Most Wanted

Posts mit dem Label rohrstock werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label rohrstock werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Das Programm 10

Paul bemühte sich, langsam und kontrolliert zu atmen. Wieder näherte er sich langsam, Schritt für Schritt, der Tür hinter der sie auf ihn wartete. Er verspürte eine Scheiß Angst. Was hatte ihn nur geritten? Frau Lazka um eine Strafe für seine Untreue zu bitten, war bereits völlig verrückt gewesen. Aber ihr dann vor dem ganzen Kurs so ein unverschämtes, unangebrachtes und sexistisches Kompliment zu machen, nur um ihr einen Vorwand dafür zu liefern, das war komplett daneben gewesen, das wusste er auch. Sie hatte ihn noch gewarnt, nicht allzu ordinär oder kindisch aufzutreten. Von plump distanzlos hatte sie zwar nicht gesprochen. Aber er spürte instinktiv, dass er sich damit auch keinen Gefallen getan hatte. Das Problem war einfach, er wusste nicht, wie man auf normalem Niveau frech war. Im Herzen war und blieb er, wie Anna-Lena es sehr richtig festgestellt hatte, ein Alman. Er wusste, was sich gehörte, und hielt sich im Normalfall daran. Subtile Subversion war ihm fremd. Er hatte nie gelernt, vorsichtig seine Grenzen auszutesten, um herauszufinden, wo der Punkt war, an dem man auf Widerstand stieß, es aber nicht völlig eskalierte. Darum trug er eben dick auf, um sicher zu gehen. Und so hatte er es auch schon das erste Mal gründlich übertrieben, als er eine Bestrafung provoziert hatte. Frau Lazkas Blick hatte ihm vorhin unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er dieses mal mehr als nur ein bisschen zu weit gegangen war.

O.k., er hatte erreicht, was er wollte. Doch die Angst vor der bevorstehenden Strafe lag ihm im Bauch wie ein Betonklotz. Sie überschattete nachhaltig das verhalten optimistische Gefühl von gestern. Als er erreicht hatte, dass seine Lehrerin sich darauf einließ, ihm mit einer Bestrafung dabei zu helfen, mit seinen Schuldgefühlen fertig zu werden.

Am Liebsten wäre er davon gelaufen. Vor dem Rohrstock. Vor Frau Lazka. Vor Charlotte. Vor Anna-Lena, vor all diesen widersprüchlichen Gefühlen. Aber das war keine Option. Konzentriert zwang er sich, weiterhin einen Schritt vor den anderen zu setzen. Den Blick starr auf das abgeschabte schmuddelige grünlich graue Linoleum auf den Boden des Schulkorridors geheftet.

Aber so sehr er sich auch bemühte, kleine Schritte zu machen, es half nichts. Schließlich hatte er er sein Ziel erreicht und stand vor Tür von Zimmer 211. Er hob die Hand und klopfte gegen das grau lackierte Holz der Tür. Was blieb ihm anderes übrig?


Die erste Hürde war die Hexe der Vorhölle. Frau Haas bedachte ihn mit einem kalten Blick, als er auf ihr „herein“ hin das Vorzimmer betrat. Es wäre ihm lieber gewesen, sie nicht mit hinein zu ziehen. Das war eine Sache zwischen ihm und Frau Lazka.

„Paul. Also ich hätte nach dem letzten Mal echt nicht erwartet, dich jemals wieder bei uns zu sehen! Geschweige denn schon nach zwei Wochen! Da hast du dir ja was geleistet, mein Junge!“

„Ja, Frau Haas, es tut mir leid. Können wir es einfach hinter uns bringen, bitte?“

„Wenn du es so eilig hast, den Hintern gestriemt zu bekommen...“

Die junge Lehrerin reichte ihm die Papiere für die Unterschrift.

„Na dann los. Frau Lazka erwartet dich schon. Und ich warne dich: sie hatte ihr ganz besonderes Lächeln im Gesicht, das sie für ganz besonders unartige Jungs reserviert hat. In deiner Haut möchte ich nicht stecken, Freundchen. Was hast du dir bitte dabei gedacht, ausgerechnet ihr so einen Satz um die Ohren zu hauen?“

„Ich weiß es nicht, Frau Haas“, log Paul

„Na, ich hoffe mal, dass du die Suppe verträgst, die du dir da eingebrockt hast. Komm mit!“


Drei Minuten später stand Paul mit gesenktem Kopf vor Frau Lazka, während Frau Haas ihren üblichen Vers aufsagte. 

„Paul, Jahrgangsstufe 13. Extreme Respektlosigkeit gegenüber einer Lehrerin.“

Frau Lazka hatte die Hände vor der Brust verschränkt. Sie trug heute ein strenges, marineblaues Kostüm. Mit einem Rock, der sich eng an ihren Unterkörper schmiegte und kurz über den Knien endete. Unter der dazu passenden Kostümjacke konnte Paul eine weiße Bluse erkennen, die ebenfalls sehr figurbetont geschnitten war. Dazu natürlich Schuhe mit Absätzen. Paul hatte nicht gelogen. Sie hatte wirklich tolle Beine. Insgesamt eine super tolle Figur. Mit ihrer schmalen Taille, dem flachen Bauch, der nicht zu übersehenden Wölbung ihrer Oberweite. Dazu die langen goldblonden Haare. Für ihr Alter war sie echt der Hammer. Sie gab sich auch keine Mühe, ihre Vorzüge zu verbergen, allerdings stellte sie sie natürlich auch nicht so offen zur Schau wie z.B. Anna-Lena. 

„Paul, für deine bodenlose Respektlosigkeit mir gegenüber vor dem ganzen Kurs werde ich dir noch eine gesonderte Lektion erteilen. Aber möchtest du Frau Haas nicht sagen, warum du eigentlich hier bist?“

„Wie bitte, Frau Lazka?“

„Los Paul, wir haben hier keine Geheimnisse voreinander. Erzähle Frau Haas, warum du gestern bei mir warst, und worum du mich gebeten hast.“

Paul fühlte eine heiße Welle der Verlegenheit seinen Rücken hinauf krabbeln. Er spürte zwei Paar Augen auf sich ruhen. 

„Ähm, also ich habe gestern Frau Lazka gebeten, mich zu bestrafen, weil ich etwas Schlimmes angestellt habe.“

„Und was hast du angestellt Paul? Los, erzähle es der netten Frau Haas.“

„Ich... ich habe meine Freundin betrogen. Mit Anna-Lena. Und ich habe ein schlechtes Gewissen deswegen.“

Die brünette Lehrerin blickte ungläubig vom Schüler zu ihrer Kollegin und wieder zurück. Dann schien sie sich zu fassen.

„So ist das also? Na dann hast du das hier wohl tatsächlich verdient.“

Paul bemerkte ein angedeutetes Nicken von Frau Lazka.

„Also Paul. Dieses mal werde ich dir eine echte Lektion in Sachen Respekt erteilen. Wie man Frauen behandelt. Dinge, die man nicht tut und Dinge, die man nicht sagt. Hast du verstanden?

„Ja, Frau Lazka. Danke, Frau Lazka.“


Paul spürte plötzlich eine Leichtigkeit in sich aufsteigen, die ihn überraschte. Natürlich fürchtete er den Schmerz der bevorstehenden Züchtigung. Aber gleichzeitig fühlte es sich an, als sei eine Last von ihm genommen worden. Und diese Last war die Verantwortung für sein Tun. Er hatte diese Verantwortung nun abgegeben. Er hatte sich ganz in die Hände von Frau Lazka begeben. Es waren strenge Hände, wie er wusste. Trotzdem fühlte es sich richtig an. Er würde tapfer ertragen, was auch immer sie ihm auferlegte. Und danach würde er sich wieder frei fühlen. Seine Schuld, die ihn auffraß würde abgegolten sein. Und vermutlich würde es auch helfen, diese Bilder zu vertreiben, die ihn verfolgten. Und verunsicherten.

„Damit diese Lektion sich auch richtig einprägt, möchte ich, dass du dich ausziehst. Ganz. Du wirst völlig nackt bestraft. So nackt wie du warst, als du dich mit deiner kleinen Schlampe vergnügt hast.“

Ungläubig blickte Paul auf. Meinte sie das ernst? Er sollte sich vor zwei erwachsenen Frauen entkleiden? Vor zwei Lehrerinnen? Ein halbherziger Protest lag ihm auf den Lippen, der jedoch im Keim erstickt wurde, als Frau Lazka ihn anherrschte:

„Los jetzt! Ausziehen! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit! Sonst kannst du direkt wieder verschwinden und deinen Fehltritt mit Charlotte selbst klären.“

Der Ton ihrer Stimme fuhr ihm durch die Ohren hinein direkt hinunter ins Rückenmark. Bevor er sich richtig bewusst wurde was er da tat, hatte er bereits angefangen, sein kariertes Hemd aufzuknöpfen. Wenige Augenblicke später stand er nur noch in Boxershorts vor den beiden Lehrerinnen.

„Ganz, Paul! Die Unterhose kommt auch runter. Deine Strafe bekommst du so oder so auf den Nackten! Aber als erstes faltest du deine Klamotten ordentlich und legst sie dort auf den Stuhl!“

Mit hochrotem Kopf folgte er der Anordnung. Dann stand er wieder vor den beiden Frauen. Er bemühte sich, seine Blöße mit den Händen zu bedecken. Doch auch das ließen sie ihm nicht durchgehen.

„Hände an die Seite. Aber schnell! Wir wollen nur sehen, was du Anna-Lena gezeigt hast!“

„Ja, Frau Lazka.“

„O.k. Paul. Damit du dir auch ganz im Klaren bist weswegen du gleich den Rohrstock zu spüren bekommst, rekapitulieren wir noch einmal, was dich hier her gebracht hat. Erzähle es noch einmal im Detail!“

„Frau Lazka, nachdem Sie mich das letzte Mal bestraft hatten, traf ich auf dem Weg nach draußen Anna-Lena, die ebenfalls bestraft werden sollte. Sie bat mich, draußen auf sie zu warten, bis nach der Strafe, um sie zu trösten. Dann sind wir zu ihr, und dort haben wir miteinander geschlafen.“

„Mehr Details, Paul. Erzähle uns genau, wie es dazu kam. Wie fing das an?“

Paul biss sich auf die Lippen. Wollte diese Frau wirklich, dass er diese Erinnerung, auf die er alles andere als stolz war, noch einmal durch ging?

„Ähm, also wir sind zu ihr. Haben uns im Arm gehalten und über die Bestrafung geredet. Sie schlug vor, zu vergleichen, wer von uns die schlimmeren Spuren hatte.“

„Und wie sollte das passieren?“

„Sie... sie hat einfach die Hose runter gezogen und mir ihren Po mit all den Striemen darauf gezeigt.“

Vor seinem inneren Auge entstand wieder das Bild von Anna-Lenas nacktem Po. Verdammt. Ihm wurde warm. Anna-Lena hatte einen echt süßen Po. Und die Striemen darauf hatten sie so verletzlich und schutzbedürftig wirken lassen.

„Und dann?“

„Dann bat sie mich, sie einzucremen.“

Seine Hände auf Anna-Lenas warmer Haut. Die Creme, die sich so gut anfühlte. Er spürte ein Kribbeln im Bauch. 

„Was ist dann passiert?“

„Sie wollte, dass ich auch meine Hose ausziehe. Sie war sehr beeindruckt von den Spuren auf meinem Arsch. Dann hat sie mich dort eingecremt.“

„Und, hat sich das gut angefühlt?“

Paul schluckte. Es hatte sich tatsächlich sehr gut angefühlt, so gut, dass er eine Erektion bekommen hatte. Anna-Lena hatte das natürlich auch bemerkt, aber anstatt entsetzt oder peinlich berührt zu reagieren, hatte sie nur gegrinst und angefangen, die Creme auch dort zu verteilen...

Eine Erektion. Verdammt!

„Da sehen Sie es, Frau Haas! So sind diese jungen Männer! Er hier besitzt ganz offensichtlich sogar die Frechheit, hier vor uns einen Steifen zu bekommen, allein beim Gedanken an den Hintern dieses Flittchens!“

Paul blickte entsetzt an sich herunter. Tatsächlich. Sein Penis stand steif und zeigte quasi in Richtung der beiden Lehrerinnen ihm gegenüber. Frau Haas betrachtete sein Stück neugierig und schien fasziniert. Frau Lazka hingegen grinste auf eine Art, die er nur als triumphierend interpretieren konnte. 

Paul wäre am Liebsten im Erdboden versunken.

„Paul, keine Sorge - lange, bevor ich mit dir fertig bin, wird dein Ding da wieder auf seine anständige Minimalgröße zusammen geschrumpft sein! Also gut. fangen wir an. Es wird mir eine erklärte Freude sein, dir deine Geilheit über dem Bock mit dem Rohrstock auszutreiben, und zwar gründlich. Hieb für Hieb!“

Paul folgte mit dem Blick Frau Lazkas Finger. Dort stand ein Gerät in der Ecke, das in seiner Form stark an den Sportunterricht erinnerte. Letztlich war es ein stabiles Gestell aus Holz mit einer gepolsterten Fläche, die mit braunem Leder bezogen war. Anders als beim Bock aus dem Sportunterricht gab es eine zweite, niedrigere gepolsterte Fläche, vermutlich für die Beine. Am Gestell waren mehrere Gurte aus Leder angebracht. Paul spürte ein flaues Gefühl im Bauch, als ihm bewusst wurde, dass man damit einen Delinquenten festschnallen konnte, an Armen, Beinen, sowie an der Taille fixiert, so dass jede Bewegung ausgeschlossen war. 

Frau Haas schob das Gerät in die Mitte des Zimmers. Paul schloss die Augen. Anna-Lena hatte ihm von diesem Bock erzählt. Wie es sich anfühlte, gefesselt zu sein, während man den Arsch versohlt bekam. Ihm schoss ein Bild durch den Kopf: Der schlanke Körper des Mädchens in Position über dem Bock. Wie sie sich wand unter dem Stock, der ohne Gnade Striemen um Striemen auf ihren süßen Arsch zeichnete. Na super. Sein immer noch steifer Schwanz begann fast schmerzhaft zu pochen. Warum machte ihn der Gedanke so an? Es stimmte, was Frau Lazka gesagt hatte. Eigentlich mochte er Anna-Lena nicht einmal besonders. Aber als sie beide frisch versohlt auf ihrem Bett gelegen hatten, hatte er sich ihr so nahe gefühlt, wie kaum einem anderen Menschen.


„Los! Tritt vor den Bock! Knie dich auf die Beinstütze, dann lege den Oberkörper auf die Ablage oben! Zeit, den Rohrstock die weitere Unterhaltung führen zu lassen!“

Frau Lazkas Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Mit wippendem Schwanz bewegte er sich auf den Bock zu. Frau Lazka stand inzwischen mit dem Rücken zu ihm und war offenbar dabei, den passenden Rohrstock auszusuchen. Paul biss sich auf die Zunge. So, wie sie da stand, zeichneten sich ihre Pobacken durch den Stoff ihres Rockes ab. Au Mann. 

Frau Haas half ihm, die richtige Position einzunehmen. Die Beinstütze war offensichtlich höhenverstellbar. Nachdem die brünette Lehrerin die Stütze auf die richtige Höhe gebracht hatte, begann sie zuerst seine Fußgelenke, dann seine Handgelenke mit den Gurten zu fixieren. Zuletzt schlang sie den Riemen um seine Taille und zurrte ihn fest. Das Polster für den Oberkörper neigte sich leicht nach unten, so dass sein nackter Hintern nun prominent in die Höhe ragte. Sein immer noch steifer Schwanz wurde vom Leder des Polsters unangenehm nach unten gedrückt. Aber das würde bald das Kleinste seiner Probleme sein. 

Außerhalb seines Gesichtsfeldes testete Frau Lazka die Rohrstöcke, indem sie sie hörbar durch die Luft pfeifen ließ. 


„Also gut, Junge! Für deine Untreue erhältst du 24 Hiebe mit dem Rohrstock. Danach bekommst du noch einmal 20 mit dem Lederriemen für deine Frechheit gestern in der Vertretungsstunde. Ich werde jeweils das strengste Utensil aus der Reihe verwenden. Riemen und Stock der Kategorie 3. Mach dich also auf eine äußerst unangenehme Erfahrung gefasst! Aber glaube mir, letztlich ist es nur zu deinem Besten! Es ist immer zu eurem Besten.“

Dann fauchte der Rohrstock durch die Luft und biss sich in seinen Po. Der Schmerz des Hiebes war überwältigend. Schlimmer, als er es von seiner letzten Bestrafung in Erinnerung hatte. Viel schlimmer. Bevor er noch richtig verarbeitet hatte, was da gerade passierte, traf der nächste Hieb. Auch der dritte und der vierte folgten in entsprechend kurzen Intervallen. 

Paul stöhnte bereits laut vor Schmerz, als Frau Lazka ihre erste kurze Pause einlegte.

„Sehen Sie, Frau Haas. Schon hat sich das mit der Erektion erledigt. Der kleine Jungenschwanz hängt brav und schrumpelig, wie es sich gehört! Dann wollen wir mal dafür sorgen, dass das noch eine ganze Weile so bleibt!“

Wieder pfiff der Stock durch die Luft. Paul bemühte sich nicht, mit zu zählen. Er brauchte seine ganze Kraft um mit dem heftigen Schmerz jedes einzelnen Einschlags klar zu kommen. Und dem dumpfen Nachbrennen, das jeder Hieb hinterließ.

„Und Paul? Verspürst du immer noch das Bedürfnis, eine deiner Mitschülerinnen zu besteigen?“

„Nein, Frau Lazka“, presste er tapfer hervor.

„Gut!“

Ein weiterer Hieb biss sich in seinen dargebotenen Hintern.

„War es das wert, Paul? Hat es sich gelohnt, der kurze Spaß, als du mit diesem Flittchen ins Bett gegangen bist? Jetzt, nach den ersten 10 Schlägen, die du dafür bekommen hast? Was denkst du?“

„Nein, Frau Lazka.“

„Na, was für ein Glück, dass du noch nicht einmal die Hälfte überstanden hast. Du wirst lange daran zurück denken, Paul. Immer, wenn du ein Mädchen siehst, wirst du an diese Strafe zurück denken!“

„Danke, Frau Lazka!“

Die Lehrerin hob erneut den Stock und fuhr fort mit ihrer Lektion. Mittlerweile hatte Paul allen Widerstand aufgegeben und ließ seinen Tränen freien Lauf. Das half etwas. Inzwischen konnte er den Flächenbrand auf seinem Hintern kaum mehr von den einzelnen Hieben, die ihn trafen, und den Brand immer weiter anheizten, unterscheiden.


„18“, stellte Frau Lazka schließlich fest. „Scheint, als ob Reue und Einsicht sich so langsam verfestigen.“

Paul war dankbar für die kurze unerwartete Pause. Das gab ihm Gelegenheit wieder zu Atem zu kommen. 

„Frau Haas, Sie nehmen doch an der Fortbildung teil. Haben Sie selbst schon einmal einen Rohrstock benutzt?“

„Nein, Frau Lazka.“

„Möchten Sie es einmal probieren?“

„Aber Frau Lazka? Ist das nicht höchst ungewöhnlich?“

„Mag sein. Aber das Verhalten dieses jungen Mannes war eine Ohrfeige für alle anständigen Frauen dieser Welt. Ich denke, da ist es nur fair, wenn sich alle anwesenden Frauen an seiner Züchtigung beteiligen. Hier! Nehmen sie den Rohrstock in die Hand. Schwingen Sie ihn ein paar mal durch die Luft. Genau so. Achten sie auf das Geräusch. Gefällt es Ihnen? Gut. Dann reizt sie sicher der Gedanke, dem reuigen Sünder hier die letzten sechs Hiebe zu verabreichen?“

„Wenn Sie meinen, Frau Lazka. Ich freue mich immer über eine Gelegenheit zu lernen. Vielen Dank.“


Paul biss die Zähne zusammen, als ihm klar wurde, dass es nun weiter ging. Das vertraute Pfeifen und der brennende Einschlag ließen nicht lang auf sich warten. Uff. Die Pause hatte dafür gesorgt, dass er die nächsten Hiebe nun umso deutlicher spürte. Wenigstens hatte er 2/3 hinter sich. Es standen nur noch sechs Hiebe aus.

„Nein, Frau Haas. Das war viel zu sanft. Sie sollen den Schüler bestrafen, nicht streicheln. Der zählt natürlich nicht, Paul. Das sehen Sie doch auch so, oder? Schauen Sie, ich zeige es Ihnen: Achten sie mal auf die Bewegung meines Handgelenks beim nächsten Schlag.“

Frau Lazkas Hieb brannte tatsächlich ein gutes Stück härter. 

„Das war nur zur Demonstration, den zählen wir auch nicht, Paul! Los, Frau Haas. Ordentlich Nummer eins von sechs!“

Paul fragte sich, ob er zornig werden sollte über den Verlauf, den seine Strafe zu nehmen begann. Immerhin nutzte Frau Lazka seine Hilflosigkeit gerade schamlos aus. Aber er spürte keine Wut. er hatte sich ihr ausgeliefert, um eine strenge Strafe zu bekommen. Für seinen Verrat. Und er hoffte wirklich, dass es ihm half, diese völlig gestörten Gefühle für Anna-Lena loszuwerden. Frau Lazkas Willkür musste man eben einkalkulieren als Teil der Strafe. Und es würde letztendlich dabei helfen, Charlotte wieder in die Augen sehen zu können!

An den nächsten vier Schlägen, die Frau Haas ihm verpasste, fand Frau Lazka offenbar nichts auszusetzen. Kein Wunder. Sie standen dem, was er von der älteren Lehrerin inzwischen gewohnt war, kaum nach. 

„So, die letzten beiden werden wir etwas schräg versetzt auflegen. Das rundet das Bild schön ab! Und es bringt alle bisherigen Striemen noch einmal schön zum Glühen. Hier. So setzen wir die.“

Paul spürte, wie Frau Lazka mit einem ihrer perfekt manikürten Fingernägel eine Linie diagonal über seine Pobacke zog. Der nächste Hieb kam umgehend. Und er brannte wie Feuer.

„Nein, Frau Haas. Das war nicht sauber. Den müssen wir wiederholen.“

Auch den letzten Hieb ließ sie unerbittlich wiederholen. Dann war es vorbei. Vorerst. Paul war so glücklich, den Rohrstock überstanden zu haben, dass er für einen Augenblick ganz vergessen hatte, dass ihm auch noch der Lederriemen angekündigt worden war. Er hatte keine Ahnung, wie er das auf seinem brennenden, pochenden Hintern ertragen sollte. Er erinnerte sich an das satte Klatschen des Leders und das großflächige Brennen, das der Riemen beim letzten Mal verursacht hatte. Nur, dass er damals noch keine Striemen vom Rohrstock auf dem Arsch gehabt hatte. Verdammt! Das war wirklich eine Strafe, an die er sich lange erinnern würde.


„So, Paul. Das war dafür, dass du deine Freundin betrogen hast. Ich hoffe, diese Lektion hast du gelernt. Ich gebe dir jetzt 30 Minuten, darüber nachzudenken. Die solltest du wirklich nutzen. Darum bleibst du genau so liegen. Danach kümmern wir uns dann um deine Frechheit von heute morgen!“

Paul hörte die Schritte der beiden Lehrerinnen sich entfernen. Das Klackern von Frau Lazkas Absätzen und das Quietschen der Gummisohlen an Frau Haas' Sneakers. Sie schlossen die Türe hinter sich. Bald konnte er sie im Vorzimmer leise reden und ab und zu kichern hören. Er blieb alleine zurück. Gefesselt auf dem Bock. Mit brennendem Hintern. Vermutlich gab es hier irgendeine tiefsinnige Allegorie zu sehen. Doch so sehr er sich bemühte, Paul konnte sie nicht erkennen.



Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.

Das Programm 8

Katharina Lazka betrat das Schulhaus mit demonstrativem Elan. Sie schritt auf ihren Absätzen betont aufrecht durch die Flure auf dem Weg in Zimmer 211. Die Woche Erholung hatte ihr gut getan. Diese elenden Migräne-Anfälle plagten sie schon seit vielen Jahren. Doch in den letzten Jahren war es definitiv schlimmer geworden. Manchmal hatte sie den Verdacht, dass die Häufigkeit der Anfälle mit der Häufigkeit ihrer „Begegnungen“ mit Oliver Baumann korrelierten. Seit sie gemeinsam für das Disziplinarteam gewählt worden waren, hatte sich ihr gesundheitlicher Zustand noch einmal merklich verschlimmert. 

Es war nicht so, dass sie Oli nicht mochte. Jeder mochte Oli. Aber er hatte etwas an sich, dass sie regelmäßig mit den Zähnen knirschen ließ. Und seine Einstellung zu Pädagogik im Allgemeinen und zum Programm im Speziellen ließ sie oft den Wunsch verspüren, ihren Kopf gegen eine Tischplatte zu schlagen. Oder seinen.

Heute jedoch war sie wieder bereit sich allem zu stellen, was Schüler und Kollegen sich einfallen lassen würden, um an ihren strapazierten Nerven zu sägen.


Im Büro empfing sie der leicht besorgte Blick von Franziska.

„Schön, dass Sie wieder fit sind, Frau Lazka. Ähm, es gibt da ein paar Komplikationen bezüglich der Sache mit Paul S. aus der Jahrgangsstufe 13.“

„Komplikationen?“ Sie hob eine perfekt getrimmte Augenbraue.

„Nun, als Erstes sitzt Paul gerade in Ihrem Büro und wartet auf Sie. Er hat um ein Vier-Augen-Gespräch gebeten.“

„Wirklich?“ 

Was Paul wohl von ihr wollte? Sicher, sie hatte ihm ordentlich den Hintern versohlt. Aber es war doch alles nach Vorschrift verlaufen. Oder etwa nicht? Sie spürte einen leisen Zweifel, ein kleines Gefühl von schlechtem Gewissen, das sich schon wieder als leichter Druck auf den Kopf zu manifestieren begann. 

„Ja, er hat nicht gesagt, was er will, nur dass er gerne mit Ihnen sprechen möchte. Er wirkte irgendwie blass und nervös. Und ähm, Oli, ich meine Herr Baumann hat irgendwie erfahren, dass Anna-Lena neulich Zeugin von Pauls Bestrafung geworden ist. Ich weiß nicht, ob das miteinander zusammen hängt.“

Der Druck begann sich nun langsam in ein dumpfes Pochen zu verwandeln. Na toll. 

„Das sehe ich ehrlich gesagt relativ gelassen“, log sie. „Oliver hat schließlich selbst allen Grund, nachsichtig zu sein, was kleine Verstöße gegen das Protokoll angeht.“

„Das stimmt wohl. Ich hab letzte Woche etwas erlebt mit ihm, das glauben Sie nicht!“

„Ist es was Gutes? Erzähl!“

„Vielleicht später. Jetzt wartet wie gesagt der Paul auf Sie.“


Katharina seufzte und durchschritt den Vorraum in Richtung ihres Büros. Dort saß in der Tat ein genickt wirkender Paul auf dem Stuhl vor ihrem Schreibtisch. Als sie die Tür öffnete, hob er seinen Kopf, um sie anzusehen. 

Er stand auf, als sie das Zimmer betrat. „Guten Tag, Frau Lazka“, grüßte er sie artig.

„Na, Paul, was kann ich für Sie tun? Setzen Sie sich doch.“

Sie konnte sehen, dass Pauls Ohren zu glühen begannen, er zögerte einen Moment, bevor er antwortete.

„Ähm, Frau Lazka, ich weiß nicht, ob Sie etwas tun können, aber wenn, dann wollte ich Sie darum bitten, ähm, also... Ich habe etwas Saublödes getan. Und jetzt wollte ich Sie fragen, ob Sie, tja, also ob Sie mich dafür noch einmal so bestrafen könnten wie sie es vorletzte Woche getan haben, bitte?“

Sie traute ihren Ohren nicht. Der Schüler bat sie um eine Bestrafung. Und wenn er um eine Bestrafung wie beim letzten Mal bat, sogar um eine recht strenge, wie sie sich erinnerte.

„Also Paul so einfach ist das nicht. Ich bestrafe Schüler und Schülerinnen für schulische Vergehen. Nicht einfach so zum Spaß. Ist es denn ein schulisches Vergehen?“

„Ähm, nicht direkt... Aber es hat etwas mit der Schule zu tun... Und ich dachte, ich habe so ein schlechtes Gewissen, ich weiß echt nicht, was ich machen soll.“

Paul wirkte aufrichtig geknickt. Gegen ihren Willen fühlte sie Neugier in sich aufsteigen darauf, was er wohl angestellt hatte. Und ein Gefühl von Sympathie für den Jungen, was eine noch viel seltenere Regung war.

„Dann mal raus damit, Paul. Was haben Sie angestellt?“

Paul holte tief Luft. Inzwischen leuchtete sein ganzes Gesicht rot wie ein Radieschen. 

„Also es ist so. Ich bin ja mit Charlotte aus meiner Jahrgangsstufe zusammen. Und wir sind auch glücklich und so. Auch wenn wir noch warten wollen, bevor... naja. Aber letzte Woche bin ich nach meiner Bestrafung Anna-Lena begegnet, die auch gerade den A... ähm den Hinte... ähm aus ihrem Büro gekommen ist. Und sie bat mich, sie in den Arm zu nehmen, und sie zu trösten. Und dann ging alles irgendwie von ganz allein. Wir sind zu ihr. Sie hat mir ihre Striemen gezeigt, ich ihr meine, um zu sehen, wer strenger bestraft worden ist. Wir haben uns gegenseitig den Po eingecremt. Und irgendwann haben wir uns geküsst. Und naja, dann noch mehr.“

„Was meinst du mit mehr? Hattet ihr Geschlechtsverkehr?“

„Ja“, entgegnete Paul kleinlaut.

„Obwohl du eine Freundin hast, die noch warten will, bevor sie Geschlechtsverkehr möchte, verstehe ich das richtig?“

„Ja. Und jetzt kann ich ihr nicht mehr in die Augen schauen! Ich hab so ein schlechtes Gewissen! Ich bekomme regelrecht Magenkrämpfe davon. Wenn sie das heraus findet, bricht es ihr das Herz. Ich kann kaum schlafen, ich kann nicht essen, ich kann mich nicht auf die Schule konzentrieren. Und reden kann ich auch mit niemandem darüber. Es frisst mich richtig auf, verstehen Sie?“

„Verständlich. Aber warum hast du es dann überhaupt getan?“

„Ich weiß es nicht. Ich hab nicht nachgedacht. Mich einfach nicht beherrschen können!“

„Und das ist vermutlich auch der Grund, warum sie noch warten will. Jungs in deinem Alter denken nicht nach. Aber Sex hat alle möglichen Konsequenzen. Doch ihr Jungs denkt nicht an Konsequenzen. Ihr denkt nur mit dem Schwanz. Und ihr könnt euch nicht beherrschen. Auch nicht, wenn ihr wisst, dass es Konsequenzen haben wird. Sobald er euch steht, denkt ihr nicht mehr weiter als bis zum Ende eurer Erektion. Hab ich nicht Recht?“

„Ähm, ich weiß nicht...“

„Natürlich habe ich Recht. Oder warum bist du sonst mit Anna-Lena ins Bett gehüpft? Bist du etwa verliebt in sie?“

„Nein, Frau Lazka.“

„Nein, bist du nicht. Ich schätze, du kannst sie noch nicht einmal besonders gut leiden, was ich übrigens absolut verstehen kann. Und du wusstest, dass es falsch ist! Wenn deine Freundin noch warten will, wartest du eben! Basta! Das weißt du auch!“

„Ja, Frau Lazka.“

„Tja, Paul. Es ist so. Jungs in deinem Alter denken nunmal an nichts anderes. Sie wollen immer nur ihr Teil irgendwo reinstecken. Und das einzige bewährte Mittel, was dagegen seit Jahrhunderten hilft, sind regelmäßige strenge Züchtigungen mit dem Rohrstock! Das bringt euch auf andere Gedanken! Hilft euch dabei euch zu beherrschen. Bringt euch Disziplin bei. Vor Allem Selbstdisziplin.“

„Ja, Frau Lazka.“

„Leider haben sich in den letzten 50 Jahren sehr unerfreuliche pädagogische Ansichten durchgesetzt. Unglücklicherweise kann ich also nichts für Sie tun. Auch wenn Sie es sicher mehr als verdient hätten, aber dafür darf ich Sie leider nicht züchtigen.“

Im letzten Satz hatte sie wieder zum formellen „Sie“ gewechselt, um zu unterstreichen, dass der vertrautere Teil Unterhaltung nun vorüber war.

Paul, in dessen Augen kurz so etwas wie Erleichterung aufgeleuchtet hatte, ließ erneut seinen Kopf hängen. Er sank sichtlich in sich zusammen auf seinem Stuhl.

„Dann entschuldigen Sie bitte die Störung, Frau Lazka.“

Der Anblick ließ erneut eine Welle streng-fürsorglicher Zuneigung in ihr aufsteigen.

„Einen Moment, Paul. Es gibt vielleicht eine Lösung.“

„Ja, Frau Lazka?“

„Du müsstest etwas anstellen, wofür du offiziell zu mir geschickt wirst. Dann kann ich dich für deine Untreue den Rohrstock spüren lassen.“

„Ich möchte nicht noch mehr Ärger, Frau Lazka. Ich will da niemanden mit hinein ziehen.“

„Das ist nicht nötig. Bei euch entfällt die ganze Woche Deutsch, hab ich Recht? Morgen bin ich bei euch als Vertretung. Dann kannst du mich am Ende der Stunde provozieren. Und ich schicke dich höchstselbst zu mir!“

Paul zuckte zusammen, Er sollte frech zu Frau Lazka sein? Vor allen Anderen? Ausgerechnet zu der Frau, die so mit dem Rohrstock umzugehen verstand? Der Frau, die er mehr als jede andere Lehrerin zu respektieren gelernt hatte?

„Ich, ich weiß nicht, ob ich das vor dem ganzen Kurs kann...“

„Dann finde es heraus. Ich werde es dann ja morgen sehen. Ach, und sei bitte kreativ dabei. Wenn du ordinär oder kindisch frech zu mir bist, setzt es extra Hiebe!“

Paul schrumpfe förmlich um einige Zentimeter in seinem Stuhl zusammen. Schließlich erhob er sich.

„Danke, auf Wiedersehen, Frau Lazka.“

„Ich freue mich schon auf das Wiedersehen!“


Katharina lächelte selbstzufrieden. Oh, sie würde das genießen, mehr noch als beim ersten mal mit ihm. Damals hatte er vermutlich provoziert, um seinen Freunden zu imponieren. Nachdem sie ihm seine Lektion erteilt hatte, war er recht kleinlaut gewesen. Aber die echte Einsicht hatte gefehlt. Umso ärgerlicher, dass diese unmögliche Anna-Lena seine Kontemplationsphase auf so ärgerliche Art und Weise gestört hatte. Dieses Mädchen!

Bei seiner anstehenden Bestrafung war das anders. Er hatte ein elend schlechtes Gewissen. Er hatte um Strafe gebeten und war bereit, sie anzunehmen. Die Züchtigung würde ihm Katharsis verschaffen. Und sie liebte es, wenn sie diesen Prozess miterleben konnte. Echte Reue, das war selten. Insbesondere bei den Heranwachsenden dieser Generation. Denen völlig falsche Erwartungen und Werte eingepflanzt wurden von so liberalen Idioten wie Oli.

Natürlich, klar, dass der als Mann das anders sah. Aber sie wusste es besser. Männer, insbesondere junge Männer, brauchten eine klare Struktur. Sie waren beherrscht von ihren Hormonen. Und das war einfach eine Zumutung für alle anderen Menschen, die die Welt mit ihnen teilen mussten. Der männlichen Sexualität Zügel anzulegen, das war die wichtigste Aufgabe der Frauen. Strenge Zügel! Sie war sehr stolz auf Charlotte, die sich nicht einfach so der männlichen Sexualität unterwarf, sondern völlig berechtigt von ihrem Freund erwartete, dass er sich für sie im Zaum hielt. Es war sehr wichtig, den Männern von Anfang an zu zeigen, wer die Entscheidungen traf. Und wenn es dann soweit war, dann würde es zu ihren Konditionen ablaufen, da war Katharina sich sicher.

Aber dann kamen so kleine Quertreiberinnen daher und mischten sich ein. Nutzten es aus, dass sich Männer so leicht um den Finger wickeln ließen. Und für was? Was sprang denn bitte für diese kleinen Flittchen dabei heraus? Ein paar Streicheleinheiten? Ein gepushtes Ego? 

Ja, Paul hatte einen großen Fehler gemacht. Aber die eigentliche Schuldige hier war ja wohl Anna-Lena. Männer dachten mit dem Schwanz, das war bekannt! Dem konnte man nur mit weiblicher Souveränität und Anständigkeit Einhalt gebieten. Was sollte ein Junge wie Paul den tun, wenn sich eine wie Anna-Lena ihm so schamlos anbot? Immer mit viel zu viel Make-Up im Gesicht? Und immer in diesen elenden engen, dünnen Leggins?

Natürlich musste man ihn dafür strafen. Und zwar streng. Damit er es lernte. Wieder und wieder, wenn es sein musste. Aber Anna-Lena war ein Problem. Unbelehrbar. Verdorben bis in ihr Innerstes! Man hätte das sehen müssen. Beim letzten mal war ziemlich offensichtlich geworden, welche Wirkung der Stock bei diesem kleinen Luder gehabt hatte! Und das war immer ein Alarmsignal. Ein Zeichen für völlige Zügellosigkeit und Verkommenheit. Eine Schande für das eigene Geschlecht! Das war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Da musste etwas unternommen werden. Zeit für ein Gespräch mit der Schulleiterin. Und da würde sich sicher ein Weg finden lassen, diesen notorischen Störfaktor zu entfernen. Ihrer Meinung nach hatte dieses Mädchen so oder so an einem Gymnasium nichts verloren. Und man hatte das schon viel zu lange ignoriert.

Dass Anna-Lena eines der „Haumann-Girls“ war, machte die Sache nur noch besser. Oliver wäre vermutlich mal wieder anderer Ansicht. Aber letztlich tat sie ihm einen Gefallen damit. 

Sie beschloss, sich vorzubereiten. Eine Strategie zu entwickeln. Ihr Gefühl war richtig, das war klar. Jetzt brauchte sie nur noch schlüssige Argumente, um die Schulleiterin zu überzeugen.

„Franziska! Such mir doch bitte mal die Akte von Anna-Lena heraus!“

„Liegt schon bereit, Frau Lazka.“

„Ha, was würde ich nur ohne dich tun? Was liegt heute noch an?“

„Emily hat einen Termin bei Herr Baumann.“

„Schon wieder? Leg mir die Akte doch auch gleich raus.“

„Ja, das war der Fall, über den ich sowieso noch mit Ihnen reden wollte.“



Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.

Das Programm 3

'Was für ein Miststück', dachte sich Anna-Lena. Es war immer gut, wenn man sich auf Menschen verlassen konnte, auch im Bezug auf die schlechten Eigenschaften. Wenn es zum Beispiel darum ging, dass sich ein sadistisches Miststück wie ein sadistisches Miststück verhalten würde, wenn sich die Gelegenheit bot. Jeder wusste, dass sie ein Miststück war.

Trotzdem entschieden sich die meisten Jungs für sie als Bestraferin. Vermutlich kam es ihnen irgendwie homo vor, sich von einem Mann versohlen zu lassen. Zudem, das musste man Frau Lazka lassen, war sie auf eine strenge Art durchaus attraktiv. Groß und schlank und blond. Immer perfekt geschminkt und frisiert. Dazu kam, dass sie eine Vorliebe für hochhackige Schuhe, enge Röcke und figurbetonte Blusen hatte. Das schien bei vielen Jungs gewissen Vorstellungen auszulösen.

Natürlich wusste sie, dass Paul gerade da drinnen war. Der nette, liebe, hübsche Paul. Es war ja nicht so, dass es an dieser Schule irgendwie geheim blieb, wer einen Termin bei Frau 'Lassdas' oder Herr 'Haumann' hatte. Und dass Paul ordentlich den Hintern versohlt bekommen sollte, beherrschte das Flurgespräch schon seit Tagen, und ebenso ihre Gedanken. Das wollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn das hieß, dass sie heute selbst vom Miststück bestraft werden würde, statt wie gewohnt von Herr Haumann.

Man hatte ja so einiges gehört. Nun gut, dann würde sie eben heute herausfinden, ob die Gerüchte stimmten, und ob Frau Lazka im direkten Vergleich tatsächlich so viel strenger war als der gute alte 'Haumann'. Sie war erst einmal bei ihr gewesen, ganz zu Beginn des Schuljahrs. Damals hatte sie vermutlich noch nicht so recht zu ihrer jetzigen Form gefunden gehabt.

Ein lautes Klatschen riss sie aus den Gedanken. Gefolgt von einem Stöhnen. Das klang nach dem Lederriemen. Paul hatte sich mit der Aktion einiges eingebrockt, nahm sie an. Sie war gespannt, wie er sich unter Frau Lazkas berüchtigt strenger Hand halten würde. 

Anna-Lena schloss die Augen, und versuchte, sich die Situation im Nachbarzimmer bildlich vorzustellen. Leise zählte sie mit, wie oft es klatschte. Bisher hatte Paul sich recht tapfer gehalten, aber nach dem fünften Hieb war sie sicher, dass sie ein leises Schluchzen hören konnte. 

„Paul, reißen Sie sich mal zusammen. Wir sind mit dem Riemen gerade mal halb durch. Und hinterher bekommen Sie noch den Rohrstock. Denken Sie daran, dass im Nachbarzimmer eine Mitschülerin sitzt, die alles mit hört. Machen Sie dem Mädchen keine unnötige Angst“, hörte sie die Stimme des Miststücks. 

Ein weiteres lautes Klatschen war zu hören, gefolgt von Pauls Aufheulen.

„Paul, ich hatte sie gewarnt. Dieser Hieb zählt nicht und wird wiederholt. Nehmen Sie jetzt die Hand dort weg. Beim nächsten Mal setzt es Zusatzhiebe.“

Anna-Lena biss sich auf die Unterlippe. Das war so viel besser als erwartet.

„So, das reicht. Frau Haas, fixieren Sie die Hände des Schülers. Paul, Sie erhalten nun drei zusätzliche Hiebe. Die hätten Sie sich sparen können mit ein bisschen mehr Selbstbeherrschung. Aber das mit der Selbstbeherrschung scheint ja generell Ihr Problem zu sein.“

Ab dem nächsten Schlag konnte Sie dann hören, wie Paul seinen Tränen freien Lauf ließ. Ja, der Lederriemen konnte diese Wirkung haben, wie sie wusste. 

Wenigstens bettelte er nicht. Noch nicht.

„Nun gut, Paul. Den ersten Teil Ihrer Strafe haben Sie überstanden. Ich gebe Ihnen fünf Minuten, um sich etwas zu beruhigen, dann wenden wir uns dem Rohrstock zu. Frau Haas, dokumentieren sie den Zwischenstatus und binden Sie den Schüler dann los. Ach, und besorgen Sie ihm eine Packung Taschentücher, das ist ja nicht zum Aushalten.“



 Anna-Lena hörte die Absätze des Miststücks auf dem Linoleum-Boden klackend näher kommen.

„Nun zu Ihnen, Anna-Lena. Sie kennen das Prozedere ja inzwischen. In Ihrem Fall war das mal wieder eine Reihe für sich genommen kleinerer Verstöße, aber Ihr nachhaltig uneinsichtiges Verhalten verlangt eine deutliche Reaktion. Da Sie offenbar so ein hartnäckiger Fall sind, denke ich, wir werden uns dieses mal nicht mit Kleinigkeiten aufhalten. Sie bekommen heute von mir 25 mit dem mittleren Rohrstock, damit Sie es sich ein für Allemal merken. Und das direkt auf den nackten Hintern. Wollen doch mal sehen, ob ich Ihr Verhalten nicht etwas nachhaltiger bessern kann, als Herr Baumann.

Wie der Rohrstock wirkt, können Sie dann in wenigen Minuten mit anhören, wenn Paul den zweiten Teil seiner Strafe erhält.“ 

Anna-Lena hatte nichts anderes erwartet. Sie bemühte sich, angemessen geknickt zu wirken.

„Ja, Frau Lazka.“

Das Miststück sah sie scharf an, offenbar hatte sie auf eine andere Reaktion gehofft, eine Reaktion, die ihr die Möglichkeit bot, die Schülerin vor ihr weiter zu maßregeln. Aber Anna-Lena war intelligent genug, ihr keine Front zu bieten.

„Dann hören Sie jetzt gut zu, Anna-Lena. Denn das ist genau das, was Sie auch erwartet!“

Frau Lazka nachte auf den Absätzen kehrt, und verschwand wieder im Nebenraum.



 „Also gut Paul. Die Pause ist vorbei. Beugen Sie sich nun über den Tisch dort. Beine auseinander. Runter mit dem Oberkörper. So ist gut. Bleiben Sie in dieser Position, wenn Sie es nicht noch schlimmer für sich machen wollen! Bereit?

20 Schläge. Von denen Sie jeden einzelnen verdient haben. Denken Sie gründlich nach, über Ihren Mangel an Respekt gegenüber Ihren Lehrern und Lehrerinnen. Zumindest Respekt vor dem Rohrstock werde ich Ihnen jetzt beibringen, das verspreche ich.“

Anna-Lena hielt den Atem an. Es dauerte nur einen Moment, dann hörte sie das vertraute Fauchen, mit dem der Stock die Luft zerteilte, gefolgt vom bellenden Klatschen, als er auf Pauls Hintern traf.

Paul stöhnte gequält auf. Der Arme war eine solche Behandlung sicher nicht gewohnt. Es klatschte erneut. Offenbar hatte Frau Lazka nicht vor, die Sache unnötig in die Länge zu ziehen.

Nach dem vierten Hieb hatte Paul wieder angefangen zu schluchzen. Als Frau Lazka dann eine Pause machte, und sagte: „10. Das war erst die Hälfte, Reißen Sie sich gefälligst zusammen, Paul!“, weinte dieser bereits hemmungslos.

Auch wenn der Zeitpunkt unerbittlich näher rückte, an dem sie selbst in den zweifelhaften Genuss der gleichen Erfahrung kommen würde, die Paul gerade erlebte, und das sicher kein erfreulicher Ausblick war, so hatte es sich doch jetzt schon gelohnt. 

Der stolze Paul, der unter dem Rohrstock des Miststücks seinen Tränen freien Lauf ließ, das weckte zweierlei Gefühle in ihr. Die offene Schadenfreude, dass es mal einen von denen traf, sowie die Rührung und das tiefe Mitgefühl, das sie jetzt für den hübschen Jungen empfand. 

Perfekt wurde es, als Paul sich bei Schlag Nummer Dreizehn noch zwei Zusatz-Hiebe einhandelte, weil er die Hand vor den Po gehalten hatte. Das musste man ihm lassen, er kostete das Programm wirklich voll aus.

Selbst das Miststück schien sich vollends in die Sache zu versenken. Sie sparte sich weitere Kommentare und Ermahnungen, und konzentrierte sich voll auf den körperlichen Aspekt der Strafe. Die restlichen Hiebe verabreichte sie schweigend. Das Fauchen des Rohrs, das Klatschen auf der Haut, Pauls Stöhnen und Schluchzen, waren die einzigen Geräusche, die zu hören waren.

Bis Frau Lazka verkündete: 

„20. Hätten Sie sich zusammen gerissen, hätten Sie es sich jetzt hinter sich. Aber so sehen noch die beiden Zusatzhiebe aus.“

„Bitte, Frau Lazka, bitte nicht mehr! Ich kann nicht mehr! Ich habe genug, ich habe meine Lektion gelernt, bitte nicht weiter schlagen!“, bettelte Paul verzweifelt.

„Nehmen Sie Ihre Hände weg, und begeben Sie sich zurück in die Strafposition, sonst...“, erwiderte das Miststück schneidend.

Ach, Paul. Armer Paul. Auf diese Weise brachte er es fertig, das Maß doch noch auf die klassischen 25 zu heben.



 Nachdem sie mit ihm fertig war, gönnte Frau Lazka Paul noch ein paar Minuten, um die Fassung wieder zu finden. Dann forderte sie ihn nicht unfreundlich auf, sich zu erheben, und sich wieder anzuziehen. 

Frau Haas betrat das Vorzimmer und lächelte Anna-Lena an. „So, wir müssen noch kurz das Zimmer und die Instrumente her richten. Du bist dann in zehn Minuten dran. Du kennst das ja. Sei lieb zu Paul, wenn er gleich zu dir raus kommt.“

Paul trippelte in Minischritten herein. Er hielt sich mit beiden Händen seinen Hintern. Langsam schien er seine Umgebung wahr zu nehmen, als Frau Haas hinter ihm die Tür schloss.

Sein Blick fiel auf die wartende Anna-Lena. Er erstarrte. Sein Gesicht lief sofort knallrot an, als ihm bewusst wurde, dass Anna-Lena Ohrenzeugin seiner Bestrafung geworden war.

„Na, Paul? 25 mit dem Rohrstock? Davor den Lederriemen? Keine Sorge, das Schlimmste ist in ein paar Stunden vorbei, und die Spuren spätestens in drei oder vier Tagen verschwunden.“

Paul sah sie einen Augenblick erschrocken an, dann entspannte er sich allerdings etwas. Vermutlich. weil das Mädchen so natürlich mit der Sache umging. Er schaffte es sogar so etwas Ähnliches wie ein Lächeln zustande zu bringen.

„Du hast wohl Erfahrung damit?“

„Oh ja. Ich bin halt ein unartiges Mädchen. Und du? Sag ehrlich: Wette verloren oder Mutprobe?“

„Kein Kommentar.“

„Dachte ich mir. Ähm Paul. Ich bin jetzt dann gleich dran. Und wenn du jemanden zum Quatschen brauchst... Ich fände es schön, wenn du auf mich wartest. Ich bräuchte nämlich glaube ich jemanden, der mich hinterher in den Arm nimmt.“

„Klar. Ich warte unten auf dich.“

„Dann bis später. Oh.“



 „Anna-Lena, Sie sind dran. Kommen Sie bitte herein. Sie wissen ja, was Sie erwartet. Bitte machen Sie sich untenherum frei. Wie angekündigt erfolgt die Züchtigung heute auf den Nackten. Das haben Sie ihrer Uneinsichtigkeit zu verdanken, Anna-Lena.“

Als sie Hose und den Slip herunter zog, spürte sie die vertraute Nervosität in ihrem Bauch aufsteigen. Sie war sich nur nicht ganz sicher, ob diese allein der bevorstehenden Züchtigung geschuldet war, oder vielleicht auch der draußen wartende Paul und sein Versprechen, sie hinterher in den Arm zu nehmen und zu trösten seinen Anteil daran hatte. 

"Gut. Nun beugen Sie sich über den Tisch. Sie kennen das ja. Denken Sie, dass Sie etwas mehr Selbstbeherrschung aufbringen können als Ihr Mitschüler, oder soll ich Sie lieber direkt auf Bock schnallen lassen?“

„Das wird nicht nötig sein, Frau Lazka.“ 

Das fehlte gerade noch. Sie würde sich nicht anstellen. Sie würde nicht weinen. Diesen Triumph würde sie dem Miststück nicht gönnen.

Der mutige Vorsatz sollte immerhin bis zum 15. Hieb halten.




Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.

Das Programm 2

 Katarina Lazka blickte auf die teure Uhr an ihrem Handgelenk. Noch zwei Stunden bis Feierabend. Oliver war vermutlich schon aus dem Haus. Der Glückliche, bei dem Wetter. Sie spürte etwas Neid aufkommen. Aber andererseits hieß das auch, dass eventuelle spontane Maßnahmen allein in ihre Zuständigkeit fielen. Zudem bedeutete es, dass Franziska Haas assistierte. Sehr gut. Sie fühlte sich wohler dabei, wenn Oliver ihr nicht die ganze Zeit über die Schulter sah. 


Es war nicht so, dass sie ihn nicht mochte. Jeder mochte Oliver Baumann. Aber ihrer Meinung nach hatte er die falsche Einstellung zum Programm. Er verhätschelte seine Schüler und besonders die Schülerinnen. Es war eben kein Zufall, dass die meisten Mädchen ihn als Bestrafenden vorzogen, obwohl er in Mann war. Wie zum Ausgleich wählten die meisten Jungs sie. Ihr war das sehr recht. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie sich gerne nur noch auf die Jungs konzentriert. Es machte einfach mehr Spaß, frechen Jungs die Grenzen aufzuzeigen. Die hatten das auch nötiger in der Regel. Sie fand es nur unfair, dass auf diese Weise die wenigen Mädchen, die es doch nötig hatten, dann oft zu billig davon kamen. 

Sie öffnete die Tür ohne anzuklopfen.


 Franziska brauchte nicht aufzublicken, um zu wissen, wer gerade das Zimmer betreten hatte. „Hallo Frau Lazka“, sagte sie, „heute sind es noch zwei Termine. Paul S. aus der 13. und Anna-Lena aus der 12. Schon wieder.“

„Anna-Lena möchte zu mir? Na sowas, ich dachte, der hätte ich schon beim ersten mal ihre Flausen gründlich ausgetrieben. Seitdem ist sie ja Dauerkundin bei Oli... Herr Baumann“

Sie griff sich die beiden Formulare.

„Paul hat also im Klassenzimmer randaliert und Frau Gruner beleidigt, als sie ihn zur Ordnung rufen wollte? Das gibt den Lederriemen und den Rohrstock, würde ich sagen. Und Anna-Lena ist jetzt was? - Das fünfte Mal in zwei Monaten hier? Wieder wegen zig kleiner Verstöße gegen die Schulordnung? Typisch, immer das Gleiche: Schwatzen, Kaugummi kauen und Handy im Unterricht. Und was noch? Sie hat sich in Englisch während der Stunde geschminkt? Zudem noch zwei Vermerke wegen unangemessener Kleidung. Immer diese hautengen Leggins. Sie lernt es einfach nicht, oder? Na die wird ne Weile an mich denken! Das gibt den Rohrstock, dieses mal.

O.k., ich bin hinten, und mach mich kurz frisch. Bringe den Paul rein zu mir, sobald er da ist.“

Erwartungsvoll rieb sie sich die Hände. Es blieb noch genug Zeit. Sie zog ihren Lidstrich und die Konturen der Lippen nach. Dann öffnete sie ihre Haare, fuhr ein paar mal mit der Bürste hindurch und band sie schließlich zu einem Knoten, den sie am Hinterkopf hochgesteckt befestigte. Ihre Kostümjacke hängte sie an den Kleiderbügel hinter der Tür. Zuletzt trug sie noch ein paar Tropfen Parfum auf Hals und Dekolleté auf, um den muffigen Klassenzimmer-Geruch zu vertreiben. 

Sie griff sich einen mitteldicken Rohrstock aus dem Wandregal und ließ ihn prüfend durch die Luft pfeifen. Oh, würde sie das genießen. Sie wischte mit einem frischen Antiseptik-Tuch gründlich das biegsame Rattan ab.


 Es klopfte an der Zwischentür. Auf die Minute pünktlich. 

„Herein!“


Franziska betrat den Raum mit einem Schüler im Schlepptau.

„Paul S., Jahrgangsstufe 13. Nimmt am Programm teil, hat seine Einverständniserklärung bereits vor sechs Monaten unterschrieben und mündlich erneut bestätigt. Vergehen: Störung des Schulfriedens, Beschädigung von Schuleigentum, Gefährdung von Mitschülern und Mitschülerinnen durch Herumwerfen eines schweren Gegenstandes im Klassenzimmer während der Pause. Darüberhinaus respektloses Verhalten und Beleidigung gegenüber einer Lehrperson.“

Katharina musterte Paul. Ein hübscher Junge. Warme, braune, intelligente Augen, sofern man diese sehen konnte hinter dem Vorhang seiner mittelbraunen Haare, die frech in sein etwas rundes Gesicht hingen, das an der Schwelle vom Jungen zum Mann stand. 

Der hochgewachsene Schüler hatte seine Hände in den Hosentaschen, und grinste die beiden Frauen herausfordernd an. Sie kannte diesen selbstgefälligen Ausdruck, diese machohafte Körpersprache. Das war ein Versuch, den Helden zu spielen. Der Versuch, sich stark und selbstbewusst geben, um die berechtigte Angst vor dem, was kommen würde, zu verbergen. Ein Versuch, der ihrer Erfahrung nach bisher noch jedes mal gescheitert war. Dafür war sie schließlich die Expertin.

„Also gut, Paul. Das sind zwei unterschiedliche Kategorien, die wir unterschiedlich betrachten und bestrafen werden. Was war das für ein Gegenstand, den Sie herum geworfen haben?“

„Eine Colaflasche. Maurice ist mir schon den ganzen Tag damit auf den Sack gegangen.“

„1,5 Liter, PETT, etwa zu 3/4 gefüllt“, fügte Franziska hinzu, „wiegt mehr als ein Kilo. Hat einen Mitschüler am Arm getroffen, nur knapp den Kopf verfehlt. Im anschließenden Gerangel wurde ein Tisch umgeworfen, der zu Bruch ging und vom Hausmeister repariert werden muss.“

„O.k., Paul, das ist keine Kleinigkeit. Es hätte jemand verletzt werden können. Und dafür hätten Sie von der Schule fliegen können. Das werden wir also entsprechend streng bestrafen. Sehen Sie das hier?“

Sie hob einen braunen, etwa fünf Zentimeter breiten Riemen aus schwerem, dickem Leder vom Tisch auf, und hielt ihn Paul vors Gesicht.

„Das ist der Lederriemen Kategorie 2. Damit werde ich Ihnen zunächst 30 Schläge auf den Hintern verabreichen. Fünf für den Lärm, zehn für den kaputten Tisch und 15 für die Gefährdung anderer.

Dann ist da noch die Sache mit der Beleidigung von Frau Gruner. Was haben Sie zu ihr gesagt?“

„Ich habe sie eine humorlose vertrocknete alte Schachtel genannt, die das letzte mal vermutlich vor 30 Jahren gelacht hat.“ Paul grinste schelmisch.

„Ganz schön frech. Dafür bekommen Sie natürlich den Rohrstock. Beleidigungen von Lehrerinnen sind etwas, das wir hier keinesfalls durchgehen lassen. Normal würde ich Ihnen 25 geben. Aber in diesem Fall gebe ich Ihnen 20. Weil das, was Sie gesagt haben, zumindest nicht gelogen war.“

Paul wurde blass. „20, Frau Lazka? Muss das sein?“

„Möchten Sie doch lieber die 25? Ich kann auch bis 30 gehen.“

„Nein, danke, Frau Lazka. 20 passt schon.“

„Na dann. Frau Haas wird hier bleiben, und die Bestrafung bezeugen. Den ersten Teil werden wir bäuchlings auf der Liege dort vollziehen. Falls nötig, werde ich Sie fixieren. Es ist nämlich so: Sollten Sie versuchen, auszuweichen, Ihre Hand vor Ihren Hintern zu halten, oder gar aufzustehen und abzuhauen, zählt der Hieb nicht und wird wiederholt. Zudem werde ich gegebenenfalls Zusatz-Hiebe verhängen, wenn ich das Gefühl habe, Sie stellen sich zu sehr an. Den Rohrstock bekommen Sie über den Tisch gebeugt. Es sei denn, Sie möchten gleich über den Bock fixiert werden, um zu verhindern, dass Sie sich aus Versehen zusätzliche Hiebe einhandeln?“

„Nein, bloß nicht. Ich pack das schon“

„Hmm, das wird sich zeigen. Ziehen Sie jetzt Schuhe, Socken und Hose ganz aus. Wir werden sehen, was Sie für eine Unterhose tragen. Eventuell müssen Sie diese auch herunter ziehen.“

Man musste es Paul lassen, er schlug sich bisher noch halbwegs souverän. Lediglich die zunehmende Röte seiner Ohren verriet, was in ihm vorgehen musste.

„Was denken Sie, Frau Haas. Diese weite Boxershorts könnte die Wirkung der bevorstehenden Züchtigung auf nicht hinnehmbare Weise beeinträchtigen, habe ich Recht?“

Franziska grinste. „Da stimme ich Ihnen zu, Frau Lazka. Paul wird sie wohl ausziehen müssen. So spürt er das Leder ja kaum. Also los Paul. Runter damit. Du bekommst es heute auf den Nackten.“

Paul starrte Franziska entgeistert an. Dann warf er Frau Lazka einen flehentlichen Blick zu.

„Sie haben Frau Haas gehört, Paul. Glauben Sie mir, sie hat so etwas schon oft genug gesehen. Runter damit. Sie wollen doch nicht jetzt schon Zusatzhiebe verdienen?“

Die Röte hatte sich nun über sein gesamtes Gesicht ausgebreitet. Und das unverschämte Grinsen war auch endlich daraus verschwunden. Paul griff zögernd nach dem Bund seiner Shorts. Dann schloss er seine Augen und schob die Unterhose schließlich nach unten.

„Ah, das erklärt wohl, warum unser kleiner Paul sich heute so hat aufspielen müssen. Vielleicht sollte er fleißiger lernen und sich mal richtig anstrengen. Dann kann er sich in 20 Jahren vielleicht einen Porsche kaufen, um das da zu kompensieren“, sagte Franziska grinsend.

„Nana, Frau Haas. Wo bleibt ihre Professionalität?“ wies Frau Lazka ihre Assistentin ebenso grinsend zurecht.

Franziska übernahm nun die Vorbereitungen. „Also gut, Paul. Lege dich jetzt hier auf die Liege. Mit dem Kopf hierher. So ist gut. Sicher, dass ich dich nicht fixieren soll?“

„Bloß nicht!“

„Deine Entscheidung. Aber denke daran, was Frau Lazka über Zusatzstrafen gesagt hat. Vielleicht tust du dir einen Gefallen, wenn du dich hier mit den Händen fest hältst, das hilft den meisten.“ Sie deutete auf eine Querstange. So ist gut. Ich mache jetzt ein Foto von deinem Hintern für die Dokumentation.

Katharina genoss den Anblick. Paul war schlank, aber gut gebaut. Er hatte einen ziemlich hübschen Hintern, der von dem Polster in der Mitte der Liege auf ansprechende Art nach oben gedrückt wurde. Wunderbar präsentiert für die Aufmerksamkeit, die sie ihm gleich mit dem Lederriemen zuteil werden lassen würde. Mal sehen, wie lange es dauern würde, bis der ihm den Rest seiner Großkotzigkeit ausgetrieben hatte. Sie schätzte, so vielleicht zehn Hiebe.

Komisch. Sie kannte Paul kaum. Aber er galt als guter Schüler und gehörte eigentlich zu den Vernünftigeren. Soweit sie wusste, war er erst einmal hier gewesen. Oliver hatte ihm laut Protokoll sechs mit dem Rohrstock verabreicht, als Warnung. Das war ganz zu Anfang des Schuljahres gewesen. Seitdem war Paul nicht mehr aufgefallen. 

Nun ja, das half ihm jetzt auch nichts. Dieses mal war er so gründlich aufgefallen, dass man sich schon fast die Frage stellen musste, ob... Sie beschloss, diesen Gedanken nicht weiter zu verfolgen, sondern sich auf die Aufgabe zu konzentrieren.

Der Schüler lag nun in der korrekten Position. Franziska nickte ihr kurz zu. Dann trat sie einige Schritte zurück. Katharina überlegte kurz, ob sie vielleicht besser ihre Schuhe wechseln sollte. In ihren Sportschuhen hätte sie vermutlich einen sichereren Stand. Aber das würde so schon gehen. Und sie fühlte sich einfach souveräner auf ihren acht Zentimeter hohen Absätzen. 

Sie trat neben den auf der Liege ausgestreckten Paul. Prüfend nahm sie Maß, indem sie den Lederriemen mit der linken Hand am vorderen Ende greifend an den nackten Hintern des jungen Mannes hielt, so dass sie beide Pobacken in einem Streich erwischen konnte. Dann hob sie den Lederriemen über die rechte Schulter und ließ ihn einen Augenblick später mit einem satten Klatschen auf die ihr dargebotene Erziehungsfläche knallen.

Sie hatte schon einigermaßen kräftig durchgezogen. Seine Reaktion bestätigte bereits jetzt den sich anbahnenden Erfolg. Er hatte laut hörbar nach Luft geschnappt, als ihn das Leder getroffen hatte. Jetzt wand er sich auf der Liege, während die Lehrerinnen dabei zusahen, wie sich der erste rote Abdruck des dicken Leders auf seinen weißen Backen zu bilden begann.

Katharina hob erneut den Riemen. Paul quittierte den folgenden Hieb mit einem leisen Wimmern. Vermutlich würde es nicht einmal bis zum Schlag Nummer zehn dauern, bevor sie die ersten Tränen zu sehen bekommen würden. Tja, da hatte sie mehr erwartet. Sie schätzte die Herausforderung. 

Der Riemen war so breit, dass nach dem sechsten Schlag bereits der ganze Hintern von einem ansprechenden Rotton überzogen war. Sie schlug nun mit etwas mehr Nachdruck zu. Bisher hatte es dann doch noch keine Tränen gegeben. Dafür bot sich ihr ein anderes Schauspiel. Jedes Mal, wenn das Leder den hochgereckten Hintern des Jungen getroffen hatte, wurde dessen Becken durch die Wucht in das Polster gedrückt, das dazu diente, seine Erziehungsfläche optimal zu präsentieren. Katharina grinste. Es sah fast so aus, als würde Paul das Kissen begatten. Typisch. Diese Jungs dachten eben immer nur an das Eine. 

Die Laute, die er von sich gab, klangen allerdings ganz eindeutig nicht nach Äußerungen der Wollust. 

Nach dem zehnten Schlag beschloss sie, eine kurze Pause einzulegen. Sie nickte Franziska zu, Diese verstand. Die junge Lehrerin beugte sich über den Schüler, sah ihm kurz prüfend ins Gesicht, dann fühlte sie seinen Puls.

„Alles in Ordnung, Sie können fortfahren.“

In diesem Moment hörte man ein deutliches Klopfen an der Tür zum Vorzimmer.

„Was zum...? Ich gehe mal kurz nach sehen.“

Franziska verließ den Strafraum. 


 „Anna-Lena, was machst du denn schon hier? Du bist über 30 Minuten zu früh. Warte bitte woanders, bis du dran bist. Vielleicht im Hof? Oder in der Bib?“

Katharina konnte die Antwort der Schülerin nicht verstehen, aber Franziskas Erwiderung:

„Das geht nicht. Du kannst nicht hier warten. Da ist noch jemand vor dir dran.“

„Frau Haas, auf ein Wort!“, rief Katharina. Ihr war gerade eine gemeine kleine Idee gekommen. Sie eilte ins Vorzimmer.

„Ja, Frau Lazka?“

„Vielleicht können wir heute eine Ausnahme machen? Anna-Lena soll ruhig hier warten“, sagte sie leise.

„Aber das ist doch gegen das Protokoll. Sie würde ja hören...“

„Eben. Soll sie ruhig ein bisschen schmoren und mit anhören, was Riemen und Rohrstock bei einem 13t-Klässler anrichten. So als kleiner Vorgeschmack darauf, was sie erwartet. Und ich denke, Paul wird es auch gut tun, wenn jemand mit bekommt, wie 'tapfer' er sich anstellt.“

Franziska grinste. 

„Sie sind der Boss. Heute.“

„Das bleibt unter uns, verstanden? Kein Grund, Oli... Herr Baumann davon zu erzählen.“

„O.k.“

„Also gut, Anna-Lena. Ausnahmsweise dürfen Sie heute hier im Vorraum warten. Dabei können Sie ja schon einmal gründlich darüber nachdenken, was Sie heute hier her geführt hat. Vermutlich hilft es Ihnen beim Nachdenken, wenn wir die Tür zum Nebenzimmer offen lassen.“



Alle bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier am Stück.