Wort, würde ich mal sagen. Kaum, dass er fertig geredet hat, höre ich ein dumpfes, pochendes Klatschen. Und eine heiße Schicht beißender, brennender Schmerz breitet sich über meiner Pobacke aus.

Ich kenne dieses Geräusch! So klingt meine Haarbürste, wenn sie in Aktion tritt.

Und OMG, sie tritt in Aktion. Zuerst in mäßigem Takt, dann immer schneller und schneller hageln jetzt Hiebe mit dem fiesen Plastikteil auf meinen armen Po. Zuletzt in einem Tempo, das es mir fast nicht mehr erlaubt, den einzelnen Schmerz jedes Treffers zu realisieren, bevor der nächste kommt! Ich zappele wieder und fluche und schimpfe. Als ich denke, ich kann es gleich nicht mehr aushalten, hören die Hiebe auf, und ich spüre wieder seine verwöhnenden Hände. Ich lasse mich fallen, Buchstäblich wie metaphorisch.

Aber dieses mal gönnt er mir nur eine sehr kurze Pause, bevor er zu seiner anderen Bürste greift. Er fährt mir mit der hölzernen Kelle neckend über die brennenden Backen. Als er sie dann weg nimmt, weiß ich, was kommen wird, und beiße schon einmal die Zähne zusammen.

Fuck!

Gar nichts wusste ich! Der erste Schlag überrascht mich völlig. Diese Bürste fühlt sich um Welten massiver an. Ich habe das Gefühl, bei jedem Schlag werden meine kompletten Backen durchgenetet. Der Schmerz geht tiefer, fühlt sich aber viel gröber und stumpfer an als der von meiner eigenen kleinen Bürste.

Dieses Mal lässt er zum Glück längere Pausen zwischen den Hieben. So dass ich jeden einzelnen voll auskosten kann. Das ertrage ich insgesamt besser als die schnellen Folgen mit der anderen Bürste, auch wenn sich die einzelnen Schläge fiel nachhaltiger anfühlen.

Ich habe das Gefühl, mein kompletter Hintern steht in Flammen, als er endlich inne hält.


Während er wieder zärtlich meinen malträtierten Hintern streichelt, versuche ich meine Atmung in den Griff zu bekommen.

Es ist ein unfassbares Gefühl. Der Schmerz geht nahtlos in ein wohliges Ganzkörperkribbeln über. Und in dem Maße, wie ich anfange zu seufzen, schießt mir die Flüssigkeit in die Pussy. 

Ich schließe die Augen und gebe mich einfach seiner Verwöhnung hin.

Bis mich seine Stimme aus der Trance reißt: „Lisi, Lisi. Ein richtiges Spanking gehört auf den nackten Po! Das weißt du doch. Los! Steh auf und lass das Höschen runter.“

Wie bitte? Das war es noch gar nicht? Ich hab völlig vergessen, dass ich noch meine Panties anhabe. Die Bürsten haben einfach durch den dünnen Stoff durchgehauen. Und jetzt will er auf den Nackten weiter machen? Das kann er nicht ernst meinen!

Doch er meint es todernst, leider.


So wie ich es sehe, gibt es verschiedene Archetypen von Subs. Da gibt es die von Anfang an Devoten, die gerne dienen, sich bereitwillig unterwerfen und ihrem Herrn aufs Wort gehorchen. Und dann gibt es solche wie mich. Die geborenen „Brats“. Die provozieren, betteln, verhandeln, widersprechen, sich wehren. Die jeden Schritt in Richtung ihrer Unterwerfung geschoben und gestoßen werden müssen. Ja, das ist der Lisi-Typ.

Es sagt glaube ich einiges über die Wirkung dieser verflixten Haarbürsten, dass ich wortlos aufstehe, meine Panties herunter ziehe und mich wieder über seinen Schoß lege - und das ohne weitere Aufforderung.

„Ich sehe, dieses Spanking zeigt langsam seine gewünschte Wirkung. Mir gefällt, was es mit deiner Einstellung macht.“

Der triefende Sarkasmus in seiner Stimme lässt mich die Fäuste ballen. Schon formt sich eine schnippische Antwort auf meiner Zunge, doch dem kommt er zuvor.

„Dann wollen wir jetzt mal dafür sorgen, dass du es so richtig verinnerlichst, dass diese Einsicht sich für eine ganze Weile einprägt bei dir!“

Und Pock-Klatsch! beginnt die kleinere Bürste erneut ihren Tanz auf meinem Hintern. 


O.k. Was habe ich über den dünnen Stoff der Panties gesagt? Und dass der quasi keinen Unterschied macht? Vergesst es Leute! Vergesst es einfach! Im direkten Kontakt mit der Haut entfaltet dieses Mistding erst seine volle Wirkung. Es brennt und kneift viel mehr als vorhin. Und er denkt gar nicht dran, mir eine Pause zwischen den Hieben zu gönnen. Ich strampele, zappele, versuche von seinem Schoß zu rollen. Versuche meine Hand vor meinen Po zu halten. Als erstes packt er meinen rechten Arm und dreht in mir unsanft auf den Rücken. Dann schiebt er mich etwas nach vorn und richtet sich auf, so dass nun mehr Gewicht auf meinem Oberkörper lastet. Was bedeutet, dass ich mich mit dem anderen Arm am Boden abstützen muss. Im nächsten Schritt legt er dann sein rechtes Bein über meine Oberschenkel und klemmt mich auf diese Art fest. Und das alles ohne aus dem Takt zu kommen. Immer, wenn ich ganz kurz davor bin, es wirklich nicht mehr aushalten zu können, macht er aber eine kurze Pause und streichelt so gemein sanft über meine Pobacken, um mich in falscher Sicherheit zu wiegen, dass es endlich vorbei ist. Nur, um dann wieder von vorne anzufangen, sobald sich mein Zappeln gelegt hat.


Ich weiß nicht, wie lange das so geht, ich weiß nicht, wie viele Schläge ich bekommen habe, irgendwann höre ich auch einfach auf mich zu wehren. Lasse mich fallen, liefere mich der Strafe völlig passiv aus. Was der Moment ist, wo ich von einer Welle von Endorphinen umspült werde. Plötzlich ist er wieder da, der Lustschmerz, den ich so gut kenne von seinen Handspankings und natürlich von meinen eigenen Versuchen an mir. Das dumpfe Klatschen der Haarbürste wird in den Hintergrund gedrängt. Diese warme brennende Welle brandet im Vordergrund vor und zurück.

Dann streichelt er wieder. 

„Sieht so aus, als ob die Lektion langsam angekommen ist. Aber wir gehen besser auf Nummer sicher!“

Ich würde gerne sagen, mein Herz rutscht in die Hose (die ja schon lange irgendwo auf dem Teppich herum liegt), als er die große Bürste greift. Aber es wäre glatt gelogen. Ich freue mich fast darauf. Jetzt, wo ich in Endorphinen fast ersaufe, werde ich den Schmerz kaum mehr spüren, auch von diesem Teufelsding nicht.


Aber Holy Shit. Darauf, was jetzt kommt, war ich nicht gefasst. Das stetige Dauerfeuer der Plastikbürste hat mich schier wahnsinnig gemacht. Schlag um Schlag, deren Schmerzwellen ineinander gelaufen sind, bis man es gar nicht mehr als einzelne Schläge wahrgenommen hat. 

Diese Hiebe jedoch, da nehme ich jeden einzelnen nur zu intensiv wahr. Er hebt seinen Arm mit der Bürste bis über die Schulter und lässt sie dann mit Kraft auf meinen Hintern klatschen. Die Wucht durchfährt meinen ganzen Körper. Ich spüre, wie ich auf seinen Knien nach vorne und wieder zurück schaukele. Und dann wartet er eine halbe Ewigkeit, bis der nächste Hieb von ähnlicher Qualität auf der anderen Backe einschlägt.

Seelenruhig versetzt er mir 20 in dieser Qualität. Die Pausen dazwischen lassen mir Zeit, den Hieb zu verdauen, und mich auf den nächsten vorzubereiten. Fäuste ballen. Einatmen. Luft anhalten. Pobacken anspannen. Augen zukneifen! Und nach jedem Klatscher, der durchs Zimmer hallt, presst es mir die Luft in einem tiefen Stöhnen aus der Lunge.

Holy Shit.


Nachdem er die Haarbürste weg gelegt hat, bleibe ich einfach erschöpft und völlig devot über seinem Schoß liegen. Er streichelt meine wunde Haut, er knetet die Backen. Und dazu sagt er liebe und tröstende und lobende und zärtliche Dinge. Ich höre die Worte nicht, nur ihren sonoren Klang, der mich umschmeichelt. Wellen von Kribbeln und Schaudern jagen mir durch den Körper. Und langsam breitet sich ein warmer, goldener Glanz aus, der meinen kompletten Körper erfasst.


Ein sanfter Klaps holt mich aus der Trance zurück.

„Da hat jemand ziemlich ordentlich den Po voll bekommen. Ich denke, ein bisschen Creme sollte helfen. Leg dich aufs Bett. Auf dem Bauch!“

Ich krabbele von seinem Schoß. Mein Hintern glüht. Als ob ich mich jemals wieder anders hinlegen werde als auf den Bauch!

Er kommt mit einer Body-Lotion aus dem Bad. Dann kniet er sich neben mich aufs Bett und fängt an, meinen armen Po gründlich einzucremen. Es fühlt sich so gut an. 

Es fühlt sich unglaublich gut an. Nicht nur am Po. Der warme goldene Glanz ballt sich inzwischen an einer ganz bestimmten Stelle, und die ist sicher nicht mein Hintern. Das entgeht ihm natürlich nicht, was ich daran merke, dass sich seine Hände immer öfter und immer länger zwischen meine Beine verirren. Zu meiner geschwollenen, tropfnassen Pussy, die inzwischen ebenso glüht wie meine Pobacken.

Auffordernd recke ich ihm meinen Hinterleib entgegen. Er versteht diesen Hinweis. Überrascht stöhne ich auf, als ich ihn plötzlich in mir spüre. Während ich mir intensiv den Stoff meiner Bettdecke vor meiner Nase betrachtet habe, hat er offenbar seine Klamotten aus- und ein Gummi drüber gezogen.


Was dann folgt, ist vermutlich das liebste und zärtlichste Doggy, das ich je hatte. Langsam und vorsichtig gleitet er rein und raus, während ich mich aus der liegenden in eine kniende Position hoch arbeite.

Seine Hände fahren unter mein Top und unter die Körbchen meines BH. Er greift fordernd meine Brüste. Ich schmiege mich an ihn. Bevor ich es mich versehe, hat er mir Top und BH über den Kopf gezogen, jetzt bin ich so nackt wie er. 

„Ich möchte dich anschauen“, sagt er irgendwann. Er zieht ihn raus und dreht sich auf den Rücken. Dann dirigiert er mich mit Nachdruck über sich. Ich liebe die Reiterstellung. Das Ding ist nur: ich komme da ziemlich schnell. Vor Allem, wenn er so wie jetzt meine Nippel bearbeitet. Dieser Mistkerl! Aber gut, in dem Fall ist es eben so, dann gibt es kein Halten mehr. Ich bewege mich auf ihm, reibe mich an seinem Becken, fühle ihn hart und dick in mir. Und das wars dann. 

Der Orgasmus ist ziemlich heftig. Das Brennen an meinem Hintern und seine Hände, die genau im richtigen Moment Druck auf meine Nippel ausüben, sind das Eine. Dass er es ist, ist das Andere. Ich merke das an meinen Orgasmen, ob die Person, die sie mit beschert, mir nahe ist und ob sie mit mir harmoniert

Und Leute, er harmoniert heute sogar sehr. Er ist nur einen Augenblick nach mir gekommen! Seine Orgasmus-Probleme scheinen wirklich langsam zu verschwinden. Ich bin gerade so glücklich.


Wir bleiben noch eine ganze Weile miteinander liegen. Kuscheln, reden.

Das also war ein Spanking, das über meine Wohlfühlgrenze hinaus geht. Wow. O.k. 

Fazit:

- es macht mich trotzdem scharf. Nicht unbedingt währenddessen, aber direkt im Anschluss.

- Retrospektiv betrachtet war meine kleine Plastikhaarbürste fast schlimmer zu ertragen als die große aus Holz.

- er kann wirklich streng sein, wenn es sein muss, und ich liebe es so sehr!

- Ich, beziehungsweise mein Po, brauche eine Spanking-Pause.


Wir verabreden uns trotzdem wieder für den nächsten Tag. Einfach nur Zweisamkeit genießen. Ganz ohne Spanking.

Als er dann gegangen ist, betrachte ich sein Werk im Spiegel. Es ist immer noch tief rot. Und es brennt und kribbelt bei Berührung. Auf dem Weg ins Bett muss ich noch in meine Kiste mit den Spielzeugen greifen. So horny bin ich schon wieder. Und dann riecht auch noch mein Bett nach ihm. Ich knie mich hin, vergrabe meinen Kopf in dem Laken mit seinem Duft. Es dauert keine drei Minuten, bist ich in dieser Position komme. 


Was für ein Tag.

Der Alte Mann und die Mätresse

Vielleicht sollte ich mürrisch oder zumindest schnippisch in dieses Fickdate gehen. Es hat schon etwas Despektierliches, wie er ankündigt, mal eben kurz vorbei zu kommen, und sein Recht auf meinen Körper einzufordern.

Unglücklicherweise kickt meine Libido die Reste meines Stolzes mit gestrecktem Bein ins Gesicht mühelos aus dem Ring. Ich habe mir ja gestern schon darüber den Kopf zerbrochen, wie diese Situation in mir ungeahnte neue sexuelle Druckpunkte freigelegt hat. Er will also die Mätresse? Er wird die Mätresse bekommen.

Ich glaube, er hat mich noch nie in meiner vollen Pracht gesehen. Nur bei der Arbeit und bei rein freundschaftlichen Treffen bisher. Nie, wenn ich fürs Feiern und Daten richtig aufgebrezelt war. Also verdrücke ich mich, kaum dass die Vorlesung vorbei ist, ins Bad und lege los mit der Neukonstruktion.

Ich glaube, ich habe es schon erwähnt: Ich schminke mich im Alltag eher dezent. Wenn ich mich überhaupt schminke. Die Natur hat mich mit einer gesunden Haut, schön konturierten Lippen, ziemlich perfekten Augenbrauen und langen dunklen Wimpern gesegnet. Aber es gibt nichts, was sich nicht noch optimieren ließe. Also lege ich mich ins Zeug. Mehrlagig. Das volle Programm. Smokey-Eyes, Rouge, der teure Lipgloss mit dem Glanz-Effekt.

Das fertige Werk trägt später den Titel „Das Gesicht der Edelhure“. Wenn ich zu sehr die Wimpern klimpere, könnte es stauben, fürchte ich.

Auch meine Haare bekommt er dieses Mal nicht in ihrer Naturform zu sehen. Ich habe sie heute morgen gewaschen. Heute Nachmittag packe ich mir Haaröl drauf und kämme sie streng nach Hinten, wo ich sie kunstvoll hoch stecke. Befestigt wird das Ganze mit Haarnadeln und mehreren Spangen. Das Öl und die Frisur machen aus meinem Dunkelbraun fast ein Schwarz. Eine satte Strähne spare ich vorne aus. Ich drehe sie um einen Lockenstab und lasse sie mir verrucht ins Gesicht hängen. Eine extrem unpraktische und nervige Frisur. Unter normalen Umständen würde ich ständig daran herum spielen und die lästige Strähne versuchen weg zu pusten, weil sie mir das Gesichtsfeld beeinträchtigt. Aber es schaut richtig krass aus. Wie für einen Ball herausgeputzt.

Dazu gönne ich mir ein Kleid, das ich kaum getragen habe, da es etwas speziell ist. Also jetzt nicht übertrieben offenherzig, nur sehr, sehr retro. Aber auf eine sexy Art. Es hat so ein bisschen Rockabilly-Charme. verstärktes Mieder, super tailliert, weiter Rock mit eingenähtem Petticoat. Der Stoff hat ein gedecktes blau mit weißen Punkten. Am Ausschnitt, dem Rocksaum und den Ärmeln ist es mit schwarzer Spitze besetzt. Da ich kein passendes Set Unterwäsche finde, lasse ich sie einfach weg.

So, ich bin mal gespannt, ob der den subtilen Hint versteht.


Heute war es den Tag über wieder recht warm, aber gegen Nachmittag beginnt es zu gewittern. Er bekommt das Unwetter voll ab. Was seine Laune nicht gerade gehoben hat, nehme ich mal an. Aber das ist nicht mein Problem, würde ich sagen.

Wobei so gesehen kann es schon zu meinem Problem werden.

Er ist tatsächlich durchnässt bis auf die Haut, als er dann vor meiner Tür steht. Selbst seine Brille ist beschlagen und voller Tropfen. Sobald er im Raum ist, fängt er wortlos an, seine Schuhe, seine Hose und sein Shirt auszuziehen. Ja, o.k., die Klamotten sind natürlich pitschnass. Also bringt er sie ins Bad. Und kommt in Boxershorts only mit einem frischen Handtuch wieder, mit dem er sich gerade die Haare abrubbelt.

Vielleicht ist es das, was mich schlussendlich in das trotzige Fahrwasser gebracht hat. Jedenfalls verschränke ich erst mal meine Arme und schaue ihn herausfordernd an. Was der Moment ist, wo Monsieur mich das erste mal richtig anschaut.

Und ich sehe förmlich, wie sich sein Unterkiefer mit der Geschwindigkeit einer Kontinentaldrift nach unten bewegt, und seine Lippen schließlich ein perplexes „O“ formen.

„Wow, du siehst ja umwerfend aus, Lisi! Hammer!“

Er kommt auf mich zu, und einen Augenblick später drückt er mich an sich und seine Lippen auf meinen Mund. Was für ein Kuss! O.k., der hat mich jetzt doch überrascht. Offenbar hat das Outfit seinen Geschmack getroffen. Seine Hände wandern ungeniert unter meinen Rock und fassen mich fest an den Pobacken. Dann zögert er kurz.

„Hast du nicht mal ein Höschen an?“, fragt er grinsend.

Ich spüre, wie sich in seiner Boxershorts etwas regt.

„Du hast es doch eilig heute. Also. Soll ich mich dann direkt aufs Bett legen und die Beine spreizen, um dich nicht unnötig aufzuhalten?“

„Hmmm, ganz schön frech!“, entgegnet er.

„O.k.“. sage ich und hebe den Rock. „Also erst noch der zickigen Geliebten den Po versohlen, um sie gefügig zu machen?“

„Sag mal. Wie bist du denn heute drauf?“

„Super. Ich will es dir nur so leicht wie möglich machen als deine Geliebte. Einmal besteigen, einmal Po versohlen und schnell wieder raus war doch dein Plan. Die Reihenfolge liegt natürlich bei dir.“

„Na dann, wenn du darauf bestehst!“

Er packt mich, setzt sich auf mein Bett, und bevor ich mich versehe, liege ich quer über seinem Schoß. Ich zappele etwas, aber er dreht mir einfach den Arm auf den Rücken. Dann schiebt er mir genüsslich den Rock und die Petticoats hoch. Mit etwas Abstand betrachtet muss das ausgehen haben wie eine Szene aus einer 50er-Jahre-Kommödie. Nur, dass ich es in dem Moment gar nicht lustig finde. Vor Allem, weil er direkt ohne weitere Umstände zur Sache kommt. Seine Hand klatscht auf meine nackten Pobacken, wieder und wieder. Methodisch und gründlich.

Das ist mein drittes Spanking, das ich von ihm bekomme. Das erste war neckisch und liebevoll und total erotisch. Das zweite war härter, aber extrem leidenschaftlich.

Dieses ist nichts davon. Nicht liebevoll, erotisch oder leidenschaftlich. Es gibt kein Aufwärmen, es gibt keinen neckischen Dialog, kein Schimpfen, kein Nachfühlen, ob ich horny bin. Es gibt einfach nur Schläge auf den Hintern und es tut einfach nur weh. Erst einmal.

Das hier ist quasi ein Angry-Spanking. Nur dass er mich natürlich nicht versohlen würde, wenn er wirklich wütend wäre, das haben wir alles besprochen. Aber gäbe es in unserer Beziehung so etwas wie ein wütendes Spanking, dann würde es sich genau so anfühlen.

Ich strampele und schimpfe und will nur noch dass es aufhört. Wobei ich zugeben muss. Da ist ein kleiner Teil in mir, der ihm applaudiert und ihn regelrecht anfeuert! Los, zeig es dieser renitenten Person. Klopf  ihr die ganze Zickigkeit heraus! Ich hasse diesen Teil von mir gerade!


Irgendwann ist es vorbei. Genauso abrupt wie es begonnen hat.

Ich stehe vor ihm und reibe meinen Po. Herausfordernd schaue ich ihn an.

„War es das dann?“

Er springt auf, packt mich, wirbelt mich herum, so dass ich mit dem Rücken zu ihm stehe. Seine Hand packt mich am Hals unterm Kinn und schiebt meinen Kopf in den Nacken, an seine Brust gepresst. Mit der anderen Hand umfasst er meinen Bauch und zieht mich dort ebenfalls zu sich. Ich spüre seinen harten Schwanz an meinen roten Pobacken.

„Möchtest du, dass ich wieder gehe?“ Flüstert er mir ins Ohr.

„Natürlich nicht, ich hab mich jetzt extra ne Stunde lang für dich rausgeputzt.“

„Oh, das sehe ich. Und es war jede Minute wert. Aber ist das der einzige Grund, warum du nicht willst, dass ich gehe, hm?“ Das sagt er jetzt fast zärtlich. Als Kontrast dazu greift er wieder ungeniert unter meinen Rock, dieses mal allerdings zwischen meine Beine. Natürlich bin ich feucht. Die Situation kickt mich ungemein. Aber das werde ich ihm nicht auf die Nase binden.

Dafür stöhne ich auffordernd.

„Du tust vielleicht so, als ob du das hier nicht auch willst! Du tust so, als ob dich die Vorstellung empört, als ob du beleidigt wärest! Aber weißt du was ich glaube? Es macht dich an. Die Vorstellung, die kleine Sexfreundin zu sein, die auf Befehl die Beine breit macht, macht dich an. Die Idee, benutzt zu werden, macht dich scharf!“

„Von wegen!“

„Oh, kleine Lisa. Abstreiten hilft nicht. Ich kann an den Fingern spüren, wie scharf es dich macht. Du spielst noch die Beleidigte, dabei tropfst du schon regelrecht! Dir werde ich eine Lektion erteilen, meine Liebe. Und dafür werde ich mir ein bisschen mehr Zeit nehmen als geplant. Wird auch niemand erwarten, dass ich bei dem Wetter gleich heim fahre, oder?“

Ich atme schwer. Ich spüre die Hitze seines Körpers in meinem Rücken, seinen harten Schwanz an meinen Po gepresst. Seine Hand zwischen meinen Beinen, zwei Finger bereits ein paar Zentimeter tief in mir. Die andere immer noch an meinem Hals.

Aber mehr noch als das Körperliche ist es das Drumherum, mit dem er mich um den Verstand bringt. Seine Stimme, die vor Dominanz und Verlangen nur so strotzt. Aber vor Allem seine Worte. Was er sagt, wie er es sagt, wie er es durch das unterstreicht, was seine Hände tun. Wie er einfach das Narrativ der Situation mit seiner süffisanten Souveränität und seiner lockeren Dominanz mal eben umdreht. Das Narrativ, das aus der zu recht empörten Lisa wieder die lüsterne Lisi macht, der eine Lektion erteilt werden muss.

Natürlich tropfe ich bereits, was denkt er denn?

„O.k., wenn es das ist, was du brauchst, dann leg dich sofort aufs Bett und schiebe den Rock hoch.“

Er unterstreicht das, indem er mich nachdrücklich in Richtung Bett schiebt. Widerstand zwecklos. Also lasse ich mich von ihm auf das Bett werfen. Ich lande auf dem Bauch.

„Hoch mit dem Rock!“

Ich gehorche. Da liege ich auf dem Bauch mit hochgerafftem Rock. Ohne Unterwäsche reckt sich ihm mein nackter, roter Hintern entgegen. Ich presse unwillkürlich die Beine zusammen.

„Auf den Rücken drehen! Brav. Jetzt spreize deine Beine. Gut winkle die Knie an!“

Ich liege vor ihm, weit gespreizt, völlig offen in schamlos obszöner Haltung. Obenrum noch völlig bekleidet, untenrum nackt. Bereit von ihm benutzt zu werden. Auweia. Eine Welle der Erregung schüttelt mich regelrecht durch.

Er grinst. Holt genüsslich seinen Schwanz aus dem Schlitz seiner Boxershorts. Mit der Hand hält er ihn und massiert ihn noch ein bisschen, bis er ganz steif ist. Dann greift er nach den Gummis, die auf dem Nachttisch schon bereit liegen.

Es dauert keine Minute, da liegt er auf mir und schiebt mir den gummiverpackten Schwanz rein. Ich stöhne wieder auf. Dieses mal aus einer Mischung aus Überraschung und echter Lust heraus. Krass. Kein Kuss, kein Klaps auf den Po, kein Schwanz im Mund. Nicht einmal meine Brüste hat er angefasst. Und ich bin so feucht und bereit für ihn, wie ich nur sein kann!

Kaum, dass er das bemerkt hat, legt er jeglichen Rest Zurückhaltung ab und fängt an, mich mich tief, hart und schnell zu stoßen. Ich schnappe nach Luft. Er tut mir nicht weh oder so, dafür bin ich viel zu gut geschmiert. Und es ist auch nicht in der Doggy-Haltung, wo sein Schwanz bei jedem Stoß gegen meine innere Krümmung arbeitet. Aber es ist klar, so wie er mich gerade fickt, denkt er ausschließlich an sich. Ich weiß von vorgestern, dass er ziemlich gut darin ist, sich auf mich einzustellen, und das heißt, am Anfang erst einmal langsam und zärtlich, so wie vorgestern. Ab dem bestimmten Punkt genieße ich die harten Stöße dann sehr, aber um dahin zu kommen, muss ich erst einmal langsam in Schwingung versetzt werden.


So, wie er mich jetzt fickt aber, kann es zudem nicht lange dauern, bis...

Und tatsächlich. Nach kaum drei Minuten hartem Ritt fängt er an zu keuchen und zu stöhnen. Und dann kommt er heftig in mir. Ich kann es spüren, wie er zuckt. Fuck!

Kaum ist er fertig, zieht er ihn raus, streift das Kondom ab und entsorgt es im Mülleimer.

Ich liege schwer atmend immer noch auf dem Rücken. Mir gespreizten Beinen und glühender, klitschnasser, enttäuschter Pussy.

„Nice“, sagt er locker, während er zur Küchenzeile geht und sich ein Glas Wasser einfüllt. „Du könntest dann gleich mal meine Klamotten in den Trockner packen, wenn es nicht zu viele Umstände macht.“

Ich starre ihn ungläubig an. Der Trockner steht im Keller.

Er zuckt mit den Schultern. „Du bist immerhin noch richtig angezogen, ich nicht. Also hopp.“


Wie in Trance erhebe ich mich. Ich nehm seine nassen Kleider in die Hand und mache mich tatsächlich auf den Weg in den Keller.

Wenn ich mir das so durchlese, klingt wer wie der letzte Arsch. Was ich auch kurz so gefühlt habe. Aber als ich beim Fahrstuhl ankomme, grinse ich schon wieder übers ganze Gesicht. 

Hä? Bist du jetzt völlig doof geworden, Lisi? Der Typ fährt hier die Karikatur eines Vollmachos auf, und du findest das jetzt plötzlich gut, oder was?


Also gut. Time-Out.

Es gibt da so ein paar Dinge, die ich mir an der Stelle nochmal ins Gedächtnis rufe, was ich hiermit wiederhole, damit man es nachvollziehen kann.

1. Der Abend ist noch nicht vorbei. Der Trockner wird mindestens ne Stunde bis Anderthalb brauchen, bis die Klamotten trocken sind. Diese Zeit werden wir nutzen und ich weiß, ich werde auf noch meine Kosten kommen dabei. Oh, das werde ich, da habe ich überhaupt keine Sorge, denn:

2. Er hat genau gespürt, in welchem Film ich unterwegs war. Und hat genau das passende Drehbuch dazu hervorgezaubert. Die heimliche Geliebte, die nur der Befriedigung der niederen Gelüste ihres Liebhabers dient. Die sich aufbretzelt für ihn, und zum Dank mega gedisrespected wird. Meinen devoten Headspace voll aufgegriffen und vertieft. Und falls das möglich war, bin ich jetzt noch härter horny als vorhin. Und das nicht nur sexuell, sondern irgendwie auch emotional.

3. Das hat mich so scharf gemacht, dass ich trotz allem fast gekommen wäre dabei. Noch eine Minute und er hätte mich gehabt.

4. Was das i-Tüpfelchen ist. Ich habe das nicht extra erwähnt, aber natürlich ist er Sonntag nicht einfach auf meinem Bett und Leben verschwunden und jetzt wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Wir haben ultra viel geschrieben und auch telefoniert zwischendurch. Und natürlich über das geredet, was Sonntag alles passiert ist. Darum weiß er natürlich, dass so großartig es im Großen und Ganzen auch gewesen ist unser erstes mal, es da eine Sache gab, an der ich seit zwei Tagen ganz schön kauen muss. Und das waren seine Orgasmusprobleme. Wir haben da viel drüber geredet. Und er hat mir immer wieder versichert, dass es an ihm liegt, dass er eben nervös war, wahnsinnig angespannt, weil er alles richtig und gut machen wollte und dass es ihm immer mal wieder passiert ist, dass er Probleme hatte, sich beim ersten mal mit jemand Neuem fallen lassen zu können.

Und trotzdem war da dieses Gefühl bei mir, dass es eben doch an mir lag. Dass er mich nicht attraktiv findet, dass ich ihn nervös mache, dass ich so kompliziert bin, dass er sich so anstrengen muss, es mir recht zu machen, dass er nicht kommen kann.

Tja. Er kann. In kaum drei bis vier Minuten. So egoistisch und ignorant seine Aktion eben auf den ersten Blick aussah, so respektlos und demütigend, in Wahrheit war es auch ein Geschenk an mein Selbstvertrauen. So irre und paradox sich das anhören mag. Er hat mir gezeigt, dass er sich jetzt bei mir fallen lassen kann.



Als ich wieder zurück in mein Apartment komme, empfängt er mich mit einem warmen Lächeln. Ich lächele zurück. Bis ich merke, dass sein warmes Lächeln sich in Richtung Raubtiergrinsen verschiebt.

„Zieh das Kleid aus, Lisi. Ich habe eine Überraschung für dich!“

Das klingt doch vielversprechend. Das Kleid hat einen Reißverschluss auf der Rückseite.

Hilfst du mir?“, flöte ich, und drehe mich um. Natürlich lässt er sich das nicht zweimal sagen. Während er langsam den Reißverschluss öffnet, bedeckt er meinen Nacken mit Küssen.


„Ich mag deine Frisur!“, sagt er. Kaum ist der Verschluss offen, spüre ich seine Hände auf meinen Brüsten. Ich schäle mich aus dem Kleid, während er hinter mir steht, sein Gesicht in meinem Nacken und seinen Händen auf meinem Körper. Die ich erst einmal eine Weile genießen darf. Bevor er mich wieder in Richtung Bett schiebt.

„Zeit, dich einer deiner Ängste zu stellen, Lisi. Jetzt werden wir mal sehen, wie es um deine Triebigkeit bestellt ist.“

Was meint er, mich meinen Ängsten zu stellen? Das wird mir klar, als ich Seile dort liegen sehe.

O.k., ich weiß es, aber um es nachvollziehen zu können, muss ich es wohl erklären.

Ich habe ja schon erwähnt, dass wir auf eine lange Geschichte gemeinsamen Kopfkinos zurück blicken können. Verschiedene Aspekte habe ich schon beschrieben. Das Spanking. Das Spielen mit der Lust. Dominanz. Jetzt neu: Benutzt werden. Und da gibt es eine Sache, die mich in der Theorie unglaublich anteased. Vor deren Umsetzung ich aber ein bisschen Angst habe, weil es mit sehr starken Emotionen für mich spielt. Ich mag es ja, wenn ich die Kontrolle abgeben und mich hingeben kann. Das wissen wir. Aber in der letzten Konsequenz schreckt es mich, wenn es kein Hintertürchen gibt. Natürlich haben wir ein Safe-Wort. Also ganz ohne Hintertürchen ist nichts. Es geht eher um Aktion und Reaktion. Ich bin auch in der devoten, passiven Rolle gerne ein bisschen aktiv. Provozieren, reizen, Kommentare/Widerworte geben, wehren, mich entziehen... Bei dieser einen Sache, die uns da im Kopf so kickt, wäre ich jedoch auf komplette Passivität reduziert. Ich kann nur daliegen und es hin nehmen. Das ist der Reiz. Aber das ist auch die Angst dabei.

Eigentlich wollten wir das schon beim ersten Mal testen. Haben uns aber dann dagegen entschieden. Erst kennen lernen, Vertrauen schaffen. Insofern ist es etwas gewagt von ihm, das jetzt vorzuschlagen. Aber ja, es war Thema in unseren zwischenzeitlichen Chats. Ich möchte es. Grundsätzlich.

Und ich verstehe, wo das jetzt heute her kommt. Weil es im direkten Widerspruch zu dem Narrativ steht, das ich anfangs eingeführt hatte. Dass es heute nur darum geht, dass er bequem seine Lust befriedigt bekommt von der Gespielin, die für ihn die Beine breit macht.

Puh.

O.k.

Lassen wir uns also darauf ein. Es ist eben so, ich bin gerade so horny, dass ich schreien könnte. Und in einem extrem devoten Headspace. Und bessere Voraussetzungen gibt es nicht.

Lasset also die Spiele beginnen.


Er macht das nicht zum ersten Mal, das merkt man sofort. Auch diese Technik beherrscht er souverän. Er beginnt damit, meine Frisur auseinander zu nehmen, und alle Haarnadeln und -Spangen heraus zu ziehen. Kurze Zeit später finde ich mich dann völlig nackt rücklings auf dem Bett liegend vor. meine Arme und Beine sind von mir gestreckt wie bei einem großen X. An den Gelenken mit Seilen gebunden, die zu den vier Pfosten meines französischen Bettes führen und dort befestigt sind. Ich bin hilflos gefesselt. Gespreizt. Für ihn. Wie vorhin. Nur völlig anders.

Ich weiß, was jetzt kommen wird. Wir haben oft genug zusammen davon fantasiert. Trotzdem ist es geradezu elektrisierend, als seine Lippen das erste mal sanft meinen Bauch berühren.

Er küsst sich Stück für Stück an meinem Körper entlang nach unten, bis sein Kopf auf der Höhe meines Schambeins ist. Es sind wieder seine Finger, die den ersten Kontakt herstellen. Vorsichtig teilt er meine Schamlippen. Dann fährt er ganz langsam mit zwei Fingern am Eingang zu meiner Vagina entlang.

„Und du tust so, als ob es allein meine Geilheit wäre, die uns heute hier zusammen geführt hat! Du böses Mädchen. Schau hin!“ Triumphierend hält er mir die Finger dann vors Gesicht. Natürlich sind sie mit einer glitzernd feuchten Schicht bedeckt.

Und das ist das Letzte, das ich eine Weile sehe, bevor es schwarz wird vor meinen Augen. Buchstäblich. Er legt mir ein Tuch über die Augen, hebt meinen Kopf leicht an und verknotet es da.

In dem Maße, in dem mir der Seh-Sinn genommen wird, verstärken sich alle anderen Sinnesreize. Das Kribbeln seiner Hände, die jetzt mit meinen Nippeln spielen, ist nichts im Vergleich zu dem, was meinen Körper durchfährt, als ich seine Zunge das erste Mal über meinen Venushügel lecken spüre.

Er ist erfahren. Und er weiß, was ich mag. Er liebkost und reizt meine Vulva ein bisschen, aber bald konzentriert er seine Aufmerksamkeit ganz auf meine empfindlichste Stelle. Mit der Spitze umfährt er die noch unter ihrer Haut verborgene Clit. Mir ist heiß und gleichzeitig fühle ich ein Schaudern durch meinen Körper gehen. Es ist wirklich ein derb krasses Gefühl. Ich bin sehr empfindsam, wenn ich geleckt werde. Im Normalfall versuche ich, den Kopf, der mich verwöhnt, mit den Händen zu packen, und zu dirigieren. Aber ich bin gefesselt. Also sollte ich die Schenkel schließen, um diese gemeine wundervolle Zunge auszusperren. Aber ich bin gefesselt. Ich liege hilflos, ausgeliefert, gespreizt vor ihm und kann es einfach nur geschehen lassen. Seine Zunge, die jetzt fordernder über meine Klitoris fährt. Vor und zurück, links und rechts. Seine Hände haben mittlerweile wieder den Weg zu meinen Brüsten gefunden. Scheint, als ob er jetzt vor mir auf dem Bauch liegt. Seine Schultern jedenfalls pressen sich gegen die Innenseite meiner Oberschenkel, was das Gefühl des Gespreiztwerdens noch verstärkt. Das ist der Moment, in dem sich kribbelnd die ersten Wellen ankündigen. Er hört meinen Atem, nehme ich an, jedenfalls legt er vorsichtig noch einen Zahn zu. Und da ist es, ja, seine Finger quetschen meine Nippel zusammen. Das ist der Zünder. Und ich explodiere!

Das erste mal.


Welcher Teufel hat mich eigentlich geritten, diesem Mann so viele meiner intimsten Geheimnisse zu verraten. Und ihm damit diese schier grenzenlose Macht über mich zu geben.

Zum Beispiel habe ich in einem Anflug selbst für meine Verhältnisse unglaublicher Blödheit anvertraut, dass ich nur ganz kurze Erholungsphasen nach einem Orgasmus brauche. Warum Lisi? Er hört gar nicht richtig auf, mich zu verwöhnen, nimmt nur etwas das Tempo und den Druck zurück. Aber keine zwei Minuten später legt er wieder richtig los. Ich zerre an meinen Fesseln, ich winde mich, so geil ist die Lust, die er mir bereitet, dass ich ihn wegschieben will von mir, weil es kaum auszuhalten ist. Aber keine Chance. Das einzige, wo die Energie hin kann, die sich aufstaut, sind meine Stimmbänder. Das einzige, was ich tun kann, ist seufzen, stöhnen, schreien, und zuletzt weinen, als mich der zweite Orgasmus durchschüttelt.

Danach bleibt es eine Weile beim Keuchen. Es ist heiß und stickig im Zimmer. Und ich bin völlig außer Atem. Er lässt kurz von meiner fast schon überreizten Klitoris ab und küsst zärtlich meine Schenkel. Aber er ist ein verdammter Sadist. Also setzt er zum dritten Mal an. Wieder winde ich mich in den Seilen. Aber inzwischen bin ich so weit drüber, seine Zunge schafft es einfach nicht mehr, mich über die Schwelle zu bringen.

Ein geringerer Mann hätte jetzt vielleicht aufgegeben. Aber er nicht. Ihr erinnert euch noch an die Box mit Spielzeugen? Nicht? Tja, er schon. Ich habe sie noch nicht wieder aufgeräumt. Was daran liegt, dass ich sie ein oder zweimal gebraucht habe seit Sonntag.

Zu dem Zeitpunkt sehe ich natürlich nicht, was er tut. Ich spüre nur, wie er sich zurück zieht, spüre das Bett wackeln, als er aufsteht. Erwarte, dass es hell wird, dass er mir die Augenbinde abnimmt. Stattdessen höre ich ihn irgendwie herum hantieren. Höre ihn herum wühlen. Einen Klick. Und dann ein wohlbekanntes Summen. Als mir klar wird, was dieses Summen erzeugt, zerre ich wieder an meinen Fesseln. Ich fange an zu betteln. „Bitte nicht! Gnade! Pause! Ich kann nicht mehr!“

Weder Pause noch Gnade werden mir gewährt. Einen Augenblick später durchfährt es mich, als er meinen Lieblings-Vibrator direkt an meine Vulva anlegt. Auf mittelhoher Stufe. Das ist fast zu viel des Guten jetzt. Fast. Ich schaffe es, mich etwas zu entspannen und auf das verwöhnende Summen einzulassen. Und was macht er? Was macht dieser Mistkerl von einem Sadisten? Er schaltet den Vibrator ab. Ich knurre vor Frustration.

„Ich denke, da fehlt noch etwas.“

Seine Hände tasten wieder nach meinen Brüsten. Spielen mit meinen Nippeln, bis sie wieder richtig hart stehen. Und dann...

Schmerz!

Ein scharfer, beißender Schmerz durchzuckt meinen Körper! Das sind nicht seine Finger! Er hat meine Nippelklemmen gefunden. Dieser ...

Zack, springt der Vibrator wieder an. Ich hasse ihn gerade so sehr!

Er dreht die Vibration noch eine Stufe höher. Dann presst sich die Kuppe an meine Vulva. Und weil es offenbar noch nicht genug ist, schiebt er mir genüsslich einen meiner Dildos in die Vagina.

Das wars. Ich kann es nicht mehr halten. Es beginnt in der Klitoris wie ein kleines Gewitter. Der Beckenboden zieht sich zusammen. Alles zieht sich zusammen. Ich spüre den Dildo hart und dick in mir Widerstand leisten als sich meine Muskeln anspannen. Meine Hände ballen sich zu Fäusten. Und ich schreie. Ohne Mist, ich schreie!

„Du unartiges, böses Mädchen“, flüstert er. „So gierig und unersättlich. Spielst mir hier die prüde, missbrauchte Geliebte vor. Und dann lässt du dich so gehen. Ts. Ts. Ts. Du weißt, dass ich dich dafür noch bestrafen werde?“

Langsam komme ich wieder zu Atem.


Nachdem er mich losgebunden hat, nimmt er mich in den Arm. Ich werfe mich ihm förmlich an den Hals, als ob ich ihn gar nicht fest genug an mich pressen könnte. So sitzen wir da, eine ganze Weile. Von ihm einfach nur so still gehalten zu werden ist fast eine intensivere Erfahrung als die drei Orgasmen, die er mir geschenkt hat. Dann lassen wir uns irgendwann einfach nach hinten aufs Bett fallen und bleiben aneinander gekuschelt liegen, während draußen das Gewitter in die nächste Runde geht. Die Balkontür steht offen. Es ist angenehm kühl geworden im Raum.

Die Balkontür steht offen.

Fuck. Und ich hab hier rumgebrüllt wie am Spieß.


Wenn das jetzt nur eine Geschichte wäre, würde ich es hier enden lassen. Leider ist das wahre Leben manchmal weniger poetisch. Und die Protagonisten ein bisschen blöd.

Jetzt, retrospektiv wäre das ein guter Abschluss gewesen. In der Situation sehe ich es anders.

Ich liege an ihn gekuschelt auf dem Bett und bemerke irgendwann seine Erektion. Natürlich. Er ist am Anfang mal gekommen. Aber dann hat er mich gefesselt, geleckt, mit dem Vibrator zum Höhepunkt gequält. Natürlich steht er ihm. Was bin ich doch für eine Egoistin. Ich bin jetzt drei mal gekommen. Er nur einmal.

Das kann ich so nicht stehen lassen (pun intended!)

Aber was jetzt kommt, ist die Wiederauflage einer der frustrierendsten Erfahrungen meines aktuelleren Lebens. Er liegt auf dem Rücken, ich beuge mich über ihm und habe seinen schönen, dicken, harten Schwanz im Mund. Er räkelt sich und stöhnt wohlig. Irgendwann windet er sich und stöhnt gequält. Ich schaffe es einfach nicht, ihm die Erlösung zu verschaffen, die ich ihm so sehr wünsche.

Es ist einfach so unfair. Er leckt mich ohne Probleme zweimal zum Orgasmus. Und ich schaffe es einfach nicht, ihn oral zu befriedigen. Dabei ist das an sich meine Königsdisziplin. Und ich würde es ja verstehen, wenn er Blowjobs nicht mögen würde. Aber er steht so hart wie es nur geht und er stöhnt und genießt es doch offensichtlich. Warum zum Geier kommt er dann nicht. Drei mal atmet er schneller, drei mal denke ich, jetzt ist es gleich soweit, jetzt habe ich ihn! Aber nein! Nichts.

Irgendwann streicht er zärtlich über meine Schulter. „Ist o.k., Lisi, das wird heute so nichts mehr.“ Aber ich akzeptiere es nicht! Bis er mich irgendwann fest an der Schulter packt und mich von meinem Schwanz weg schiebt. „Genug, es ist zu intensiv. Es geht heute nicht, o.k.?“

Wie kann das sein? Vorhin ist er in mir nach drei Minuten gekommen! Er kann es doch!

„Ist o.k., wirklich.“

„Nein, es ist nicht o.k.! Ich lasse dich auf keinen Fall so unbefriedigt nach Hause gehen heute!“

„Es macht mir nichts. Ich bin doch vorhin schon gekommen.“

„Aber mir macht es was! Mit mir macht es was!“

„Na gut. Gib Kondome.“


Er schläft noch einmal mit mir, sehr zärtlich dieses mal. Zu Beginn sitzt er auf dem Bett, ich sitze breitbeinig auf seinem Schoß und reite ihn. Er hat mich an den Hüften gepackt und bestimmt das Tempo. Irgendwann legt er sich auf den Rücken. Ich bleibe auf ihm. Tatsächlich bin ich wieder erregt genug, dass er sich richtig gut anfühlt in mir. Und normal wäre das eine 100%-Garantie für mich zu kommen, in dieser Stellung und mit so einem Schwanz in mir. Aber nach dem, was er vorher mit mir angestellt hat, stehen die Chancen bei 0. Was völlig o.k. für mich ist. Jetzt geht es nur noch um ihn und seine Lust. So wie am Anfang, was an sich eine schöne Symmetrie für den Nachmittag ergibt.

Er verpasst mir jetzt sanfte Klapse auf den Po und gibt mir somit den Takt an, in dem er geritten werden will. Er stößt mir sein Becken entgegen, immer drängender. Und dann schaffen wir es doch noch. Er keucht, er stöhnt, er grunzt. Und dann kommt er endlich.

Letztlich war er dann doch wieder über drei Stunden bei mir. Soviel zu „mal kurz vorbeikommen und die Mätresse besteigen.“

Die Spuren des Alten Mannes

Als ich am nächsten Tag erwache, fühle ich mich wund. 

Ich habe immer davon fantasiert, wie es sein mag, am Tag nach einem richtigen Spanking noch das Brennen zu fühlen. Tatsächlich sieht man nichts mehr auf meinem Po. Keine Röte, nichts. Und es brennt auch nicht mehr. Es kribbelt nur ein wenig, die Haut reagiert sensibel auf Berührung. Lustvoll sensibel. Aber ich nehme an, das ist eher psychologisch begründet, als eine körperliche Folge des Spankings gestern.

Natürlich war es „nur“ ein Handspanking. Und natürlich war es, so als erstes reales Spanking seit langem, vor Allem als erstes „richtiges“ Spanking überhaupt, ein relativ sanfter Auftakt im Vergleich zu dem, was seit Jahren in meinem /unserem Kopfkino stattfindet. Er ist da sehr umsichtig und vorsichtig, mich nicht zu überfordern, und mich stattdessen langsam hinzuführen zu Spanking und auch zu härteren Spielen später dann mal.

Insofern ist es vermutlich normal, dass keine Spuren geblieben sind. Zumal er mir auch erklärt hat, dass mein eher dunkler Hauttyp und mein durchtrainierter Po eh eine schlechte Kombi für länger anhaltende Spuren sein dürften. Zumindest, was oberflächliche Rötung angeht. Bei Striemen sähe das anders aus. OMG, allein beim Wort Striemen bekomme ich eine Gänsehaut, und wenn ich mir vorstelle, dass er mich mal auf eine Art strafen wird, dass richtige Striemen bleiben, schaudere ich wohlig am ganzen Körper.

Trotzdem ist es nicht so, als ob ich das gestern nicht gespürt hätte. Ich hatte mir das ehrlich ein wenig anders vorgestellt. Ich dachte zum Beispiel, ich kann mehr vertragen. Immerhin hab ich ja schon beim Selbstspanking mit verschiedenen Utensilien experimentiert. Und er hat nur seine flache Hand verwendet.

Aber es ist etwas völlig anderes. Und ich muss gestehen, in meiner Selbsteinschätzung was meine Schmerztoleranz angeht, habe ich mich deutlich weniger wehleidig gesehen als in der Realität. Auch die Verteilung der Gefühle war anders. In der Fantasie und auch beim Selbstspanking ist jeder Schlag immer vordergründig lustvoll und erst in zweiter Linie Schmerz. Wenn er mich spankt, ist es umgekehrt. Es tut weh. Wirklich weh. Der Lustschmerz ist da, aber eher als Unterton, weniger als Hauptmotiv. Hinterher ist es extrem geil, aber währenddessen tut es weh. Also, wenn er ernst macht. Das Verwöhnspanking am Anfang war eine andere Nummer.

Vor Allem beim zweiten mal waren meine Reaktionen echt. Ich musste mich ganz schön beherrschen dabei. Aber das war ja auch das, was ich immer gewollt habe. Also, dass es halt richtig spürbar weh tut. Sich wie eine Strafe anfühlt. Dass er die Kontrolle hat, nicht ich. Ich hätte einfach gedacht, dass ich mehr vertrage. 


Wie auch immer.

Ich bin wund.


Allerdings nicht am Po, sondern "zwischen den Beinen". Ich spüre das bei jedem Schritt, den ich laufe. Und das ist auch mal eine Erfahrung, die durchaus ihren Reiz hat, auch wenn sie im Moment erst einmal unbequem ist. 

Aber es ist eben die sehr reale Erinnerung daran, was dieses wunde(rvolle) Gefühl verursacht hat. Wie eine Art Phantomschmerz von einem Penis, der nicht mehr da ist, wo er hin gehört.

Es ist ein besonderes Gefühl, so hart gefickt worden zu sein, dass man es am nächsten Tag noch derart spüren kann. Das verdanke ich der Doggy-Episode bei der zweiten Runde. Ich habe ihn angefeuert, mich so hart zu ficken, wie er kann. Und er hat geliefert. Oh, er hat geliefert, da kann man nichts sagen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so lange so hart gefickt worden zu sein. 

Tatsächlich habe ich es währenddessen schon gespürt, als er quasi meine Organe im Bauch neu arrangiert hat mit seinem dicken, harten Schwanz.


Ich hoffe nur, dass sich das bis morgen wieder erholt hat. Denn Morgen gibt es – ich zitiere ihn – einen „Nachschlag“.

Was mich zu dem anderen Punkt bringt. Es gibt da eine weitere Stelle, wo ich auch so etwas wie wund bin. Und die ist nicht äußerlich.

Die Vorfreude auf unser erstes Mal sowie die Nervosität, dass es irgendwie doch nicht stattfinden könnte, war das Hauptmotiv meiner Gefühlslage bis gestern.

Als er dann gegangen war, bin ich zum Glück recht schnell erschöpft eingeschlafen, bevor die anderen Gedanken und Gefühle kommen konnten. Aber jetzt sind sie da.

Erstens vermisse ich ihn. Es wäre schön gewesen, wenn er über Nacht geblieben wäre. Kuscheln, gemeinsam einschlafen, gemeinsam aufwachen, vielleicht noch ein Quickie am Morgen, ja auch der Wundheit zum Trotz...

Aber da ist schon der erste und der zweite Punkt. Erstens gehen ja Quickies mit ihm offenbar gar nicht. Dass ich es kaum geschafft habe, ihn zum Orgasmus zu bringen, ist etwas, was mich in den nächsten Tagen noch beschäftigen wird. Und hey, es hat ihm wohl gefallen, sonst würde er wohl nicht schon morgen wieder eine Wiederholung wollen.

Das eigentliche Problem hat auch mit dem, was Morgen passiert, zu tun.

Das sitzt tiefer. Das, worauf ich mich hier eingelassen habe, widerspricht nämlich fundamental allem, woran ich immer geglaubt habe. Natürlich habe ich da auch vorher schon darüber nachgedacht, und meine moralischen Zweifel gewälzt.

Jetzt kommt eine neue Komponente hinzu.

Er kommt morgen kurz mal vorbei. Und wenn man es hart formuliert: Er sucht zwischendurch kurz seine Mätresse auf, versohlt ihr den Arsch, fickt sie durch und geht dann wieder nach Hause zu seiner Frau.


Wie es sich anfühlt, die Mätresse zu sein, fragt ihr?

Tja, ich würde gerne sagen: frustrierend, schuldig, voller Selbstekel und Selbstzweifel.

Und ja, ein bisschen davon bringe ich schon auf. 


Aber wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich vor Allem unendlich heiß an. Frauen wollen nicht objektifiziert werden, hab ich recht? Außer vom richtigen in der richtigen Situation manchmal. Dann kann diese Reduzierung auf Titten, Arsch und Möse auf eine Art sexy sein, die ich so noch nicht kannte.

Mit der Zeit setzt sich die Erkenntnis durch, wie das zusammenhängen könnte, auch im Gespräch mit einer Freundin. Es ist nämlich so: ich bin sicher kein Kind von Traurigkeit. Im Gegenteil. Für mich war Sex immer etwas völlig Natürliches. Etwas, das halt einfach schön ist, und das dazu gehört, wenn zwei Menschen sich auf die entsprechende Art mögen und begehren. Sex war nie schmutzig oder verboten. Ich bin immer offen und direkt damit umgegangen. Ohne Scham, ohne Reue.

Und jetzt lerne ich ein völlig neues Universum sexueller Erregung kennen. Plötzlich ist Sex nicht mehr normal und nicht mehr harmlos oder moralisch unbedenklich. Plötzlich bekommt Sex auch für mich diesen Ruch von gewagt und verboten. Von schambesetzt und heimlich. 

Von Sünde.


Und das eröffnet mir eine ungeahnt heiße neue Rolle. Plötzlich bin ich „verrucht“, um ein etwas altmodisches Wort auszugraben. 

Es erweitert unser ganzes Spiel auch um eine realere Komponente. Denn jetzt bin ich wirklich in meiner gelebten Sexualität böse und schamlos, und verdiene tatsächlich, dafür bestraft zu werden. Gleichzeitig verspüre ich ein bisher nie gekanntes Verlangen, das auch z.B. in der Wahl meiner Kleidung zu zeigen. In diesem Kontext gewinnen Dessous plötzlich an Reiz, weil sie zur Rolle der Verführerin und der Verführten passen. Bisher war es mir immer genug, einfach nackt zu sein. Aber auch die Nacktheit bekommt einen neuen Reiz. Die Nacktheit hat wie meine Sexualität ihre Unschuld verloren.

Ich habe meine Unschuld verloren.

Und das macht mich wahnsinnig an. Ich freue mich so auf morgen.

Der Alte Mann und das Mädchen

Vergessen wir mal die Wechselbäder aus Vorfreude, Nervosität und Panik, die mich den Sonntag über durch den Wolf gedreht haben, bevor er überhaupt da war.

Den halben Tag mache ich mir Gedanken über mein Outfit. O.k. Scheiß auf Frisur. Männer lieben die Haare lang und offen, sag ich mal. Die meisten jedenfalls. Ich werde mich auch nicht sehr schminken. Die Augen halt. Und ein bisschen die Lippen. Und etwas Concealer über die Foundation. Scheiße, ich seh plötzlich aus wie ein Panda. Beziehungsweise die glamouröse Diva-Tante des Pandas. Also wieder abwaschen den Anstrich. Und die Haare vielleicht doch hoch stecken irgendwie? Ja, so geht es den halben Tag schon.

Letztlich lasse ich die Haare offen, mit einem Haargummi am Handgelenk für alle Fälle. 

Der Tag hatte als etwas begonnen, das noch als Sommertag durchgehen konnte. Bei der Frage, was ich für ihn anziehe, hab ich auch lange zwischen Extremen gependelt. Zu sexy oder zu casual. Die Hitze hat schließlich für mich entschieden. Ein farbiges Spaghettiträger-Top, ich meine es war das Orangene, bin aber nicht mehr sicher. Dazu eine ultrakurze Shorts aus Jeansstoff, das war dann das, was ich schließlich getragen habe, als ich ihm die Tür aufgemacht habe. Darunter einen Tanga und einen Push-Up-BH. Schwarz. Er mag schwarze Wäsche, wie ich weiß. 

So empfange ich ihn also. Wie schön, dass er jeglicher Versuchung widerstanden hat, sich aufzubrezeln. Jeans, schwarzes Band-T-Shirt, Sneakers. Über einer Schulter trägt er einen Rucksack. Da sind meine Spielzeuge drin, wie ich später herausfinde. Irgendwie fühle ich mich betrogen, dass er offenbar nicht den Drang verspürt hat, sich für den Anlass herauszuputzen, aber irgendwie ist es auch beruhigend, weil es eine Atmosphäre der Normalität schafft. Und wir teilen die Abneigung gegen Herrenanzüge.

Ich nehme an, er hat die S-Bahn genommen heute. Er riecht frisch, ist nicht verschwitzt. Das wird sich ändern im Verlauf des Nachmittags, wenn alles nach Plan läuft. Ich bin immer noch nervös, und die Angst, dass es doch aus irgendeinem Grund nicht klappt, ist ständige Begleiterin. Ich freue mich aber auch schon darauf, wie er später riechen wird, nachdem wir uns dann näher gekommen sein werden. Wenn es klappt.


Vielleicht ist es dem ein oder anderen aufgefallen, aber für mich spielen Düfte eine große Rolle. 

Ich versuche jetzt mal das Unmögliche, nämlich seinen Duft zu beschreiben, der mich ja schon bei unserem ersten Treffen diese Woche umgehauen hat nach so langer Zeit.

Seine Klamotten sind frisch gewaschen. Sie riechen nach einem Marken-Flüssig-Waschmittel. Dann ist da der Mix aus seinen Kosmetik-Düften. Ein teuer riechendes Deo, sein Duschgel und sein Schampoo. Ich denke, es ist ein Nivea-Shampoo. Das Duschgel ist das Prominenteste auf seiner Haut. Es riecht exotisch, würzig, frisch: Sandelholz mit einer Note Vanille und irgendwas orientalisches. Bergamotte vielleicht? Ein Hauch Zimt? Die Mischung ist auf jeden Fall extrem lecker. Männlich, holzig, gediegen. Ohne in diese Fitness-Ecke abzudriften. 

Dazu sein Eigengeruch. Unmöglich zu beschreiben. Geht nur metaphorisch. Riecht nach einem Sonnentag in einem Straßenkaffee in Südfrankreich. Dazu eine Spur Leder vielleicht? Moschus ist drin. Und Salted Caramel. Holzig. Maskulin auf jeden Fall.

Mensch, Lisi, das interessiert keine Sau. Warum so ein Aufhebens darum, wie er riecht? Also ist aber so: ich hab's ja schon gesagt, ich bin ein Nasenmensch. Der Punkt ist aber auch: Ja, ich hab eine Menge Toys, eine blühende Fantasie und eine solide Internetverbindung. Das heißt, ich kann mich jederzeit selbst um meine Bedürfnisse kümmern. Was ich aktuell auch regelmäßig tu. Teils mehrfach am Tag. 

Aber so zuverlässig elektrisch erzeugte Vibrationen und Silikon-Penetration ihren Dienst tun, eines fehlt beim Sex mit sich selbst und der Technik. Nämlich der Gegenüber. Und bewusst wird mir das zum Einen immer ganz arg durch das Fehlen der typischen Gerüche. Jetzt halt, im Gegensatz, mit seinem Duft in der Nase laufen mir wieder Schauer der Erregung über den Körper beim Gedanken daran, was hier gleich passieren wird. Das ist eine andere Art von horny einfach. Da komme ich alleine nicht mal in Nähe davon. 

Dazu kommt eben das, was ich neulich schon geschrieben habe. Nach Monaten von Kontaktverbot und FFP2-Maskenpflicht, nimmt man Gerüche halt noch einmal ganz anders wahr.


Die andere Sache, die Sex mit einem Partner so anders macht als Sex mit sich selbst, ist die Sache mit den Händen. Wenn ich alleine bin, hab ich zum einen einfach nicht genug Hände, um mich gleichzeitig überall da zu spüren, wo ich gerne berührt werde. Und zum anderen: Die eigenen Hände fühlen sich immer anders an, als die einer anderen Person.

Wenn ich darüber nachdenke, sind seine Hände vermutlich das Körperteil an ihm, über das ich am zweitmeisten fantasiert habe. Und es war ein sehr knappes Rennen mit Platz 1. (Zu jemem Körperteil kommen wir später noch.)

Meine Faszination für (seine) Hände hat übrigens nicht nur mit meinem Spanking-Kink zu tun. 

Er hat vermutlich so etwas wie die perfekten Männerhände. Groß, kräftig, maskulin. Aber gerade gewachsen in perfekten Proportionen, feingliedrig, beweglich und mit einer glatten zarten Haut bedeckt. Keine Haare auf den Fingern, wenig auf dem Handrücken. Sie hängen an super tollen Unterarmen und ebenso tollen Oberarmen. Die wiederum an breiten, maskulinen Schultern befestigt sind. Das, also Brustkorb, Schultern, Nacken, Arme, Hände, das ist auch optisch sein Filetstück. Der Rest des Körpers hat eher Dadbod-Qualität. Was mich nicht stört. Ist nicht mein bevorzugter Body-Type. Also kicken tut es mich nicht. Wobei, was dann schon wieder kickt, ist seine völlige Souveränität mit seinem Körperbau umzugehen. Was schon etwas paradox wird, wenn ich mich da selber dagegen anschaue. Ich habe heute 30 Minuten damit verbracht, mich zu fragen, was ich mit meinen Tanlines machen soll. Ich hab halt diesen Hauttyp, wo man sich nur 5 Minuten in die Sonne stellen braucht, um braun zu werden. Und dieses Jahr hatte ich einfach keine Gelegenheit, meine (erweiterte) Bikini-Zone mit zu bräunen. Aber so ist es wohl. Er hat typische Radfahrerbräune, ihn stört es nicht. Und ich hab durch Corona mindestens 3 Kilo zugelegt. Er locker 5, wenn nicht 10. Ihm ist es egal, ich frage mich dagegen, ob er bei meinem Anblick kotzen muss. Ja, so ist das: Bodyshame ist wohl typisch weiblich.

Aber andererseits, das muss man ihm auch lassen, lässt er keine Gelegenheit aus, mir zu sagen und zu zeigen, dass er meinen Körper toll findet. Was echt hilft. Das ist wahrscheinlich etwas, was Vanilla-People nicht verstehen können, aber auf diese Weise gibt er mir das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein, das nötig ist, damit ich mich ihm nachher unterwerfen kann. 

Und natürlich schafft er auch das nötige Vertrauen damit. Weil ich wirklich unsicher bin. Und das doch in Wahrheit nicht wegen meines Aussehens. 

Auch hier hilft er mir wirklich toll über die Fallgruben hinweg. Es ist schön, ihn wieder so selbstbewusst und souverän zu sehen, wie damals, als ich ihn kennen gelernt habe. Es ist schön, einfach seine Hand zu nehmen und mich führen zu lassen. Es ist schön, dass er sich so gut auf mich einstellen kann. Mich nicht drängt oder überfährt, aber klar und bestimmt in die (von uns beiden)' gewünschte Richtung lenkt. Keine zehn Minuten, nachdem er mein Appartment betreten hat, bin ich wieder chillig entspannt und fühle mich total wohl in meiner Haut. Wir sitzen auf meinem Bett, nebeneinander, reden. 


Was dann der Moment ist, an dem es langsam ernst wird. Denn nach dieser Atempause führt er mich zum Tanzen hinaus aufs Eis. 

Jetzt also wird das passieren, wovon ich monate lang fantasiert habe. 

Mit wenigen, aber genau den richtigen Worten dirigiert er mich über seine Knie. Da liege ich nun in der klassischen Haltung quer über seinem Schoß. Mit den Händen und Füßen auf dem Fußboden abgestützt, den Hintern vorwitzig präsentiert. Im Moment noch völlig bekleidet. Wie oft habe ich mir das schon vorgestellt? Und jetzt passiert es endlich wirklich. Und wir haben ganz schön viel geackert, damit das Realität wird. Aber jetzt is endlich alles gut.

Dass die Shorts allerdings eine womöglich suboptimale Kleidungswahl waren, spüre ich schnell.

Er fängt zwar langsam - und fast möchte ich sagen: zärtlich – an mit dem Spanking. Aber die Shorts sind tatsächlich so kurz, dass in dieser gestreckten Haltung über seinem Schoß der komplette untere Bereich meines Pos frei liegt.

Und natürlich zieht das seine besondere Aufmerksamkeit auf sich. Und natürlich ist das der besonders sensible Bereich des Pos.

Sein Plan war, wie er mir gesagt hat, mich erst auf den „Hosenboden“ (Ja, ich nenne ihn nicht umsonst „Alter Mann“), dann auf die Unterhose und schließlich auf den nackten Po zu spanken.

Allerdings führt meine Kleiderwahl dazu, dass das Spanking genau genommen alle drei Phasen lang schon auf den Nackten geht. Die Entscheidung für den Stringtanga war da auch keine Hilfe.

Damit habe ich andererseits aber auch sein Konzept sabotiert. Ein nicht unerheblicher Teil des Reizes sollte darin bestehen, das Spanking durch das schrittweise Entblößen Phase für Phase intensiver spürbar zu machen, eben mit jeder Lage Stoff, die dann weniger zwischen seiner Hand und meiner Haut liegt.

Zum Glück ist der Alte Mann aber ein Meister der Improvisation. Ich habe das übrigens zuerst gar nicht bemerkt, als er sofort das Narrativ geändert hat, sobald ihm klar war, dass seine ursprüngliche Idee nicht hin haut. Das habe ich erst hinterher erfahren, als wir dann, als alles vorbei war, darüber gesprochen haben.


Seine Idee: Neuer Fokus beim schrittweise Entblößen lag nun einfach nicht mehr auf der physischen Ebene der Empfindung, sondern...

O.k., jede(r), der/die mich schon gelesen hat, weiß, welche Wirkung Spanking auf mich hat, insofern dürftet ihr vermutlich erraten, wohin das führt. Es stellt sich jedenfalls heraus, dass auch dieses Spanking seine Wirkung nicht verfehlt.

An sich ist es bei mir eine denkbar einfache Ursache-Wirkung-Beziehung. Wenn es hinten drauf ein Spanking gibt, wird es vorne automatisch feucht. Und zwar mal so richtig. Wir reden hier von feucht durch zwei Lagen Stoff.

Was ihm natürlich nicht entgeht, aufmerksamer Beobachter, der er ist. Also ist das das Thema. Meine Geilheit. Die mit jedem Kleidungsstück, das ich verliere, noch deutlicher sichtbar wird (und größer). Was er natürlich ausgiebig kommentiert. In einer sehr heißen Mischung aus mich damit aufziehen und dafür schimpfen.

Natürlich prüft er mit den Fingern regelmäßig auch nach, wie feucht ich bin. Das ist ein Klassiker unseres gemeinsamen Kopfkinos. In der Realität ist es noch krasser: Diese Mischung aus Schmerz, Ausgeliefertsein, Scham und bis in die Zehenspitzen kribbelnder Geilheit durch seine Worte und seine Berührungen. Seine Hände, seine Finger. Sie sind nicht nur schön, sondern auch unglaublich geschickt.

Als der Tanga dann auch unten ist, und mein Po, aber auch meine Vulva völlig frei liegen, werden seine Berührungen in den Spank-Pausen immer intensiver und fordernder. 

Tatsächlich dauert es nicht lange, und ich komme unter der Mischung aus liebkosenden Fingern und strafender Handfläche das erste mal. Es ist nur ein kleiner Orgasmus, aber er erwischt mich völlig auf dem falschen Fuß. Und wie er mich hinterher schimpft dafür. Was für ein gieriges Luder ich wäre. Und dass er mich später wohl noch viel strenger bestrafen müsse. 

Es ist eines dieser Bilder, die ich mir in den folgenden Tagen öfters vor dem inneren Auge erneut heraufbeschwöre:

Ich, wie ich schwer atmend mit nacktem, rot versohltem Po quer über seinem Schoß liege und gerade gekommen bin. Er, der mich dafür schimpft, und der selbst noch völlig angezogen ist. Sein siegesgewisses Grinsen im Gesicht. Er hat mir meinen ersten Orgasmus geschenkt, bevor er überhaupt sein erstes Kleidungsstück ausgezogen hat.


Danach befielt er mir aufzustehen. Ich gehorche. Stehe vor ihm. Untenrum nackt. Mit brennendem roten Hintern, gedemütigt und trotz des ersten Höhepunkts immer noch horny wie ein Bonobo auf Speed. Er lenkt seinen Blick auf den großen, feuchten Fleck, den ich auf seinen Oberschenkeln im Stoff der Jeans hinterlassen habe.

Wieder schimpft er mich dafür, schamlos, gierig und unbeherrscht zu sein. Ich soll mich in die Ecke stellen, natürlich mit dem nackten frisch geröteten Hintern zur Schau gestellt, Hände auf dem Kopf, während er schnell auf dem Klo verschwindet.

Als ich mich nach ein paar Minuten wieder umdrehen darf, steht er in Boxershorts und T-Shirt da. Ist natürlich meine Schuld, dass er die Hose ausziehen musste. Ebenso meine Schuld ist natürlich die imposante Beule, die sich da gebildet hat.

Ich lecke mir demonstrativ die Lippen, was mir prompt eine neue Standpauke einbringt. Den Text kennen wir ja schon. Schamlos, gierig etc. Dazu, um die Worte zu unterstreichen, setzt es weiter Klapse auf den Po. 

Als er damit fertig ist, zieht er mir das Top über den Kopf. Weil natürlich BH ohne Höschen albern aussieht, bin ich den einen Augenblick später auch los. Ohne Frage sieht man auch meinen Nippeln an, wie gut mir das alles hier gefällt.

Ihm auch. Zur Abwechslung hagelt es jetzt ernstgemeinte bewundernde Komplimente statt gespielten Ermahnungen. Was auch mal ganz schön ist. So ein bisschen wie eine warme Dusche. Nicht, dass es originelle oder jugendfreie Komplimente gewesen wären. Aber das Loblied auf meine Brüste, meinen Arsch, meinen Körper insgesamt geht trotzdem runter wie Öl. Und passend dazu zieht er mich zu sich her und nimmt mich in den Arm. Er steht hinter mir, an meinen Rücken geschmiegt. Seine Hände umfassen zunächst meinen Bauch. Bevor sie zielstrebig nach oben wandern. Er umfasst meine Brüste. Seine Lippen wandern zu meinem Nacken. Seine Hände auf meiner Haut, besitzergreifend auf meinen Brüsten, diese maskulinen Hände auf meinen weichen weiblichen Formen. Dazu seine Lippen. Ausgrechnet im Nacken natürlich. Ich hab ihm so viel verraten davon, was mich zum Schnurren bringt und er hat seine Hausaufgaben gemacht, das muss man ihm lassen. Sein Bart kitzelt. Bart ist neu für mich. Aber heiß irgendwie. Das alles führt dazu, dass ich ein wohliges Seufzen nicht unterdrücken kann. Auffordernd lasse ich mein Becken kreisen, reibe meinen Po an seinem Schritt. Wo ich seine harte Männlichkeit schon spüren kann. 

„Unartig“, sagt er nur. Um diesen erneuten Wechsel im Ton zu unterstreichen, übt er jetzt Druck mit den Fingern auf meine Brustwarzen aus. Leicht, nicht schmerzhaft, klemmt er sie zwischen Daumen und Zeigefinger, aber schon spürbar mit Potenzial für mehr.

Ich greife nach hinten, taste mich an ihn heran, will ihn endlich richtig spüren. Und ich bekomme ihn zu fassen. Seinen Schwanz. Durch den Stoff der Boxershorts hindurch. Bevor er sich versieht, habe ich ihn frei gelegt. Durch den Schlitz vorne in der Shorts hervor gezogen, so dass er jetzt frei stehen kann. Das muss doch gut tun, so aus dem Gefängnis befreit zu werden, oder? Aber er reagiert scheinbar gar nicht erfreut. Schmerz durchfährt meine Nippel. Ich schätze, da waren Fingernägel im Spiel.

"Aua!", sage ich mit gespielter Empörung.

„Was fällt dir ein, du gieriges Luder?!“ zischt er mich an. „Bist du etwa schon wieder geil?“

Er fasst mir recht grob zwischen die Beine. Wo seine Finger problemlos in mich eindringen können, so feucht, wie ich schon wieder bin. 

„Böses Mädchen, Du kannst es wohl gar nicht erwarten, was? Also gut. Auf die Knie.“

Er packt mich an der Schulter, wirbelt mich herum. Dann drückt er mich nach unten. Nicht, dass Druck nötig gewesen wäre. Da warte ich schon seit Ewigkeiten drauf. Und die Haltung vor ihm auf den Knien scheint die einzig Angebrachte gerade.

Ich knie also jetzt nackt vor ihm. Er trägt immer noch Shorts und T-Shirt. Allerdings ragt sein Schwanz vorne aufrecht und gerade aus dem Schlitz in seiner Unterhose heraus, genau über meinem Gesicht. 

Ich kann die Augen nicht davon nehmen. Wie oft habe ich mir schon ausgemalt, wie er wohl aussieht. Habe mir vorgestellt, was ich alles damit mache.

Seine Hand auf meiner Schulter hält mich noch zurück.

„Gefällt dir, was du siehst, du gieriges Luder?“

Soll ich lügen? Ja natürlich gefällt es mir. Also gut, reden wir wie versprochen über seinen Schwanz. Er ist tatsächlich ein schönes Exemplar. Ziemlich gerade mit einer leichten Aufwärtskrümmung. Unbeschnitten. Keine krassen Adern oder irgendwelche Hautunreinheiten. Von der Größe her normal. Nicht gerade klein, aber auch nicht riesig. Ich hab ihn natürlich nicht gemessen, aber ich schätze mal, irgendwo um die 16 cm Länge für alle, die das in Zahlen wissen wollen. Imposanter als die Länge ist übrigens die Dicke. 

Sein Busch ist getrimmt, aber nicht glatt rasiert. Hätte mich auch gewundert bei ihm.

So. An dieser Stelle werden jetzt Leute vielleicht den Kopf schütteln, aber es gibt eine Sache, die mir nicht so gut gefällt, und ich weiß, das ist das absolute Luxusproblem. Aber es ist so, sein Schwanz riecht nicht, außer nach Seife. Offenbar hat er sich eben auf dem Klo noch mal frisch gewaschen. Ja, Luxusproblem, weil besser überpenible Körperhygiene als mangelhafte. Und die meisten Typen haben eher Probleme in die zweite Richtung. Aber ich mag halt den Geruch von Penis. Nicht, wenn er streng riecht, natürlich nicht. Aber dezent finde ich diesen typischen Geruch einfach mega. Und er riecht leider stattdessen eben hauptsächlich nach Seife. Selbst, als ich ihn dann anfassen und die Vorhaut zurück ziehen darf, bleibt der Seifengeruch. Er war gründlich. Naja, ist eben so.

Aber auch seine Eichel ist wunderschön. Purpurn, feucht glänzend, groß, prall und geschwollen. Natürlich nehme ich ihn in den Mund. Und zum Glück schmeckt er wenigstens nicht nach Seife.


Es ist so: Er hat vorhin in den ersten 20 Minuten hinlänglich bewiesen, dass er auf meinem Körper spielen kann, wie ein Virtuose auf seinem Musikinstrument. Und das hat mich echt beeindruckt. Aber es fordert mich eben auch heraus. Ich will ihm hier jetzt also etwas beweisen. Ich mag Blowjobs. Das gehört zu meinen Lieblingsspielen. Und ich bin verdammt gut darin. Das weiß ich, weil es mir schon oft gesagt wurde. Und weil das Ergebnis in der Regel für sich spricht.

Ich lege mich also richtig ins Zeug. Ich lecke, ich lutsche, ich tease, ich sauge, ich nehme in tief in den Mund, ich spiele mit den Lippen sanft an seinen empfindlichsten Stellen. Dazu setzte ich beide Hände ein. Die eine reibt seinen Schaft, die andere kümmert sich um seine Hoden.

Er seufzt, er stöhnt, er murmelt versautes Zeug, aber er kommt nicht. Er kommt einfach nicht. Ich kann machen, was ich will. Es passiert nicht.

Irgendwann sagt er dann stopp. Ziemlich entsetzt schaue ich ihn an. Er bricht (m)einen Blowjob ab? Einfach so? Ist er ein Scheiß Magier mit eisernem Willen oder so?

Es klingt vielleicht blöd, aber das verunsichert mich jetzt plötzlich richtig. Bisher lief alles richtig gut ab zwischen uns. Perfekte erotische Harmonie. Aber jetzt habe ich das Gefühl, unzulänglich zu sein, versagt zu haben. Mein ganzes Selbstvertrauen in dieser Situation fällt in sich zusammen. Ich ducke mich weg, habe Angst, dass er mich jetzt sitzen lässt. Oder zumindest ernsthaft ausschimpft oder so.


Aber nein. Zum Glück spürt er meine Irritation. Meine wiederkehrende Unsicherheit. 

Er reicht mir die Hand, zieht mich zu sich hoch. Dann nimmt er mich in den Arm. Also so richtig. Ich habe ja schon was erzählt zu dem Körperbau seines oberen Torsos. Und ich bin eher schmal und zierlich. Seine Arme schlingen sich um mich. Ich schwör, wenn er Bizeps und Trizeps anspannt, entsprechen seine Arme im Umfang meinen Oberschenkeln. Mir bleibt fast die Luft weg. Ich habe das Gefühl, meine Füße verlieren den Kontakt zum Boden. So eine Umarmung ist das.

Er presst mich an seine Brust. Dann beugt er seinen Kopf zu mir herunter. Flüstert heißer ins Ohr:

„Das war sehr geil. Mach dir nichts draus, dass ich noch nicht gekommen bin, das liegt nicht an dir. Du hast alles richtig gemacht. Nur manchmal ist es halt schwierig bei mir.“

Inzwischen sind seine Lippen auf der gleichen Höhe wie meine. Er küsst mich auf den Mund. Dort, wo eben noch sein Schwanz drin war. Ohne Zögern oder irgendein Zeichen von Abscheu. Und er küsst gut. Er küsst gierig, fordernd, leidenschaftlich. Ich merke, wie ich mich wieder entspanne. 

„Lass uns was anderes versuchen. Du. Auf dem Bett. Ich auf dir.“ flüstert er, als er kurz von mir ablässt.

„In dir“, flüstert er nach dem nächsten Kuss. 


Unser erster Kuss war das übrigens. So gesehen auch eine Premiere. Also das war vermutlich das erste mal, dass ich den Schwanz eines Typen vor seiner Zunge in meinem Mund hatte. Aber wen schert heute das Protokoll?

Er bugsiert mich in Richtung Bett. Ich lasse mich einfach nach hinten fallen. Liege auf dem Rücken, sehe zu ihm auf, wie er vor dem Bett steht. Wie in der Mitte sein Penis aufragt. Wie der ganze Mann vor mir aufragt. 

Ich räkele mich demonstrativ. Er grinst mich an. Dann zieht er sein T-Shirt über den Kopf und pfeffert es irgendwo hin. Seine Boxershorts wandert ebenfalls auf den Fußboden. Und jetzt steht er nackt vor mir. Mit seinen grauen Strähnen im Bart, seinem Ringer-Kreuz und seinem Wohlstandsbäuchlein. Klar, vermutlich würde auch ich an der Stelle lieber einen schlank durchtrainierten jungen Mann mit definiertem Sixpack und 20cm-Penis beschreiben. Wie gesagt: er ist nicht mein bevorzugter Body-Type.

Aber wie ebenfalls schon gesagt: es ist nicht in erster Linie sein Aussehen, weswegen ich ihn so hart begehre. Und ich glaube, noch nie habe ich einen Mann so gewollt wie ihn jetzt gerade. 

Wobei, ja, natürlich, seine Massiveness ist schon heiß. Dass er mich einfach überwältigen könnte mit seiner schieren Kraft, wenn er es wollte. Vermutlich spielt die Physiognomie doch eine Rolle. Ein kleines schmächtiges Männlein würde für mich in der Rolle nicht funktionieren.

Aber er muss mich nicht überwältigen. Ich liege nackt und bereit für ihn auf dem Bett und will ihn eh. Was er natürlich nicht übersehen kann. Er kniet sich aufs Bett. Dann kommt er zu mir. Einen Augenblick später ist sein Mund wieder auf meinem. Er liegt auf mir, zwischen meinen Schenkeln. Ich spüre sein Gewicht, seine Wärme. Und die Härte seines Schwanzes, der sich an meinen Bauch presst. Ich umklammere mit den Armen seinen Rücken. Meine Beine winkle ich an, und verschränke meine Unterschenkel hinter seinem Becken. Ich schiebe ihn etwas nach unten, presse seinen Körper dann an mich: Jetzt liegt er perfekt. Er ist fast schon in mir.

„Gummi!“ knurrt er nur. Ich finde es gut, wenn Männer mitdenken. Ich hätte ihn vor lauter Begeisterung fast ohne in mich rein gelassen. Und ich nehme aktuell nicht mal die Pille. Verdammt, was macht dieser Mann mit meinem Hirn?

Nach einer kurzen Unterbrechung von etwa einer Minute oder so sind wir wieder an dem Punkt. Auch ein Pluspunkt an erfahrenen Männern. Die Sache mit dem Gummi ist nicht awkward.

Und dann dringt er in mich ein. Ich habe ja schon gesagt, sein Schwanz hat eine ordentliche Dicke. Perfekt würde ich fast sagen. Es fühlt sich so gut an, als er sich langsam in mich hinein schiebt. So langsam, dass ich jeden cm voll auskosten kann. 

Was der Mann mit meinem Hirn macht, hab ich gefragt? In den nächsten 20 Minuten oder so fickt er es mir jedenfalls nach allen Regeln der Kunst aus dem Schädel. Bis ich das zweite mal komme. Und dieses mal so richtig mit allem Drum und Dran. Als ich danach irgendwann realisiere, dass er mittlerweile neben mir auf dem Rücken liegt, sehe ich immer noch kleine Lichtblitze.

Nach ein paar Minuten komme ich dann wieder zu Atem und drehe mich zu ihm. Meine Hand sucht das Körperteil, das mir gerade diese Lust bereitet hat, und findet es immer noch steinhart mit einem Gummi drauf. Fragend schaue ich ihn an. 

„Bist du immer noch nicht gekommen?“


Erinnert ihr euch noch, was ich über Luxusprobleme gesagt habe?

Früher war ich oft frustriert, wenn es bei den Jungs so schnell gegangen ist. Und sie fertig waren, bevor ich auch nur in die Nähe meines Höhepunkts gekommen bin. Dass ist das Klischee, oder? Die Schnellspritzer-Jungs.

Aber der Punkt ist halt, wenn die Typen nicht total nutzlos sind, gibt es da gute Workarounds. In der Regel stehen Schnellspritzer auch schnell wieder. Und dann geht es nach ner kurzen Pause halt in Runde 2, wo sie in der Regel länger durchhalten. Bei Typen in meinem Alter kein Thema. Da geht das auch drei mal. Oft lass ich mich überhaupt erst in Runde 2 ficken. Runde 1 erledige ich dann zunächst mit der Hand oder mit dem Mund. Weil ich es tatsächlich extrem scharf finde, dabei zuzusehen, wenn ein Mann kommt. 

Und falls die Jungs dann doch irgendwann erledigt sind, und ich immer noch nicht fertig bin, haben sie ja auch Hände und Zungen. Bei all dem hab ich inzwischen auch gelernt, selbst recht schnell kommen zu können. Und wenn sie selbst damit noch überfordert sind, dann mache ich es mir eben selbst. 


Mit einem Mann, der mich jetzt schon zweimal zum Höhepunkt gebracht hat, ohne selbst zu kommen, war ich allerdings noch nie konfrontiert. Eigentlich ziemlich nice, die Vorstellung, aber ich fühle mich schon wieder schlecht und ja: auch irgendwie um meinen Triumph betrogen.

Er aber ist total lieb damit. Und er erklärt es mir. Wie er halt oft Probleme hat, loszulassen, wenn er das erste mal mit jemand Neuem im Bett ist. Meint, das gibt sich schon mit der Zeit. Ich soll mich einfach nicht unter Druck setzen. Und das ist wie gesagt total lieb, aber irgendwie auch wieder frustrierend. Weil dieses „das passiert schon mal, setz dich nicht unter Druck“ doch eigentlich unser Text ist, wenn bei den Kerlen etwas nicht klappt. Und weil es noch mehr von der Augenhöhe weg nimmt zwischen uns. 

Das weckt meinen Ehrgeiz natürlich erst Recht. Ich will ihm jetzt endlich auch beweisen, was ich drauf habe. Logisch, oder? Abgesehen davon, dass ich es ihm so sehr gönne.

Und so schlafen wir kurz darauf ein weiteres Mal miteinander. Wir beginnen, indem ich mich auf ihn setze. Ich meine, er hat das Gummi ja noch drauf und er steht noch wie ne 1, also warum Zeit verschwenden? Und ja, ich kann schon wieder. Unersättlich hat er das später genannt. Wir wechseln ein paar mal die Stellung. Zwischenzeitlich fickt er mich doggy. Was sich als einer der härtesten Ficks entpuppt, den ich je hatte. Und was ich tatsächlich noch eine Weile spüren werde. Zu guter Letzt sitze ich wieder auf ihm. Und ich kann nichts dafür, ehrlich. Es ist seine Schuld: Als er mir erst im Takt zu den Stößen herzhaft auf den Hintern klatscht, gibt es kein Halten mehr. Ich komme das dritte mal, als er schließlich anfängt, meine Brustwarzen zwischen seinen Fingern zu rollen.

Drei zu null, quasi. Und ich bin mittlerweile ein bisschen wund. Er hält mich im Arm, als ich danach neben ihm liege und die Decke anstarre. Er versichert mir nochmal, dass es o.k. ist für ihn. Sein Schwanz ist inzwischen nicht mal mehr richtig steif. 

Aber verdammt, für mich ist es nicht o.k. Also sage ich ihn, dass es sehr wohl meine Schuld ist, weil ich es nicht richtig gemacht habe. Und dass er mich dafür bestrafen soll. Er schaut recht irritiert, aber als ich ihn frech angrinse und meine, es habe ihm doch vorhin so gut gefallen, mir den Arsch zu versohlen (Zitat), versteht er, worauf ich hinaus will.

Ich lege mich also freiwillig ein zweites Mal über seinen Schoß. Er richtet sich auf, so dass er auf dem Bett sitzt. Und er beginnt wieder mir den Po zu versohlen. 

„Es tut mir leid“, sage ich.

„Was tut dir leid?“

„Dass ich mir nicht genug Mühe gegeben habe.“

„Soso. Und tut es dir auch leid, dass du ein gieriges Luder bist?“

„Ja, das auch!“

„Dass du dir hier Orgasmus nach Orgasmus gönnst, aber mich einfach stehen lässt!“

„Es tut mir leid!“

"Ich werde dafür sorgen, dass es dir leid tut, glaub mir!"


Ja, er versohlt mir den Hintern, und das weniger zimperlich als beim ersten Mal. Ich wimmere brav und lasse pflichtbewusste Auas und Ohas ertönen.

Irgendwann lässt er von mir ab. 

„Bring es zu Ende!“ meint er nur, als er sich auf den Rücken fallen lässt. „So, dass ich deinen roten Hintern sehen kann!“

Ich knie mich also neben ihn, mit dem Po zu ihm. Sein Schwanz steht wieder. Ich ziehe im das Gummi runter, und nehme ihn direkt in den Mund. 

„Mit der Hand!“, meint er nach ein paar Minuten. „Ich bin ziemlich überreizt. Mit dem Mund ist zu intensiv gerade.“


Was soll ich sagen? Schlussendlich gelingt es mir doch noch. Er schreit seine Erleichterung regelrecht hinaus, als er sich heftig auf seinen Bauch ergießt. Ich grinse zufrieden, als ich sehe, wie es aus ihm erst heraus spritzt und dann quillt. 


Ehre gerettet!

Mittlerweile gewittert es draußen recht beeindruckend. Durch die offene Balkontür kommt jetzt frische. kühle Luft herein, mit diesem typischen Regen-Geruch.

Er bleibt noch fast eine Stunde. Wir liegen zusammen auf dem Bett. Wir kuscheln. Und reden. Und küssen. Und streicheln. 

Und verabreden uns direkt für übermorgen.